Windelband an Mary Clauss, Heidelberg, 21.10.1907, 2 S., hs. (lat. Schrift), UB Heidelberg, Heid. Hs. 2618, 52
Heidelberg, 21.10.07
Hochverehrte Frau,
Nach meiner Besprechung mit Coll[egen] Jellinek[1] darf ich von Neuem und mit allem guten Grunde versichern, dass es nur mit lebhaftestem Danke und aufrichtiger Freude aufgenommen werden würde, wenn unsrer Universität das Marmorrelief Kuno Fischers[2] übermacht würde. – Es fände im Senats- oder Rectoratszimmer, vielleicht auch in der Bibliothek, wo es häufiger gesehen würde, jedenfalls einen würdigen Platz. Am Montag den 28. ist Sitzung des engeren Senats, und wenn dem Prorector bis dahin eine Mitteilung der beabsichtigten Schenkung zugegangen wäre, so könnte dabei sogleich da|rüber beschlossen werden.
Den Abdruck von Prof. Petsch’ Abhandlung[3], den ich mir neulich erlaubte Ihnen zuzustellen, bitte ich – zugleich in seinem Namen – behalten zu wollen: er hat mir schon ein neues Exemplar[4] gestiftet.
In vorzüglicher Verehrung und mit ergebenstem Gruss an Ihre Fräulein[a] Töchter[5] wie stets der Ihrige
W Windelband