Titelaufnahme
- TitelWindelband an Kuno Fischer, Baden-Baden, 17.3.1897, 3 S., hs. (dt. Schrift), UB Heidelberg, http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heidhs2618-51_2/0001
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Windelband an Kuno Fischer, Baden-Baden, 17.3.1897, 3 S., hs. (dt. Schrift), UB Heidelberg, http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heidhs2618-51_2/0001
Baden-Baden, Hôtel Drei Könige. 17 März 1897
Hochverehrter Herr Geheimrath,
Zu Ihrem Ehrentage am 19. d[es] M[onats] hoffte ich wiederum persönlich bei Ihnen zu erscheinen, um Ihnen die Glückwünsche dankbarer Verehrung zu überbringen, – zunächst im eigenen Namen, da für mich selbst der Doctor vom 19. März 1847 der bestimmende Lehrer[1] geworden ist, – dann aber auch im Namen und Auftrage eines Kreises, den Sie als Vertreter der Geschichte der Philosophie betrachten | wollen! Die Redaktion der „Kantstudien“, welche sich mit Ihrem Namen schmücken dürfen, wünschen Ihr Jubiläum nicht ohne eine sichtbare Äußerung unsrer Verehrung vorübergehen zu lassen und ersuchte mich dem Gratulationsblatt eine Abhandlung[2] hinzuzufügen, welche öffentlich[a] im nächsten Heft der Zeitschrift, an der Spitze ihres zweiten Bandes erscheinen wird. Das Dedicationsexemplar, das ich morgen von der Druckerei erwarte, wollte ich Ihnen am Tage selbst persönlich überreichen.
Nun erfahre ich aber durch Jellinek, daß Sie zu meinem Bedauern jede | Feier des Tages in Heidelberg insbesondere durch die akademischen Behörden abgelehnt haben und im Begriffe sind abzureisen. Da ich befürchten muß, daß unter diesen Umständen Ihnen mein Besuch nicht genehm wäre, so werde ich mir erlauben, unsern Gruß, sobald er in meinen Händen ist, Ihnen durch die Post zuzustellen.
Mit aufrichtigem Bedauern erfahre ich zugleich, daß Ihre verehrte Frau Gemahlin[3] leidend ist: mit dem Wunsche baldiger Besserung und mit dem erneuten Ausdruck meiner Verehrung bin ich Euer Excellenz treu ergebner
W Windelband
Kommentar zum Textbefund
Kommentar der Herausgeber
1↑Lehrer ] Fischer hatte von 1856–72 in Jena gelehrt, Windelband hatte sich in Jena Ostern 1866 für das WS 1866/67 für Philosophie und H (Historie/Geschichte) immatrikuliert und ging nach dem SS 1866 ab (nach Berlin; vgl. die jeweiligen Matrikeln).3↑Frau Gemahlin ] Fischers zweite Ehefrau Christiane Louise Fischer (1832–1903), geb. Kirchhoff (NDB).▲
