<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Vaihinger an Universitätskurator Hermann Sommer, Halle, 9.3.1927, 1 S., Ts. mit eU, Briefkopf Dr. Hans Vaihinger | Geh. Reg.-Rat | Dr. rer. techn. h. c. Dr. med. h. c. | Halle a. d. S., den … 192 …, Universitätsarchiv Halle-Wittenberg, PA 16386 (Personalakte Vaihinger)</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001484-2"/><style type="text/css">
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März 1927</p><p class="ED-salute">Hochgeehrter Herr Kurator!</p><p class="ED-p">Für Ihre gütigen Glückwünsche zu meinem 50jährigen Dozentenjubiläum am 20. Februar wollte ich Ihnen schon längst danken und habe dies nur bis heute verschoben, weil ich Ihnen zugleich eine Abhandlung von mir <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="„Der Mythos und das Als Ob“ ] vgl. Vaihinger: Der Mythus und das Als Ob. Ein Fragment. In: Alf Nyman (Hg.): Festskrift tillägnad Hans Larsson den 18 februari 1927. Studier och uppsatser överräckta på sextiofemårsdagen av kolleger och lärjungar. Redaktion Alf Nyman. Stockholm: Bonnier 1927 [in 500 nummerierten Exemplaren ausgegeben], S. 225–248.&#xD;&#xA;">„Der Mythos und das Als Ob“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="„Der Mythos und das Als Ob“ ] vgl. Vaihinger: Der Mythus und das Als Ob. Ein Fragment. In: Alf Nyman (Hg.): Festskrift tillägnad Hans Larsson den 18 februari 1927. Studier och uppsatser överräckta på sextiofemårsdagen av kolleger och lärjungar. Redaktion Alf Nyman. Stockholm: Bonnier 1927 [in 500 nummerierten Exemplaren ausgegeben], S. 225–248.">[1]</a> überreichen wollte, deren Versendung mir erst jetzt möglich ist. Die Abhandlung erschien soeben in einer Schwedischen Festschrift zum 65. Geburtstag des <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> <abbr title="Doktor" class="ED-abbr">Dr.</abbr> <span class="ED-name">Hans Larsson</span> in Lund eines namhaften Vertreters der Philosophie, den ich auch persönlich kenne. Die ganze Festschrift ist <abbr title="circa" class="ED-abbr">ca.</abbr> 400 Seiten stark: Beitragende sind <abbr title="circa" class="ED-abbr">ca.</abbr> 20 Schwedische Gelehrte. Ich erwähne dies, weil Herr <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Ministerialrat Prof. Dr. Windelband ] d. i. Wolfgang Windelband, Sohn von Wilhelm Windelband (https://www.catalogus-professorum-halensis.de/windelbandwolfgang.html (26.9.2024)).&#xD;&#xA;">Ministerialrat Prof. Dr. Windelband</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Ministerialrat Prof. Dr. Windelband ] d. i. Wolfgang Windelband, Sohn von Wilhelm Windelband (https://www.catalogus-professorum-halensis.de/windelbandwolfgang.html (26.9.2024)).">[2]</a>, dem ich am 4. Dezember von dem Erscheinen dieser Abhandlung vorläufige Mitteilung machte, auf diese Beteiligung eines Deutschen an der Schwedischen Festschrift Wert legte, da ja unsere Regierung immer und überall für die Wiederaufnahme des internationalen Verkehrs zwischen den Universitäten eintritt.</p><p class="ED-p">Meine Frau hat während meiner langen und schweren Grippe von Mitte Dezember bis Anfang Februar Ihnen persönlich in meinem Namen für Ihr wohlwollendes Eintreten zu Gunsten des <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Zuschusses von 800.- M. seitens des Hohen Ministeriums ] vgl. aus dem zugehörigen Gesuch Vaihingers vom 20.10.1926 (abschriftlich in der Akte): Jetzt aber ist unser beträchtliches Privatvermögen durch die Inflation von 1923 annulliert worden. So reicht denn nun auch mangels sonstiger Einnahmen der mir verbliebene Extra-Ordinariatsgehalt nicht mehr zur Bestreitung der sich als notwendig erweisenden Ausgaben, zumal ich wegen meiner Erblindung dauernd einer Privatsekretärin bedarf. Die Differenz zum Normalgehalt eines planmäßigen Ordinariats beträgt 2500 M im Jahr. – Ähnlich lautend die Gesuche vom 20.9.1925 und 20.4.1925 (zur Begründung des Antrags auf Kostenübernahme für einen Kuraufenthalt): Als ich im Jahre 1894 nach dem Hinscheiden des ord. Professors der Philosophie Dr. Johann Eduard Erdmann zum Ordinarius in Halle für dasselbe Fach ernannt wurde, geschah dies unter der Bedingung, dass ich mich mit meinem bisherigen Gehalt als Extraordinarius bescheiden sollte, da meine Vermögensverhältnisse damals gute waren. Dagegen wurde gleichzeitig der damalige Privatdozent der Philosophie Dr. Uphues zum außerordentlichen Professor ernannt, wobei sein Amtseinkommen aus dem weiter bestehenden planmässigen Gehalt des verstorbenen Professors Erdmann entnommen wurde. Mein eigenes Amtseinkommen blieb dauernd das eines Extraordinarius, sodass ich also als „persönlicher Ordinarius“ fungierte. Da unsere Vermögensverhältnisse damals günstige waren, so habe ich mich darüber niemals beklagt. […] Zweitens aber habe ich jetzt für einen infolge Kriegsüberanstrengung nervenkrank gewordenen Sohn den Aufenthalt in der Landesheilanstalt Nietleben zu bezahlen [ca. 1200 M p. a.], in der in der 3. Klasse verpflegt wird. Ob es möglich sein wird, diesem jetzt 23jährigen Sohne (Techniker) wieder eine für ihn geeignete Beschäftigung im Leben zu verschaffen, das ist einstweilen noch sehr fraglich. – Vgl. Vaihinger an Hermann Sommer, 1 S., hs. (andere Hd., mit eU), Postkarte an Herrn Universitätskurator | Dr. Sommer | Halle a/Saale | Humboldtstr. 24. [gestrichen, darunter von anderer Hd.: 15/8. Paulusstr. 2], Bildseite: Photographie Wiesbaden – Heidenmauer mit röm. Tor – La porte romaine | The gate Roman, keine Poststempel (Postwertzeichen abgelöst): z. Z. Eisenach, Prinzenstr. 11. Pension Volkmann / d. 13.8.25. / Verehrtester Herr Kurator! / Jetzt nachdem ich meine 6 wöchentliche Kur in Wiesbaden mit gutem Erfolg abgeschlossen habe, u. nachdem wir zu der vorgeschriebenen 4 wöchentlichen Nachkur hierher übergesiedelt sind, drängt es mich, Ihnen für Ihr so erfolgreiches Eintreten für mich beim Ministerium den allerherzlichsten Dank auszusprechen, der mir sowohl in Wiesbaden als hier immer aufs Neue wieder zum Bewußtsein kommt. Hoffentlich haben auch Sie selbst eine geeignete Sommerfrische gefunden, nebst Ihrer Frau Gemahlin. Mit besten Empfehlungen Ihr ergebener / Vaihinger (UAHW, zu PA 16386, Aktentitel: Vormundschaftssache | betr. den wegen Geistesschwäche entmündigten Techniker Richard Vaihinger).&#xD;&#xA;">Zuschusses von 800.- </span><abbr title="Monsieur" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Zuschusses von 800.- M. seitens des Hohen Ministeriums ] vgl. aus dem zugehörigen Gesuch Vaihingers vom 20.10.1926 (abschriftlich in der Akte): Jetzt aber ist unser beträchtliches Privatvermögen durch die Inflation von 1923 annulliert worden. So reicht denn nun auch mangels sonstiger Einnahmen der mir verbliebene Extra-Ordinariatsgehalt nicht mehr zur Bestreitung der sich als notwendig erweisenden Ausgaben, zumal ich wegen meiner Erblindung dauernd einer Privatsekretärin bedarf. Die Differenz zum Normalgehalt eines planmäßigen Ordinariats beträgt 2500 M im Jahr. – Ähnlich lautend die Gesuche vom 20.9.1925 und 20.4.1925 (zur Begründung des Antrags auf Kostenübernahme für einen Kuraufenthalt): Als ich im Jahre 1894 nach dem Hinscheiden des ord. Professors der Philosophie Dr. Johann Eduard Erdmann zum Ordinarius in Halle für dasselbe Fach ernannt wurde, geschah dies unter der Bedingung, dass ich mich mit meinem bisherigen Gehalt als Extraordinarius bescheiden sollte, da meine Vermögensverhältnisse damals gute waren. Dagegen wurde gleichzeitig der damalige Privatdozent der Philosophie Dr. Uphues zum außerordentlichen Professor ernannt, wobei sein Amtseinkommen aus dem weiter bestehenden planmässigen Gehalt des verstorbenen Professors Erdmann entnommen wurde. Mein eigenes Amtseinkommen blieb dauernd das eines Extraordinarius, sodass ich also als „persönlicher Ordinarius“ fungierte. Da unsere Vermögensverhältnisse damals günstige waren, so habe ich mich darüber niemals beklagt. […] Zweitens aber habe ich jetzt für einen infolge Kriegsüberanstrengung nervenkrank gewordenen Sohn den Aufenthalt in der Landesheilanstalt Nietleben zu bezahlen [ca. 1200 M p. a.], in der in der 3. Klasse verpflegt wird. Ob es möglich sein wird, diesem jetzt 23jährigen Sohne (Techniker) wieder eine für ihn geeignete Beschäftigung im Leben zu verschaffen, das ist einstweilen noch sehr fraglich. – Vgl. Vaihinger an Hermann Sommer, 1 S., hs. (andere Hd., mit eU), Postkarte an Herrn Universitätskurator | Dr. Sommer | Halle a/Saale | Humboldtstr. 24. [gestrichen, darunter von anderer Hd.: 15/8. Paulusstr. 2], Bildseite: Photographie Wiesbaden – Heidenmauer mit röm. Tor – La porte romaine | The gate Roman, keine Poststempel (Postwertzeichen abgelöst): z. Z. Eisenach, Prinzenstr. 11. Pension Volkmann / d. 13.8.25. / Verehrtester Herr Kurator! / Jetzt nachdem ich meine 6 wöchentliche Kur in Wiesbaden mit gutem Erfolg abgeschlossen habe, u. nachdem wir zu der vorgeschriebenen 4 wöchentlichen Nachkur hierher übergesiedelt sind, drängt es mich, Ihnen für Ihr so erfolgreiches Eintreten für mich beim Ministerium den allerherzlichsten Dank auszusprechen, der mir sowohl in Wiesbaden als hier immer aufs Neue wieder zum Bewußtsein kommt. Hoffentlich haben auch Sie selbst eine geeignete Sommerfrische gefunden, nebst Ihrer Frau Gemahlin. Mit besten Empfehlungen Ihr ergebener / Vaihinger (UAHW, zu PA 16386, Aktentitel: Vormundschaftssache | betr. den wegen Geistesschwäche entmündigten Techniker Richard Vaihinger).&#xD;&#xA;">M.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Zuschusses von 800.- M. seitens des Hohen Ministeriums ] vgl. aus dem zugehörigen Gesuch Vaihingers vom 20.10.1926 (abschriftlich in der Akte): Jetzt aber ist unser beträchtliches Privatvermögen durch die Inflation von 1923 annulliert worden. So reicht denn nun auch mangels sonstiger Einnahmen der mir verbliebene Extra-Ordinariatsgehalt nicht mehr zur Bestreitung der sich als notwendig erweisenden Ausgaben, zumal ich wegen meiner Erblindung dauernd einer Privatsekretärin bedarf. Die Differenz zum Normalgehalt eines planmäßigen Ordinariats beträgt 2500 M im Jahr. – Ähnlich lautend die Gesuche vom 20.9.1925 und 20.4.1925 (zur Begründung des Antrags auf Kostenübernahme für einen Kuraufenthalt): Als ich im Jahre 1894 nach dem Hinscheiden des ord. Professors der Philosophie Dr. Johann Eduard Erdmann zum Ordinarius in Halle für dasselbe Fach ernannt wurde, geschah dies unter der Bedingung, dass ich mich mit meinem bisherigen Gehalt als Extraordinarius bescheiden sollte, da meine Vermögensverhältnisse damals gute waren. Dagegen wurde gleichzeitig der damalige Privatdozent der Philosophie Dr. Uphues zum außerordentlichen Professor ernannt, wobei sein Amtseinkommen aus dem weiter bestehenden planmässigen Gehalt des verstorbenen Professors Erdmann entnommen wurde. Mein eigenes Amtseinkommen blieb dauernd das eines Extraordinarius, sodass ich also als „persönlicher Ordinarius“ fungierte. Da unsere Vermögensverhältnisse damals günstige waren, so habe ich mich darüber niemals beklagt. […] Zweitens aber habe ich jetzt für einen infolge Kriegsüberanstrengung nervenkrank gewordenen Sohn den Aufenthalt in der Landesheilanstalt Nietleben zu bezahlen [ca. 1200 M p. a.], in der in der 3. Klasse verpflegt wird. Ob es möglich sein wird, diesem jetzt 23jährigen Sohne (Techniker) wieder eine für ihn geeignete Beschäftigung im Leben zu verschaffen, das ist einstweilen noch sehr fraglich. – Vgl. Vaihinger an Hermann Sommer, 1 S., hs. (andere Hd., mit eU), Postkarte an Herrn Universitätskurator | Dr. Sommer | Halle a/Saale | Humboldtstr. 24. [gestrichen, darunter von anderer Hd.: 15/8. Paulusstr. 2], Bildseite: Photographie Wiesbaden – Heidenmauer mit röm. Tor – La porte romaine | The gate Roman, keine Poststempel (Postwertzeichen abgelöst): z. Z. Eisenach, Prinzenstr. 11. Pension Volkmann / d. 13.8.25. / Verehrtester Herr Kurator! / Jetzt nachdem ich meine 6 wöchentliche Kur in Wiesbaden mit gutem Erfolg abgeschlossen habe, u. nachdem wir zu der vorgeschriebenen 4 wöchentlichen Nachkur hierher übergesiedelt sind, drängt es mich, Ihnen für Ihr so erfolgreiches Eintreten für mich beim Ministerium den allerherzlichsten Dank auszusprechen, der mir sowohl in Wiesbaden als hier immer aufs Neue wieder zum Bewußtsein kommt. Hoffentlich haben auch Sie selbst eine geeignete Sommerfrische gefunden, nebst Ihrer Frau Gemahlin. Mit besten Empfehlungen Ihr ergebener / Vaihinger (UAHW, zu PA 16386, Aktentitel: Vormundschaftssache | betr. den wegen Geistesschwäche entmündigten Techniker Richard Vaihinger).&#xD;&#xA;"> seitens des Hohen Ministeriums</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Zuschusses von 800.- M. seitens des Hohen Ministeriums ] vgl. aus dem zugehörigen Gesuch Vaihingers vom 20.10.1926 (abschriftlich in der Akte): Jetzt aber ist unser beträchtliches Privatvermögen durch die Inflation von 1923 annulliert worden. So reicht denn nun auch mangels sonstiger Einnahmen der mir verbliebene Extra-Ordinariatsgehalt nicht mehr zur Bestreitung der sich als notwendig erweisenden Ausgaben, zumal ich wegen meiner Erblindung dauernd einer Privatsekretärin bedarf. Die Differenz zum Normalgehalt eines planmäßigen Ordinariats beträgt 2500 M im Jahr. – Ähnlich lautend die Gesuche vom 20.9.1925 und 20.4.1925 (zur Begründung des Antrags auf Kostenübernahme für einen Kuraufenthalt): Als ich im Jahre 1894 nach dem Hinscheiden des ord. Professors der Philosophie Dr. Johann Eduard Erdmann zum Ordinarius in Halle für dasselbe Fach ernannt wurde, geschah dies unter der Bedingung, dass ich mich mit meinem bisherigen Gehalt als Extraordinarius bescheiden sollte, da meine Vermögensverhältnisse damals gute waren. Dagegen wurde gleichzeitig der damalige Privatdozent der Philosophie Dr. Uphues zum außerordentlichen Professor ernannt, wobei sein Amtseinkommen aus dem weiter bestehenden planmässigen Gehalt des verstorbenen Professors Erdmann entnommen wurde. Mein eigenes Amtseinkommen blieb dauernd das eines Extraordinarius, sodass ich also als „persönlicher Ordinarius“ fungierte. Da unsere Vermögensverhältnisse damals günstige waren, so habe ich mich darüber niemals beklagt. […] Zweitens aber habe ich jetzt für einen infolge Kriegsüberanstrengung nervenkrank gewordenen Sohn den Aufenthalt in der Landesheilanstalt Nietleben zu bezahlen [ca. 1200 M p. a.], in der in der 3. Klasse verpflegt wird. Ob es möglich sein wird, diesem jetzt 23jährigen Sohne (Techniker) wieder eine für ihn geeignete Beschäftigung im Leben zu verschaffen, das ist einstweilen noch sehr fraglich. – Vgl. Vaihinger an Hermann Sommer, 1 S., hs. (andere Hd., mit eU), Postkarte an Herrn Universitätskurator | Dr. Sommer | Halle a/Saale | Humboldtstr. 24. [gestrichen, darunter von anderer Hd.: 15/8. Paulusstr. 2], Bildseite: Photographie Wiesbaden – Heidenmauer mit röm. Tor – La porte romaine | The gate Roman, keine Poststempel (Postwertzeichen abgelöst): z. Z. Eisenach, Prinzenstr. 11. Pension Volkmann / d. 13.8.25. / Verehrtester Herr Kurator! / Jetzt nachdem ich meine 6 wöchentliche Kur in Wiesbaden mit gutem Erfolg abgeschlossen habe, u. nachdem wir zu der vorgeschriebenen 4 wöchentlichen Nachkur hierher übergesiedelt sind, drängt es mich, Ihnen für Ihr so erfolgreiches Eintreten für mich beim Ministerium den allerherzlichsten Dank auszusprechen, der mir sowohl in Wiesbaden als hier immer aufs Neue wieder zum Bewußtsein kommt. Hoffentlich haben auch Sie selbst eine geeignete Sommerfrische gefunden, nebst Ihrer Frau Gemahlin. Mit besten Empfehlungen Ihr ergebener / Vaihinger (UAHW, zu PA 16386, Aktentitel: Vormundschaftssache | betr. den wegen Geistesschwäche entmündigten Techniker Richard Vaihinger).">[3]</a> gedankt. Ich möchte aber nicht versäumen, Ihnen auch auf diesem Wege meinen allerherzlichsten Dank auszusprechen um so mehr, als dieser Zuschuss allein es mir ermöglicht, die Bilanz zwischen meinen Einnahmen und Ausgaben einzuhalten.</p><p class="ED-p">Mit vorzüglicher Hochachtung Ihr sehr ergebener</p><p class="ED-signed">Vaihinger</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">„Der Mythos und das Als Ob“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger: Der Mythus und das Als Ob. Ein Fragment. In: Alf Nyman (<abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr>): Festskrift tillägnad Hans Larsson den 18 februari 1927. Studier och uppsatser överräckta på sextiofemårsdagen av kolleger och lärjungar. Redaktion Alf Nyman. Stockholm: Bonnier 1927 [in 500 nummerierten Exemplaren ausgegeben], <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 225–248.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Ministerialrat Prof. Dr. Windelband</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="das ist" class="ED-abbr">d. i.</abbr> <span class="ED-name">Wolfgang Windelband</span>, Sohn von <span class="ED-name">Wilhelm Windelband</span> (<span class="ED-link"><a href="https://www.catalogus-professorum-halensis.de/windelbandwolfgang.html">https://www.catalogus-professorum-halensis.de/windelbandwolfgang.html</a></span> (26.9.2024)).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Zuschusses von 800.- <abbr title="Monsieur" class="ED-abbr">M.</abbr> seitens des Hohen Ministeriums</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> aus dem zugehörigen Gesuch Vaihingers vom 20.10.1926 (abschriftlich in der Akte): <span class="ED-rdg">Jetzt aber ist unser beträchtliches Privatvermögen durch die Inflation von 1923 annulliert worden. So reicht denn nun auch mangels sonstiger Einnahmen der mir verbliebene Extra-Ordinariatsgehalt nicht mehr zur Bestreitung der sich als notwendig erweisenden Ausgaben, zumal ich <u>wegen meiner Erblindung</u> dauernd einer Privatsekretärin bedarf. Die Differenz zum Normalgehalt eines planmäßigen Ordinariats beträgt 2500 M im Jahr.</span> – Ähnlich lautend die Gesuche vom 20.9.1925 und 20.4.1925 (zur Begründung des Antrags auf Kostenübernahme für einen Kuraufenthalt):<span class="ED-rdg"> Als ich im Jahre 1894 nach dem Hinscheiden des ord. Professors der Philosophie Dr. Johann Eduard Erdmann zum Ordinarius in Halle für dasselbe Fach ernannt wurde, geschah dies unter der Bedingung, dass ich mich mit meinem bisherigen Gehalt als Extraordinarius bescheiden sollte, da meine Vermögensverhältnisse damals gute waren. Dagegen wurde gleichzeitig der damalige Privatdozent der Philosophie Dr. Uphues zum außerordentlichen Professor ernannt, wobei sein Amtseinkommen aus dem weiter bestehenden planmässigen Gehalt des verstorbenen Professors Erdmann entnommen wurde. Mein eigenes Amtseinkommen blieb dauernd das eines Extraordinarius, sodass ich also als „persönlicher Ordinarius“ fungierte. Da unsere Vermögensverhältnisse damals günstige waren, so habe ich mich darüber niemals beklagt. […] Zweitens aber habe ich jetzt für einen infolge Kriegsüberanstrengung nervenkrank gewordenen Sohn den Aufenthalt in der Landesheilanstalt Nietleben zu bezahlen [ca. 1200 M p. a.], in der in der 3. Klasse verpflegt wird. Ob es möglich sein wird, diesem jetzt 23jährigen Sohne (Techniker) wieder eine für ihn geeignete Beschäftigung im Leben zu verschaffen, das ist einstweilen noch sehr fraglich.</span> – <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr> Vaihinger an <span class="ED-name">Hermann Sommer</span>, 1 <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr>, <abbr title="handschriftlich" class="ED-abbr">hs.</abbr> (andere <abbr title="Hand" class="ED-abbr">Hd.</abbr>, mit <abbr title="eigenhändige Unterschrift" class="ED-abbr">eU</abbr>), Postkarte an <span class="ED-rdg">Herrn Universitätskurator | Dr. Sommer | Halle a/Saale | Humboldtstr. 24. [</span>gestrichen, darunter von anderer <abbr title="Hand" class="ED-abbr">Hd.</abbr>: <span class="ED-rdg">15/8. Paulusstr. 2]</span>, Bildseite: Photographie <span class="ED-rdg">Wiesbaden – Heidenmauer mit röm. Tor – La porte romaine | The gate Roman</span>, keine Poststempel (Postwertzeichen abgelöst): <span class="ED-rdg">z. Z. Eisenach, Prinzenstr. 11. Pension Volkmann / d. 13.8.25. / Verehrtester Herr Kurator! / Jetzt nachdem ich meine 6 wöchentliche Kur in Wiesbaden mit gutem Erfolg abgeschlossen habe, u. nachdem wir zu der vorgeschriebenen 4 wöchentlichen Nachkur hierher übergesiedelt sind, drängt es mich, Ihnen für Ihr so erfolgreiches Eintreten für mich beim Ministerium den allerherzlichsten Dank auszusprechen, der mir sowohl in Wiesbaden als hier immer aufs Neue wieder zum Bewußtsein kommt. Hoffentlich haben auch Sie selbst eine geeignete Sommerfrische gefunden, nebst Ihrer Frau Gemahlin. Mit besten Empfehlungen Ihr ergebener / Vaihinger</span> (<abbr title="Universitätsarchiv Halle-Wittenberg" class="ED-abbr">UAHW</abbr>, zu PA 16386, Aktentitel: <span class="ED-rdg"><u>Vormundschaftssache</u> | betr. den wegen Geistesschwäche entmündigten Techniker <u>Richard Vaihinger</u></span>).</div></div></body></html>