<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Vaihinger an Hans Prager, Halle, 19.6.1911, 5 S., hs. (andere Hd., mit eU und vereinzelten eigenhändigen Korrekturen), Briefkopf PROF. DR. H. VAIHINGER. | Halle a. S., d. … 19 | Reichardtstr. 15., Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-131784</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001087-7"/><style type="text/css">
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Vaihinger an Prager vom 16.12.1910&#xD;&#xA;">Ihr Bericht</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Ihr Bericht ] vgl. Vaihinger an Prager vom 16.12.1910">[1]</a> fertig sei. Aus <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Ihrem heutigen Brief ] nicht überliefert&#xD;&#xA;">Ihrem heutigen Brief</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Ihrem heutigen Brief ] nicht überliefert">[2]</a> ersehe ich zu meinem größten Bedauern, daß Sie die Besprechung nicht abgefaßt haben; aber ich kann die Gründe, welche Sie dafür anführen, vollständig würdigen, und wir werden nun sehen, eine Besprechung von anderer Seite zu erhalten. Haben Sie jedenfalls besten Dank für die freundliche Bereitwilligkeit, die Sie gezeigt haben.</p><p class="ED-p">Die Nachricht, daß Sie <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Ihre Besprechung ] über Vaihinger: Die Philosophie des Als Ob; von Prager auch in Zeitschrift für Philosophie und philosophische Kritik besprochen, vgl. die vorangegangenen Schreiben an Prager.&#xD;&#xA;">Ihre Besprechung</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Ihre Besprechung ] über Vaihinger: Die Philosophie des Als Ob; von Prager auch in Zeitschrift für Philosophie und philosophische Kritik besprochen, vgl. die vorangegangenen Schreiben an Prager.">[3]</a> an die „Frankfurter Zeitung“ abgesendet haben, erfüllt mich mit großer Genugtuung; daß Sie <span class="ED-pb">|</span> den vorgeschriebenen Raum eingehalten haben, <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="erfordert ] erfördert&#xD;&#xA;">erfordert</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="erfordert ] erfördert">[a]</a> sicher eine große Selbstbeschränkung, aber man muß hier eben mit dem zufrieden sein, was immer gestattet wird.</p><p class="ED-p">Mit Vergnügen entnehme ich aus Ihrem Briefe, daß Sie selbst das Bedürfnis haben, die große Arbeit, welche Sie auf die Durchsicht des Werkes verwendet haben, nun auch in einer wissenschaftlich fruchtbareren Weise zu verwerten für eine größere Besprechung; doch gebrauchen Sie die Wendung daß Sie das erst tun werden, „wenn Sie wieder Zeit haben“.</p><p class="ED-p">Nun habe ich aber jetzt gerade eine Anfrage von der „Zeitschrift für Philosophie“ (<abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> <span class="ED-name">Schwarz</span>) erhalten wegen einer Rezension meines Buches in diesem Organ; ich habe es nun in der Hand, Sie als Rezensenten zu wünschen und zu empfehlen und glaube auch, daß <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> <span class="ED-name">Schwarz</span> hierauf eingehen wird, da ich <span class="ED-pb">|</span> ihn sehr gut kenne; aber ich kann das nur tun, wenn Sie diese Besprechung nicht allzulange hinausschieben. Da Sie nun jetzt einmal in der Sache drinstecken, würde es am besten sein, wenn Sie nicht allzulange damit zögern, obgleich es andererseits auch sehr viel Gutes für Sie hat, wenn Sie eine Zeit darüber verstreichen lassen, <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="dem ] den&#xD;&#xA;">dem</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="dem ] den">[b]</a> Werk objektiv gegenüberzustehen und seine Bedeutung für die philosophischen Fragen der Gegenwart erwägen zu können. Sie würden dabei natürlich, wie ich ja wohl geschrieben habe, die Einleitung, welche Ihr mir zugesendetes Manuskript hatte, fallen lassen und an ihrer Stelle vielmehr eine Einleitung schreiben, in welcher Sie eine kurze Skizze der philosophischen Problemlage der Gegenwart geben unter besonderem Hinweis auf die Erörterungen des Pragmatismus auf <span class="ED-name">Bergson</span>, <span class="ED-name">Poincaré</span>, <span class="ED-name">Nietzsche</span>, <span class="ED-pb">|</span> <span class="ED-name">Meinong</span> <abbr title="und so weiter" class="ED-abbr">usw.</abbr> und dann würden Sie zeigen, daß mein Buch im Stande sein kann, in diese Probleme klärend oder wenigstens fördernd einzuwirken. Natürlich ist das <u>nur ein Vorschlag</u>, und Sie selbst müssen aus eigenen Erwägungen heraus dasjenige finden, was für Sie richtig ist; nur daran möchte ich festhalten, daß die frühere Einleitung gänzlich wegfällt, da sie nicht notwendig zur Sache gehört; Sie können die Gedanken derselben <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="bei ] Einfügung über der Zeile&#xD;&#xA;">bei</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="bei ] Einfügung über der Zeile">[c]</a> anderer Gelegenheit verwerthen.</p><p class="ED-p">Es ist mir lieb, wenn <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Sie mir … Antwort ] vgl. Vaihinger an Prager vom 23.6.1911&#xD;&#xA;">Sie mir umgehend Nachricht geben, damit ich sofort nach Greifswald Antwort</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Sie mir … Antwort ] vgl. Vaihinger an Prager vom 23.6.1911">[4]</a> schicken kann; auf diese Weise würde Ihnen dann der Weg geebnet sein, sodaß eine Aufnahme der Arbeit mit Sicherheit zu erwarten wäre. Nach einer früheren Briefstelle von Ihnen, deren ich mich entsinne, die ich aber nicht mehr finden kann, muß ich annehmen, <span class="ED-pb">|</span> daß Sie schon Ihrerseits wegen der Rezension <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4" title="früher ] Einfügung über der Zeile von Vaihingers Hd.&#xD;&#xA;">früher</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-4" id="app-philological-4-ref" title="früher ] Einfügung über der Zeile von Vaihingers Hd.">[d]</a> einmal an <span class="ED-name">Schwarz</span> geschrieben haben; bitte, teilen Sie mir mit, ob das der Fall ist, damit ich mich <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-5" title="eventuell ] evtl.&#xD;&#xA;">eventuell</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-5" id="app-philological-5-ref" title="eventuell ] evtl.">[e]</a> darauf berufen kann.</p><p class="ED-p">Noch danke ich bestens für den Hinweis auf <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Ihre Rezension ] vgl. die Rezension von Prager über: Steenbergen, Albert: Henri Bergsons Intuitive Philosophie [1909]. In: Zeitschrift für Philosophie und philosophische Kritik 142 (1911), S. 80–86.&#xD;&#xA;">Ihre Rezension</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Ihre Rezension ] vgl. die Rezension von Prager über: Steenbergen, Albert: Henri Bergsons Intuitive Philosophie [1909]. In: Zeitschrift für Philosophie und philosophische Kritik 142 (1911), S. 80–86.">[5]</a> über das Buch über <span class="ED-name">Bergson</span> in der „Zeitschrift für Philosophie“; es ist mir lieb, daß Sie mich ausdrücklich darauf aufmerksam machen, da ich ja, meiner schlechten Augen halber, es jedenfalls übersehen hätte. Sobald ich das Heft in meine Hände bekomme, werde ich Ihnen Mitteilung machen.</p><p class="ED-p">Mit besten Wünschen und Grüßen Ihr ergebener</p><p class="ED-signed">H. Vaihinger</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">erfordert</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">erfördert</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">dem</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">den</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">bei</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Einfügung über der Zeile</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-4"><span class="ED-app-num">d</span><a href="#app-philological-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">früher</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Einfügung über der Zeile von Vaihingers <abbr title="Hand" class="ED-abbr">Hd.</abbr></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-5"><span class="ED-app-num">e</span><a href="#app-philological-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">eventuell</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">evtl.</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihr Bericht</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger an Prager vom 16.12.1910</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihrem heutigen Brief</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht überliefert</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihre Besprechung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>über Vaihinger: Die Philosophie des Als Ob; von <span class="ED-name">Prager</span> auch in Zeitschrift für Philosophie und philosophische Kritik besprochen, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> die vorangegangenen Schreiben an Prager.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Sie mir … Antwort</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger an Prager vom 23.6.1911</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihre Rezension</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <span class="cf01">die Rezension von </span><span class="ED-name">Prager</span><span class="cf01"> über: Steenbergen, Albert: Henri Bergsons Intuitive Philosophie [1909]. 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