Windelband an Paul Siebeck, Heidelberg, 21.3.1912, Text nach einer Transkription von Klaus Christian Köhnke[1], Umfang und Besonderheiten nicht bekannt, Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488
Heidelberg, 21.3.12
Hochgeehrter Herr Doctor,
Mit dem jetzigen Tempo des Drucks[2] bin ich, zumal bei so vorzüglichem Satz, sehr einverstanden. Am Samstag (23.3.) gehe ich nun auf vier Wochen nach Baden-Baden, Hotel Badischer Hof[3]. ich nehme mit, was ich zur Korrektur, namentlich auch zum Manuskript des Registers brauche, und hoffe, dass, was etwa einmal von Nachschlagen (fast nur zum Vergleich von Jahreszahlen) nötig sein sollte, durch meinen Sohn, der hier bleibt, besorgt werden kann, sodass keine Verzögerungen eintreten. ich bitte also Alles[a] wie bisher vom Samstag Nachmittag[b] an mich nach dem Badischen Hof zu schicken. Nur von den drei Abzügen, die ich von der Korrektur bekomme, brauche ich dann immer nur zwei, während ich den dritten immer gleichzeitig an meinen Sohn an die hiesige Adresse zu schicken bitte. Er sendet mir dann seine Korrektur, und ich vervollständige danach die meinige, wie bisher. Die Revisionen erbitte ich immer nur an mich in den Badischen Hof. Was morgen, Freitag, fertig wird, bitte ich noch hierher zu dirigieren, da ich erst am Nachmittag übermorgen nach Baden übersiedle.
Was macht denn die Encyklopädie[4]? Der russische Beitrag ist ja gesetzt (?). Aber nun? Ruge sagte mir, dass mit der franz[ösischen] und der ital[ienischen] Firma die Verträge sicher seien, aber die englische Frage noch unentschieden. Wird die Zeit reichen?
Mit hochachtungsvollem Gruss
Wie stets der Ihrige
W Windelband