Windelband an das Großherzogliche Geheime Kabinett, Heidelberg, 20.2.1905, 1 S., hs. (lat. Schrift), mit Aktennotizen und Entwurf der Antwort, Generallandesarchiv Karlsruhe, 60-368. Aktentitel: Bücher. Windelband, Dr.

Dem Grossherzoglichen geheimen Cabinet

beehre ich mich in der Anlage je zwei Exemplare der von mir auf dem internationalen philosophischen Congress gehaltenen Vorträge[1] zu überreichen und bitte, dieselben Seiner Königlichen Hoheit dem Grossherzog und Ihrer Königlichen Hoheit der Grossherzogin als einen Ausdruck meines unterthänigsten Dankes für das jenem Congress gnädigst gewährte Interesse[2] zu unterbreiten.

In vorzüglicher Hochachtung ergebenst

Dr. W. Windelband

Geheimerat und Universitätsprofessor[a] |

No. 436

I. Im H[ohen] A[uftrag] beider Herrschaften verb[indlichen] Dank mit dem Beifügen, daß Höchstdieselben Sich sehr freuen, den Inhalt näher kennen zu lernen.

II. 2 Exempl[are] mit Notiz an Herrn Geh[eimen] Kabinettsrat von Chelius[3] mit d[em] Beif[ügen], daß mitverdankt.

III. 2 Exempl[are] H[öheren] Orts vorgelegt.

Gr[oßherzogliches] Geh[eimes] Kab[inett]

B.[b]

I & II Abg[egangen] 23/2

II mit 2 Anl[agen]

Kommentar zum Textbefund

aUniversitätsprofessor ] darunter von anderer Hand: Akten bei
bB. ] Namenskürzel nicht aufgelöst

Kommentar der Herausgeber

1Vorträge ] vgl. Windelband: Die gegenwärtige Aufgabe der Logik und Erkenntnistheorie in Bezug auf Natur- und Kulturwissenschaft. In: Congrès international de Philosophie. IIme session tenue à Genève du 4 au 8 Septembre 1904. Rapports et comptes rendus. Publiés par les soins du Ed. Claparede. Avec 17 figures et 5 portraits hors texte. Genf: Henry Kündig 1905, S. 104–119. Separatdruck nicht ermittelt.– Fichte und Comte. In: Dass., S. 287–292. Diskussion S. 293; separat erschienen als: Extrait des Comptes rendus du IIme Congrès internationale de Philosophie. Genf: Henry Kündig o. J. [1905]. 7 S., paginiert S. 279–293 [mit Diskussion].
2Interesse ] vgl. z. B. Windelband an Heinrich Rickert vom 27.6.1904 sowie an Franz Böhm vom 16.7.1904
3Kabinettsrat von Chelius ] Philipp Ernst Maximilian von Chelius (1820–1911), Jurist, Kammerherr, 1837–42 Studium in Heidelberg, Berlin und wiederum in Heidelberg, 1842 Prüfung als Rechtspraktikant. 1849–64 im Gerichtsdienst, 1868 Mitglied des Appellationssenats, 1879 Landgerichtsrat am Landgericht Karlsruhe. 1882 Verleihung der Würde eines Kammerherrn, 1893 Wirklicher Geheimer Rat (www.leo-bw.de).