Paul Siebeck an Windelband, Tübingen, 30.4.1912, Text nach einer Transkription von Klaus Christian Köhnke[1], Umfang und Besonderheiten nicht bekannt, Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488
30. April 1912.
W.-wz. A.[2] Herrn Geheimen Rat Professor Dr. W. Windelband Heidelberg. Landfriedstrasse 14.
Hochverehrter Herr Geheimrat, haben Sie herzlichen Dank für Ihren freundlichen Brief vom 25.[3] currentis[4][a]. Der Satz der Enzyklopädie schreitet jetzt allerdings rüstig fort, nachdem ich kürzlich das restliche Manuscript erhalten habe. Freilich wird die Herstellung selbst bei normalem Verlaufe immer noch 4–6 Wochen in Anspruch nehmen, so dass ich zur Zeit[b] die Veranstaltung einer Lieferungsausgabe[5] ernstlich in Erwägung ziehen muss.
Den nachträglich gemeldeten Druckfehler im Schlussabsatz Ihres Beitrages habe ich noch verbessern lassen.
Es freut mich sehr, dass der I. Band der Enzyklopädie besonders interessant zu werden verspricht.
Wenn Ihnen zu Semesteranfang für die Herstellung des Registers zum Lehrbuch jetzt nicht genügend Zeit übrig bleiben sollte, so bitte ich Sie höflichst, sich deshalb nicht zu beunruhigen, denn der gegenwärtige Vorrat der letzten Auflage macht die Fertigstellung der neuen Auflage im Augenblick noch nicht pressant[6].
In grösster Verehrung grüsst Sie bestens Ihr aufrichtig ergebener
P. Siebeck.