Paul Siebeck an Windelband, Tübingen, 9.11.1905, Text nach einer Transkription von Klaus Christian Köhnke[1], Umfang und Besonderheiten nicht bekannt, Ts., Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488
9. Nov[ember] 1905.
W. 1. D.[2] Herrn Geheimen Rat Professor Dr. W. Windelband in Heidelberg.
Hochverehrter Herr Geheimrat, soeben kommt mir der beiliegende Prospekt über eine neue „Philosophische Wochenschrift“[3] in die Hände und erinnert mich daran, dass ich selbst immer den lebhaften Wunsch hatte, etwas derartiges ins Leben zu rufen. Ich sprach wohl auch zu Ihnen einmal davon.[4] Für alle Fälle möchte ich Ihnen den Prospekt unterbreiten, da er Ihnen möglicherweise nicht zu Gesicht gekommen ist, und Sie höflichst bitten mir zu sagen, was Sie von dem Unternehmen und seinem Herausgeber – falls Ihnen dieser bekannt ist – halten.
Ich bitte Sie, die verursachte Bemühung gütigst zu entschuldigen und begrüsse Sie in aufrichtiger Verehrung als Ihr ergebener
P. Siebeck.