Paul Siebeck an Windelband, Tübingen, 4.4.1910, Text nach einer Transkription von Klaus Christian Köhnke[1], Umfang und Besonderheiten nicht bekannt, Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488
4. April 1910
wz.[2] Herrn Geheimen Rat Professor Dr. W. Windelband zur Zeit[a] in Bordighera.
Hochverehrter Herr Geheimrat, haben Sie herzlichen Dank für Ihre freundlichen Briefe vom 1. und 2.[3] Sie dürfen mir vertrauen, dass ich das Entgegenkommen des Herrn Dr. Ruge vollauf zu würdigen weiss. Ich bekam heute einen Brief von ihm, in dem er bestätigt, dass alles im Reinen sei.
Mit meinem Brief vom 31. März wird an meinen Ausführungen vom 16. März tatsächlich nichts geändert. Nur war in diesen noch nicht ausgeführt, dass der Vertrag so lange überhaupt nicht rechtsgiltig war, als noch eine Lücke darin war. Dass nach Ausfüllung der Lücke ohne Zustimmung aller Beteiligten keine Aenderung mehr vorgenommen werden konnte, steht m. E. absolut fest. Der Nachdruck meines Briefes vom 31. März lag in der Mitteilung, dass die Anregung zur Aenderung der Vorderseite des Titels nicht von Herrn Dr. Mehlis ausging.
Von Heft 1 des „Logos“ sollen Sie sofort nach Fertigstellung[4] ein Exemplar erhalten.
Mit herzlichen Grüssen bin ich in aufrichtiger Verehrung Ihr
P. Siebeck.