Windelband an Wilhelm Raabe, Straßburg, August 1901, 1 S., hs. (lat. Schrift), im gedruckten Schmuckrahmen (aus einer Lorbeer- (links) und Eichengirlande (rechts), die sich oben in der Mitte treffen. In der linken oberen Ecke Wappenschild mit Uhu, in der rechten mit Rabe. Unten Spruchband zum 8 September 1901. vor Stadtansicht Braunschweigs, in zeichnerischer Rekonstruktion des mittelalterlichen Stadtbildes mit Blick von Südost auf Aegidienkirche im Vordergrund und St. Martini im Hintergrund, gezeichnet mit Monogramm IS links unten), Teil einer Geburtstagsadresse an Raabe, Stadtarchiv Braunschweig, Autographensammlung H III 10: 36, Nr. 268
Es ist dahin für immer, – jenes wunderliche Kleinleben der Deutschen, darin so tiefer und heiliger Idealismus steckte: und wenn wir dem Manne huldigen[1], der es im Bilde der Dichtung für alle Zeiten festgehalten hat, so sei es in der Hoffnung, dass auch in neuen Lebensformen unser Volk sich den Hunger nach dem Wesenhaften erhalte und bewahrt bleibe vor der Gier nach dem Nichtigen.
Strassburg i/Els. August 1901.
Wilhelm Windelband.