<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Vaihinger an Ernst Mach, Halle, 20.5.1911, 5 S., hs. (andere Hd., mit eU), Briefkopf PROF. DR. H. VAIHINGER. Halle a. S., d. … 19 | Reichardtstr. 15., Deutsches Historisches Museum München, Nachlass Ernst Mach, https://digital.deutsches-museum.de/item/NL-174-3116/</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001071-4"/><style type="text/css">
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Wien/New York: Springer 1964 (https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-7091-8112-6.pdf (3.9.2024)), S. 164–165.&#xD;&#xA;">, </span><span class="ED-date"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="Vaihinger an Ernst Mach, Halle, 20.5.1911 ] Erstabdruck in: K. D. Heller: Ernst Mach. Wegbereiter der modernen Physik. Mit ausgewählten Kapiteln aus seinem Werk. Mit 1 Porträt. Wien/New York: Springer 1964 (https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-7091-8112-6.pdf (3.9.2024)), S. 164–165.&#xD;&#xA;">20.5.1911</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Vaihinger an Ernst Mach, Halle, 20.5.1911 ] Erstabdruck in: K. D. Heller: Ernst Mach. Wegbereiter der modernen Physik. Mit ausgewählten Kapiteln aus seinem Werk. Mit 1 Porträt. Wien/New York: Springer 1964 (https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-7091-8112-6.pdf (3.9.2024)), S. 164–165.">[1]</a>, <span class="ED-note">5 S., hs. (andere Hd., mit eU), Briefkopf </span><span class="ED-rdg">PROF. DR. H. VAIHINGER. Halle a. S., d. … 19 | Reichardtstr. 15.</span>, <span class="ED-pubPlace">Deutsches Historisches Museum München, Nachlass Ernst Mach, </span><span class="ED-link"><a href="https://digital.deutsches-museum.de/item/NL-174-3116/">https://digital.deutsches-museum.de/item/NL-174-3116/</a></span></p><div class="ED-text"><p class="ED-dateline">20. Mai 1911.</p><p class="ED-salute">Hochverehrter Herr College!</p><p class="ED-p">Haben Sie verbindlichsten Dank für die liebenswürdige Uebersendung Ihrer beiden Publikationen, sowohl der einen <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="aus Ihrer Frühzeit ] vermutlich von: Mach: Die Geschichte und die Wurzel des Satzes von der Erhaltung der Arbeit. Vortrag gehalten in der K. Böhm. Gesellschaft der Wissenschaften am 15. Nov. 1871. Prag: Calve 1872.&#xD;&#xA;">aus Ihrer Frühzeit</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="aus Ihrer Frühzeit ] vermutlich von: Mach: Die Geschichte und die Wurzel des Satzes von der Erhaltung der Arbeit. Vortrag gehalten in der K. Böhm. Gesellschaft der Wissenschaften am 15. Nov. 1871. Prag: Calve 1872.">[2]</a>, als der anderen aus der Gegenwart; ich habe beide mit großem Interesse gelesen und daraus ersehen, daß Sie schon im Jahre 1871 die Grundlinien Ihrer Anschauung gelegt haben, welche Sie in Ihren verschiedenen monumentalen Werken zum Ausdruck gebracht haben. Von besonderem Interesse war es mir in der <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="2. Abhandlung ] vgl. Mach: Die Leitgedanken meiner naturwissenschaftlichen Erkenntnislehre und ihre Aufnahme durch die Zeitgenossen. In: Scientia. Rivista di Scienza 7 (1910), S. 225–240, hier S. 234: Ich muss noch einer für meine Denkrichtung bestimmenden Anregung gedenken. Es ist zeitlich die erste, die ich aber aus besondern Gründen zuletzt erwähne. Schon 1853, in früher Jugend wurde meine naiv-realistische Weltauffassung durch die „Prolegomena“ von Kant mächtig erschüttert. Indem ich ein oder zwei Jahre später das „Ding an sich“ instinktiv als müssige Illusion erkannte, kehrte ich auf den bei Kant latent enthaltenen Berkeleyschen Standpunkt zurück. Die idealistische Stimmung vertrug sich aber schlecht mit physikalischen Studien. […] Nach Beendigung der Universitätsstudien fehlten zum Unglück oder Glück die Mittel zu physikalischen Untersuchungen, wodurch ich zunächst auf das Gebiet der Sinnesphysiologie gedrängt wurde. Hier, wo ich meine Empfindungen, zugleich aber deren Bedingungen in der Umgebung beobachten konnte, gelangte ich, wie ich glaube, zu einer natürlichen, von spekulativ-metaphysischen Zutaten freien Weltauffassung. Die durch Kant eingepflanzte Abneigung gegen die Metaphysik, sowie die Analysen Herbart’s und Fechner’s führten mich auf einen dem Humeschen nahe liegenden Standpunkt zurück. – Bei Mach: Die Analyse der Empfindungen, 6. Aufl. 1911 heißt es S. 24, Anm.: Ich habe es stets als besonderes Glück empfunden, daß mir sehr früh (in einem Alter von 15 Jahren etwa) in der Bibliothek meines Vaters Kants „Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik“ in die Hand fielen. Diese Schrift hat damals einen gewaltigen unauslöschlichen Eindruck auf mich gemacht, den ich in gleicher Weise bei späterer philosophischer Lektüre nie mehr gefühlt habe. Etwa 2 oder 3 Jahre später empfand ich plötzlich die müßige Rolle, welche das „Ding an sich“ spielt. An einem heitern Sommertage im Freien erschien mir einmal die Welt samt meinem Ich als eine zusammenhängende Masse von Empfindungen, nur im Ich stärker zusammenhängend. Obgleich die eigentliche Reflexion sich erst später hinzugesellte, so ist doch dieser Moment für meine ganze Anschauung bestimmend geworden. Übrigens habe ich noch einen langen und harten Kampf gekämpft, bevor ich imstande war, die gewonnene Ansicht auch in meinem Spezialgebiete festzuhalten.&#xD;&#xA;">2. Abhandlung</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="2. Abhandlung ] vgl. Mach: Die Leitgedanken meiner naturwissenschaftlichen Erkenntnislehre und ihre Aufnahme durch die Zeitgenossen. In: Scientia. Rivista di Scienza 7 (1910), S. 225–240, hier S. 234: Ich muss noch einer für meine Denkrichtung bestimmenden Anregung gedenken. Es ist zeitlich die erste, die ich aber aus besondern Gründen zuletzt erwähne. Schon 1853, in früher Jugend wurde meine naiv-realistische Weltauffassung durch die „Prolegomena“ von Kant mächtig erschüttert. Indem ich ein oder zwei Jahre später das „Ding an sich“ instinktiv als müssige Illusion erkannte, kehrte ich auf den bei Kant latent enthaltenen Berkeleyschen Standpunkt zurück. Die idealistische Stimmung vertrug sich aber schlecht mit physikalischen Studien. […] Nach Beendigung der Universitätsstudien fehlten zum Unglück oder Glück die Mittel zu physikalischen Untersuchungen, wodurch ich zunächst auf das Gebiet der Sinnesphysiologie gedrängt wurde. Hier, wo ich meine Empfindungen, zugleich aber deren Bedingungen in der Umgebung beobachten konnte, gelangte ich, wie ich glaube, zu einer natürlichen, von spekulativ-metaphysischen Zutaten freien Weltauffassung. Die durch Kant eingepflanzte Abneigung gegen die Metaphysik, sowie die Analysen Herbart’s und Fechner’s führten mich auf einen dem Humeschen nahe liegenden Standpunkt zurück. – Bei Mach: Die Analyse der Empfindungen, 6. Aufl. 1911 heißt es S. 24, Anm.: Ich habe es stets als besonderes Glück empfunden, daß mir sehr früh (in einem Alter von 15 Jahren etwa) in der Bibliothek meines Vaters Kants „Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik“ in die Hand fielen. Diese Schrift hat damals einen gewaltigen unauslöschlichen Eindruck auf mich gemacht, den ich in gleicher Weise bei späterer philosophischer Lektüre nie mehr gefühlt habe. Etwa 2 oder 3 Jahre später empfand ich plötzlich die müßige Rolle, welche das „Ding an sich“ spielt. An einem heitern Sommertage im Freien erschien mir einmal die Welt samt meinem Ich als eine zusammenhängende Masse von Empfindungen, nur im Ich stärker zusammenhängend. Obgleich die eigentliche Reflexion sich erst später hinzugesellte, so ist doch dieser Moment für meine ganze Anschauung bestimmend geworden. Übrigens habe ich noch einen langen und harten Kampf gekämpft, bevor ich imstande war, die gewonnene Ansicht auch in meinem Spezialgebiete festzuhalten.">[3]</a> zu lesen, daß Sie in Ihrer Jugend durch <span class="ED-name">Kant</span> beeinflußt waren. <span class="ED-pb">|</span></p><p class="ED-p">Der Verfasser des Werkes, <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="das ich Ihnen zugesandt habe ] vgl. Vaihinger an Mach von Frühjahr 1911&#xD;&#xA;">das ich Ihnen zugesandt habe</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="das ich Ihnen zugesandt habe ] vgl. Vaihinger an Mach von Frühjahr 1911">[4]</a>, <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="bin ich selbst ] mit Rotstift unterstrichen&#xD;&#xA;">bin ich selbst</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="bin ich selbst ] mit Rotstift unterstrichen">[a]</a>;<i> </i>ich habe es geschrieben, als ich noch nicht 25 Jahre alt war und publiciere es jetzt als bald 60jähriger. Aus diesem Grunde habe ich mich als Herausgeber bezeichnet, da ich dem Werk, welches ich nicht umarbeiten konnte, und aus verschiedenen Gründen nicht umarbeiten wollte, jetzt ganz objektiv gegenüberstehe; auch hätte es einen wunderlichen Eindruck gemacht, wenn ich ein so altes Werk so ohne Weiteres unter meinem Namen herausgegeben hätte. So zog ich aus aesthetisch-literarischen Gründen die <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Fiktion ] mit Rotstift unterstrichen&#xD;&#xA;">Fiktion</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="Fiktion ] mit Rotstift unterstrichen">[b]</a><i> </i>vor, als seien Herausgeber und Verfasser getrennte Persönlichkeiten; aber ich mache gar kein Hehl daraus, daß <span class="ED-pb">|</span> ich der Verfasser bin – im Gegenteil – ich wünsche, daß es bekannt wird und teile es auch Jedem mit. Auch ist es denjenigen, welche mit meinen früheren Schriften bekannt sind und insbesondere mit meiner Stellung zu <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="F. A. Lange ] mit Rotstift unterstrichen&#xD;&#xA;">F. A. Lange</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="F. A. Lange ] mit Rotstift unterstrichen">[c]</a></span>, ohne Weiteres unzweifelhaft.</p><p class="ED-p">Als ich im Jahre 1877 das Buch schrieb, kannte ich leider Ihre Abhandlung von <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="1872 ] so wörtlich&#xD;&#xA;">1872</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="1872 ] so wörtlich">[5]</a> nicht; um so wertvoller ist es, daß wir, auf getrennten Wegen marschierend, doch in einigen Hauptpunkten zusammentreffen.</p><p class="ED-p">Es würde mich außerordentlich freuen, wenn Sie dem Buch Ihre <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4" title="Aufmerksamkeit ] mit Rotstift unterstrichen&#xD;&#xA;">Aufmerksamkeit</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-4" id="app-philological-4-ref" title="Aufmerksamkeit ] mit Rotstift unterstrichen">[d]</a> schenken wollten; vielleicht haben Sie unterdessen die Zeit gefunden, sich mit demselben näher zu beschäftigen. Das Buch findet von <span class="ED-pb">|</span> den verschiedensten Seiten gute Aufnahme; man erkennt an, <span>daß </span>es zur rechten Zeit kommt, um in die Diskussion einzugreifen besonders auch in die durch den <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-5" title="Pragmatismus ] mit Rotstift unterstrichen&#xD;&#xA;">Pragmatismus</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-5" id="app-philological-5-ref" title="Pragmatismus ] mit Rotstift unterstrichen">[e]</a> hervorgerufene. <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="Speziell aus Wien ] vgl. Vaihinger an Mach vom 15.10.1911&#xD;&#xA;">Speziell aus Wien</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="Speziell aus Wien ] vgl. Vaihinger an Mach vom 15.10.1911">[6]</a> habe ich freundliche Worte der Aufnahme bekommen, und so würde es mich auch sehr freuen, von Ihnen erfahren zu dürfen, was Sie über das Buch denken.</p><p class="ED-p">Freilich wäre es eine zu <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-6" title="schwere Zumutung ] mit Rotstift unterstrichen&#xD;&#xA;">schwere Zumutung</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-6" id="app-philological-6-ref" title="schwere Zumutung ] mit Rotstift unterstrichen">[f]</a> an Sie, das dicke Buch ganz durchlesen zu sollen, aber das Vorwort des Verfassers und die detaillirte Inhaltsangabe sowie auch das Sachregister ermöglichen es ja, dasjenige leicht herauszufinden, was den Einzelnen besonders interessieren kann; so werden Sie diejenigen Punkte, welche Ihnen <span class="ED-pb">|</span> <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-7" title="besonders ] am Kopf der S. II. zur Kennzeichnung des neuen Briefbogens, ohne Briefkopf&#xD;&#xA;">besonders</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-7" id="app-philological-7-ref" title="besonders ] am Kopf der S. II. zur Kennzeichnung des neuen Briefbogens, ohne Briefkopf">[g]</a> nahe liegen könnten, ohne große Mühe auffinden und auf diese Weise sich ein abschließendes Urteil bilden.</p><p class="ED-p">Gerade weil ich selbst auch schon dem Greisenalter entgegengehe, und nicht mehr allzuviel Jahre des Wartens habe, würde es mich freuen, von Ihnen zu erfahren, welchen Eindruck das Buch auf Sie macht.</p><p class="ED-p">In collegialer Verehrung Ihr ganz ergebenster</p><p class="ED-signed"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-8" title="H. … 1877. ] eigenhändig; Punkte an den Satzenden vom Bearbeiter ergänzt&#xD;&#xA;">H. Vaihinger</span></p><hr class="ED-postscript"/><p class="ED-p"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-8" title="H. … 1877. ] eigenhändig; Punkte an den Satzenden vom Bearbeiter ergänzt&#xD;&#xA;">Mein Besuch bei Ihnen, dessen ich mich mit Vergnügen erinnere, </span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-8 app-editorial-7" title="H. … 1877. ] eigenhändig; Punkte an den Satzenden vom Bearbeiter ergänzt&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;fällt in das Jahr 1884 ] vgl. Mach an Vaihinger vom 6.9.1884 und Vaihinger an Mach vom 11.9.1884.&#xD;&#xA;">fällt in das Jahr 1884</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="fällt in das Jahr 1884 ] vgl. Mach an Vaihinger vom 6.9.1884 und Vaihinger an Mach vom 11.9.1884.">[7]</a><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-8" title="H. … 1877. ] eigenhändig; Punkte an den Satzenden vom Bearbeiter ergänzt&#xD;&#xA;">.</span></p><p class="Normal"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-8" title="H. … 1877. ] eigenhändig; Punkte an den Satzenden vom Bearbeiter ergänzt&#xD;&#xA;">Ich bin in der Tat 14 Jahre jünger als Sie; ich schrieb das Buch als 25jähriger 1877.</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-8" id="app-philological-8-ref" title="H. … 1877. ] eigenhändig; Punkte an den Satzenden vom Bearbeiter ergänzt">[h]</a></p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">bin ich selbst</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>mit Rotstift unterstrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Fiktion</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>mit Rotstift unterstrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">F. A. Lange</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>mit Rotstift unterstrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-4"><span class="ED-app-num">d</span><a href="#app-philological-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Aufmerksamkeit</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>mit Rotstift unterstrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-5"><span class="ED-app-num">e</span><a href="#app-philological-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Pragmatismus</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>mit Rotstift unterstrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-6"><span class="ED-app-num">f</span><a href="#app-philological-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">schwere Zumutung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>mit Rotstift unterstrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-7"><span class="ED-app-num">g</span><a href="#app-philological-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">besonders</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>am Kopf der <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> <span class="ED-rdg">II.</span> zur Kennzeichnung des neuen Briefbogens, ohne Briefkopf</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-8"><span class="ED-app-num">h</span><a href="#app-philological-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">H. … 1877.</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> eigenhändig; Punkte an den Satzenden vom Bearbeiter ergänzt</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-persName-sent">Vaihinger</span> an <span class="ED-persName-received">Ernst Mach</span>, <span class="ED-location-sent">Halle</span>, <span class="ED-date">20.5.1911</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Erstabdruck in: K. D. Heller: Ernst Mach. Wegbereiter der modernen Physik. Mit ausgewählten Kapiteln aus seinem Werk. Mit 1 Porträt. Wien/New York: Springer 1964 (<span class="ED-link"><a href="https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-7091-8112-6.pdf">https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-7091-8112-6.pdf</a></span> (3.9.2024)), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 164–165.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">aus Ihrer Frühzeit</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>vermutlich von: Mach: Die Geschichte und die Wurzel des Satzes von der Erhaltung der Arbeit. Vortrag gehalten in der K. Böhm. Gesellschaft der Wissenschaften am 15. Nov. 1871. Prag: Calve 1872.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">2. Abhandlung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Mach: <span class="opaque">Die Leitgedanken meiner naturwissenschaftlichen Erkenntnislehre und ihre Aufnahme durch die Zeitgenossen. In: </span>Scientia. Rivista di Scienza 7 (1910), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 225–240, hier <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 234: <span class="ED-rdg">Ich muss noch einer für meine Denkrichtung bestimmenden Anregung gedenken. Es ist zeitlich die erste, die ich aber aus besondern Gründen zuletzt erwähne. Schon 1853, in früher Jugend wurde meine naiv-realistische Weltauffassung durch die „Prolegomena“ von Kant mächtig erschüttert. Indem ich ein oder zwei Jahre später das „Ding an sich“ instinktiv als müssige Illusion erkannte, kehrte ich auf den bei Kant latent enthaltenen Berkeleyschen Standpunkt zurück. Die idealistische Stimmung vertrug sich aber schlecht mit physikalischen Studien. […] Nach Beendigung der Universitätsstudien fehlten zum Unglück oder Glück die Mittel zu physikalischen Untersuchungen, wodurch ich zunächst auf das Gebiet der Sinnesphysiologie gedrängt wurde. Hier, wo ich meine Empfindungen, zugleich aber deren Bedingungen in der Umgebung beobachten konnte, gelangte ich, wie ich glaube, zu einer natürlichen, von spekulativ-metaphysischen Zutaten freien Weltauffassung. Die durch Kant eingepflanzte Abneigung gegen die Metaphysik, sowie die Analysen Herbart’s und Fechner’s führten mich auf einen dem Humeschen nahe liegenden Standpunkt zurück.</span> – Bei Mach: Die Analyse der Empfindungen, 6. Aufl. 1911 heißt es <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 24, <abbr title="Anmerkung" class="ED-abbr">Anm.</abbr>: <span class="ED-rdg">Ich habe es stets als besonderes Glück empfunden, daß mir sehr früh (in einem Alter von 15 Jahren etwa) in der Bibliothek meines Vaters Kants „Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik“ in die Hand fielen. Diese Schrift hat damals einen gewaltigen unauslöschlichen Eindruck auf mich gemacht, den ich in gleicher Weise bei späterer philosophischer Lektüre nie mehr gefühlt habe. Etwa 2 oder 3 Jahre später empfand ich plötzlich die müßige Rolle, welche das „Ding an sich“ spielt. An einem heitern Sommertage im Freien erschien mir einmal die Welt samt meinem Ich als eine zusammenhängende Masse von Empfindungen, nur im Ich stärker zusammenhängend. Obgleich die eigentliche Reflexion sich erst später hinzugesellte, so ist doch dieser Moment für meine ganze Anschauung bestimmend geworden. Übrigens habe ich noch einen langen und harten Kampf gekämpft, bevor ich imstande war, die gewonnene Ansicht auch in meinem Spezialgebiete festzuhalten.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">das ich Ihnen zugesandt habe</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger an Mach von Frühjahr 1911</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">1872</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Speziell aus Wien</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger an Mach vom 15.10.1911</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">fällt in das Jahr 1884</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Mach an Vaihinger vom 6.9.1884 und Vaihinger an Mach vom 11.9.1884.</div></div></body></html>