Paul Siebeck an Windelband, Tübingen, 22.3.1912, Text nach einer Transkription von Klaus Christian Köhnke[1], Umfang und Besonderheiten nicht bekannt, Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488
22. März 1912.
W.-wz. A.[2] Herrn Geheimen Rat Professor Dr. W. Windelband Heidelberg. Landfriedstrasse 14.
Hochverehrter Herr Geheimrat, für Ihre freundlichen Zeilen vom 21.[3] danke ich Ihnen herzlich. Ich bemerke mir Ihre Verfügung über den Versand der weiteren Korrekturen des Lehrbuchs und werde Ihre Vorschriften genau beachten lassen.
Was die Encyklopädie betrifft, so warte ich stündlich auf die deutschen Uebersetzungen[4] derjenigen Beiträge, welche sich an den Ihrigen anschliessen. Ausser der Reihe liegt die deutsche Uebersetzung Enriques vor. Dass die Verträge mit dem französischen und mit dem italienischen Verleger im reinen sind, hat mir Herr Dr. Ruge noch nicht mitgeteilt. Als ich zuletzt mit ihm hierüber korrespondierte, waren die Verträge noch nicht sicher.
Dass die deutsche Ausgabe der Encyklopädie zu guter Zeit im Sommersemester erscheinen[5] kann, halte ich nicht für ausgeschlossen. Die fremdsprachigen Ausgaben[6] werden freilich etwas später erscheinen müssen.
Ich wünsche Ihnen von Herzen einen recht guten Kurerfolg in Baden-Baden und verbleibe in aufrichtiger Verehrung Ihr
P. Siebeck.