Paul Siebeck an Windelband, Tübingen, 5.8.1911, 2 S., Ts.-Durchschlag mit eigenhändiger Unterschrift, Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße; NL 488 A 0320,5
5. August 1911.
W.-sz. A.[1] Herrn Geheimen Rat Professor Dr. W. Windelband Heidelberg. Landfriedstrasse 14
Hochverehrter Herr Geheimrat, haben Sie herzlichen Dank für Ihren freundlichen Brief vom 2.[2], sowie für die Uebersendung des Manusciptes zur 4. Auflage der Präludien. Mit dem Satze lasse ich sogleich in Leipzig beginnen und zwar an beiden Bänden zugleich. Ich habe der Druckerei[3] ein zweites Exemplar der 3. Auflage übergeben, damit der gleichzeitige Satz beider Bände keine Schwierigkeit bietet. Der Satz erfolgt mit der Maschine[4], es ist also auch unbeschränkter Typenvorrat da.
Die Verlagsbedingungen der 4. Auflage[5] dürfen wohl wieder auf der üblichen Grundlage | unter Berücksichtigung des Mehrumfangs festgesetzt werden?
Das Vorwort wollen Sie, bitte, auf der Grundlage der mir übersandten Inhaltsübersicht abfassen.
Dass Sie vom 9. an in Hohfluh sein werden, lasse ich vormerken; hoffentlich kommen Sie vorher schon irgendwo unter[6]. Die Schweiz soll freilich überfüllt sein.
Für die freundliche Uebersendung Ihres Geleitworts zu Jellineks „Schriften und Reden“[7] danke ich Ihnen bestens.
Mit allen guten Wünschen für Ihre Sommerfrische grüsse ich Sie in aufrichtiger Verehrung herzlich als Ihr treu ergebener
P. Siebeck.[a]