<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Vaihinger an Adolf von Harnack, Halle, 22.2.1916, 2 S., Ts., mit eU, Absenderstempel Univ.-Prof. Dr. Vaihinger | Halle a. S. | Reichardtstrasse 15., mit zwei Beilagen: 1) Abschrift eines Schreibens von Vaihinger an die Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften, 4 S., Ts., 2) Abschrift eines Schreibens von der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften an Vaihinger, 1 S., Ts., Staatsbibliothek zu Berlin, Nachl. von Harnack</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001239-2"/><style type="text/css">
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Dieses Schreiben ist zwar zunächst für die von der Akademie eingesetzte Kommission zur Herausgabe der Werke <span class="ED-name">Kant</span>s bestimmt, berührt aber eine Frage, welche auch für die anderen Mitglieder der Akademie und weiterhin für alle Kreise der Gelehrtenwelt nicht ohne Wichtigkeit ist.</p><p class="ED-p">Es handelt sich darum, ob und wie das sogen<span class="ED-add">[annte]</span> Opus Postumum <span class="ED-name">Kant</span>s in der neuen monumentalen Kantausgabe vertreten sein soll. <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Das Manuscript … bleiben solle. ] vgl. den Vermerk Erich Adickes’ im ersten Bd. der Nachlassabteilung der Akademie-Ausgabe der Schriften Kants: Das grosse unvollendete Manuscript, an dem Kant in den letzten Jahren seines Lebens arbeitete, und von dem R. Reicke in der Altpreussischen Monatsschrift (Bd. XIX–XXI, 1882–4) den grösseren Theil veröffentlichte, war der Ausgabe nicht zugänglich und erscheint deshalb nicht in ihrem Rahmen. (Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften (Hg.): Kant’s gesammelte Schriften Bd. 14. Kant’s handschriftlicher Nachlaß. Mathematik – Physik und Chemie – Physische Geographie. Berlin: Reimer 1911, S. XXV; vgl. zu den Hintergründen Stark, Werner: Nachforschungen zu Briefen und Handschriften Immanuel Kants. Berlin: Akademie-Verlag 1993, S. 53–59). Adickes hatte im Mai 1915 Kontakt mit der Witwe Albrecht Krauses aufgenommen, um doch noch Erlaubnis zur Untersuchung der Handschriften zu erhalten (vgl. Stark, Nachforschungen, S. 100).&#xD;&#xA;">Das Manuscript dieses Werkes (das aber in Wirklichkeit zwei verschiedene Werke umfasst) kam leider vor vielen Jahren in den Besitz eines Sonderlings, des Pastors </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Das Manuscript … bleiben solle. ] vgl. den Vermerk Erich Adickes’ im ersten Bd. der Nachlassabteilung der Akademie-Ausgabe der Schriften Kants: Das grosse unvollendete Manuscript, an dem Kant in den letzten Jahren seines Lebens arbeitete, und von dem R. Reicke in der Altpreussischen Monatsschrift (Bd. XIX–XXI, 1882–4) den grösseren Theil veröffentlichte, war der Ausgabe nicht zugänglich und erscheint deshalb nicht in ihrem Rahmen. (Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften (Hg.): Kant’s gesammelte Schriften Bd. 14. Kant’s handschriftlicher Nachlaß. Mathematik – Physik und Chemie – Physische Geographie. Berlin: Reimer 1911, S. XXV; vgl. zu den Hintergründen Stark, Werner: Nachforschungen zu Briefen und Handschriften Immanuel Kants. Berlin: Akademie-Verlag 1993, S. 53–59). Adickes hatte im Mai 1915 Kontakt mit der Witwe Albrecht Krauses aufgenommen, um doch noch Erlaubnis zur Untersuchung der Handschriften zu erhalten (vgl. Stark, Nachforschungen, S. 100).&#xD;&#xA;">Albrecht Krause</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Das Manuscript … bleiben solle. ] vgl. den Vermerk Erich Adickes’ im ersten Bd. der Nachlassabteilung der Akademie-Ausgabe der Schriften Kants: Das grosse unvollendete Manuscript, an dem Kant in den letzten Jahren seines Lebens arbeitete, und von dem R. Reicke in der Altpreussischen Monatsschrift (Bd. XIX–XXI, 1882–4) den grösseren Theil veröffentlichte, war der Ausgabe nicht zugänglich und erscheint deshalb nicht in ihrem Rahmen. (Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften (Hg.): Kant’s gesammelte Schriften Bd. 14. Kant’s handschriftlicher Nachlaß. Mathematik – Physik und Chemie – Physische Geographie. Berlin: Reimer 1911, S. XXV; vgl. zu den Hintergründen Stark, Werner: Nachforschungen zu Briefen und Handschriften Immanuel Kants. Berlin: Akademie-Verlag 1993, S. 53–59). Adickes hatte im Mai 1915 Kontakt mit der Witwe Albrecht Krauses aufgenommen, um doch noch Erlaubnis zur Untersuchung der Handschriften zu erhalten (vgl. Stark, Nachforschungen, S. 100).&#xD;&#xA;"> in Hamburg. Dieser, welcher längst verstorben ist, hatte nun in seinem Testament bestimmt, dass dieses Manuscript der wissenschaftlichen Bearbeitung speziell durch die Akademie dauernd entzogen bleiben solle.</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Das Manuscript … bleiben solle. ] vgl. den Vermerk Erich Adickes’ im ersten Bd. der Nachlassabteilung der Akademie-Ausgabe der Schriften Kants: Das grosse unvollendete Manuscript, an dem Kant in den letzten Jahren seines Lebens arbeitete, und von dem R. Reicke in der Altpreussischen Monatsschrift (Bd. XIX–XXI, 1882–4) den grösseren Theil veröffentlichte, war der Ausgabe nicht zugänglich und erscheint deshalb nicht in ihrem Rahmen. (Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften (Hg.): Kant’s gesammelte Schriften Bd. 14. Kant’s handschriftlicher Nachlaß. Mathematik – Physik und Chemie – Physische Geographie. Berlin: Reimer 1911, S. XXV; vgl. zu den Hintergründen Stark, Werner: Nachforschungen zu Briefen und Handschriften Immanuel Kants. Berlin: Akademie-Verlag 1993, S. 53–59). Adickes hatte im Mai 1915 Kontakt mit der Witwe Albrecht Krauses aufgenommen, um doch noch Erlaubnis zur Untersuchung der Handschriften zu erhalten (vgl. Stark, Nachforschungen, S. 100).">[2]</a></p><p class="ED-p"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Um den wissenschaftlichen … absprachen. ] vgl. Vaihinger an Carl du Prel vom 12.9.1884&#xD;&#xA;">Um den wissenschaftlichen Wert jenes Manuscriptes hatte sich schon damals ein Streit erhoben, wobei die Einen (speziell </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Um den wissenschaftlichen … absprachen. ] vgl. Vaihinger an Carl du Prel vom 12.9.1884&#xD;&#xA;">[A.] Krause</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Um den wissenschaftlichen … absprachen. ] vgl. Vaihinger an Carl du Prel vom 12.9.1884&#xD;&#xA;">) den Wert des Manuscriptes in den Himmel hoben, während Andere (speziell </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Um den wissenschaftlichen … absprachen. ] vgl. Vaihinger an Carl du Prel vom 12.9.1884&#xD;&#xA;">Kuno Fischer</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Um den wissenschaftlichen … absprachen. ] vgl. Vaihinger an Carl du Prel vom 12.9.1884&#xD;&#xA;">) dem Manuscript jeden Wert absprachen.</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Um den wissenschaftlichen … absprachen. ] vgl. Vaihinger an Carl du Prel vom 12.9.1884">[3]</a> Ich habe damals in dem <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Archiv für … S. 736 ] vgl. Vaihinger [mit Alois Riehl]: Bericht über die neuere Philosophie bis auf Kant für die Jahre 1888 und 1889. Von Benno Erdmann [!] in Halle a. S. Vierter Teil. In: Archiv für Geschichte der Philosophie 4 (1891), S. 719–737, hier S. 731–736.&#xD;&#xA;">Archiv für Geschichte der Philosophie 1889, </span><abbr title="Band" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Archiv für … S. 736 ] vgl. Vaihinger [mit Alois Riehl]: Bericht über die neuere Philosophie bis auf Kant für die Jahre 1888 und 1889. Von Benno Erdmann [!] in Halle a. S. Vierter Teil. In: Archiv für Geschichte der Philosophie 4 (1891), S. 719–737, hier S. 731–736.&#xD;&#xA;">Bd.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Archiv für … S. 736 ] vgl. Vaihinger [mit Alois Riehl]: Bericht über die neuere Philosophie bis auf Kant für die Jahre 1888 und 1889. Von Benno Erdmann [!] in Halle a. S. Vierter Teil. In: Archiv für Geschichte der Philosophie 4 (1891), S. 719–737, hier S. 731–736.&#xD;&#xA;"> IV, </span><abbr title="Seite" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Archiv für … S. 736 ] vgl. Vaihinger [mit Alois Riehl]: Bericht über die neuere Philosophie bis auf Kant für die Jahre 1888 und 1889. Von Benno Erdmann [!] in Halle a. S. Vierter Teil. In: Archiv für Geschichte der Philosophie 4 (1891), S. 719–737, hier S. 731–736.&#xD;&#xA;">S.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Archiv für … S. 736 ] vgl. Vaihinger [mit Alois Riehl]: Bericht über die neuere Philosophie bis auf Kant für die Jahre 1888 und 1889. Von Benno Erdmann [!] in Halle a. S. Vierter Teil. In: Archiv für Geschichte der Philosophie 4 (1891), S. 719–737, hier S. 731–736.&#xD;&#xA;"> 732 bis </span><abbr title="Seite" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Archiv für … S. 736 ] vgl. Vaihinger [mit Alois Riehl]: Bericht über die neuere Philosophie bis auf Kant für die Jahre 1888 und 1889. Von Benno Erdmann [!] in Halle a. S. Vierter Teil. In: Archiv für Geschichte der Philosophie 4 (1891), S. 719–737, hier S. 731–736.&#xD;&#xA;">S.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Archiv für … S. 736 ] vgl. Vaihinger [mit Alois Riehl]: Bericht über die neuere Philosophie bis auf Kant für die Jahre 1888 und 1889. Von Benno Erdmann [!] in Halle a. S. Vierter Teil. In: Archiv für Geschichte der Philosophie 4 (1891), S. 719–737, hier S. 731–736.&#xD;&#xA;"> 736</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Archiv für … S. 736 ] vgl. Vaihinger [mit Alois Riehl]: Bericht über die neuere Philosophie bis auf Kant für die Jahre 1888 und 1889. Von Benno Erdmann [!] in Halle a. S. Vierter Teil. In: Archiv für Geschichte der Philosophie 4 (1891), S. 719–737, hier S. 731–736.">[4]</a> diese Frage kurz erörtert, soweit sich das aus den damals vorliegenden Publikationen wissenschaftlich <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="verantworten ] ver antworten&#xD;&#xA;">verantworten</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="verantworten ] ver antworten">[b]</a> liess und habe gezeigt, dass die Wahrheit in der Mitte liegt, <abbr title="das heißt" class="ED-abbr">d. h.</abbr> dass jenes Manuscript eine Entwicklungsperiode <span class="ED-name">Kant</span>s darstellt, welche neben vielen Anzeichen der Senilität doch andererseits auch viele merkwürdige Gedanken enthält, welche wenigstens in dieser Formulierung, in den früheren Werken <span class="ED-name">Kant</span>s noch nicht vorkommen und welche fruchtbare Keime einschliessen.</p><p class="ED-p">Einen Teil dieser merkwürdigen spätesten Gedanken <span class="ED-name">Kant</span>s habe ich aus den schon <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="von Reicke herausgegebenen Partien ] vgl. Reicke, Rudolf: Ein ungedrucktes Werk von Kant aus seinen letzten Lebensjahren. Als Manuscript herausgegeben von Rudolf Reicke. In: Altpreussische Monatsschrift 19 (1882), S. 66–127, S. 255–308, S. 425–479, S. 569–629; Jg. 20 (1883), S. 59–122, S. 342–373, S. 415–450, S. 513–566; Jg. 21 (1884), S. 81–159, S. 309–387, S. 389–420, S. 583–620.&#xD;&#xA;">von </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="von Reicke herausgegebenen Partien ] vgl. Reicke, Rudolf: Ein ungedrucktes Werk von Kant aus seinen letzten Lebensjahren. Als Manuscript herausgegeben von Rudolf Reicke. In: Altpreussische Monatsschrift 19 (1882), S. 66–127, S. 255–308, S. 425–479, S. 569–629; Jg. 20 (1883), S. 59–122, S. 342–373, S. 415–450, S. 513–566; Jg. 21 (1884), S. 81–159, S. 309–387, S. 389–420, S. 583–620.&#xD;&#xA;">Reicke</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="von Reicke herausgegebenen Partien ] vgl. Reicke, Rudolf: Ein ungedrucktes Werk von Kant aus seinen letzten Lebensjahren. Als Manuscript herausgegeben von Rudolf Reicke. In: Altpreussische Monatsschrift 19 (1882), S. 66–127, S. 255–308, S. 425–479, S. 569–629; Jg. 20 (1883), S. 59–122, S. 342–373, S. 415–450, S. 513–566; Jg. 21 (1884), S. 81–159, S. 309–387, S. 389–420, S. 583–620.&#xD;&#xA;"> herausgegebenen Partien</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="von Reicke herausgegebenen Partien ] vgl. Reicke, Rudolf: Ein ungedrucktes Werk von Kant aus seinen letzten Lebensjahren. Als Manuscript herausgegeben von Rudolf Reicke. In: Altpreussische Monatsschrift 19 (1882), S. 66–127, S. 255–308, S. 425–479, S. 569–629; Jg. 20 (1883), S. 59–122, S. 342–373, S. 415–450, S. 513–566; Jg. 21 (1884), S. 81–159, S. 309–387, S. 389–420, S. 583–620.">[5]</a> in meiner „Philosophie des Als Ob“ Seite 722 <abbr title="folgende" class="ED-abbr">ff.</abbr> auszugsweise mitgeteilt. <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="Um ] um, Anfangsbuchstabe übertippt aus: 7&#xD;&#xA;">Um</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="Um ] um, Anfangsbuchstabe übertippt aus: 7">[c]</a> Ihnen die Nachprüfung so bequem wie möglich zu machen, gestatte ich mir, Ihnen gleichzeitig ein Exemplar dieses Werkes zu überreichen. Vielleicht wird diese Nachprüfung doch ergeben, dass das nachgelassene Manuscript <span class="ED-name">Kant</span>s in irgend einer Weise in der neuen grossen Kantausgabe vertreten sein sollte und dass letztere doch unvollständig bleiben würde, wenn darin das Opus Postumum <span class="ED-name">Kant</span>s nicht zu seinem Rechte käme.</p><p class="ED-p">Vielleicht wird es unter den veränderten Zeitverhältnissen doch möglich sein, <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="die jetzigen … Besitzer ] nach der Darstellung Werner Starks hatte Erich Adickes die Witwe des verstorbenen Albrecht Krause bereits im Mai 1915 kontaktiert; ein Vertrag kam allerdings erst im Juni 1916 zustande, vgl. Stark: Nachforschungen zu Briefen und Handschriften Immanuel Kants. Berlin: Akademie-Verlag 1993, S. 100.&#xD;&#xA;">die jetzigen in Berlin lebenden Besitzer</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="die jetzigen … Besitzer ] nach der Darstellung Werner Starks hatte Erich Adickes die Witwe des verstorbenen Albrecht Krause bereits im Mai 1915 kontaktiert; ein Vertrag kam allerdings erst im Juni 1916 zustande, vgl. Stark: Nachforschungen zu Briefen und Handschriften Immanuel Kants. Berlin: Akademie-Verlag 1993, S. 100.">[6]</a> des <span class="ED-name">Kant</span>ischen Manuscriptes zu bestimmen, dieses der Akademie auszuliefern oder wenigstens zur Bearbeitung zu überlassen. Es wird dazu freilich einiger <span class="ED-pb">|</span> Opfer bedürfen, auch würde es wohl notwendig sein, einen diplomatisch gewandten Vermittler zu verwenden, dem es gelingen könnte, die vorhandenen Schwierigkeiten zu überwinden.</p><p class="ED-p"><span class="ED-name">Reicke</span> hat ja schon 2/3 des <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4" title="Manuscriptes ] letzter Buchstabe aus unleserlichem Buchstaben übertippt&#xD;&#xA;">Manuscriptes</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-4" id="app-philological-4-ref" title="Manuscriptes ] letzter Buchstabe aus unleserlichem Buchstaben übertippt">[d]</a> in den <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-5" title="Altpreussischen Monatsheften ] so wörtlich&#xD;&#xA;">Altpreussischen Monatsheften</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-5" id="app-philological-5-ref" title="Altpreussischen Monatsheften ] so wörtlich">[e]</a> herausgegeben, und hieraus habe ich eben meine Auszüge gemacht. <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-6" title="Diese ] Dieses&#xD;&#xA;">Diese</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-6" id="app-philological-6-ref" title="Diese ] Dieses">[f]</a> Auszüge zeigen doch, was uns <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-7" title="inbezug ] so wörtlich&#xD;&#xA;">inbezug</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-7" id="app-philological-7-ref" title="inbezug ] so wörtlich">[g]</a> auf die Kenntnis von <span class="ED-name">Kant</span>s Geistesleben fehlen würde, wenn wir diese <span class="ED-name">Reicke</span>sche Publikation nicht hätten, die aber eben leider unvollständig ist.</p><p class="ED-p">Übrigens hatte ich auch, abgesehen von dem besonderen Anlass, schon längst den Wunsch, <abbr title="Euere" class="ED-abbr">Ew.</abbr> Excellenz mein Buch zu überreichen, besonders seitdem die Bonner Evangelisch-Theologische Fakultät eine eigene <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="Preisaufgabe ] vgl. Ritschl, Otto: o. T. [Schreiben an Vaihinger]. In: Ders.: Die doppelte Wahrheit in der Philosophie des Als ob. Mit einem freundschaftlichen Eingangsschreiben an Herrn Geheimrat Vaihinger. Göttingen: Vandenhoeck &amp; Ruprecht 1925, S. 3–4, hier S. 3: So hat denn auch auf meinen Vorschlag die hiesige evangelisch-theologische Fakultät die akademische Preisaufgabe gestellt und 1915 noch einmal wiederholt: Vaihingers Philosophie des Als ob soll in ihrer Anwendung auf die Objekte der Theologie geprüft und religionstheoretisch gewürdigt werden. Konnten wir nun auch 1916 einem studentischen Bewerber den Preis zuerkennen, so stand dessen Leistung doch keineswegs auf der Höhe, daß sie ohne starke Umarbeitung hätte der Öffentlichkeit vorgelegt werden können. Da es hierzu aber nicht kam […]. Vgl. Ritschl an Vaihinger vom 11.6.1915 (Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 4 b).&#xD;&#xA;">Preisaufgabe</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="Preisaufgabe ] vgl. Ritschl, Otto: o. T. [Schreiben an Vaihinger]. In: Ders.: Die doppelte Wahrheit in der Philosophie des Als ob. Mit einem freundschaftlichen Eingangsschreiben an Herrn Geheimrat Vaihinger. Göttingen: Vandenhoeck &amp; Ruprecht 1925, S. 3–4, hier S. 3: So hat denn auch auf meinen Vorschlag die hiesige evangelisch-theologische Fakultät die akademische Preisaufgabe gestellt und 1915 noch einmal wiederholt: Vaihingers Philosophie des Als ob soll in ihrer Anwendung auf die Objekte der Theologie geprüft und religionstheoretisch gewürdigt werden. Konnten wir nun auch 1916 einem studentischen Bewerber den Preis zuerkennen, so stand dessen Leistung doch keineswegs auf der Höhe, daß sie ohne starke Umarbeitung hätte der Öffentlichkeit vorgelegt werden können. Da es hierzu aber nicht kam […]. Vgl. Ritschl an Vaihinger vom 11.6.1915 (Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 4 b).">[7]</a> über die Bedeutung desselben für die Theologie <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-8" title="ausgeschrieben ] verbessert aus: ausgeschreiben&#xD;&#xA;">ausgeschrieben</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-8" id="app-philological-8-ref" title="ausgeschrieben ] verbessert aus: ausgeschreiben">[h]</a> hat, aber auch sonst war die Aufnahme meines Buches gerade seitens der Theologen eine so freundliche, dass ich es wagen zu dürfen glaubte, es Ihnen zu übersenden.</p><p class="ED-p">Bei der ungeheuren Arbeitslast, welche auf Ihnen liegt, kann ich mich natürlich nicht der Hoffnung hingeben, dass Sie Zeit finden werden, dem Werk ein <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-9" title="detailliertes ] zweites l verbessert aus i&#xD;&#xA;">detailliertes</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-9" id="app-philological-9-ref" title="detailliertes ] zweites l verbessert aus i">[i]</a> Studium zu <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-10" title="widmen ] verbessert aus: widen&#xD;&#xA;">widmen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-10" id="app-philological-10-ref" title="widmen ] verbessert aus: widen">[j]</a>, aber ich möchte doch andererseits den Wunsch aussprechen, dass gerade <abbr title="Euere" class="ED-abbr">Ew.</abbr> <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-11" title="Excellenz ] Anfangsbuchstabe handschriftlich verbessert aus unleserlichem Buchstaben&#xD;&#xA;">Excellenz</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-11" id="app-philological-11-ref" title="Excellenz ] Anfangsbuchstabe handschriftlich verbessert aus unleserlichem Buchstaben">[k]</a> einmal in das Buch einen Einblick gewinnen möchten: denn gerade Sie besitzen eine derartig umfassende Einsicht in die verschiedensten Wissenschaftsgebiete und Wissenschaftsmethoden, dass ich niemand wüsste, der jetzt in Deutschland eher berechtigt wäre, die Bedeutung der fictiven Methode und der Als Ob-Betrachtung in der Wissenschaft von der Mathematik, Mechanik, Physik, Chemie bis zur Nationalökonomie, Staatswissenschaft, Psychologie und besonders zur Theologie zu würdigen. Ich sage dies mit besonderem Hinblick auf <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="einen Artikel ] vgl. von Harnack: Zur kaiserlichen Botschaft vom 11. Oktober. Begründung von Forschungsinstituten. In: Die Woche 12 (1910), Nr. 46 vom 12. November 1910, S. 1933–1938.&#xD;&#xA;">einen Artikel</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-8" id="app-editorial-8-ref" title="einen Artikel ] vgl. von Harnack: Zur kaiserlichen Botschaft vom 11. Oktober. Begründung von Forschungsinstituten. In: Die Woche 12 (1910), Nr. 46 vom 12. November 1910, S. 1933–1938.">[8]</a> von Ihnen, den Sie vor geraumer Zeit gelegentlich der Begründung der Kaiser Wilhelmsgesellschaft in der „Woche“ geschrieben haben, aus <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-12" title="welchem ] verbessert aus unleserlichem Wort&#xD;&#xA;">welchem</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-12" id="app-philological-12-ref" title="welchem ] verbessert aus unleserlichem Wort">[l]</a> ein ebenso umfassender, als tief eindringender Überblick und Einblick in das ganze Gebiet aller Wissenschaften hervorleuchtete.</p><p class="ED-p">Ein grosser Teil der Philosophie des Als Ob beschäftigt sich mit Mathematik. Die darin behandelten Probleme bewegten mich schon im Jahre 1875. Es war dies in der Zeit, als ich in Leipzig im Hause des alten <span class="ED-name">Strümpell</span> die Gelegenheit hatte, zum ersten Male Ihre Bekanntschaft zu machen, wobei ich ein instructives Gespräch mit Ihnen gerade über diese Probleme haben durfte, welches mir schon damals zeigte, dass Sie neben Ihrem <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-13" title="eigentlichen ] Anfangsbuchstabe verbessert aus: i&#xD;&#xA;">eigentlichen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-13" id="app-philological-13-ref" title="eigentlichen ] Anfangsbuchstabe verbessert aus: i">[m]</a> Fach sich den Blick für ganz entfernte Wissenschaftsgebiete offen halten.</p><p class="ED-p">Herr Kollege <span class="ED-name">Otto Ritschl</span> in Bonn, mit welchem mich seit seiner Hallenser Zeit eine lebhafte Sympathie verbindet, <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="hat mich … ermutigt ] etwaige Schreiben Vaihingers und Ritschls nicht ermittelt&#xD;&#xA;">hat mich auf meine Anfrage hin ermutigt</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-9" id="app-editorial-9-ref" title="hat mich … ermutigt ] etwaige Schreiben Vaihingers und Ritschls nicht ermittelt">[9]</a>, es zu wagen, an Sie mein Buch zu senden, dem ich einen Platz in Ihrer Bibliothek einzuräumen bitte.</p><p class="ED-p">In aufrichtiger Verehrung <abbr title="Euere" class="ED-abbr">Ew.</abbr> Excellenz <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-14" title="Ganz ] verbessert aus: ganz&#xD;&#xA;">Ganz</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-14" id="app-philological-14-ref" title="Ganz ] verbessert aus: ganz">[n]</a> ergebenster</p><p class="ED-signed">Vaihinger</p><hr class="ED-back"/><p class="ED-p"><span class="ED-add">[Beilage 1]</span></p><p class="ED-p"><u><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-15" title="COPIE! ] gesperrt&#xD;&#xA;">COPIE</span></u><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-15" title="COPIE! ] gesperrt&#xD;&#xA;">!</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-15" id="app-philological-15-ref" title="COPIE! ] gesperrt">[o]</a></p><p class="ED-dateline"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-16" title="Halle a. S., den 8. Februar 1916. ] danach 2 Zeilen frei gelassen&#xD;&#xA;">Halle a. S., den 8. Februar 1916.</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-16" id="app-philological-16-ref" title="Halle a. S., den 8. Februar 1916. ] danach 2 Zeilen frei gelassen">[p]</a></p><p class="ED-salute">An die Königl. Preussische Akademie der Wissenschaften in <u>Berlin</u>.</p><p class="ED-p">Der Hohen Königlich <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-17" title="Preussischen ] korrigiert aus: Pressuischen&#xD;&#xA;">Preussischen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-17" id="app-philological-17-ref" title="Preussischen ] korrigiert aus: Pressuischen">[q]</a> Akademie der Wissenschaften beehre ich mich ganz ergebenst gleichzeitig <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="die mir am … der Akademie ] vgl. das Begleitschreiben der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften an Vaihinger vom 16.6.1906 (s. u., 2. Beilage).&#xD;&#xA;">die mir am 16. Juni 1906 von ihr gütigst überlassenen auf </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="die mir am … der Akademie ] vgl. das Begleitschreiben der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften an Vaihinger vom 16.6.1906 (s. u., 2. Beilage).&#xD;&#xA;">Kant</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="die mir am … der Akademie ] vgl. das Begleitschreiben der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften an Vaihinger vom 16.6.1906 (s. u., 2. Beilage).&#xD;&#xA;"> bezüglichen Manuscripte, unter Beilegung einer Copie des Schreibens der Akademie</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-10" id="app-editorial-10-ref" title="die mir am … der Akademie ] vgl. das Begleitschreiben der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften an Vaihinger vom 16.6.1906 (s. u., 2. Beilage).">[10]</a> an mich von demselben Tage, zurückzusenden. Nach diesem Schreiben hat damals Herr <abbr title="Doktor" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="Dr. Haensell ] meint wahrscheinlich Paul Haensell (1840–1911), Arzt in Salanten, Augenarzt in Paris, 1898 in Libau (Baltisches Biographisches Lexikon digital: https://bbld.de/GND1227638434 (25.4.2024)). Zwischen Haensell, Rudolf Reicke bzw. der Berliner Akademie der Wissenschaften und dem Hamburger Pastor Albrecht Krause war 1884 ein Rechtsstreit um Kant-Manuskripte, u. a. um das sog. Opus Postumum, entstanden, der 1902 mit dem Verbleib der Manuskripte bei A. Krause endete, vgl. Stark, Werner: Nachforschungen zu Briefen und Handschriften Immanuel Kants. Berlin: Akademie-Verlag 1993, S. 53–59, S. 100, Anm. 3. A. Krause starb noch 1902 (DBE), das Manuskript des Opus Postumum blieb in Familienbesitz (vgl. Stark, Nachforschungen, S. 54; vgl. zur Überlieferungsgeschichte auch die Einleitung Gerhard Lehmanns in: Preußische Akademie der Wissenschaften (Hg.): Kant’s gesammelte Schriften. Bd. XXII: Opus Postumum. Zweite Hälfte. Berlin/Leipzig: De Gruyter 1938, S. 751–789; die Herausgeber des Opus Postumum in der Akademie-Ausgabe von Kants gesammelten Schriften geben 1935 als Besitzer des Manuskripts einen Studienrat Dr. A. Krause in Hamburg an, vgl. Preußische Akademie der Wissenschaften (Hg.): Kant’s gesammelte Schriften. Bd. XXI: Opus Postumum. Erste Hälfte. Berlin/Leipzig: De Gruyter 1936, S. VII). Es wurde 1999 durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz für die Staatsbibliothek zu Berlin erworben (vgl. https://kant.bbaw.de/de/abt-iii/opus-postumum (29.4.2024)).&#xD;&#xA;">Dr.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="Dr. Haensell ] meint wahrscheinlich Paul Haensell (1840–1911), Arzt in Salanten, Augenarzt in Paris, 1898 in Libau (Baltisches Biographisches Lexikon digital: https://bbld.de/GND1227638434 (25.4.2024)). Zwischen Haensell, Rudolf Reicke bzw. der Berliner Akademie der Wissenschaften und dem Hamburger Pastor Albrecht Krause war 1884 ein Rechtsstreit um Kant-Manuskripte, u. a. um das sog. Opus Postumum, entstanden, der 1902 mit dem Verbleib der Manuskripte bei A. Krause endete, vgl. Stark, Werner: Nachforschungen zu Briefen und Handschriften Immanuel Kants. Berlin: Akademie-Verlag 1993, S. 53–59, S. 100, Anm. 3. A. Krause starb noch 1902 (DBE), das Manuskript des Opus Postumum blieb in Familienbesitz (vgl. Stark, Nachforschungen, S. 54; vgl. zur Überlieferungsgeschichte auch die Einleitung Gerhard Lehmanns in: Preußische Akademie der Wissenschaften (Hg.): Kant’s gesammelte Schriften. Bd. XXII: Opus Postumum. Zweite Hälfte. Berlin/Leipzig: De Gruyter 1938, S. 751–789; die Herausgeber des Opus Postumum in der Akademie-Ausgabe von Kants gesammelten Schriften geben 1935 als Besitzer des Manuskripts einen Studienrat Dr. A. Krause in Hamburg an, vgl. Preußische Akademie der Wissenschaften (Hg.): Kant’s gesammelte Schriften. Bd. XXI: Opus Postumum. Erste Hälfte. Berlin/Leipzig: De Gruyter 1936, S. VII). Es wurde 1999 durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz für die Staatsbibliothek zu Berlin erworben (vgl. https://kant.bbaw.de/de/abt-iii/opus-postumum (29.4.2024)).&#xD;&#xA;"> Haensell</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-11" id="app-editorial-11-ref" title="Dr. Haensell ] meint wahrscheinlich Paul Haensell (1840–1911), Arzt in Salanten, Augenarzt in Paris, 1898 in Libau (Baltisches Biographisches Lexikon digital: https://bbld.de/GND1227638434 (25.4.2024)). Zwischen Haensell, Rudolf Reicke bzw. der Berliner Akademie der Wissenschaften und dem Hamburger Pastor Albrecht Krause war 1884 ein Rechtsstreit um Kant-Manuskripte, u. a. um das sog. Opus Postumum, entstanden, der 1902 mit dem Verbleib der Manuskripte bei A. Krause endete, vgl. Stark, Werner: Nachforschungen zu Briefen und Handschriften Immanuel Kants. Berlin: Akademie-Verlag 1993, S. 53–59, S. 100, Anm. 3. A. Krause starb noch 1902 (DBE), das Manuskript des Opus Postumum blieb in Familienbesitz (vgl. Stark, Nachforschungen, S. 54; vgl. zur Überlieferungsgeschichte auch die Einleitung Gerhard Lehmanns in: Preußische Akademie der Wissenschaften (Hg.): Kant’s gesammelte Schriften. Bd. XXII: Opus Postumum. Zweite Hälfte. Berlin/Leipzig: De Gruyter 1938, S. 751–789; die Herausgeber des Opus Postumum in der Akademie-Ausgabe von Kants gesammelten Schriften geben 1935 als Besitzer des Manuskripts einen Studienrat Dr. A. Krause in Hamburg an, vgl. Preußische Akademie der Wissenschaften (Hg.): Kant’s gesammelte Schriften. Bd. XXI: Opus Postumum. Erste Hälfte. Berlin/Leipzig: De Gruyter 1936, S. VII). Es wurde 1999 durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz für die Staatsbibliothek zu Berlin erworben (vgl. https://kant.bbaw.de/de/abt-iii/opus-postumum (29.4.2024)).">[11]</a> diese Manuscripte der Akademie zu dauerndem Eigentum überwiesen, unter der Bedingung, dass mir der Abdruck derselben in den „Kantstudien“ gestattet werde.</p><p class="ED-p">Von diesem mir zustehenden Rechte habe ich jedoch keinen Gebrauch gemacht, und fühle das Bedürfnis, der Königlich Preussischen Akademie d<span class="ED-add">[er]</span> W<span class="ED-add">[issenschaften]</span> gegenüber mich darüber zu äussern, warum ich das nicht getan habe, und warum ich die Manuscripte so lange im Hause behalten habe.</p><p class="ED-p">Als im Juni 1906 die Sendung der Akademie an mich gelangte, <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-12" title="hatte ich mich … emeritieren lassen ] am 10.2.1906 stellte Vaihinger ein Emeritierungsgesuch, am 2.7.1906 wurde er von seinen Amtspflichten entbunden, vgl. den Abschnitt Chronik biographischer Daten.&#xD;&#xA;">hatte ich mich eben wegen eines schweren Augenleidens emeritieren lassen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-12" id="app-editorial-12-ref" title="hatte ich mich … emeritieren lassen ] am 10.2.1906 stellte Vaihinger ein Emeritierungsgesuch, am 2.7.1906 wurde er von seinen Amtspflichten entbunden, vgl. den Abschnitt Chronik biographischer Daten.">[12]</a> und konnte daher im Jahre 1906 mich nicht mit der Angelegenheit beschäftigen, da meine Augen mich daran hinderten. Als durch die Ruhe meine Augen sich etwas zu bessern schienen, nahm ich eine andere dringende Arbeit in <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-18" title="Angriff ] g verbessert aus f&#xD;&#xA;">Angriff</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-18" id="app-philological-18-ref" title="Angriff ] g verbessert aus f">[r]</a>, die Herausgabe eines älteren Manuscriptes von mir, das ich zum Druck vorbereitete. Ich hatte ursprünglich gehofft, diese Arbeit in einem bis zwei Jahren vollenden zu können, sie nahm aber über vier Jahre in Anspruch und das betreffende Werk konnte erst im Jahre 1911 erscheinen (<abbr title="unter dem Titel" class="ED-abbr">u. d. T.</abbr> „Die Philosophie des Als Ob“). Nun hoffte ich mich an <span class="ED-pb">|</span> <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-19" title="die Kant-Manuscripte ] am oberen Rd. des neuen Blattes Nummerierung: 2. (Rückseite des ersten Blattes frei gelassen)&#xD;&#xA;">die </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-19" title="die Kant-Manuscripte ] am oberen Rd. des neuen Blattes Nummerierung: 2. (Rückseite des ersten Blattes frei gelassen)&#xD;&#xA;">Kant</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-19" title="die Kant-Manuscripte ] am oberen Rd. des neuen Blattes Nummerierung: 2. (Rückseite des ersten Blattes frei gelassen)&#xD;&#xA;">-Manuscripte</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-19" id="app-philological-19-ref" title="die Kant-Manuscripte ] am oberen Rd. des neuen Blattes Nummerierung: 2. (Rückseite des ersten Blattes frei gelassen)">[s]</a> machen zu können, aber bald nahm mich die Herausgabe einer zweiten Auflage des eben genannten Werkes in Anspruch. Dazu kamen viele andere unvorhergesehene <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-20" title="Hindernisse ] verbessert aus: Hindenrisse&#xD;&#xA;">Hindernisse</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-20" id="app-philological-20-ref" title="Hindernisse ] verbessert aus: Hindenrisse">[t]</a>, vor allem die stets zunehmende Verschlechterung meines Augenlichtes. Ich hätte nun den Ausweg ergreifen können, die Manuscripte durch einen Anderen in den „Kantstudien“ veröffentlichen zu lassen, aber einerseits wusste ich keine dazu geeignete Persönlichkeit, andererseits suchte ich auch nicht ernstlich nach einer solchen, da ich doch Anstand nahm, die Manuscripte einem Fremden anzuvertrauen. Auch schien es mir zweifelhaft, ob ich das mir selbst zugestandene Recht der Veröffentlichung <abbr title="respektive" class="ED-abbr">resp.</abbr> Bearbeitung einem Anderen übertragen dürfte. So blieb die Sache liegen. Nun ist aber unterdessen mein Augenleiden so fortgeschritten, dass ich mich bald werde operieren lassen müssen. Es ist aber nicht sicher, ob eine Operation mir Besserung bringt, und ob sie nicht vielmehr die Lage verschlimmert. Daher möchte ich die Verantwortung für die bei mir lagernden Manuscripte nicht länger <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-21" title="übernehmen ] üb ernehmen&#xD;&#xA;">übernehmen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-21" id="app-philological-21-ref" title="übernehmen ] üb ernehmen">[u]</a> und sende sie der Königlich Preussischen Akademie der Wissenschaften mit allerbestem Danke zurück, in der Überzeugung, dass die <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-22" title="Publikationen ] Publikatione&#xD;&#xA;">Publikationen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-22" id="app-philological-22-ref" title="Publikationen ] Publikatione">[v]</a> der Manuscripte am besten durch diese selbst, <abbr title="respektive" class="ED-abbr">resp.</abbr> durch ihre dazu bestellten Mitarbeiter in der von ihr veranstalteten neuen grossen Kantausgabe erfolgt. Auch ist es ja für die von der Akademie herausgegebene Kantausgabe von grossem Werte, dass die Manuscripte von ihr zuerst publiziert werden, <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-23" title="und ] un&#xD;&#xA;">und</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-23" id="app-philological-23-ref" title="und ] un">[w]</a> nicht erst von anderer Seite.</p><p class="ED-p">Was die Manuscripte im Einzelnen betrifft, so darf ich vielleicht noch folgendes bemerken. Wissenschaftlichen Wert haben nur die Manuscripte 1, 2 und 3 und 3a (das letztere befand sich in <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 4 lose, ich habe es deshalb als <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 3a aufgeführt.) Zwar sind die Manuscripte <span class="ED-pb">|</span> <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-24" title="keine Originale ] Manuscripte keine Originale; nach Seitenwechsel am oberen Rd. Blattnummerierung: 3. (Rückseite des zweiten Blattes frei gelassen)&#xD;&#xA;">keine Originale</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-24" id="app-philological-24-ref" title="keine Originale ] Manuscripte keine Originale; nach Seitenwechsel am oberen Rd. Blattnummerierung: 3. (Rückseite des zweiten Blattes frei gelassen)">[x]</a> von <span class="ED-name">Kant</span>, aber offenbar treue Kopien. Die Manuscripte 1 bis 3 beziehen sich auf das sogen<span class="ED-add">[annte]</span> „Opus Postumum“. In Betreff des letzteren habe ich im Archiv für Geschichte der Philosophie 1889, <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> IV, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 732 bis 736, gezeigt, dass es aus zwei ganz verschiedenen Werken besteht welche <span class="ED-name">Kant</span> schreiben wollte:</p><p class="ED-p">1. <u>Übergang von den metaphysischen Anfangsgründen der Naturwissenschaft zur Physik</u>. Zu diesem gehört das Manuscript <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 1.</p><p class="ED-p">2. <u>System der reinen Philosophie in ihrem Zusammenhange</u>. (<span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-25" title="Das ] D verbessert aus unleserlichem Kleinbuchstaben&#xD;&#xA;">Das</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-25" id="app-philological-25-ref" title="Das ] D verbessert aus unleserlichem Kleinbuchstaben">[y]</a> Werk hat auch noch andere, ähnliche Titel bei <span class="ED-name">Kant</span>.) Zu diesem Werk gehören die Manuscripte <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 2 und 3. In dem letzteren findet sich sogleich der Name „Zoroaster“ erwähnt. Dieser ist, wie ich in meiner Philosophie des Als Ob Seite 722 <abbr title="Anmerkung" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-26" title="Anm. ] hs. verbessert aus: anm.&#xD;&#xA;">Anm.</span></abbr><a class="ED-anchor" href="#app-philological-26" id="app-philological-26-ref" title="Anm. ] hs. verbessert aus: anm.">[z]</a> aus den von <span class="ED-name">Reicke</span> schon publizierten Teilen des Manuscriptes gezeigt <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-27" title="habe ] a verbessert aus b&#xD;&#xA;">habe</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-27" id="app-philological-27-ref" title="habe ] a verbessert aus b">[aa]</a>, von <span class="ED-name">Kant</span> gelegentlich auch zum Titel dieses zweiten Werkes ausersehen worden.</p><p class="ED-p">Auf derselben Seite 722 meiner Philosophie des Als Ob (ich erlaube mir einen Prospekt meines Verlegers über dieses Werk beizufügen) habe ich folgenden Satz anmerkungsweise hinzugefügt:</p><p class="ED-p">„<u>Die nun folgende Gedankenauslese aus diesem zweiten Werke wird zeigen, dass es in der Ausgabe von <span class="ED-name">Kant</span>s handschriftlichem</u> Nachlass, die von der Berliner Akademie übernommen worden ist, notwendig <u>in irgend einer Weise vertreten sein muss</u>.“</p><p class="ED-p">Ich möchte diesen Satz auch hier noch einmal ausdrücklich wiederholen. Allerdings sind mir die grossen Schwierigkeiten bekannt, welche der Veröffentlichung und Bearbeitung des Opus Postumum entgegenstehen, indessen möchte ich doch glauben und hoffen, dass es nun unter den veränderten Zeitverhältnissen doch vielleicht möglich ist, diese <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-28" title="Schwierigkeiten ] erstes i verbessert aus e&#xD;&#xA;">Schwierigkeiten</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-28" id="app-philological-28-ref" title="Schwierigkeiten ] erstes i verbessert aus e">[ab]</a> zu überwinden, denn eben das zweite Werk enthält so bedeutsame und wichtige Äusserungen <span class="ED-name">Kant</span>s (von denen ich, soweit sie <span class="ED-pb">|</span> <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-29" title="schon von ] nach Seitenwechsel am oberen Rd. Blattnummerierung: 4. (Rückseite des dritten Blattes frei gelassen)&#xD;&#xA;">schon von</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-29" id="app-philological-29-ref" title="schon von ] nach Seitenwechsel am oberen Rd. Blattnummerierung: 4. (Rückseite des dritten Blattes frei gelassen)">[ac]</a> <span class="ED-name">Reicke</span> gedruckt worden sind, nur einen kleinen Teil in der eben genannten Philosophie des Als Ob wieder abgedruckt habe), dass es unbedingt notwendig erscheint, diese Entwicklungsperiode des <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-30" title="Kantischen ] verbessert aus: Kantsichen&#xD;&#xA;">Kant</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-30" title="Kantischen ] verbessert aus: Kantsichen&#xD;&#xA;">ischen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-30" id="app-philological-30-ref" title="Kantischen ] verbessert aus: Kantsichen">[ad]</a> Denkens in der Akademie-Ausgabe in irgend einer Weise vertreten zu sehen.</p><p class="ED-p">Gewiss verdient das Opus Postumum nicht die Überschätzung, welche ihm von gewisser Seite zuteil geworden ist, (speziell von <span class="ED-name">[A.] Krause</span>, der aber gerade das wissenschaftlich wenig wertvolle erstere der beiden in <span class="ED-name">Kant</span>s Opus Postumum enthaltenen Werke allein herauslöste); aber eben so wenig die <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-31" title="Unterschätzung ] zweites t verbessert aus f&#xD;&#xA;">Unterschätzung</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-31" id="app-philological-31-ref" title="Unterschätzung ] zweites t verbessert aus f">[ae]</a>, in welche <span class="ED-name">Kuno Fischer</span> verfiel (welcher eben das in dem <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-32" title="Opus ] Opust&#xD;&#xA;">Opus</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-32" id="app-philological-32-ref" title="Opus ] Opust">[af]</a> Postumum enthaltene 2. Werk <span class="ED-name">Kant</span>s gänzlich übersah, welches nicht blos für die historische Erkenntnis der letzten Entwicklungsperiode <span class="ED-name">Kant</span>s von grösster Bedeutung ist, sondern auch sachlich für die heutige Wissenschaft höchst bedeutsame Äusserungen <span class="ED-name">Kant</span>s enthält.)</p><p class="ED-p">Es bleibt mir nun noch übrig, der Königlich Preussischen Akademie der Wissenschaften ausdrücklich und nachdrücklich meinen Dank auszusprechen für die langjährige Geduld und Nachsicht, mit der sie die Manuscripte <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-33" title="bei ] verbessert aus: beo&#xD;&#xA;">bei</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-33" id="app-philological-33-ref" title="bei ] verbessert aus: beo">[ag]</a> mir gelassen hat.</p><p class="ED-p">In verehrungsvoller Ergebenheit</p><p class="ED-signed">gez<span class="ED-add">[eichnet]</span> Vaihinger.</p><hr class="ED-back"/><p class="ED-p"><span class="ED-add">[Beilage 2]</span></p><p class="ED-p"><u><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-34" title="COPIE! ] gesperrt&#xD;&#xA;">COPIE!</span></u><a class="ED-anchor" href="#app-philological-34" id="app-philological-34-ref" title="COPIE! ] gesperrt">[ah]</a></p><p class="ED-p">Kgl. Preussische Akademie der Wissenschaften.</p><p class="ED-dateline">Berlin 16. Juni 1906</p><p class="ED-dateline">W 35, Potsdamerstr. 120.</p><p class="ED-p"><abbr title="Euere" class="ED-abbr">Ew.</abbr> Hochwohlgeboren übersende ich gleichzeitig als Wertpaket ergebenst 2 Konvolute Kant betreffende Manuscripte, die Herr <abbr title="Doktor" class="ED-abbr">Dr.</abbr> Haensell der Akademie zu dauerndem Besitz überlassen hat unter der Bedingung, dass Ihnen der <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-13" title="Abdruck derselben in den „Kant-Studien“ ] fand nicht statt, vgl. Vaihinger an Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften vom 8.2.1916 (s. o., 1. Beilage).&#xD;&#xA;">Abdruck derselben in den „Kant-Studien“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-13" id="app-editorial-13-ref" title="Abdruck derselben in den „Kant-Studien“ ] fand nicht statt, vgl. Vaihinger an Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften vom 8.2.1916 (s. o., 1. Beilage).">[13]</a> gestattet werde. Die Konvolute enthalten:</p><p class="ED-p">1. Abschrift von <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-35" title="J. Kants ] so wörtlich&#xD;&#xA;">J. </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-35" title="J. Kants ] so wörtlich&#xD;&#xA;">Kant</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-35" title="J. Kants ] so wörtlich&#xD;&#xA;">s</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-35" id="app-philological-35-ref" title="J. Kants ] so wörtlich">[ai]</a> hinterlassenem Manuscripte. <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 1–55 <abbr title="Folio" class="ED-abbr">fol.</abbr></p><p class="ED-p">2. 1 Blatt „Das All der Wesen Gottes <abbr title="und so weiter" class="ED-abbr">usw.</abbr>“</p><p class="ED-p">3. Fragmente aus <span class="ED-name">Kant</span>s Handschrift <abbr title="und so weiter" class="ED-abbr">usw.</abbr>, blaues Papier, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 6–38. Quart.</p><p class="ED-p">4. Brief <span class="ED-name">Kant</span>s.</p><p class="ED-p">5. Brief <span class="ED-name">Friedrich Wilhelm IV</span> (Abschrift).</p><p class="ED-p">6. Letzter Wille mit 1 Nachtrag und Kuvert.</p><p class="ED-p">7. Inventarium über <span class="ED-name">Kant</span>s Nachlass. Dazu 4 lose Blätter</p><p class="ED-p">8. 10 verschiedene Briefe.</p><p class="ED-p">Nach beendigter Benutzung bitte ich die Manuscripte unter gleicher Wertversicherung (1000 Mark) an das Bureau der Akademie zurückzusenden.</p><p class="ED-p"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-14" title="Der Bibliothekar und ArchivarDr. Köhmke. ] keine Person dieses Namens in dieser Funktion ermittelt; womöglich verschrieben für Otto Köhnke (1864–1918), Bibliothekar und Archivar der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften (WBIS; vgl. das Titelblatt in Köhnke: Gesammtregister über die in den Schriften der Akademie von 1700–1899 erschienenen wissenschaftlichen Abhandlungen und Festreden (= Geschichte der Königlich Preussischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin Bd. 3). Berlin: Reichsdruckerei 1900).&#xD;&#xA;">Der Bibliothekar und Archivar</span></p><p class="ED-signed"><abbr title="Doktor" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-14" title="Der Bibliothekar und ArchivarDr. Köhmke. ] keine Person dieses Namens in dieser Funktion ermittelt; womöglich verschrieben für Otto Köhnke (1864–1918), Bibliothekar und Archivar der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften (WBIS; vgl. das Titelblatt in Köhnke: Gesammtregister über die in den Schriften der Akademie von 1700–1899 erschienenen wissenschaftlichen Abhandlungen und Festreden (= Geschichte der Königlich Preussischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin Bd. 3). Berlin: Reichsdruckerei 1900).&#xD;&#xA;">Dr.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-14" title="Der Bibliothekar und ArchivarDr. Köhmke. ] keine Person dieses Namens in dieser Funktion ermittelt; womöglich verschrieben für Otto Köhnke (1864–1918), Bibliothekar und Archivar der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften (WBIS; vgl. das Titelblatt in Köhnke: Gesammtregister über die in den Schriften der Akademie von 1700–1899 erschienenen wissenschaftlichen Abhandlungen und Festreden (= Geschichte der Königlich Preussischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin Bd. 3). Berlin: Reichsdruckerei 1900).&#xD;&#xA;"> Köhmke.</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-14" id="app-editorial-14-ref" title="Der Bibliothekar und ArchivarDr. Köhmke. ] keine Person dieses Namens in dieser Funktion ermittelt; womöglich verschrieben für Otto Köhnke (1864–1918), Bibliothekar und Archivar der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften (WBIS; vgl. das Titelblatt in Köhnke: Gesammtregister über die in den Schriften der Akademie von 1700–1899 erschienenen wissenschaftlichen Abhandlungen und Festreden (= Geschichte der Königlich Preussischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin Bd. 3). Berlin: Reichsdruckerei 1900).">[14]</a></p><p class="ED-p">An</p><p class="ED-p">Herrn Professor <abbr title="Doktor" class="ED-abbr">Dr.</abbr> H. Vaihinger</p><p class="ED-p">Hochwohlgeboren</p><p class="ED-p">Halle a. S.</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><abbr title="Euere" class="ED-abbr">Ew.</abbr> Excellenz</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>davor 3 Zeilen, danach 4 Zeilen frei gelassen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">verantworten</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">ver antworten</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Um</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">um</span>, Anfangsbuchstabe übertippt aus: <span class="ED-rdg">7</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-4"><span class="ED-app-num">d</span><a href="#app-philological-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Manuscriptes</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>letzter Buchstabe aus unleserlichem Buchstaben übertippt</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-5"><span class="ED-app-num">e</span><a href="#app-philological-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Altpreussischen Monatsheften</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-6"><span class="ED-app-num">f</span><a href="#app-philological-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Diese</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">Dieses</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-7"><span class="ED-app-num">g</span><a href="#app-philological-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">inbezug</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-8"><span class="ED-app-num">h</span><a href="#app-philological-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">ausgeschrieben</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>verbessert aus: <span class="ED-rdg">ausgeschreiben</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-9"><span class="ED-app-num">i</span><a href="#app-philological-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">detailliertes</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>zweites <span class="ED-rdg">l</span> verbessert aus <span class="ED-rdg">i</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-10"><span class="ED-app-num">j</span><a href="#app-philological-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">widmen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>verbessert aus: <span class="ED-rdg">widen</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-11"><span class="ED-app-num">k</span><a href="#app-philological-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Excellenz</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Anfangsbuchstabe handschriftlich verbessert aus unleserlichem Buchstaben</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-12"><span class="ED-app-num">l</span><a href="#app-philological-12-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">welchem</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>verbessert aus unleserlichem Wort</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-13"><span class="ED-app-num">m</span><a href="#app-philological-13-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">eigentlichen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Anfangsbuchstabe verbessert aus: <span class="ED-rdg">i</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-14"><span class="ED-app-num">n</span><a href="#app-philological-14-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ganz</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>verbessert aus: <span class="ED-rdg">ganz</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-15"><span class="ED-app-num">o</span><a href="#app-philological-15-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><u>COPIE</u>!</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>gesperrt</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-16"><span class="ED-app-num">p</span><a href="#app-philological-16-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Halle a. S., den 8. Februar 1916.</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>danach 2 Zeilen frei gelassen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-17"><span class="ED-app-num">q</span><a href="#app-philological-17-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Preussischen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>korrigiert aus: <span class="ED-rdg">Pressuischen</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-18"><span class="ED-app-num">r</span><a href="#app-philological-18-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Angriff</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">g</span> verbessert aus <span class="ED-rdg">f</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-19"><span class="ED-app-num">s</span><a href="#app-philological-19-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">die <span class="ED-name">Kant</span>-Manuscripte</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>am oberen <abbr title="Rand" class="ED-abbr">Rd.</abbr> des neuen Blattes Nummerierung: <span class="ED-rdg">2.</span> (Rückseite des ersten Blattes frei gelassen)</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-20"><span class="ED-app-num">t</span><a href="#app-philological-20-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Hindernisse</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg"/>verbessert aus:<span class="ED-rdg"> Hindenrisse</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-21"><span class="ED-app-num">u</span><a href="#app-philological-21-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">übernehmen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">üb ernehmen</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-22"><span class="ED-app-num">v</span><a href="#app-philological-22-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Publikationen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">Publikatione</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-23"><span class="ED-app-num">w</span><a href="#app-philological-23-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">und</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">un</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-24"><span class="ED-app-num">x</span><a href="#app-philological-24-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">keine Originale</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">Manuscripte keine Originale</span>; nach Seitenwechsel am oberen <abbr title="Rand" class="ED-abbr">Rd.</abbr> Blattnummerierung: <span class="ED-rdg">3.</span> (Rückseite des zweiten Blattes frei gelassen)</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-25"><span class="ED-app-num">y</span><a href="#app-philological-25-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Das</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">D</span> verbessert aus unleserlichem Kleinbuchstaben</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-26"><span class="ED-app-num">z</span><a href="#app-philological-26-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><abbr title="Anmerkung" class="ED-abbr">Anm.</abbr></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="handschriftlich" class="ED-abbr">hs.</abbr> verbessert aus: <span class="ED-rdg">anm.</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-27"><span class="ED-app-num">aa</span><a href="#app-philological-27-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">habe</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">a</span> verbessert aus <span class="ED-rdg">b</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-28"><span class="ED-app-num">ab</span><a href="#app-philological-28-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Schwierigkeiten</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>erstes <span class="ED-rdg">i</span> verbessert aus <span class="ED-rdg">e</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-29"><span class="ED-app-num">ac</span><a href="#app-philological-29-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">schon von</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nach Seitenwechsel am oberen <abbr title="Rand" class="ED-abbr">Rd.</abbr> Blattnummerierung: <span class="ED-rdg">4.</span> (Rückseite des dritten Blattes frei gelassen)</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-30"><span class="ED-app-num">ad</span><a href="#app-philological-30-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Kant</span>ischen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>verbessert aus: <span class="ED-rdg">Kantsichen</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-31"><span class="ED-app-num">ae</span><a href="#app-philological-31-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Unterschätzung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>zweites <span class="ED-rdg">t</span> verbessert aus <span class="ED-rdg">f</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-32"><span class="ED-app-num">af</span><a href="#app-philological-32-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Opus</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">Opust</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-33"><span class="ED-app-num">ag</span><a href="#app-philological-33-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">bei</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>verbessert aus: <span class="ED-rdg">beo</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-34"><span class="ED-app-num">ah</span><a href="#app-philological-34-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><u>COPIE!</u></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>gesperrt</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-35"><span class="ED-app-num">ai</span><a href="#app-philological-35-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">J. <span class="ED-name">Kant</span>s</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Abschrift eines Schreibens</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> als Beilage zu diesem Brief: Vaihinger an Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften vom 8.2.1916.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Das Manuscript … bleiben solle.</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> den Vermerk <span class="ED-name">Erich Adickes</span>’ im ersten <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> der Nachlassabteilung der Akademie-Ausgabe der Schriften <span class="ED-name">Kant</span>s: <span class="ED-rdg">Das grosse unvollendete Manuscript, an dem Kant in den letzten Jahren seines Lebens arbeitete, und von dem R. Reicke in der Altpreussischen Monatsschrift (Bd. XIX–XXI, 1882–4) den grösseren Theil veröffentlichte, war der Ausgabe nicht zugänglich und erscheint deshalb nicht in ihrem Rahmen.</span> (Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften (<abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr>): Kant’s gesammelte Schriften <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 14. Kant’s handschriftlicher Nachlaß. Mathematik – Physik und Chemie – Physische Geographie. Berlin: Reimer 1911, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> XXV; <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> zu den Hintergründen Stark, Werner: Nachforschungen zu Briefen und Handschriften Immanuel Kants. Berlin: Akademie-Verlag 1993, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 53–59). <span class="ED-name">Adickes</span> hatte im Mai 1915 Kontakt mit der Witwe <span class="ED-name">Albrecht Krause</span>s aufgenommen, um doch noch Erlaubnis zur Untersuchung der Handschriften zu erhalten (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Stark, Nachforschungen, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 100).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Um den wissenschaftlichen … absprachen.</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger an Carl du Prel vom 12.9.1884</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Archiv für … S. 736</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger [mit Alois Riehl]: Bericht über die neuere Philosophie bis auf Kant für die Jahre 1888 und 1889. Von Benno Erdmann [!] in Halle a. S. Vierter Teil. In: Archiv für Geschichte der Philosophie 4 (1891), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 719–737, hier <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 731–736.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">von <span class="ED-name">Reicke</span> herausgegebenen Partien</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Reicke, Rudolf: Ein ungedrucktes Werk von Kant aus seinen letzten Lebensjahren. Als Manuscript herausgegeben von Rudolf Reicke. In: Altpreussische Monatsschrift 19 (1882), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 66–127, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 255–308, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 425–479, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 569–629; <abbr title="Jahrgang" class="ED-abbr">Jg.</abbr> 20 (1883), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 59–122, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 342–373, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 415–450, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 513–566; <abbr title="Jahrgang" class="ED-abbr">Jg.</abbr> 21 (1884), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 81–159, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 309–387, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 389–420, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 583–620.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">die jetzigen … Besitzer</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> nach der Darstellung Werner Starks hatte <span class="ED-name">Erich Adickes</span> die Witwe des verstorbenen <span class="ED-name">Albrecht Krause</span> bereits im Mai 1915 kontaktiert; ein Vertrag kam allerdings erst im Juni 1916 zustande, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Stark: Nachforschungen zu Briefen und Handschriften Immanuel Kants. Berlin: Akademie-Verlag 1993, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 100.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Preisaufgabe</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Ritschl, Otto: <abbr title="ohne Titel" class="ED-abbr">o. T.</abbr> [Schreiben an Vaihinger]. In: <abbr title="derselbe" class="ED-abbr">Ders.</abbr>: Die doppelte Wahrheit in der Philosophie des Als ob. Mit einem freundschaftlichen Eingangsschreiben an Herrn Geheimrat Vaihinger. Göttingen: Vandenhoeck &amp; Ruprecht 1925, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 3–4, hier <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 3: <span class="ED-rdg">So hat denn auch auf meinen Vorschlag die hiesige evangelisch-theologische Fakultät die akademische Preisaufgabe gestellt und 1915 noch einmal wiederholt: Vaihingers Philosophie des Als ob soll in ihrer Anwendung auf die Objekte der Theologie geprüft und religionstheoretisch gewürdigt werden. Konnten wir nun auch 1916 einem studentischen Bewerber den Preis zuerkennen, so stand dessen Leistung doch keineswegs auf der Höhe, daß sie ohne starke Umarbeitung hätte der Öffentlichkeit vorgelegt werden können. Da es hierzu aber nicht kam […].</span> <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr> Ritschl an Vaihinger vom 11.6.1915 (Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 4 b).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-8"><span class="ED-app-num">8</span><a href="#app-editorial-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">einen Artikel</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> von Harnack: Zur kaiserlichen Botschaft vom 11. Oktober. Begründung von Forschungsinstituten. In: Die Woche 12 (1910), <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 46 vom 12. November 1910, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 1933–1938.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-9"><span class="ED-app-num">9</span><a href="#app-editorial-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">hat mich … ermutigt</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> etwaige Schreiben Vaihingers und <span class="ED-name">Ritschl</span>s nicht ermittelt</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-10"><span class="ED-app-num">10</span><a href="#app-editorial-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">die mir am … der Akademie</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> das Begleitschreiben der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften an Vaihinger vom 16.6.1906 (<abbr title="siehe unten" class="ED-abbr">s. u.</abbr>, 2. Beilage).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-11"><span class="ED-app-num">11</span><a href="#app-editorial-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><abbr title="Doktor" class="ED-abbr">Dr.</abbr> Haensell</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>meint wahrscheinlich <span class="ED-name">Paul Haensell</span> (1840–1911), Arzt in Salanten, Augenarzt in Paris, 1898 in Libau (Baltisches Biographisches Lexikon digital: <span class="ED-link"><a href="https://bbld.de/GND1227638434">https://bbld.de/GND1227638434</a></span> (25.4.2024)). Zwischen <span class="ED-name">Haensell</span>, <span class="ED-name">Rudolf Reicke</span> <abbr title="beziehungsweise" class="ED-abbr">bzw.</abbr> der Berliner Akademie der Wissenschaften und dem Hamburger Pastor <span class="ED-name">Albrecht Krause</span> war 1884 ein Rechtsstreit um <span class="ED-name">Kant</span>-Manuskripte, <abbr title="unter anderem" class="ED-abbr">u. a.</abbr> um das <abbr title="sogenannt" class="ED-abbr">sog.</abbr> Opus Postumum, entstanden, der 1902 mit dem Verbleib der Manuskripte bei <span class="ED-name">A. Krause</span> endete, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Stark, Werner: Nachforschungen zu Briefen und Handschriften Immanuel Kants. Berlin: Akademie-Verlag 1993, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 53–59, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 100, <abbr title="Anmerkung" class="ED-abbr">Anm.</abbr> 3. <span class="ED-name">A. Krause</span> starb noch 1902 (<abbr title="Deutsche Biographische Enzyklopädie" class="ED-abbr">DBE</abbr>), das Manuskript des Opus Postumum blieb in Familienbesitz (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Stark, Nachforschungen, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 54; <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> zur Überlieferungsgeschichte auch die Einleitung <span class="ED-name">Gerhard Lehmann</span>s in: Preußische Akademie der Wissenschaften (<abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr>): Kant’s gesammelte Schriften. <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> XXII: Opus Postumum. Zweite Hälfte. Berlin/Leipzig: De Gruyter 1938, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 751–789; die Herausgeber des Opus Postumum in der Akademie-Ausgabe von Kants gesammelten Schriften geben 1935 als Besitzer des Manuskripts einen <span class="ED-rdg">Studienrat Dr. A. Krause in Hamburg</span> an, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Preußische Akademie der Wissenschaften (<abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr>): Kant’s gesammelte Schriften. <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> XXI: Opus Postumum. Erste Hälfte. Berlin/Leipzig: De Gruyter 1936, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> VII). Es wurde 1999 durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz für die Staatsbibliothek zu Berlin erworben (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <span class="ED-link"><a href="https://kant.bbaw.de/de/abt-iii/opus-postumum">https://kant.bbaw.de/de/abt-iii/opus-postumum</a></span> (29.4.2024)).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-12"><span class="ED-app-num">12</span><a href="#app-editorial-12-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">hatte ich mich … emeritieren lassen</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> am 10.2.1906 stellte Vaihinger ein Emeritierungsgesuch, am 2.7.1906 wurde er von seinen Amtspflichten entbunden, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> den Abschnitt Chronik biographischer Daten.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-13"><span class="ED-app-num">13</span><a href="#app-editorial-13-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Abdruck derselben in den „Kant-Studien“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>fand nicht statt, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger an Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften vom 8.2.1916 (<abbr title="siehe oben" class="ED-abbr">s. o.</abbr>, 1. Beilage).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-14"><span class="ED-app-num">14</span><a href="#app-editorial-14-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Der Bibliothekar und Archivar<abbr title="Doktor" class="ED-abbr">Dr.</abbr> Köhmke.</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>keine Person dieses Namens in dieser Funktion ermittelt; womöglich verschrieben für <span class="ED-name">Otto Köhnke</span> (1864–1918), Bibliothekar und Archivar der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften (<abbr title="World Biographical Information System" class="ED-abbr">WBIS</abbr>; <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> das Titelblatt in Köhnke: Gesammtregister über die in den Schriften der Akademie von 1700–1899 erschienenen wissenschaftlichen Abhandlungen und Festreden (= Geschichte der Königlich Preussischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 3). Berlin: Reichsdruckerei 1900).</div></div></body></html>