Paul Siebeck an Windelband, Tübingen, 10.10.1913, 1 S., Ts.-Durchschlag mit eigenhändiger Unterschriften, eine Beilage, Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488 A 0354,2

W.-wz. A.[1] – – Herrn Geheimen Rat Professor Dr. W. Windelband Heidelberg. Landfriedstrasse 14.

Hochverehrter Herr Geheimrat, für Ihren freundlichen Brief vom 4.[2] danke ich Ihnen herzlich. Ich habe das eingesandte Manuscriptblatt berechnen lassen[a] und kann Ihnen mitteilen, dass ein solches Blatt etwa 100 Buchstaben mehr enthält, als eine Druckseite des „Grundrisses der philosophischen Wissenschaften“. Wenn Sie die Manuscriptblätter um eine Zeile kürzen, entspricht der Inhalt beinahe genau einer Druckseite. Das Manuscriptblatt gebe ich Ihnen anbei zurück.[b]

Was den Umfang betrifft, so sind im Vertrag etwa 20–30 Druckbogen[3] in der Ihnen bekannten Satzeinrichtung vorgesehen. Ich würde es für gut halten, wenn Sie es ermöglichen könnten, die Mitte einzuhalten, also mit 25 Druckbogen auszukommen. Sie brauchen aber die Bogenzahl gewiss nicht bis auf die Seite einzuhalten.

In aufrichtiger Verehrung verbleibe ich stets Ihr treu ergebener

P. Siebeck.[c]

Kommentar zum Textbefund

aberechnen lassen ] Dazu eine Beilage mit der Berechnung in Bleistift von anderer Hand (zwei verschiedene Schreiber): Windelband | Gedruckte Probe | 1931 Buchstaben (35 Zl.x55,2 Bst.) | Manuscript | 2047 Buchstaben (35 Z.x58,5 Bst.) [Zeilen mal Buchstaben]
bDas … zurück. ]  Satz am Rand markiert
cP. Siebeck. ] eigenhändige Unterschrift

Kommentar der Herausgeber

1W.-wz. A. ] Namenskürzel des Ausfertigers nicht aufgelöst
2Brief vom 4. ] vgl. Windelband an Siebeck vom 4.10.1913
320–30 Druckbogen ] Windelbands Einleitung in die Philosophie. Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1914 umfaßt XII, 441 S. auf 28 Druckbogen.