<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Harald Höffding an Vaihinger, Kopenhagen-Carlsberg, 15.5.1920, 2 S., hs., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXII, 3 b, Nr. 7</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001390-9"/><style type="text/css">
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Der grosse und ehrwürdige Name <span class="ED-name">Kant</span>s wird gewiss ein guter Vereinigungspunkt sein.</p><p class="ED-p">Ihr <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="freundlicher Brief ] nicht ermittelt&#xD;&#xA;">freundlicher Brief</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="freundlicher Brief ] nicht ermittelt">[2]</a> traf mich eben mitten in der Ausarbeitung des Abschnittes über <span class="ED-name">Kant</span> für eine neue (dritte) dänische Ausgabe meiner „Geschichte der neuern Philosophie“ und er gab mir neue Lust zum Weiterarbeiten.</p><p class="ED-p"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Den Angriff, den Sie erwähnen ] das vorliegende Schreiben findet sich auch in Abschrift in den Akten des Kuratoriums der Universität Halle-Wittenberg (UAHW Rep. 6, Nr. 1862, Teil II), als Beilage zu einer Mitteilung Vaihingers an den Verwaltungsausschuss der Kantgesellschaft vom 9.6.1920. Höffding wurde am 30.5.1920 in einer Sitzung des Verwaltungsauschusses gewählt. Vaihinger schreibt: Nach der geschäftlichen Sitzung vom Sonntag d. 30. Mai, in welcher u. a. Prof. Höffding in Kopenhagen zum Ehrenmitglied gewählt worden ist, tauchte die Mitteilung auf, der Genannte habe mit der Tübinger Philos. Fakultät einen für ihn ungünstigen Konflikt gehabt, und die Tübinger Philos. Fakultät habe sogar bei anderen Fakultäten vor ihm gewarnt. Ich habe deshalb sofort an den Dekan der philos. Fakultät geschrieben und habe darauf den Bescheid erhalten, dass jene Nachricht völlig falsch sei. Die Copie des Schreibens des Dekans der Tüb. Fakultät liegt bei [vom 4.6.1920]. […] Nachschrift. In Bezug auf den letzten Absatz des Briefes von Höffding noch folgende Erläuterung: Ich hielt es für richtig, in meiner Anfrage an Höffding diesem die Mitteilung davon zu machen, dass ein deutscher Gelehrter, der früher der Kantgesellschaft nahe gestanden sei, einen ungerechtfertigten und beleidigenden Angriff auf ihn gemacht habe. Die Antwort darauf ist eben der letzte Absatz des Briefes von Höffding. Den Namen des betr. Gelehrten und den Titel des Buches und den Wortlaut des Angriffs habe ich Höffding nicht mitgeteilt. Zur Orientierung für die Herren Mitglieder des Verw. Ausschusses füge ich an dieser Stelle hinzu, dass Prof. Bauch in seinem 1918 erschienenen grossen Werke über Kant in einer Anmerkung über Höffding sagt, „Höffding verstehe ebenso wenig von der deutschen Philosophie als von der deutschen Sprache“. Diese schnoddrige und schnöde Beleidigung eines Gelehrten von Europäischem Ruf richtet sich selbst, entspricht aber dem sonstigen bekannten Auftreten von Bauch.&#xD;&#xA;">Den Angriff, den Sie erwähnen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Den Angriff, den Sie erwähnen ] das vorliegende Schreiben findet sich auch in Abschrift in den Akten des Kuratoriums der Universität Halle-Wittenberg (UAHW Rep. 6, Nr. 1862, Teil II), als Beilage zu einer Mitteilung Vaihingers an den Verwaltungsausschuss der Kantgesellschaft vom 9.6.1920. Höffding wurde am 30.5.1920 in einer Sitzung des Verwaltungsauschusses gewählt. Vaihinger schreibt: Nach der geschäftlichen Sitzung vom Sonntag d. 30. Mai, in welcher u. a. Prof. Höffding in Kopenhagen zum Ehrenmitglied gewählt worden ist, tauchte die Mitteilung auf, der Genannte habe mit der Tübinger Philos. Fakultät einen für ihn ungünstigen Konflikt gehabt, und die Tübinger Philos. Fakultät habe sogar bei anderen Fakultäten vor ihm gewarnt. Ich habe deshalb sofort an den Dekan der philos. Fakultät geschrieben und habe darauf den Bescheid erhalten, dass jene Nachricht völlig falsch sei. Die Copie des Schreibens des Dekans der Tüb. Fakultät liegt bei [vom 4.6.1920]. […] Nachschrift. In Bezug auf den letzten Absatz des Briefes von Höffding noch folgende Erläuterung: Ich hielt es für richtig, in meiner Anfrage an Höffding diesem die Mitteilung davon zu machen, dass ein deutscher Gelehrter, der früher der Kantgesellschaft nahe gestanden sei, einen ungerechtfertigten und beleidigenden Angriff auf ihn gemacht habe. Die Antwort darauf ist eben der letzte Absatz des Briefes von Höffding. Den Namen des betr. Gelehrten und den Titel des Buches und den Wortlaut des Angriffs habe ich Höffding nicht mitgeteilt. Zur Orientierung für die Herren Mitglieder des Verw. Ausschusses füge ich an dieser Stelle hinzu, dass Prof. Bauch in seinem 1918 erschienenen grossen Werke über Kant in einer Anmerkung über Höffding sagt, „Höffding verstehe ebenso wenig von der deutschen Philosophie als von der deutschen Sprache“. Diese schnoddrige und schnöde Beleidigung eines Gelehrten von Europäischem Ruf richtet sich selbst, entspricht aber dem sonstigen bekannten Auftreten von Bauch.">[3]</a>, habe ich garnicht gesehen, auch nichts davon gehört. Und nach dem, was Sie darüber sagen, will ich ihn auch nicht aufsuchen.</p><p class="ED-p">Mit freundlichem Gruss und Dank Ihr hochachtungsvoll ergebener</p><p class="ED-signed">Harald Höffding</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Hr.</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>aufzulösen: Herr</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">holen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Einfügung über der Zeile</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">hoffnungsreiches Zeichen <span class="ED-pb">|</span> der</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">hoffnungsreiches | der</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ehrenmitglied der „Kantgesellschaft“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> den Kommentar zu Rudolf Eucken an Vaihinger vom 23.5.1920.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">freundlicher Brief</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht ermittelt</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Den Angriff, den Sie erwähnen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>das vorliegende Schreiben findet sich auch in Abschrift in den Akten des Kuratoriums der Universität Halle-Wittenberg (UAHW Rep. 6, <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 1862, Teil II), als Beilage zu einer Mitteilung Vaihingers an den Verwaltungsausschuss der Kantgesellschaft vom 9.6.1920. <span class="ED-name">Höffding</span> wurde am 30.5.1920 in einer Sitzung des Verwaltungsauschusses gewählt. Vaihinger schreibt: <span class="ED-rdg">Nach der geschäftlichen Sitzung vom Sonntag d. 30. Mai, in welcher u. a. Prof. Höffding in Kopenhagen zum Ehrenmitglied gewählt worden ist, tauchte die Mitteilung auf, der Genannte habe mit der Tübinger Philos. Fakultät einen für ihn ungünstigen Konflikt gehabt, und die Tübinger Philos. Fakultät habe sogar bei anderen Fakultäten vor ihm gewarnt. Ich habe deshalb sofort an den Dekan der philos. Fakultät geschrieben und habe darauf den Bescheid erhalten, dass jene Nachricht völlig falsch sei. Die Copie des Schreibens des Dekans der Tüb. Fakultät liegt bei [</span>vom 4.6.1920<span class="ED-rdg">]. […] Nachschrift. In Bezug auf den letzten Absatz des Briefes von Höffding noch folgende Erläuterung: Ich hielt es für richtig, in meiner Anfrage an Höffding diesem die Mitteilung davon zu machen, dass ein deutscher Gelehrter, der früher der Kantgesellschaft nahe gestanden sei, einen ungerechtfertigten und beleidigenden Angriff auf ihn gemacht habe. Die Antwort darauf ist eben der letzte Absatz des Briefes von Höffding. Den Namen des betr. Gelehrten und den Titel des Buches und den Wortlaut des Angriffs habe ich Höffding nicht mitgeteilt. Zur Orientierung für die Herren Mitglieder des Verw. Ausschusses füge ich an dieser Stelle hinzu, dass Prof. Bauch in seinem 1918 erschienenen grossen Werke über Kant in einer Anmerkung über Höffding sagt, „Höffding verstehe ebenso wenig von der deutschen Philosophie als von der deutschen Sprache“. Diese schnoddrige und schnöde Beleidigung eines Gelehrten von Europäischem Ruf richtet sich selbst, entspricht aber dem sonstigen bekannten Auftreten von Bauch.</span></div></div></body></html>