Paul Siebeck an Windelband, Tübingen, 4.1.1915, 1 S., Ts.-Durchschlag mit eigenhändiger Unterschrift, Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488 A 0368,3
4. Jan[uar] 1915.
W.-wz. A.[1] Herrn Geheimen Rat Professor Dr. W. Windelband Heidelberg. Landfriedstrasse 14.
Sehr geehrter Herr Geheimrat, mit grosser Freude hat der Verlag es seinerzeit begrüsst, dass sie sich bereits erklärten, als Patron des „Logos“[2] auf dem Titel dieser Zeitschrift genannt zu werden. Der Logos ist jetzt in einer schwierigen Lage, da vor Ausbruch des Krieges nicht genug Manuscripte zur Füllung von Band V vorlagen. Die beiden geschäftsführenden Herausgeber[3] des Logos stehen im Feld und können für die Beibringung von Beiträgen nichts tun. Auch Herr Geheimrat Rickert, der die Redaktion zur Zeit[a] vertretungsweise führt[4], konnte bis jetzt nichts erhalten[5]. Ich gestatte mir daher, mit diesem Briefe an die Herren Patrone des Logos heranzutreten und zu fragen, ob nicht der eine oder andere der Herren für das 3. Heft des V. Bandes[6] einen Beitrag[7] zur Verfügung stellen könnte. Dieses Heft sollte notwendig trotz des Krieges erscheinen, da der Abonnementspreis für den Band vorausbezahlt ist.
Einer gütigen Benachrichtigung sehe ich gerne entgegen und verbleibe in vorzüglicher Hochachtung Ihr ergebenster
P. Siebeck.[b]