Paul Siebeck an Windelband, Tübingen, 25.6.1909, Text nach einer Transkription von Klaus Christian Köhnke[1], Umfang und Besonderheiten nicht bekannt, Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488
25. Juni 1909.
W. r.[2] Herrn Geheimen Hofrat Professor Dr. W. Windelband in Heidelberg.
Hochverehrter Herr Geheimrat, für Ihren freundlichen Brief vom 22.[3], sowie für die Uebersendung des Briefes von Herrn Dr. Rubinstein[4] danke ich Ihnen verbindlichst. ich werde mich mit dem Herrn in Verbindung setzen[5] und Ihm unter Anlehnung an die Bedingungen, unter welchen die Autorisation der russischen Uebersetzung der „Willensfreiheit[6]“ erteilt wurde, eine Entschädigung von M 150 vorschlagen. Mehr wird nicht zu bekommen sein, eher wird der Verleger herunterhandeln.
Gegen die Druckbeginnverlegung der neuen Auflage Ihres Lehrbuchs[7] bis September gibt es leider kein Mittel. Möglicherweise fehlt so das Werk eine zeitlang auf dem Markte. Dann müssten wir eben wieder zu einer Ausgabe in Lieferungen unsere Zuflucht nehmen.
In aufrichtiger Verehrung grüsst Sie herzlich Ihr
P. Siebeck.