Paul Siebeck an Windelband, Tübingen, 10.5.1910, Text nach einer Transkription von Klaus Christian Köhnke[1], Umfang und Besonderheiten nicht bekannt, Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488
10. Mai 1910
W.-wz.[2] Herrn Geheimen Rat Professor Dr. W. Windelband in Heidelberg.
Hochverehrter Herr Geheimrat, für Ihren freundlichen Brief vom 5.[3] danke ich Ihnen herzlich. Mit der Verteilung der „Präludien“ auf 2 Bände bin ich ganz einverstanden. Wenn – ausser Anderem – die Akademierede nicht aufgenommen werden könnte, wäre ich sehr[a] traurig. Glauben Sie nicht, dass mit Winter ein Abkommen getroffen werden könnte?
Ihr Urteil über den Inhalt des ersten Logos-Heftes hat mich ausserordentlich interessiert und ich bin Ihnen für Ihre unumwundene Aussprache sehr verbunden. Der Streit der Redakteure ist nun hoffentlich erledigt. Dass dies nicht zum wenigsten Ihrer gütigen Vermittelung zu danken ist, bin ich fest überzeugt. ich freue mich sehr darauf, im 2. Heft Ihrer Münchener Rede zu begegnen.
In aufrichtiger Verehrung grüsst Sie herzlich Ihr
P. Siebeck.