Windelband an Albert Ehrhard, Straßburg, 25.11.1890, 2 S., hs. (dt. Schrift), Byzantinisches Institut Scheyern[1], Nachlass Ehrhard
Strassburg. 25.11.90.
Sehr geehrter Herr Professor,
Herr Holtzmann[2], der bei mir war, würde nur noch in der Weise bei dem Termin dieser Woche eingeschoben werden können, daß es Ihnen beliebte (wie es die Herrn Examinatoren vielfach thun) den Herrn an einem der nächsten Tage in Ihrer Wohnung die hebräische Klausurarbeit schreiben zu lassen; dann könnte die mündliche Prüfung am Samstag stattfinden. In Betreff derselben setzte ich voraus, daß Sie für Religion und Hebräisch zusammen etwa zwei Stunden brauchen würden, sodaß wir zwischen 9 und ½ 10 anfangen müßten, damit Sie nachher vor 12 noch in der bisher angesetzten Weise die Prüfung des Herrn F. Lehner[3] in allg[emeiner] Bildung abnehmen können. Sind | Sie nun hiermit einverstanden, so bitte ich, daß Sie Sich den Herrn Holtzmann bestellen, und ihm auch sagen, wann er sich am Samstag zur mündlichen Prüfung einzufinden hat; ich würde für eine kurze Mitteilung der Stunde verbunden sein. Die Arbeit und Ihr Urtheil erbitte ich zu den Acten.
Mit ergebenster Empfehlung Ihr
Windelband