<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Adolf Dyroff an Vaihinger, Bonn, 14.4.1925, 3 S., hs., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 6 r</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001463-4"/><style type="text/css">
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Studien zur Geschichte der Philosophie des Als Ob im Hinblick auf eine Philosophie der Tat. Leipzig/Wien: Deuticke 1913; ders.: Philosophie der Tat. Grundriß einer autonomistischen Rechenschaft und Ethik. (Unter besonderer Berücksichtigung der Philosophie des Als Ob). In: Annalen der Philosophie. Mit besonderer Rücksicht auf die Probleme der Als Ob-Betrachtung 1 (1919), S. 382–423 sowie dem in Vorbereitung befindlichen Wesselsky: Philosophie der Tat. Versuch einer Weltanschauung von heroischer Autonomie (unter besonderer Berücksichtigung der Philosophie des Als Ob). Berlin, Leipzig: Paetel 1927 (Bausteine zu einer Philosophie des „Als-Ob“ Bd. 12). Vaihingers Artikel schließt mit den Worten: Trotz dieser Vorgänger kann und muß immer noch Dr. Anton Wesselski [recte: Wesselsky] in Wien als der eigentliche Schöpfer des Ausdrucks „Philosophie der Tat“ anerkannt werden, und sachlich kann er sich dabei auf einen berühmten Vorgänger berufen, der zwar nicht den Titel „Professor“ hatte, weil er mehr war als ein Professor, er war ein Confessor, ein Bekenner dessen, was er in sich erlebte. So sprach er das Wort: „Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch tun“, und bekanntlich läßt er seinen Faust nach dem Osterspaziergang beim Studium des Neuen Testaments über die Anfangsworte des Johannes-Evangeliums stutzen und stolpern „Im Anfang war das Wort“ und läßt seinen Faust dafür die Worte setzen „Im Anfang war die Tat“, und was er dazu und darüber sagt, ist nicht mehr und nicht weniger, als eine tiefgründige „Philosophie der Tat“.&#xD;&#xA;">Ihren Artikel</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Ihren Artikel ] vgl. Vaihiger: Kants „Aktivismus“. Seine Philosophie der Tat. In: Münchner Neueste Nachrichten, Nr. 111 vom 23.4.1925, S. 2 (https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00133542_00619_u001?page=2,3 (26.9.2024)), mit Bezug auf Anton Wesselsky: Forberg und Kant. Studien zur Geschichte der Philosophie des Als Ob im Hinblick auf eine Philosophie der Tat. Leipzig/Wien: Deuticke 1913; ders.: Philosophie der Tat. Grundriß einer autonomistischen Rechenschaft und Ethik. (Unter besonderer Berücksichtigung der Philosophie des Als Ob). In: Annalen der Philosophie. Mit besonderer Rücksicht auf die Probleme der Als Ob-Betrachtung 1 (1919), S. 382–423 sowie dem in Vorbereitung befindlichen Wesselsky: Philosophie der Tat. Versuch einer Weltanschauung von heroischer Autonomie (unter besonderer Berücksichtigung der Philosophie des Als Ob). Berlin, Leipzig: Paetel 1927 (Bausteine zu einer Philosophie des „Als-Ob“ Bd. 12). Vaihingers Artikel schließt mit den Worten: Trotz dieser Vorgänger kann und muß immer noch Dr. Anton Wesselski [recte: Wesselsky] in Wien als der eigentliche Schöpfer des Ausdrucks „Philosophie der Tat“ anerkannt werden, und sachlich kann er sich dabei auf einen berühmten Vorgänger berufen, der zwar nicht den Titel „Professor“ hatte, weil er mehr war als ein Professor, er war ein Confessor, ein Bekenner dessen, was er in sich erlebte. So sprach er das Wort: „Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch tun“, und bekanntlich läßt er seinen Faust nach dem Osterspaziergang beim Studium des Neuen Testaments über die Anfangsworte des Johannes-Evangeliums stutzen und stolpern „Im Anfang war das Wort“ und läßt seinen Faust dafür die Worte setzen „Im Anfang war die Tat“, und was er dazu und darüber sagt, ist nicht mehr und nicht weniger, als eine tiefgründige „Philosophie der Tat“.">[1]</a> „<span class="ED-name">Kant</span>s Aktivismus“. Ich darf mich wohl dafür melden, dass ich den Ausdruck „Philosophie der Tat“ bereits 1901 oder <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="1902 in einer Freiburger Vorlesung ] am linken Rd. mit Bleistiftkringel markiert&#xD;&#xA;">1902 in einer </span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1 app-editorial-2" title="1902 in einer Freiburger Vorlesung ] am linken Rd. mit Bleistiftkringel markiert&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Freiburger Vorlesung ] Dyroff war 1901–1903 o. Prof. in Freiburg i. B., seitdem in Bonn (BEdPh).&#xD;&#xA;">Freiburger Vorlesung</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="1902 in einer Freiburger Vorlesung ] am linken Rd. mit Bleistiftkringel markiert">[a]</a><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Freiburger Vorlesung ] Dyroff war 1901–1903 o. Prof. in Freiburg i. B., seitdem in Bonn (BEdPh).">[2]</a> gebrauchte und dass ich mir bewusst bin, ihn ganz aus mir aus meinem damaligen Gedankengang heraus gebildet zu haben. Es lag nahe, dass ich mich meinen Hörern gegenüber <span class="ED-pb">|</span> dafür auf <span class="ED-name">Goethe</span>s Faustworte bezog. Ich erinnere mich noch, dass die Hörer, als ich eine solche Philosophie verlangte und andeutete (freilich in anderm Sinne, als Sie das Wort nehmen), lebhaft trampelten. Sonach hatte ich eine Ader in ihren Herzen getroffen. Litterarisch habe ich <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="es ] danach gestrichen: viell&#xD;&#xA;">es</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="es ] danach gestrichen: viell">[b]</a> zum ersten Mal <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="in meiner kleinen „Selbstdarstellung“ ] vgl. Dyroff: [Selbstdarstellung]. In: Raymund Schmidt (Hg.): Die Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen Bd. 5. Leipzig: Felix Meiner 1924, S. 129–163, hier 147.&#xD;&#xA;">in meiner kleinen „Selbstdarstellung“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="in meiner kleinen „Selbstdarstellung“ ] vgl. Dyroff: [Selbstdarstellung]. In: Raymund Schmidt (Hg.): Die Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen Bd. 5. Leipzig: Felix Meiner 1924, S. 129–163, hier 147.">[3]</a> gebraucht, ohne Kenntnis von <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="Wesselskys ] Wesselskis&#xD;&#xA;">Wesselsky</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="Wesselskys ] Wesselskis&#xD;&#xA;">s</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="Wesselskys ] Wesselskis">[c]</a> Werk. Sie haben also ganz Recht; es ist wirklich schwer, den Ausdruck auf einen ersten Urheber zurückzuführen. <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4" title="Wesselsky ] Wesselski&#xD;&#xA;">Wesselsky</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-philological-4" id="app-philological-4-ref" title="Wesselsky ] Wesselski">[d]</a></span> konnte natürlich nichts von meinen Kollegäusserungen wissen.</p><p class="ED-p">Ich freue mich, <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-5" title="auf diese Wege Weise ] so wörtlich&#xD;&#xA;">auf diese Wege Weise</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-5" id="app-philological-5-ref" title="auf diese Wege Weise ] so wörtlich">[e]</a> mich Ihnen <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="wieder in Erinnerung bringen ] vgl. Vaihinger an Dyroff von vor 16.10.1922&#xD;&#xA;">wieder in Erinnerung bringen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="wieder in Erinnerung bringen ] vgl. Vaihinger an Dyroff von vor 16.10.1922">[4]</a> zu <span class="ED-pb">|</span> können. Dass die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Bemühungen um Kowaleski ] Vaihinger hat sich 1922 u. 1923 (1931/1932 und zuletzt 1933) mit Gutachten an das Preußische Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung für die Berufung von Arnold Kowalewski an die Universität Königsberg eingesetzt, zunächst als Nachfolger für Narziß Ach, (vgl. Vaihinger an Dyroff von vor 16.10.1922), dann zur Erteilung eines persönliches Ordinariates. Der Bruder Gerhard Kowaleski und Adolf Dyroff standen im Briefkontakt über die Berufungsaussichten. Arnold Kowalewski (1873–1945), hatte 1897 in Greifswald promoviert, setzte danach seine Studien in Leipzig bei Wundt fort, um 1899 in Königsberg zu habilitieren. Aufgrund seines Vermögens zunächst nicht auf eine Anstellung angewiesen, nahm Kowalewski erst 1906/1907 Lehrstuhlvertretungen in Breslau und 1907/1908 in Königsberg wahr. 1908 an der Universität Königsberg zum Titular-Professor ernannt, seit 1920 mit Lehrauftrag für Religionsphilosophie; 1921 Ernennung zum nichtbeamteten ao. Prof., 1934 mit Lehrauftrag für ostpreußische Geistesgeschichte. Vgl. Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich. Berlin: Akademie Verlag 2002, S. 67; ders. (Hg.): Protokollbuch der Philosophischen Fakultät der Albertus-Universität zu Königsberg i. P. Osnabrück: fibre 2014, S. 154 (Sitzung vom 6.2.1923) u. S. 163–164 (Sitzung vom 17.7.1923); ders.: Zur Königsberger Kant-Tradition im 20. Jahrhundert. In: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands 50 (2004), S. 191–287, hier S. 212–221 und S. 238–241 (mit Aktenzitaten).&#xD;&#xA;">Bemühungen um </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Bemühungen um Kowaleski ] Vaihinger hat sich 1922 u. 1923 (1931/1932 und zuletzt 1933) mit Gutachten an das Preußische Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung für die Berufung von Arnold Kowalewski an die Universität Königsberg eingesetzt, zunächst als Nachfolger für Narziß Ach, (vgl. Vaihinger an Dyroff von vor 16.10.1922), dann zur Erteilung eines persönliches Ordinariates. Der Bruder Gerhard Kowaleski und Adolf Dyroff standen im Briefkontakt über die Berufungsaussichten. Arnold Kowalewski (1873–1945), hatte 1897 in Greifswald promoviert, setzte danach seine Studien in Leipzig bei Wundt fort, um 1899 in Königsberg zu habilitieren. Aufgrund seines Vermögens zunächst nicht auf eine Anstellung angewiesen, nahm Kowalewski erst 1906/1907 Lehrstuhlvertretungen in Breslau und 1907/1908 in Königsberg wahr. 1908 an der Universität Königsberg zum Titular-Professor ernannt, seit 1920 mit Lehrauftrag für Religionsphilosophie; 1921 Ernennung zum nichtbeamteten ao. Prof., 1934 mit Lehrauftrag für ostpreußische Geistesgeschichte. Vgl. Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich. Berlin: Akademie Verlag 2002, S. 67; ders. (Hg.): Protokollbuch der Philosophischen Fakultät der Albertus-Universität zu Königsberg i. P. Osnabrück: fibre 2014, S. 154 (Sitzung vom 6.2.1923) u. S. 163–164 (Sitzung vom 17.7.1923); ders.: Zur Königsberger Kant-Tradition im 20. Jahrhundert. In: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands 50 (2004), S. 191–287, hier S. 212–221 und S. 238–241 (mit Aktenzitaten).&#xD;&#xA;">Kowaleski</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Bemühungen um Kowaleski ] Vaihinger hat sich 1922 u. 1923 (1931/1932 und zuletzt 1933) mit Gutachten an das Preußische Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung für die Berufung von Arnold Kowalewski an die Universität Königsberg eingesetzt, zunächst als Nachfolger für Narziß Ach, (vgl. Vaihinger an Dyroff von vor 16.10.1922), dann zur Erteilung eines persönliches Ordinariates. Der Bruder Gerhard Kowaleski und Adolf Dyroff standen im Briefkontakt über die Berufungsaussichten. Arnold Kowalewski (1873–1945), hatte 1897 in Greifswald promoviert, setzte danach seine Studien in Leipzig bei Wundt fort, um 1899 in Königsberg zu habilitieren. Aufgrund seines Vermögens zunächst nicht auf eine Anstellung angewiesen, nahm Kowalewski erst 1906/1907 Lehrstuhlvertretungen in Breslau und 1907/1908 in Königsberg wahr. 1908 an der Universität Königsberg zum Titular-Professor ernannt, seit 1920 mit Lehrauftrag für Religionsphilosophie; 1921 Ernennung zum nichtbeamteten ao. Prof., 1934 mit Lehrauftrag für ostpreußische Geistesgeschichte. Vgl. Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich. Berlin: Akademie Verlag 2002, S. 67; ders. (Hg.): Protokollbuch der Philosophischen Fakultät der Albertus-Universität zu Königsberg i. P. Osnabrück: fibre 2014, S. 154 (Sitzung vom 6.2.1923) u. S. 163–164 (Sitzung vom 17.7.1923); ders.: Zur Königsberger Kant-Tradition im 20. Jahrhundert. In: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands 50 (2004), S. 191–287, hier S. 212–221 und S. 238–241 (mit Aktenzitaten).">[5]</a></span> nicht von Erfolg gekrönt waren, habe ich immer schmerzlich bedauert.</p><p class="ED-p">In ausgezeichneter Verehrung Ihr ganz ergebener</p><p class="ED-signed">Adolf Dyroff</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">1902 in einer Freiburger Vorlesung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>am linken <abbr title="Rand" class="ED-abbr">Rd.</abbr> mit Bleistiftkringel markiert</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">es</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>danach gestrichen: <span class="ED-rdg">viell</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Wesselsky</span>s</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">Wesselskis</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-4"><span class="ED-app-num">d</span><a href="#app-philological-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Wesselsky</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">Wesselski</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-5"><span class="ED-app-num">e</span><a href="#app-philological-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">auf diese Wege Weise</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihren Artikel</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihiger: Kants „Aktivismus“. Seine Philosophie der Tat. In: Münchner Neueste Nachrichten, <span>Nr.</span> 111 vom 23.4.1925, <span>S.</span> 2 (<span><a href="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00133542_00619_u001?page=2,3">https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb00133542_00619_u001?page=2,3</a></span> (26.9.2024)), mit Bezug auf Anton Wesselsky: Forberg und Kant. Studien zur Geschichte der Philosophie des Als Ob im Hinblick auf eine Philosophie der Tat. Leipzig/Wien: Deuticke 1913; <span>ders.</span>: Philosophie der Tat. Grundriß einer autonomistischen Rechenschaft und Ethik. (Unter besonderer Berücksichtigung der Philosophie des Als Ob). In: Annalen der Philosophie. Mit besonderer Rücksicht auf die Probleme der Als Ob-Betrachtung 1 (1919), <span>S.</span> 382–423 sowie dem in Vorbereitung befindlichen Wesselsky: Philosophie der Tat. Versuch einer Weltanschauung von heroischer Autonomie (unter besonderer Berücksichtigung der Philosophie des Als Ob). Berlin, Leipzig: Paetel 1927 (Bausteine zu einer Philosophie des „Als-Ob“ <span>Bd.</span> 12). Vaihingers Artikel schließt mit den Worten: <span class="ED-rdg">Trotz dieser Vorgänger kann und muß immer noch Dr. Anton Wesselski [</span>recte: Wesselsky<span class="ED-rdg">] in Wien als der eigentliche Schöpfer des Ausdrucks „Philosophie der Tat“ anerkannt werden, und sachlich kann er sich dabei auf einen berühmten Vorgänger berufen, der zwar nicht den Titel „Professor“ hatte, weil er mehr war als ein Professor, er war ein Confessor, ein Bekenner dessen, was er in sich erlebte. So sprach er das Wort: „Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch tun“, und bekanntlich läßt er seinen Faust nach dem Osterspaziergang beim Studium des Neuen Testaments über die Anfangsworte des Johannes-Evangeliums stutzen und stolpern „Im Anfang war das Wort“ und läßt seinen Faust dafür die Worte setzen „Im Anfang war die Tat“, und was er dazu und darüber sagt, ist nicht mehr und nicht weniger, als eine tiefgründige „Philosophie der Tat“.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Freiburger Vorlesung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Dyroff</span> war 1901–1903 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> in Freiburg <abbr title="im Breisgau" class="ED-abbr">i. B.</abbr>, seitdem in Bonn (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">in meiner kleinen „Selbstdarstellung“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Dyroff: [Selbstdarstellung]. In: Raymund Schmidt (<abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr>): Die Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 5. Leipzig: Felix Meiner 1924, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 129–163, hier 147.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">wieder in Erinnerung bringen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger an Dyroff von vor 16.10.1922</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Bemühungen um <span class="ED-name">Kowaleski</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Vaihinger hat sich 1922 <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> 1923 (1931/1932 und zuletzt 1933) mit Gutachten an das Preußische Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung für die Berufung von <span class="ED-name">Arnold Kowalewski</span> an die Universität Königsberg eingesetzt, zunächst als Nachfolger für <span class="ED-name">Narziß Ach</span>, (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger an Dyroff von vor 16.10.1922), dann zur Erteilung eines persönliches Ordinariates. Der Bruder <span class="ED-name">Gerhard Kowaleski</span> und <span class="ED-name">Adolf Dyroff</span> standen im Briefkontakt über die Berufungsaussichten. <span class="ED-name">Arnold Kowalewski</span> (1873–1945), hatte 1897 in Greifswald promoviert, setzte danach seine Studien in Leipzig bei Wundt fort, um 1899 in Königsberg zu habilitieren. Aufgrund seines Vermögens zunächst nicht auf eine Anstellung angewiesen, nahm Kowalewski erst 1906/1907 Lehrstuhlvertretungen in Breslau und 1907/1908 in Königsberg wahr. 1908 an der Universität Königsberg zum Titular-Professor ernannt, seit 1920 mit Lehrauftrag für Religionsphilosophie; 1921 Ernennung zum nichtbeamteten <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr>, 1934 mit Lehrauftrag für ostpreußische Geistesgeschichte. <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr> Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich. Berlin: Akademie Verlag 2002, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 67; <abbr title="derselbe" class="ED-abbr">ders.</abbr> (<abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr>): Protokollbuch der Philosophischen Fakultät der Albertus-Universität zu Königsberg i. P. Osnabrück: fibre 2014, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 154 (Sitzung vom 6.2.1923) <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 163–164 (Sitzung vom 17.7.1923); <abbr title="derselbe" class="ED-abbr">ders.</abbr>: Zur Königsberger Kant-Tradition im 20. Jahrhundert. In: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands 50 (2004), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 191–287, hier <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 212–221 und <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 238–241 (mit Aktenzitaten).</div></div></body></html>