Heidelberg, 31.5.05.
Verehrtester Herr Doctor,
Nun sehen Sie, dass ich altersschwach werde! Schicke ich da vorhin[2] einen Brief und vergesse eine Angelegenheit, die schon lange liegt und die ich mit Ihnen persönlich zu besprechen dachte. Es ist der einliegende Brief[3], den ich gelegentlich zurück erbitte. Mein College Vossler[4] empfiehlt den jungen Mann, und ich würde, wenn Sie einverstanden wären, auch nichts gegen die Uebersetzung[5] haben. Indessen habe ich dem Manne zunächst geschrieben, dass die Entscheidung bei Ihnen läge und dass ich ihm riete, durch seinen Verleger mit Ihnen in Verbindung zu treten. ich hoffe, das wird in Ihrem Sinne gewesen sein.
Nochmals mit ergebenstem Grusse der Ihrige
Windelband
1↑Transkription von Klaus Christian Köhnke ] Kollation derzeit nicht möglich. Der Transkription liegt die Datei
Manuskript: Windelband Briefe | herauszugeben von K. C. Köhnke | Ausdruck vom 1.3.2012 zugrunde, die den Herausgebern zur Verfügung steht. Ein Ausdruck dieser Datei befindet sich in öffentlichem Besitz (Universität Leipzig, Nachlass Klaus Christian Köhnke NL 330/3/1/2). Die Signatur des Originals ist mit Stichtag 14.5.2018 noch nicht bekannt. Laut telefonischer Auskunft von Roland Klein, Referat für Nachlässe und Autographen der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz vom 21.11. und 2.12.2016 ist die Erfassung des Nachlasses 488 (Verlagsarchiv Mohr-Siebeck) noch nicht abgeschlossen.
4↑College Vossler ] Karl Vossler (1872–1949), Romanist, seit 1900 an der Universität Heidelberg, seit 1902
ao. Prof., 1909
o. Prof. in Würzburg (
www.leo-bw.de).
5↑Uebersetzung ] vgl. Paul Siebeck an Windelband vom 3.6.1905. Es erschienen zwei italienische Übersetzungen von Windelbands Lehrbuch der Geschichte der Philosophie: von
E. Zaniboni. 2
Bde. Mailand/Palermo/Neapel: Remo Sandron
o. J. [1910–1912 ]; von
Cecilia Dentice d’Accadia. 2
Bde. Palermo: Sandron 1921–22.