<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Traugott Konstantin Oesterreich an Vaihinger, Tübingen, 19.5.1911, 4 S., hs., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 1 f</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001070-8"/><style type="text/css">
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System der theoretischen, praktischen und religiösen Fiktionen der Menschheit auf Grund eines idealistischen Positivismus. Mit einem Anhang über Kant und Nietzsche. Berlin: Reuther &amp; Reichard 1911, S. VII–XVI, hier S. XIII–XIV: Von Ästhetik und Ethik führen Verbindungslinien zur Religionsphilosophie, in der die Als-Ob-Betrachtung nun vollends ihre Triumphe feiert. Verschiedene Strömungen sind hier zu unterscheiden, so zunächst die an Kant anknüpfende Erneuerung des „symbolischen Anthropomorphismus“ desselben bei Paulsen und seinen Schülern, bes. bei K. Oesterreich, der den treffenden Ausdruck „bewusster Subjektivismus“ dafür geprägt hat […]. Sie [die verschiedenen Strömungen, D. S.] fassen die Objekte der Kantischen Postulate Gott und Unsterblichkeit als Realitäten […]. Aber bei Kant ist […] daneben resp. darunter noch eine radikalere Unterströmung vorhanden: Dieser enthüllen sich jene Objekte ebenfalls als Scheindinge, welche aber in der Als-Ob-Betrachtung ihre Wiederherstellung als notwendige Fiktionen finden. Daß dies der eigentliche und letzte Sinn der Kantischen Philosophie sei, haben in neuerer Zeit auch Andere zu erkennen begonnen, so Görland, Fittbogen, E. Lehmann, B. Bauch, O. Ewald, Simmel, Elsenhans, Chamberlain, K. Oesterreich; sogar die sich unter einander bekämpfenden J. Reinke und H. Schmidt-Jena sind hier zu nennen.&#xD;&#xA;">im Vorwort</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="im Vorwort ] vgl. das Vorwort des (in der 1. Aufl. nicht benannten) Verfassers in Vaihinger (Hg.): Die Philosophie des Als Ob. System der theoretischen, praktischen und religiösen Fiktionen der Menschheit auf Grund eines idealistischen Positivismus. Mit einem Anhang über Kant und Nietzsche. Berlin: Reuther &amp; Reichard 1911, S. VII–XVI, hier S. XIII–XIV: Von Ästhetik und Ethik führen Verbindungslinien zur Religionsphilosophie, in der die Als-Ob-Betrachtung nun vollends ihre Triumphe feiert. Verschiedene Strömungen sind hier zu unterscheiden, so zunächst die an Kant anknüpfende Erneuerung des „symbolischen Anthropomorphismus“ desselben bei Paulsen und seinen Schülern, bes. bei K. Oesterreich, der den treffenden Ausdruck „bewusster Subjektivismus“ dafür geprägt hat […]. Sie [die verschiedenen Strömungen, D. S.] fassen die Objekte der Kantischen Postulate Gott und Unsterblichkeit als Realitäten […]. Aber bei Kant ist […] daneben resp. darunter noch eine radikalere Unterströmung vorhanden: Dieser enthüllen sich jene Objekte ebenfalls als Scheindinge, welche aber in der Als-Ob-Betrachtung ihre Wiederherstellung als notwendige Fiktionen finden. Daß dies der eigentliche und letzte Sinn der Kantischen Philosophie sei, haben in neuerer Zeit auch Andere zu erkennen begonnen, so Görland, Fittbogen, E. Lehmann, B. Bauch, O. Ewald, Simmel, Elsenhans, Chamberlain, K. Oesterreich; sogar die sich unter einander bekämpfenden J. Reinke und H. Schmidt-Jena sind hier zu nennen.">[2]</a> mich erwähnt zu finden. Ich bin auf das Werk, von dem ich bereits den <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Prospekt im letzten Hefte der Kant-Studien ] meint möglicherweise Vaihinger: „Die Philosophie des Als Ob“. Mitteilungen über ein unter diesem Titel soeben erschienenes neues Werk. Von dessen Herausgeber H. Vaihinger. In: Kant-Studien 16 (1911), S. 108–115.&#xD;&#xA;">Prospekt im letzten Hefte </span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3 app-philological-1" title="Prospekt im letzten Hefte der Kant-Studien ] meint möglicherweise Vaihinger: „Die Philosophie des Als Ob“. Mitteilungen über ein unter diesem Titel soeben erschienenes neues Werk. Von dessen Herausgeber H. Vaihinger. In: Kant-Studien 16 (1911), S. 108–115.&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;der Kant-Studien ] d K.St.&#xD;&#xA;">der Kant-Studien</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="der Kant-Studien ] d K.St.">[a]</a><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Prospekt im letzten Hefte der Kant-Studien ] meint möglicherweise Vaihinger: „Die Philosophie des Als Ob“. Mitteilungen über ein unter diesem Titel soeben erschienenes neues Werk. Von dessen Herausgeber H. Vaihinger. In: Kant-Studien 16 (1911), S. 108–115.">[3]</a> mit grosser Spannung gelesen habe, aufs äusserste begierig und spreche Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche dazu schon <span class="ED-pb">|</span> im voraus aus. Ich teile ganz die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Ansicht des … eingreifen wird, ] meint womöglich Günther Jacoby (1881–1969), Philosoph, Promotion in Berlin 1906, Habilitation in Greifswald 1909, verschiedene Lehr- und Studienaufenthalte im Ausland, 1919 ao. Prof., 1928 o. Prof. in Greifswald, 1937 zwangspensioniert, 1945 wieder ins Amt eingesetzt (BEdPh). Jacobys Rezension zu Vaihingers Philosophie des Als-Ob (in: Archiv für Kulturgeschichte 10 (1912), S. 233–237) enthält die ihm von Oesterreich zugeschriebene Aussage nicht wörtlich, führt Vaihingers Buch allerdings im direkten Zusammenhang mit William James’ Lehre vom „Willen zum Glauben“ (vgl. ebd., S. 233–234) ein und stellt fest, dass Vaihingers Buch zu großen Erwartungen (vgl. ebd., S. 234) berechtige. Nicht sicher ausgeschlossen werden konnten Oesterreichs Tübinger Kollege Carl Jacobj (1857–1944), seit 1907 o. Prof. und Direktor des pharmakologischen Instituts (NDB), sowie der unbekannte Autor der Rezension in: Literarischer Ratgeber für die Katholiken Deutschlands 10 (1911), S. 82.&#xD;&#xA;">Ansicht des Kollegen Jakoby, dass das Werk in entscheidender Weise in die Pragmatismusfrage eingreifen wird,</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Ansicht des … eingreifen wird, ] meint womöglich Günther Jacoby (1881–1969), Philosoph, Promotion in Berlin 1906, Habilitation in Greifswald 1909, verschiedene Lehr- und Studienaufenthalte im Ausland, 1919 ao. Prof., 1928 o. Prof. in Greifswald, 1937 zwangspensioniert, 1945 wieder ins Amt eingesetzt (BEdPh). Jacobys Rezension zu Vaihingers Philosophie des Als-Ob (in: Archiv für Kulturgeschichte 10 (1912), S. 233–237) enthält die ihm von Oesterreich zugeschriebene Aussage nicht wörtlich, führt Vaihingers Buch allerdings im direkten Zusammenhang mit William James’ Lehre vom „Willen zum Glauben“ (vgl. ebd., S. 233–234) ein und stellt fest, dass Vaihingers Buch zu großen Erwartungen (vgl. ebd., S. 234) berechtige. Nicht sicher ausgeschlossen werden konnten Oesterreichs Tübinger Kollege Carl Jacobj (1857–1944), seit 1907 o. Prof. und Direktor des pharmakologischen Instituts (NDB), sowie der unbekannte Autor der Rezension in: Literarischer Ratgeber für die Katholiken Deutschlands 10 (1911), S. 82.">[4]</a> und habe auch selbst keineswegs mit den in Betracht kommenden Gedankengängen, die von Ihnen in konsequentester und systematischster Weise durchdacht worden sind, gebrochen: ich erwarte von Ihrem Werk weitgehendste Förderung. Es wäre überaus bedauernswert gewesen, wenn das Werk erst posthum erschienen wäre und <span class="ED-pb">|</span> wir dann – hoffentlich! – noch lange hätten darauf warten müssen.</p><p class="ED-p">Auch zu <span class="ED-name">Bergson</span>s Kritik des Intellekts scheinen mir entscheidende Beziehungen zu bestehen, wie denn überhaupt die ganze immer dringender werdende Frage nach dem Wert der verschiedenen Formen des Denkens und damit auch der Erkenntnis selbst von Ihnen von Grund aus aufgewühlt wird.</p><p class="ED-p"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Aus allen … Wochenschrift.“ ] in den genannten Periodika ist keine Veröffentlichung Oesterreichs zu Vaihingers Philosophie des Als Ob ermittelt; vgl. Oesterreich: Die Philosophie des Als-Ob. In: Deutsche Literaturzeitung 34 (1913), Nr. 4 vom 25.1.1913, Sp. 197–206. Digitalisat: https://archive.org/details/deutscheliteratu34berluoft/page/98/mode/2up (16.2.2024).&#xD;&#xA;">Aus allen diesen Rücksichten bin ich selbstverständlich gern bereit, das Werk in einem grösseren Aufsatze anzuzeigen, nach Ihrer Wahl im „Schwäbischen Merkur“ </span><span class="ED-pb"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Aus allen … Wochenschrift.“ ] in den genannten Periodika ist keine Veröffentlichung Oesterreichs zu Vaihingers Philosophie des Als Ob ermittelt; vgl. Oesterreich: Die Philosophie des Als-Ob. In: Deutsche Literaturzeitung 34 (1913), Nr. 4 vom 25.1.1913, Sp. 197–206. Digitalisat: https://archive.org/details/deutscheliteratu34berluoft/page/98/mode/2up (16.2.2024).&#xD;&#xA;">|</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Aus allen … Wochenschrift.“ ] in den genannten Periodika ist keine Veröffentlichung Oesterreichs zu Vaihingers Philosophie des Als Ob ermittelt; vgl. Oesterreich: Die Philosophie des Als-Ob. In: Deutsche Literaturzeitung 34 (1913), Nr. 4 vom 25.1.1913, Sp. 197–206. Digitalisat: https://archive.org/details/deutscheliteratu34berluoft/page/98/mode/2up (16.2.2024).&#xD;&#xA;"> oder lieber noch an sichtbarerer Stelle, wie etwa im „Tag“ od</span><span class="ED-add"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Aus allen … Wochenschrift.“ ] in den genannten Periodika ist keine Veröffentlichung Oesterreichs zu Vaihingers Philosophie des Als Ob ermittelt; vgl. Oesterreich: Die Philosophie des Als-Ob. In: Deutsche Literaturzeitung 34 (1913), Nr. 4 vom 25.1.1913, Sp. 197–206. Digitalisat: https://archive.org/details/deutscheliteratu34berluoft/page/98/mode/2up (16.2.2024).&#xD;&#xA;">[er]</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Aus allen … Wochenschrift.“ ] in den genannten Periodika ist keine Veröffentlichung Oesterreichs zu Vaihingers Philosophie des Als Ob ermittelt; vgl. Oesterreich: Die Philosophie des Als-Ob. In: Deutsche Literaturzeitung 34 (1913), Nr. 4 vom 25.1.1913, Sp. 197–206. Digitalisat: https://archive.org/details/deutscheliteratu34berluoft/page/98/mode/2up (16.2.2024).&#xD;&#xA;"> d</span><span class="ED-add"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Aus allen … Wochenschrift.“ ] in den genannten Periodika ist keine Veröffentlichung Oesterreichs zu Vaihingers Philosophie des Als Ob ermittelt; vgl. Oesterreich: Die Philosophie des Als-Ob. In: Deutsche Literaturzeitung 34 (1913), Nr. 4 vom 25.1.1913, Sp. 197–206. Digitalisat: https://archive.org/details/deutscheliteratu34berluoft/page/98/mode/2up (16.2.2024).&#xD;&#xA;">[er]</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Aus allen … Wochenschrift.“ ] in den genannten Periodika ist keine Veröffentlichung Oesterreichs zu Vaihingers Philosophie des Als Ob ermittelt; vgl. Oesterreich: Die Philosophie des Als-Ob. In: Deutsche Literaturzeitung 34 (1913), Nr. 4 vom 25.1.1913, Sp. 197–206. Digitalisat: https://archive.org/details/deutscheliteratu34berluoft/page/98/mode/2up (16.2.2024).&#xD;&#xA;"> „Frankfurter Zeitung“ oder auch in einer Zeitschrift, etwa d</span><span class="ED-add"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Aus allen … Wochenschrift.“ ] in den genannten Periodika ist keine Veröffentlichung Oesterreichs zu Vaihingers Philosophie des Als Ob ermittelt; vgl. Oesterreich: Die Philosophie des Als-Ob. In: Deutsche Literaturzeitung 34 (1913), Nr. 4 vom 25.1.1913, Sp. 197–206. Digitalisat: https://archive.org/details/deutscheliteratu34berluoft/page/98/mode/2up (16.2.2024).&#xD;&#xA;">[er]</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Aus allen … Wochenschrift.“ ] in den genannten Periodika ist keine Veröffentlichung Oesterreichs zu Vaihingers Philosophie des Als Ob ermittelt; vgl. Oesterreich: Die Philosophie des Als-Ob. In: Deutsche Literaturzeitung 34 (1913), Nr. 4 vom 25.1.1913, Sp. 197–206. Digitalisat: https://archive.org/details/deutscheliteratu34berluoft/page/98/mode/2up (16.2.2024).&#xD;&#xA;"> „Münchener Allgemeinen Zeitung“ oder d</span><span class="ED-add"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Aus allen … Wochenschrift.“ ] in den genannten Periodika ist keine Veröffentlichung Oesterreichs zu Vaihingers Philosophie des Als Ob ermittelt; vgl. Oesterreich: Die Philosophie des Als-Ob. In: Deutsche Literaturzeitung 34 (1913), Nr. 4 vom 25.1.1913, Sp. 197–206. Digitalisat: https://archive.org/details/deutscheliteratu34berluoft/page/98/mode/2up (16.2.2024).&#xD;&#xA;">[er]</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Aus allen … Wochenschrift.“ ] in den genannten Periodika ist keine Veröffentlichung Oesterreichs zu Vaihingers Philosophie des Als Ob ermittelt; vgl. Oesterreich: Die Philosophie des Als-Ob. In: Deutsche Literaturzeitung 34 (1913), Nr. 4 vom 25.1.1913, Sp. 197–206. Digitalisat: https://archive.org/details/deutscheliteratu34berluoft/page/98/mode/2up (16.2.2024).&#xD;&#xA;"> „Internationalen Wochenschrift.“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Aus allen … Wochenschrift.“ ] in den genannten Periodika ist keine Veröffentlichung Oesterreichs zu Vaihingers Philosophie des Als Ob ermittelt; vgl. Oesterreich: Die Philosophie des Als-Ob. In: Deutsche Literaturzeitung 34 (1913), Nr. 4 vom 25.1.1913, Sp. 197–206. Digitalisat: https://archive.org/details/deutscheliteratu34berluoft/page/98/mode/2up (16.2.2024).">[5]</a> Meine eigenen Beziehungen reichen aber leider nicht soweit vorläufig, um ohne Ihre Vermittlung für die Aufnahme seitens dieser Organe garantieren zu können.</p><p class="ED-p">Mit dem Ausdruck hochachtungsvollster Verehrung in grösster Ergebenheit</p><p class="ED-signed">Dr K Oesterreich</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">der Kant-Studien</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">d K.St.</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihre so gütigen Zeilen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht ermittelt</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">im Vorwort</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> das Vorwort des (in der 1. Aufl. nicht benannten) Verfassers in Vaihinger (<abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr>): Die Philosophie des Als Ob. System der theoretischen, praktischen und religiösen Fiktionen der Menschheit auf Grund eines idealistischen Positivismus. Mit einem Anhang über Kant und Nietzsche. Berlin: Reuther &amp; Reichard 1911, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> VII–XVI, hier <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> XIII–XIV: <span class="ED-rdg">Von Ästhetik und Ethik führen Verbindungslinien zur Religionsphilosophie, in der die Als-Ob-Betrachtung nun vollends ihre Triumphe feiert. Verschiedene Strömungen sind hier zu unterscheiden, so zunächst die an Kant anknüpfende Erneuerung des „symbolischen Anthropomorphismus“ desselben bei Paulsen und seinen Schülern, bes. bei K. Oesterreich, der den treffenden Ausdruck „bewusster Subjektivismus“ dafür geprägt hat […]. Sie [</span>die verschiedenen Strömungen, D. S.<span class="ED-rdg">] fassen die Objekte der Kantischen Postulate Gott und Unsterblichkeit als Realitäten […]. Aber bei Kant ist […] daneben resp. darunter noch eine radikalere Unterströmung vorhanden: Dieser enthüllen sich jene Objekte ebenfalls als Scheindinge, welche aber in der Als-Ob-Betrachtung ihre Wiederherstellung als notwendige Fiktionen finden. Daß dies der eigentliche und letzte Sinn der Kantischen Philosophie sei, haben in neuerer Zeit auch Andere zu erkennen begonnen, so Görland, Fittbogen, E. Lehmann, B. Bauch, O. Ewald, Simmel, Elsenhans, Chamberlain, K. Oesterreich; sogar die sich unter einander bekämpfenden J. Reinke und H. Schmidt-Jena sind hier zu nennen.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Prospekt im letzten Hefte der Kant-Studien</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>meint möglicherweise Vaihinger: „Die Philosophie des Als Ob“. Mitteilungen über ein unter diesem Titel soeben erschienenes neues Werk. Von dessen Herausgeber H. Vaihinger. In: Kant-Studien 16 (1911), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 108–115.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Ansicht des … eingreifen wird,</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> meint womöglich <span class="ED-name">Günther Jacoby</span> (1881–1969), Philosoph, Promotion in Berlin 1906, Habilitation in Greifswald 1909, verschiedene Lehr- und Studienaufenthalte im Ausland, 1919 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr>, 1928 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> in Greifswald, 1937 zwangspensioniert, 1945 wieder ins Amt eingesetzt (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>). <span class="ED-name">Jacoby</span>s Rezension zu Vaihingers Philosophie des Als-Ob (in: Archiv für Kulturgeschichte 10 (1912), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 233–237) enthält die ihm von Oesterreich zugeschriebene Aussage nicht wörtlich, führt Vaihingers Buch allerdings im direkten Zusammenhang mit <span class="ED-name">William James</span>’ <span class="ED-rdg">Lehre vom „Willen zum Glauben“</span> (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <abbr title="ebenda" class="ED-abbr">ebd.</abbr>, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 233–234) ein und stellt fest, dass Vaihingers Buch zu <span class="ED-rdg">großen Erwartungen</span> (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <abbr title="ebenda" class="ED-abbr">ebd.</abbr>, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 234) berechtige. Nicht sicher ausgeschlossen werden konnten Oesterreichs Tübinger Kollege <span class="ED-name">Carl Jacobj</span> (1857–1944), seit 1907 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> und Direktor des pharmakologischen Instituts (<abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>), sowie der unbekannte Autor der Rezension in: Literarischer Ratgeber für die Katholiken Deutschlands 10 (1911), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 82.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Aus allen … Wochenschrift.“</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> in den genannten Periodika ist keine Veröffentlichung Oesterreichs zu Vaihingers Philosophie des Als Ob ermittelt; <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Oesterreich: Die Philosophie des Als-Ob. In: Deutsche Literaturzeitung 34 (1913), <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 4 vom 25.1.1913, <abbr title="Spalte" class="ED-abbr">Sp.</abbr> 197–206. Digitalisat: <span class="ED-link"><a href="https://archive.org/details/deutscheliteratu34berluoft/page/98/mode/2up">https://archive.org/details/deutscheliteratu34berluoft/page/98/mode/2up</a></span> (16.2.2024).</div></div></body></html>