<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Rudolf Eucken an Vaihinger, Jena, 25.11.1910, 4 S., hs., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 7 p, Nr. 12</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001034-8"/><style type="text/css">
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Ausgeschrieben März 1908.&#xD;&#xA;">freundlichen Brief</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="freundlichen Brief ] nicht überliefert; das Schreiben enthielt wahrscheinlich die Aufforderung, Preisrichter für eine der von der Kant-Gesellschaft gestellten Preisaufgaben zu werden, hier vermutlich die von Güttler gestiftete: Carl Güttler-Preisaufgabe. Welches sind die wirklichen Fortschritte, die die Metaphysik seit Hegels und Herbarts Zeiten in Deutschland gemacht hat? Ausgeschrieben März 1908.">[1]</a> und die liebenswürdige Aufforderung! Die Sache würde mich an sich sehr reizen, als schlechthin unüberwindliches Hemmnis steht die unermeßliche Geschäftslast entgegen, an der ich jetzt und, wie ich fürchte, dauernd leide. Diesen Winter aber ist es zunächst <span class="ED-name">Liebmann</span>s Erkrankung, die mir doppelte Arbeit des Examinierens auferlegt, dann muß ich von drei Büchern rasch neue Auflagen herstellen, <span class="ED-pb">|</span> ferner geben die rasch wachsenden Übersetzungen meiner Bücher in die verschiedensten Sprachen mir viel zu tun, endlich habe ich eine Riesenkorrespondenz, kurz ich weiß oft nicht, wie ich durchkommen soll. So kann ich Sie wie Herrn <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> <span class="ED-name">Güttler</span> nur bitten mich freundlich entschuldigen zu wollen, ich kann wirklich beim besten Willen nicht.</p><p class="ED-p">Was nun andere Gelehrte anbelangt, so haben Sie gewiß <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="an Volkelt schon gedacht ] vgl. Vaihinger an Johannes Volkelt (vermutlich) vom 24.5.1910&#xD;&#xA;">an </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="an Volkelt schon gedacht ] vgl. Vaihinger an Johannes Volkelt (vermutlich) vom 24.5.1910&#xD;&#xA;">Volkelt</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="an Volkelt schon gedacht ] vgl. Vaihinger an Johannes Volkelt (vermutlich) vom 24.5.1910&#xD;&#xA;"> schon gedacht</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="an Volkelt schon gedacht ] vgl. Vaihinger an Johannes Volkelt (vermutlich) vom 24.5.1910">[2]</a>, auch an <span class="ED-name">Messer</span> könnte man etwa denken, von jüngeren, aber gut geschulten <span class="ED-name">Kant</span><span class="ED-pb">|</span>kennern wäre etwa auch <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Koppelmann in Münster ] d. i. Wilhelm Koppelmann (1860–1934), nach der Promotion in Tübingen im Schuldienst in Lippstadt und Leer, 1905 in Münster habilitiert, 1918 Honorarprofessor in Münster (Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich Teil 1, 2002, S. 68, Anm. 104). Veröffentlichungen: Die Ethik Kants. Entwurf zu einem Neubau auf Grund einer Kritik des Kantischen Moralprinzips. Berlin : Reuther &amp; Reichard 1907; Immanuel Kant und die Grundlagen der christlichen Religion. Gütersloh: Bertelsmann 1890.&#xD;&#xA;">Koppelmann</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Koppelmann in Münster ] d. i. Wilhelm Koppelmann (1860–1934), nach der Promotion in Tübingen im Schuldienst in Lippstadt und Leer, 1905 in Münster habilitiert, 1918 Honorarprofessor in Münster (Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich Teil 1, 2002, S. 68, Anm. 104). Veröffentlichungen: Die Ethik Kants. Entwurf zu einem Neubau auf Grund einer Kritik des Kantischen Moralprinzips. Berlin : Reuther &amp; Reichard 1907; Immanuel Kant und die Grundlagen der christlichen Religion. Gütersloh: Bertelsmann 1890.&#xD;&#xA;"> in Münster</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Koppelmann in Münster ] d. i. Wilhelm Koppelmann (1860–1934), nach der Promotion in Tübingen im Schuldienst in Lippstadt und Leer, 1905 in Münster habilitiert, 1918 Honorarprofessor in Münster (Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich Teil 1, 2002, S. 68, Anm. 104). Veröffentlichungen: Die Ethik Kants. Entwurf zu einem Neubau auf Grund einer Kritik des Kantischen Moralprinzips. Berlin : Reuther &amp; Reichard 1907; Immanuel Kant und die Grundlagen der christlichen Religion. Gütersloh: Bertelsmann 1890.">[3]</a> beachtenswert.</p><p class="ED-p">Unsere philos<span class="ED-add">[ophische]</span> Gesellschaft ist nicht eigentlich offiziell (ich selbst liebe nicht die offiziellen philos<span class="ED-add">[ophischen]</span> Seminare), aber doch mehr als eine vorübergehende Vereinigung. Sie hat ein Zimmer im Universitätsgebäude angewiesen erhalten, sammelt dort eine Bibliothek und hat ein sehr reges wissenschaftliches Leben. Es werden Vorkehrungen getroffen werden, daß falls die Gesellschaft – was übrigens höchst unwahrscheinlich – sich je auflösen <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="sollte ] Einfügung über der Zeile für gestrichen: werde&#xD;&#xA;">sollte</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="sollte ] Einfügung über der Zeile für gestrichen: werde">[a]</a>, die Bücher der Universität zufallen würden. <span class="ED-pb">|</span> Nach dem allen möchte ich die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Bitte der Gesellschaft ] nicht ermittelt; entweder um Zusendung der Zeitschrift Kant-Studien oder um Aufnahme als korporatives Mitglied der Kantgesellschaft.&#xD;&#xA;">Bitte der Gesellschaft</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Bitte der Gesellschaft ] nicht ermittelt; entweder um Zusendung der Zeitschrift Kant-Studien oder um Aufnahme als korporatives Mitglied der Kantgesellschaft.">[4]</a> warm empfehlen, durch Erfüllung jener Bitte würde das <span class="ED-name">Kant</span>studium hier entschieden gefördert werden.</p><p class="ED-p">Nochmals besten Dank sowie die Bitte um freundliche Entschuldigung!</p><p class="ED-p">Mit collegialen Grüßen Ihr sehr ergebener</p><p class="ED-signed">R. Eucken.</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">sollte</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Einfügung über der Zeile für gestrichen: <span class="ED-rdg">werde</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">freundlichen Brief</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht überliefert; das Schreiben enthielt wahrscheinlich die Aufforderung, Preisrichter für eine der von der Kant-Gesellschaft gestellten Preisaufgaben zu werden, hier vermutlich die von <span class="ED-name">Güttler</span> gestiftete: Carl Güttler-Preisaufgabe. Welches sind die wirklichen Fortschritte, die die Metaphysik seit <span class="ED-name">Hegel</span>s und <span class="ED-name">Herbart</span>s Zeiten in Deutschland gemacht hat? Ausgeschrieben März 1908.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">an <span class="ED-name">Volkelt</span> schon gedacht</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger an Johannes Volkelt (vermutlich) vom 24.5.1910</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Koppelmann</span> in Münster</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="das ist" class="ED-abbr">d. i.</abbr> <span class="ED-name">Wilhelm Koppelmann</span> (1860–1934), nach der Promotion in Tübingen im Schuldienst in Lippstadt und Leer, 1905 in Münster habilitiert, 1918 Honorarprofessor in Münster (Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich Teil 1, 2002, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 68, <abbr title="Anmerkung" class="ED-abbr">Anm.</abbr> 104). Veröffentlichungen: Die Ethik Kants. Entwurf zu einem Neubau auf Grund einer Kritik des Kantischen Moralprinzips. Berlin : Reuther &amp; Reichard 1907; Immanuel Kant und die Grundlagen der christlichen Religion. Gütersloh: Bertelsmann 1890.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Bitte der Gesellschaft</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht ermittelt; entweder um Zusendung der Zeitschrift Kant-Studien oder um Aufnahme als korporatives Mitglied der Kantgesellschaft.</div></div></body></html>