Windelband an Paul Siebeck, Heidelberg, 17.9.1911, 1 S., hs. (lat. Schrift), Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488 A 0320,5

Hochverehrter Herr Doctor,

Besten Dank für Ihr gef[älliges] Schreiben von vorgestern[1]; ich hoffe, dass Sie meine beiden Sendungen von hier erhalten haben und dass nun für den baldigen Abschluss der „Praeludien“ Alles in der Reihe ist.

Die bisherigen Vorreden, bzw. das gemeinsame Vorwort möchte ich wieder abgedruckt haben, wesentlich deshalb, weil es das oft citierte Wort „Kant verstehen, heisst über ihn hinausgehen“ enthält. Als Fortsetzung dieses Gesamtvorworts für die vierte Auflage lege ich Ihnen das Manuskript bei.

Und noch eine Frage: würde es Ihnen vielleicht auch zweckmässig erscheinen, nur ein Inhaltsverzeichnis für das Ganze setzen und es beiden[b] Bänden gleichlautend vordrucken zu lassen[2]?

Ihrer Hindeutung wegen der Jahreszahlen beim Inhaltsverzeichnis werde ich dankbar nachkommen.

Mit vorzüglicher Hochachtung ergebenst der Ihrige

W Windelband

Kommentar zum Textbefund

a17.9.11. ] darunter Eingangsvermerk von anderer Hand: 19/IX.1911
bbeiden ] unterstrichen

Kommentar der Herausgeber

1Schreiben von vorgestern ] vgl. Verlag J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) an Windelband vom 15.9.1911
2vordrucken zu lassen ] dieser Vorschlag wurde umgesetzt