<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000054-7</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Johannes Overbeck</persName>, <placeName type="sent">Leipzig</placeName>, <date>11.12.1872</date>, <note>2 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">UA Leipzig, PA 1071, Bl. 8r/v</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="0054" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edww2020-000054-7"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118633635">Wilhelm Windelband</persName><placeName>Leipzig</placeName><date when="1872-12-11">11.12.1872</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/117191388">Johannes Overbeck</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/104105119">Christian Wilhelm Braune</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116056118">Karl von Bardeleben</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116382813">Victor Ehrenberg</name></note><note type="repository">Universitätsarchiv Leipzig</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Windelband</persName> an <persName type="received">Johannes Overbeck</persName>, <placeName type="sent">Leipzig</placeName>, <date>11.12.1872</date>, <note>2 S., hs. (dt. Schrift)</note>, <bibl type="pubPlace">UA Leipzig, PA 1071, Bl. 8r/v</bibl></head></front><body><dateline>Leipzig. 11. Dec<add>[ember]</add> 1872</dateline><salute>Hochverehrter Herr Professor!</salute><p>Gestatten Sie mir, für Ihre außerordentliche Güte und Freundlichkeit Ihnen meinen verbindlichsten Dank auszusprechen und zugleich mein Bedauern darüber auszudrücken, daß ich mich der Ehre Ihres Besuchs nicht persönlich habe erfreuen können, da ich auf Rath des <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-455"/>Herrn<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-455"/> <abbr>Prof.</abbr> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-456"/><name>Braune</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-456"/> mich der in der That ausgezeichneten Pflege des hiesigen Krankenhauses übergeben habe. Ein <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-457"/>Verzeichniß der im Sommer von mir beabsichtigten Vorlesungen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-457"/> lege ich bei. Zugleich bemerke ich, daß meine Habilitationsschrift, bereits seit acht Tagen vollständig gedruckt, in der nöthigen Anzahl von Exemplaren bei mir liegt, und daß, wenn es der Facultät genehm ist, ich dieselbe in wenigen Tagen zur Verfügung stellen kann. Druck des Titels und Broschierung werden höchstens <pb/> vier Tage in Anspruch nehmen. Nur müßte ich dann wissen, wie unter diesen Umständen der Titel zu fassen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-458"/>sein sollte. Sollte<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-458"/> dies nach meiner etwa in acht Tagen erfolgenden Abreise wünschenswerth erscheinen, so wird mein (in derselben Etage mit mir wohnender) Freund <abbr>Dr.</abbr> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-459"/><name>Bardeleben</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-459"/>, Assistent an der hiesigen Anatomie die Besorgung gern übernehmen. Ich bemerke dies nur für den Fall, daß die Facultät jetzt schon die Versendung der Schrift wünschen sollte; mir selbst ist es gleichgiltig, ob ich damit bis zur Probevorlesung zu Anfang nächsten Semesters warte.</p><p>Genehmigen Sie, hochverehrter Herr Professor, noch einmal die Versicherung meines innigsten Dankes und meiner vorzüglichen Verehrung, mit der ich verbleibe Ihr ergebenster</p><signed>W. Windelband.</signed></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-455"><lem>Herrn</lem><rdg>Hrn</rdg><note>.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-456"><lem><name>Braune</name></lem><note><name>Christian Wilhelm Braune</name> (1831–1892), Chirurg <abbr>u.</abbr> Anatom, 1866–1872 <abbr>ao. Prof.</abbr> für Kriegsheilkunde <abbr>u.</abbr> Topographische Anatomie in Leipzig, 1872–1892 <abbr>o. Prof.</abbr> (<abbr>ADB</abbr>; Professorenkatalog der Universität Leipzig).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-457"><lem>Verzeichniß … Vorlesungen</lem><note> liegt nicht bei. Laut Vorlesungsverzeichnis kündigte Windelband für das <abbr>SS</abbr> 1873 an: Darstellung und Kritik der Kant’schen Philosophie, vierstündig; Über das Grundproblem der Erkenntnisstheorie, einstündig; Philosophische Gesellschaft (Kant’s Kritik der reinen Vernunft). <abbr>Vgl.</abbr> in derselben Akte Bl. 9 r/v den Antrag (Entwurf) der philosophischen Fakultät der Universität Leipzig an das Königliche Ministerium des Cultus und öffentlichen Unterrichts Dresden (<abbr>o. D.</abbr>): Windelband sei erkrankt, die Ärzte weisen ihn nach Süden, so dass sich der ursprüngliche Termin für die Probevorlesung nicht halten lasse, </note><rdg>weshalb die Facultät beschlossen hat, ihm zu gestatten, dieselbe nach seiner Rückkunft im Beginne des Sommersemester und bevor er seine Vorlesungen eröffnet nachzuholen, aber, unerwartet ihrer Abhaltung, seine Vorlesungen für das folgende Semester schon jetzt im Verzeichniß der Vorlesungen anzuzeigen. Angesichts der in der That ausgezeichneten Leistungen des Genannten hält die Facultät dies außergewöhnliche Verfahren in diesem Falle für durchaus unbedenklich und bittet das Königl[iche] Ministerium um dessen Genehmigung</rdg><note>; diese wird erteilt mit Schreiben vom 19.12.1872 (<abbr>Bl.</abbr> 19r).</note></app><app type="philological" corresp="#ED-458"><lem>sein sollte. Sollte</lem><rdg>sein Sollte</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-459"><lem><name>Bardeleben</name></lem><note><abbr>vgl.</abbr> Windelband an <name>Victor Ehrenberg</name> vom 24.10.1872</note></app></listApp></back></text></TEI>