Paul Siebeck an Windelband, Tübingen, 3.6.1905, Text nach einer Transkription von Klaus Christian Köhnke[1], Umfang und Besonderheiten nicht bekannt, Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, NL 488
3. Juni 1905[a]
Herrn Geheimen Rat Professor Dr. W. Windelband in Heidelberg
Hochverehrter Herr Geheimrat, haben Sie herzlichen Dank für Ihre freundlichen Briefe vom 31.5. und für die Uebersendung des Briefes von Herrn Garguilo[2], welchen ich Ihnen anbei zurückgebe. Die Antwort, die Sie ihm erteilt haben, ist durchaus in meinem Sinn gehalten. Für den Fall, dass der Verleger Sandron an mich herantreten sollte, schlage ich vor, eine Entschädigung von 12[5]0 Lire zu verlangen und event. bis auf 1000 Lire herunterzugehen. Ich betrachte es als Zustimmung Ihrerseits, wenn Sie hierzu sich nicht weiter äussern. Da Italien der Berner Convention[3] beigetreten ist, sollten m. E. die deutschen Autoren und Verleger die Rechte, welche Ihnen durch die Convention gegeben sind, auch wahren. Es würde mich freuen, wenn das auch Ihre Meinung wäre. |
Was Sie bezüglich des Manuscriptes für die 4. Auflage Ihres „Lehrbuches“ schreiben, habe ich mit grossem Interesse gelesen. Dass das „Lehrbuch“ seinen Weg macht, freut mich auch für Sie ausserordentlich. Aller Voraussicht nach werde ich nicht in der Pfingstwoche, sondern erst später nach Heidelberg kommen können. Ich hoffe Sie dann begrüssen zu dürfen.
Mit den besten Wünschen für die Pfingstferien für Sie und die Ihrigen bleibe ich in aufrichtiger Ergebenheit Ihr
P. Siebeck.