<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Wilhelm Windelband an Vaihinger, Heidelberg, 19.3.1909, 4 S., hs. (lat. Schrift), am Rand der 1. S. Notiz von anderer Hand mit blauem Stift: Windelband, Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 9</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000984-9"/><style type="text/css">
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Notiz von anderer Hand mit blauem Stift: </span><span class="ED-rdg">Windelband</span>, <span class="ED-pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXIII, 9</span></p><div class="ED-text"><p class="ED-dateline">Heidelberg, 19 März 1909</p><p class="ED-salute">Hochgeehrter Herr Kollege,</p><p class="ED-p">Gegen die Erwähnung meiner brieflichen Bemerkung über das Verhältnis des sensus communis aestheticus zum „übersinnlichen Substrat der Menschheit“ in Analogie zu dem Verhältnis des „empirischen Bewusstseins überhaupt“ zum „Bewusstsein überhaupt“ selbst (darum handelte es sich, wenn ich mich recht entsinne) habe ich natürlich nichts einzuwenden; die briefliche Fassung ist hoffentlich so, dass sie <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="gedruckt werden ] vgl. Windelband an Vaihinger vom 22.7.1908 sowie Hans Amrhein: Kants Lehre vom „Bewusstsein überhaupt“ und ihre Weiterbildung bis auf die Gegenwart. Berlin: Reuther &amp; Reichard 1909 (Kantstudien Ergänzungshefte Nr. 10), S. 167–172: § 26: Das Bewusstsein überhaupt bei Wilhelm Windelband; hier S. 170–171, Anm. 1: In dem oben zitierten Schilleraufsatz S. 403 identifiziert Windelband das „Bewusstsein überhaupt“ mit dem „übersinnlichen Substrat der Menschheit“. Diese auf den ersten Blick auffallende Identifikation, welche wiederum metaphysisch ausgedeutet und ausgebeutet werden könnte, findet eine willkommene Erläuterung durch einen Brief Windelbands an Vaihinger, vom 22.VII.08, welcher sich auf die ersten 6 Bogen dieser Schrift, die als Dissertation der Universität Halle gesondert herausgegeben worden sind, bezieht. Aus diesem Briefe sei, mit Erlaubnis beider genannten Gelehrten, Folgendes angeführt: „Aufmerksam machen möchte ich für die weitere Behandlung auf die analogen Bestimmungen der Kritik der Urteilskraft, in der, ohne den Terminus „Bewusstsein überhaupt“, an „das übersinnliche Substrat der Menschheit“ zur Auflösung der ästhetischen Antinomie appelliert wird, § 57, S. 236 f., und Anm. I, S. 242 f., Anm. II, S. 244, sodann § 59, S. 258 (Paginierung der ersten Auflage). Vergleicht man damit, was in der Analytik des Schönen § 20 und 21 über den ästhetischen „Gemeinsinn“ angeführt ist, so könnte man auf den Gedanken kommen, dass dieser sensus communis aestheticus sich zu jenem „intelligibeln Substrat“ genau so verhielte, wie das „empirische Bewusstsein überhaupt“ zu dem „Bewusstsein überhaupt“ selber; ich stelle anheim, diesen Gedanken weiter zu verfolgen: ich selber betrachte, was die Ästhetik anlangt, die § 20 f. in der Analytik des Schönen als die entwicklungsgeschichtliche Vorstufe jener § 57 ff. in der Dialektik des Geschmacks; auch die Kritik der Urteilskraft ist so wenig wie die Kr. d. r. V. in einem Jahre geschrieben worden; vielmehr zeigt die Analytik des Schönen (und die des Erhabenen) wesentlich den Typus des Entwurfs über „die Grenzen der Sinnlichkeit und der Vernunft“ aus den Jahren 1772 ff., wie in der Kr. d. r.V. die transscendentale Ästhetik; und wie diese erst in der Analytik und Dialektik vertieft und korrigiert wird, so ist es auch in der Kr. d. U. mit der Lehre vom Schönen geschehen. In gewissem Sinne aber ist der Fortschritt für beide Fälle derselbe: der vom empirischen sensus communis zum transscendentalen Bewusstsein überhaupt.“ Diese Ausführungen Windelbands (zu denen man noch seine kritischen Bemerkungen zu seiner Edition der Kr. d. U. in der Akademie-Ausgabe, Erste Abt., Bd. V, S. 513–542 vergleiche) sind, abgesehen von ihrer Bedeutung für die Interpretation Kants, darum besonders bemerkenswert, weil sie die bei Windelband selbst hervortretende Neigung zu erhellen und vielleicht auch zu erklären geeignet sind, dem Bewusstsein überhaupt einen Schein des Metaphysischen zu geben. Was die Interpretation Kants betrifft, so ist zu unterscheiden zwischen einer Identifikation des „Bewusstseins überhaupt“ mit dem „übersinnlichen Substrat der Menschheit“ einerseits, und einer blossen Parallele beider andererseits. Man wird wohl nicht leugnen können, dass in der Kr. d. U., welche ja überhaupt sich weit über die Positionen der Kr. d. r. V. hinauswagt, schon die Identifikation angebahnt ist.&#xD;&#xA;">gedruckt werden</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="gedruckt werden ] vgl. Windelband an Vaihinger vom 22.7.1908 sowie Hans Amrhein: Kants Lehre vom „Bewusstsein überhaupt“ und ihre Weiterbildung bis auf die Gegenwart. Berlin: Reuther &amp; Reichard 1909 (Kantstudien Ergänzungshefte Nr. 10), S. 167–172: § 26: Das Bewusstsein überhaupt bei Wilhelm Windelband; hier S. 170–171, Anm. 1: In dem oben zitierten Schilleraufsatz S. 403 identifiziert Windelband das „Bewusstsein überhaupt“ mit dem „übersinnlichen Substrat der Menschheit“. Diese auf den ersten Blick auffallende Identifikation, welche wiederum metaphysisch ausgedeutet und ausgebeutet werden könnte, findet eine willkommene Erläuterung durch einen Brief Windelbands an Vaihinger, vom 22.VII.08, welcher sich auf die ersten 6 Bogen dieser Schrift, die als Dissertation der Universität Halle gesondert herausgegeben worden sind, bezieht. Aus diesem Briefe sei, mit Erlaubnis beider genannten Gelehrten, Folgendes angeführt: „Aufmerksam machen möchte ich für die weitere Behandlung auf die analogen Bestimmungen der Kritik der Urteilskraft, in der, ohne den Terminus „Bewusstsein überhaupt“, an „das übersinnliche Substrat der Menschheit“ zur Auflösung der ästhetischen Antinomie appelliert wird, § 57, S. 236 f., und Anm. I, S. 242 f., Anm. II, S. 244, sodann § 59, S. 258 (Paginierung der ersten Auflage). Vergleicht man damit, was in der Analytik des Schönen § 20 und 21 über den ästhetischen „Gemeinsinn“ angeführt ist, so könnte man auf den Gedanken kommen, dass dieser sensus communis aestheticus sich zu jenem „intelligibeln Substrat“ genau so verhielte, wie das „empirische Bewusstsein überhaupt“ zu dem „Bewusstsein überhaupt“ selber; ich stelle anheim, diesen Gedanken weiter zu verfolgen: ich selber betrachte, was die Ästhetik anlangt, die § 20 f. in der Analytik des Schönen als die entwicklungsgeschichtliche Vorstufe jener § 57 ff. in der Dialektik des Geschmacks; auch die Kritik der Urteilskraft ist so wenig wie die Kr. d. r. V. in einem Jahre geschrieben worden; vielmehr zeigt die Analytik des Schönen (und die des Erhabenen) wesentlich den Typus des Entwurfs über „die Grenzen der Sinnlichkeit und der Vernunft“ aus den Jahren 1772 ff., wie in der Kr. d. r.V. die transscendentale Ästhetik; und wie diese erst in der Analytik und Dialektik vertieft und korrigiert wird, so ist es auch in der Kr. d. U. mit der Lehre vom Schönen geschehen. In gewissem Sinne aber ist der Fortschritt für beide Fälle derselbe: der vom empirischen sensus communis zum transscendentalen Bewusstsein überhaupt.“ Diese Ausführungen Windelbands (zu denen man noch seine kritischen Bemerkungen zu seiner Edition der Kr. d. U. in der Akademie-Ausgabe, Erste Abt., Bd. V, S. 513–542 vergleiche) sind, abgesehen von ihrer Bedeutung für die Interpretation Kants, darum besonders bemerkenswert, weil sie die bei Windelband selbst hervortretende Neigung zu erhellen und vielleicht auch zu erklären geeignet sind, dem Bewusstsein überhaupt einen Schein des Metaphysischen zu geben. Was die Interpretation Kants betrifft, so ist zu unterscheiden zwischen einer Identifikation des „Bewusstseins überhaupt“ mit dem „übersinnlichen Substrat der Menschheit“ einerseits, und einer blossen Parallele beider andererseits. Man wird wohl nicht leugnen können, dass in der Kr. d. U., welche ja überhaupt sich weit über die Positionen der Kr. d. r. V. hinauswagt, schon die Identifikation angebahnt ist.">[1]</a> <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="kann. ich ] so wörtlich; typisch für Windelbands Schreibweise.&#xD;&#xA;">kann. ich</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="kann. ich ] so wörtlich; typisch für Windelbands Schreibweise.">[a]</a> nehme an, daß ich dabei ohne Titulatur erwähnt werde; sollte das aber geschehen, so bitte ich davon Notiz zu nehmen, dass ich den <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Titel Geheimer Hofrat … Geheimrat ] ausweislich der Standesliste von Windelbands Hd. (vgl. Windelband an Heinrich Buhl vom 29.11.1902, Bohr/Hartung: Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband, 2020) trug Windelband mit seiner Ernennung zum Professor in Heidelberg den Titel eines Geheimerats 2. Klasse. Bereits am 27.1.1881 war ihm der Titel eines (badischen) Hofrats verliehen worden (Universitätsarchiv Freiburg B 24/4190, Personalakte Windelband).&#xD;&#xA;">Titel Geh</span><span class="ED-add"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Titel Geheimer Hofrat … Geheimrat ] ausweislich der Standesliste von Windelbands Hd. (vgl. Windelband an Heinrich Buhl vom 29.11.1902, Bohr/Hartung: Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband, 2020) trug Windelband mit seiner Ernennung zum Professor in Heidelberg den Titel eines Geheimerats 2. Klasse. Bereits am 27.1.1881 war ihm der Titel eines (badischen) Hofrats verliehen worden (Universitätsarchiv Freiburg B 24/4190, Personalakte Windelband).&#xD;&#xA;">[eimer]</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Titel Geheimer Hofrat … Geheimrat ] ausweislich der Standesliste von Windelbands Hd. (vgl. Windelband an Heinrich Buhl vom 29.11.1902, Bohr/Hartung: Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband, 2020) trug Windelband mit seiner Ernennung zum Professor in Heidelberg den Titel eines Geheimerats 2. Klasse. Bereits am 27.1.1881 war ihm der Titel eines (badischen) Hofrats verliehen worden (Universitätsarchiv Freiburg B 24/4190, Personalakte Windelband).&#xD;&#xA;"> Hofrat nicht führe, sondern Geheimrat</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Titel Geheimer Hofrat … Geheimrat ] ausweislich der Standesliste von Windelbands Hd. (vgl. Windelband an Heinrich Buhl vom 29.11.1902, Bohr/Hartung: Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband, 2020) trug Windelband mit seiner Ernennung zum Professor in Heidelberg den Titel eines Geheimerats 2. Klasse. Bereits am 27.1.1881 war ihm der Titel eines (badischen) Hofrats verliehen worden (Universitätsarchiv Freiburg B 24/4190, Personalakte Windelband).">[2]</a> bin.</p><p class="ED-p"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;">Zugleich bitte ich, verehrter Herr Kollege, gütigst zu entschuldigen, dass ich Ihre </span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2 app-editorial-3" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;freundliche Anfrage ] nicht überliefert&#xD;&#xA;">freundliche Anfrage</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="freundliche Anfrage ] nicht überliefert">[3]</a><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;"> vom 12. Febr</span><span class="ED-add"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;">[uar]</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;"> in der Fülle der Geschäfte noch nicht beantwortet habe. ich wollte es </span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2 app-editorial-4" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;von Wiesbaden aus ] vgl. Windelband an Karl Praechter vom 14.3.1909 (Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt Halle, Nachlass Karl Praechter): Ihre Anfrage vom 6. d[es] M[onats] hat den Weg nach Wiesbaden, wo ich zu einer kurzen Kur weilte, und von da hierher zurück machen müssen, und daher bitte ich freundlichst zu entschuldigen, dass ich sie erst heute beantworte.&#xD;&#xA;">von Wiesbaden aus</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="von Wiesbaden aus ] vgl. Windelband an Karl Praechter vom 14.3.1909 (Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt Halle, Nachlass Karl Praechter): Ihre Anfrage vom 6. d[es] M[onats] hat den Weg nach Wiesbaden, wo ich zu einer kurzen Kur weilte, und von da hierher zurück machen müssen, und daher bitte ich freundlichst zu entschuldigen, dass ich sie erst heute beantworte.">[4]</a><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;"> tun, wo ich die erste Hälfte dieses Monats zugebracht habe, um mich vor Antritt des Rectorats noch etwas zu kräftigen: aber </span><span class="ED-pb"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;">|</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;"> dort hat mich die Kur auch wieder nicht zu der vernachlässigten Korrespondenz kommen lassen. Ihre Absicht, </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;">Liebmann</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;"> zum 70. Geburtstag durch ein Heft der Kantstudien zu feiern, begrüsse ich mit der grössten Sympathie, und ich unterschreibe vollständig die Motive, welche Ihr Brief dafür entwickelt hat. Wir sind ihm eine solche Anerkennung durchaus schuldig; und ich bin gern bereit, </span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2 app-editorial-5" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;das Meinige dazu zu tun ] vgl. Windelband: Otto Liebmanns Philosophie. In: Zum 70. Geburtstag Otto Liebmanns. Festschrift der „Kantstudien“. Mit Beiträgen v. … hg. v. H. Vaihinger u. B. Bauch. Berlin: Reuther &amp; Reichard 1910, S. III–X sowie in: Kant-Studien 15 (1910), S. III–X.&#xD;&#xA;">das Meinige dazu zu tun</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="das Meinige dazu zu tun ] vgl. Windelband: Otto Liebmanns Philosophie. In: Zum 70. Geburtstag Otto Liebmanns. Festschrift der „Kantstudien“. Mit Beiträgen v. … hg. v. H. Vaihinger u. B. Bauch. Berlin: Reuther &amp; Reichard 1910, S. III–X sowie in: Kant-Studien 15 (1910), S. III–X.">[5]</a><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;">; bin Ihnen deshalb sehr dankbar, wenn Sie mir dazu in dem </span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2 app-editorial-6" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;geplanten Heft ] das erste Heft der Kant-Studien 15 (1910) sowie die druckgleiche Festschrift der Kant-Studien zum 70. Geburtstag Otto Liebmanns, Berlin: Reuther &amp; Reichard 1910, enthält: Walter Kinkel: An Otto Liebmann. 2 Sonette; Windelband: Otto Liebmanns Philosophie; Erich Adickes: Liebmann als Erkenntnistheoretiker; Hugo Falkenheim: Otto Liebmanns Kampf mit dem Empirismus; Walter Kinkel: Das Verhältnis von Philosophie und Mathematik nach O. Liebmann; Hans Driesch: Otto Liebmanns Lehre vom Organismus; Richard Hönigswald: Zu Liebmanns Kritik der Lehre vom psychophysischen Parallelismus; Bruno Bauch: Kritizismus und Naturphilosophie bei Otto Liebmann; Fritz Medicus: Otto Liebmann als Dichter; Oswald Weidenbach: Der idealistische Begriff des Subjekts. – Kein Beitrag von Vaihinger.&#xD;&#xA;">geplanten Heft</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="geplanten Heft ] das erste Heft der Kant-Studien 15 (1910) sowie die druckgleiche Festschrift der Kant-Studien zum 70. Geburtstag Otto Liebmanns, Berlin: Reuther &amp; Reichard 1910, enthält: Walter Kinkel: An Otto Liebmann. 2 Sonette; Windelband: Otto Liebmanns Philosophie; Erich Adickes: Liebmann als Erkenntnistheoretiker; Hugo Falkenheim: Otto Liebmanns Kampf mit dem Empirismus; Walter Kinkel: Das Verhältnis von Philosophie und Mathematik nach O. Liebmann; Hans Driesch: Otto Liebmanns Lehre vom Organismus; Richard Hönigswald: Zu Liebmanns Kritik der Lehre vom psychophysischen Parallelismus; Bruno Bauch: Kritizismus und Naturphilosophie bei Otto Liebmann; Fritz Medicus: Otto Liebmann als Dichter; Oswald Weidenbach: Der idealistische Begriff des Subjekts. – Kein Beitrag von Vaihinger.">[6]</a><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;"> noch dazu eine so hervorragende Stelle einräumen wollen. Wie ich das Thema besonders zuspitze, möchte ich allerdings mir noch überlegen. Darf ich Ihnen den Vorschlag machen, mich etwa im Au</span><span class="ED-pb"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;">|</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben&#xD;&#xA;">gust an die Sache zu erinnern</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="Zugleich … erinnern ] von anderer Hd. am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben">[b]</a> und mir dabei mitzuteilen, welche Themata sonst schon behandelt werden sollen? Leider kann ich Ihnen weitere Autoren, von denen ich annähme, dass sie dem leider so vereinsamten Manne näher stünden, auch nicht nennen; <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="auf … legen. ] von anderer Hd. mit Blaustift beinahe zur Unleserlichkeit ausgestrichen&#xD;&#xA;">auf </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3 app-editorial-7" title="auf … legen. ] von anderer Hd. mit Blaustift beinahe zur Unleserlichkeit ausgestrichen&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Kinkel ] Walther Kinkel (1871–1937), seit 1904 ao. Prof. in Gießen, 1910 Lehrauftrag für Philosophie, 1924 Honorarprofessor (https://d-nb.info/gnd/116175362 (25.9.2024); WBIS).&#xD;&#xA;">Kinkel</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="Kinkel ] Walther Kinkel (1871–1937), seit 1904 ao. Prof. in Gießen, 1910 Lehrauftrag für Philosophie, 1924 Honorarprofessor (https://d-nb.info/gnd/116175362 (25.9.2024); WBIS).">[7]</a><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="auf … legen. ] von anderer Hd. mit Blaustift beinahe zur Unleserlichkeit ausgestrichen&#xD;&#xA;"> würde ich auch kein grosses Gewicht legen.</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="auf … legen. ] von anderer Hd. mit Blaustift beinahe zur Unleserlichkeit ausgestrichen">[c]</a> ich hoffe aber stark, dass Sie noch einen Beiträger gewinnen, von dem Sie bisher nicht schreiben, – nämlich Vaihinger!</p><p class="ED-p">Die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="Dresdner Berufungsfrage ] vgl. Windelband an Heinrich Rickert vom 21.1.1909 (Bohr/Hartung: Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband, 2020).&#xD;&#xA;">Dresdner Berufungsfrage</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-8" id="app-editorial-8-ref" title="Dresdner Berufungsfrage ] vgl. Windelband an Heinrich Rickert vom 21.1.1909 (Bohr/Hartung: Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband, 2020).">[8]</a> ist ja nun durch die Uebersiedlung von <span class="ED-name">Elsenhans</span> entschieden. Unser lieber College <span class="ED-name">Bauch</span>, der, soviel ich weis nach Ihrer und meiner Empfehlung auch auf der Liste war, wird noch etwas <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="warten müssen ] Bruno Bauch (1877–1942), 1901 bei Rickert promoviert, 1903 bei Vaihinger habilitiert, 1910 Titularprofessor in Halle, 1911 o. Prof. in Jena, 1903–1916 Redakteur der Kant-Studien (BEdPh).&#xD;&#xA;">warten müssen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-9" id="app-editorial-9-ref" title="warten müssen ] Bruno Bauch (1877–1942), 1901 bei Rickert promoviert, 1903 bei Vaihinger habilitiert, 1910 Titularprofessor in Halle, 1911 o. Prof. in Jena, 1903–1916 Redakteur der Kant-Studien (BEdPh).">[9]</a>. In Halle selbst darf wohl bei seiner Jugend jetzt noch <span class="ED-pb">|</span> nicht an ihn gedacht werden. Doch hoffe ich, dass die durch den mich sehr erschütternden Tod von <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="Ebbinghaus erledigte Professur ] der Psychologe Hermann Ebbinghaus, geb. 1850, zuletzt seit 1905 o. Prof. in Halle, war am 26.2.1909 verstorben. Sein Nachfolger wurde Ernst Meumann (http://www.psych.uni-halle.de/geschichte/; https://www.catalogus-professorum-halensis.de/ebbinghaushermann.html; 2.3.2023).&#xD;&#xA;">Ebbinghaus</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="Ebbinghaus erledigte Professur ] der Psychologe Hermann Ebbinghaus, geb. 1850, zuletzt seit 1905 o. Prof. in Halle, war am 26.2.1909 verstorben. Sein Nachfolger wurde Ernst Meumann (http://www.psych.uni-halle.de/geschichte/; https://www.catalogus-professorum-halensis.de/ebbinghaushermann.html; 2.3.2023).&#xD;&#xA;"> erledigte Professur</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-10" id="app-editorial-10-ref" title="Ebbinghaus erledigte Professur ] der Psychologe Hermann Ebbinghaus, geb. 1850, zuletzt seit 1905 o. Prof. in Halle, war am 26.2.1909 verstorben. Sein Nachfolger wurde Ernst Meumann (http://www.psych.uni-halle.de/geschichte/; https://www.catalogus-professorum-halensis.de/ebbinghaushermann.html; 2.3.2023).">[10]</a> doch nicht wieder allzu psychologistisch besetzt werden sollte! Wo ich sonst irgend Gelegenheit habe, werde ich, wie bisher, <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="für Bauch ] ein indirektes Zeugnis, das zugleich ein Licht auf die Außenwirkung Windelbands wirft, bietet Ernst Windisch aus Leipzig an Wilhelm Wundt vom 19.9.1909 zur Nachfolgefrage nach dem Tod Max Heinzes: An Windelband ist wohl nicht zu denken, er würde wohl auch schwerlich zu haben sein, bei der Rolle, die er in Heidelberg und Karlsruhe spielt. Ich habe gehört, daß er Katholik ist. Zufällig lernte ich […] Dr. Bauch kennen, der mir von W. erzählte. Wenn ich ihn recht verstanden habe, sprach er von einer südwestdeutschen philosophischen Schule mit W. an der Spitze, von deren Bestehen ich noch nichts wußte (Universitätsbibliothek Leipzig, Nachlass Wundt: https://collections.uni-leipzig.de/wundt (2.9.2024)). Dies ist die bislang früheste Erwähnung des Namens einer Südwestdeutschen Schule (des Neukantianismus).&#xD;&#xA;">für </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="für Bauch ] ein indirektes Zeugnis, das zugleich ein Licht auf die Außenwirkung Windelbands wirft, bietet Ernst Windisch aus Leipzig an Wilhelm Wundt vom 19.9.1909 zur Nachfolgefrage nach dem Tod Max Heinzes: An Windelband ist wohl nicht zu denken, er würde wohl auch schwerlich zu haben sein, bei der Rolle, die er in Heidelberg und Karlsruhe spielt. Ich habe gehört, daß er Katholik ist. Zufällig lernte ich […] Dr. Bauch kennen, der mir von W. erzählte. Wenn ich ihn recht verstanden habe, sprach er von einer südwestdeutschen philosophischen Schule mit W. an der Spitze, von deren Bestehen ich noch nichts wußte (Universitätsbibliothek Leipzig, Nachlass Wundt: https://collections.uni-leipzig.de/wundt (2.9.2024)). Dies ist die bislang früheste Erwähnung des Namens einer Südwestdeutschen Schule (des Neukantianismus).&#xD;&#xA;">Bauch</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-11" id="app-editorial-11-ref" title="für Bauch ] ein indirektes Zeugnis, das zugleich ein Licht auf die Außenwirkung Windelbands wirft, bietet Ernst Windisch aus Leipzig an Wilhelm Wundt vom 19.9.1909 zur Nachfolgefrage nach dem Tod Max Heinzes: An Windelband ist wohl nicht zu denken, er würde wohl auch schwerlich zu haben sein, bei der Rolle, die er in Heidelberg und Karlsruhe spielt. Ich habe gehört, daß er Katholik ist. Zufällig lernte ich […] Dr. Bauch kennen, der mir von W. erzählte. Wenn ich ihn recht verstanden habe, sprach er von einer südwestdeutschen philosophischen Schule mit W. an der Spitze, von deren Bestehen ich noch nichts wußte (Universitätsbibliothek Leipzig, Nachlass Wundt: https://collections.uni-leipzig.de/wundt (2.9.2024)). Dies ist die bislang früheste Erwähnung des Namens einer Südwestdeutschen Schule (des Neukantianismus).">[11]</a></span> einzutreten suchen.</p><p class="ED-p">Unser <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-12" title="Kongressbericht ] vgl. Bericht über den III. Internationalen Kongress für Philosophie zu Heidelberg 1. bis 5. September 1908. Hg. v. Th. Elsenhans. Heidelberg: C. Winter 1909.&#xD;&#xA;">Kongressbericht</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-12" id="app-editorial-12-ref" title="Kongressbericht ] vgl. Bericht über den III. Internationalen Kongress für Philosophie zu Heidelberg 1. bis 5. September 1908. Hg. v. Th. Elsenhans. Heidelberg: C. Winter 1909.">[12]</a> ist bis etwa zum 40sten Bogen umgebrochen, bis zum 25sten gedruckt, und der Satz in Fahnen scheint bald beendet. Welch ein Ballast von Unbedeutendheiten steckt darin! ich denke, die Hauptsache der Korrektur wird <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-13" title="Elsenhans hier noch erledigen ] vor dessen Wechsel nach Dresden (BEdPh).&#xD;&#xA;">Elsenhans</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-13" title="Elsenhans hier noch erledigen ] vor dessen Wechsel nach Dresden (BEdPh).&#xD;&#xA;"> hier noch erledigen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-13" id="app-editorial-13-ref" title="Elsenhans hier noch erledigen ] vor dessen Wechsel nach Dresden (BEdPh).">[13]</a> können.</p><p class="ED-p">Hoffentlich geht es Ihnen und Ihrer verehrten Frau <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-14" title="Gemahlin ] Elisabeth Vaihinger, geb. Schweigger (Wer ist’s? 1912, S. 1663).&#xD;&#xA;">Gemahlin</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-14" id="app-editorial-14-ref" title="Gemahlin ] Elisabeth Vaihinger, geb. Schweigger (Wer ist’s? 1912, S. 1663).">[14]</a> nach diesem nicht enden könnenden Winter doch recht gut; wir wünschen das Beste, und ich bleibe mit aufrichtigen Grüssen von Haus zu Haus ergebenst der Ihrige</p><p class="ED-signed">W Windelband</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">kann. ich</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich; typisch für Windelbands Schreibweise.</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Zugleich … erinnern</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> von anderer <abbr title="Hand" class="ED-abbr">Hd.</abbr> am Rand mit blauem Stift angestrichen und mit 4 Ausrufezeichen hervorgehoben</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">auf … legen.</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> von anderer <abbr title="Hand" class="ED-abbr">Hd.</abbr> mit Blaustift beinahe zur Unleserlichkeit ausgestrichen</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">gedruckt werden</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an Vaihinger vom 22.7.1908 sowie Hans Amrhein: Kants Lehre vom „Bewusstsein überhaupt“ und ihre Weiterbildung bis auf die Gegenwart. Berlin: Reuther &amp; Reichard 1909 (Kantstudien Ergänzungshefte <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 10), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 167–172: § 26: Das Bewusstsein überhaupt bei Wilhelm Windelband; hier <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 170–171, <abbr title="Anmerkung" class="ED-abbr">Anm.</abbr> 1: <span class="ED-rdg">In dem oben zitierten Schilleraufsatz S. 403 identifiziert Windelband das „Bewusstsein überhaupt“ mit dem „übersinnlichen Substrat der Menschheit“. Diese auf den ersten Blick auffallende Identifikation, welche wiederum metaphysisch ausgedeutet und ausgebeutet werden könnte, findet eine willkommene Erläuterung durch einen Brief Windelbands an Vaihinger, vom 22.VII.08, welcher sich auf die ersten 6 Bogen dieser Schrift, die als Dissertation der Universität Halle gesondert herausgegeben worden sind, bezieht. Aus diesem Briefe sei, mit Erlaubnis beider genannten Gelehrten, Folgendes angeführt: „Aufmerksam machen möchte ich für die weitere Behandlung auf die analogen Bestimmungen der Kritik der Urteilskraft, in der, ohne den Terminus „Bewusstsein überhaupt“, an „das übersinnliche Substrat der Menschheit“ zur Auflösung der ästhetischen Antinomie appelliert wird, § 57, S. 236 f., und Anm. I, S. 242 f., Anm. II, S. 244, sodann § 59, S. 258 (Paginierung der ersten Auflage). Vergleicht man damit, was in der Analytik des Schönen § 20 und 21 über den ästhetischen „Gemeinsinn“ angeführt ist, so könnte man auf den Gedanken kommen, dass dieser sensus communis aestheticus sich zu jenem „intelligibeln Substrat“ genau so verhielte, wie das „empirische Bewusstsein überhaupt“ zu dem „Bewusstsein überhaupt“ selber; ich stelle anheim, diesen Gedanken weiter zu verfolgen: ich selber betrachte, was die Ästhetik anlangt, die § 20 f. in der Analytik des Schönen als die entwicklungsgeschichtliche Vorstufe jener § 57 ff. in der Dialektik des Geschmacks; auch die Kritik der Urteilskraft ist so wenig wie die Kr. d. r. V. in einem Jahre geschrieben worden; vielmehr zeigt die Analytik des Schönen (und die des Erhabenen) wesentlich den Typus des Entwurfs über „die Grenzen der Sinnlichkeit und der Vernunft“ aus den Jahren 1772 ff., wie in der Kr. d. r.V. die transscendentale Ästhetik; und wie diese erst in der Analytik und Dialektik vertieft und korrigiert wird, so ist es auch in der Kr. d. U. mit der Lehre vom Schönen geschehen. In gewissem Sinne aber ist der Fortschritt für beide Fälle derselbe: der vom empirischen sensus communis zum transscendentalen Bewusstsein überhaupt.“ Diese Ausführungen Windelbands (zu denen man noch seine kritischen Bemerkungen zu seiner Edition der Kr. d. U. in der Akademie-Ausgabe, Erste Abt., Bd. V, S. 513–542 vergleiche) sind, abgesehen von ihrer Bedeutung für die Interpretation Kants, darum besonders bemerkenswert, weil sie die bei Windelband selbst hervortretende Neigung zu erhellen und vielleicht auch zu erklären geeignet sind, dem Bewusstsein überhaupt einen Schein des Metaphysischen zu geben. Was die Interpretation Kants betrifft, so ist zu unterscheiden zwischen einer Identifikation des „Bewusstseins überhaupt“ mit dem „übersinnlichen Substrat der Menschheit“ einerseits, und einer blossen Parallele beider andererseits. Man wird wohl nicht leugnen können, dass in der Kr. d. U., welche ja überhaupt sich weit über die Positionen der Kr. d. r. V. hinauswagt, schon die Identifikation angebahnt ist.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Titel Geheimer Hofrat … Geheimrat</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> ausweislich der Standesliste von Windelbands <abbr title="Hand" class="ED-abbr">Hd.</abbr> (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an <span class="ED-name">Heinrich Buhl</span> vom 29.11.1902, Bohr/Hartung: Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband, 2020) trug Windelband mit seiner Ernennung zum Professor in Heidelberg den Titel eines Geheimerats 2. Klasse. Bereits am 27.1.1881 war ihm der Titel eines (badischen) Hofrats verliehen worden (Universitätsarchiv Freiburg B 24/4190, Personalakte Windelband).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">freundliche Anfrage</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht überliefert</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">von Wiesbaden aus</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <span class="ED-name">Windelband</span> an <span class="ED-name">Karl Praechter</span> vom 14.3.1909 (Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt Halle, Nachlass Karl Praechter): <span class="ED-rdg">Ihre Anfrage vom 6. d[es] M[onats] hat den Weg nach Wiesbaden, wo ich zu einer kurzen Kur weilte, und von da hierher zurück machen müssen, und daher bitte ich freundlichst zu entschuldigen, dass ich sie erst heute beantworte.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">das Meinige dazu zu tun</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband: Otto Liebmanns Philosophie. In: Zum 70. Geburtstag Otto Liebmanns. Festschrift der „Kantstudien“. Mit Beiträgen <abbr title="von " class="ED-abbr">v.</abbr> … <abbr title="herausgegeben" class="ED-abbr">hg.</abbr> <abbr title="von " class="ED-abbr">v.</abbr> H. Vaihinger <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> B. Bauch. Berlin: Reuther &amp; Reichard 1910, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> III–X sowie in: Kant-Studien 15 (1910), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> III–X.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">geplanten Heft</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>das erste Heft der Kant-Studien 15 (1910) sowie die druckgleiche Festschrift der Kant-Studien zum 70. Geburtstag Otto Liebmanns, Berlin: Reuther &amp; Reichard 1910, enthält: Walter Kinkel: An Otto Liebmann. 2 Sonette; Windelband: Otto Liebmanns Philosophie; Erich Adickes: Liebmann als Erkenntnistheoretiker; Hugo Falkenheim: Otto Liebmanns Kampf mit dem Empirismus; Walter Kinkel: Das Verhältnis von Philosophie und Mathematik nach O. Liebmann; Hans Driesch: Otto Liebmanns Lehre vom Organismus; Richard Hönigswald: Zu Liebmanns Kritik der Lehre vom psychophysischen Parallelismus; Bruno Bauch: Kritizismus und Naturphilosophie bei Otto Liebmann; Fritz Medicus: Otto Liebmann als Dichter; Oswald Weidenbach: Der idealistische Begriff des Subjekts. – Kein Beitrag von Vaihinger.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Kinkel</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Walther Kinkel</span> (1871–1937), seit 1904 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> in Gießen, 1910 Lehrauftrag für Philosophie, 1924 Honorarprofessor (<span class="ED-link"><a href="https://d-nb.info/gnd/116175362">https://d-nb.info/gnd/116175362</a></span> (25.9.2024); WBIS).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-8"><span class="ED-app-num">8</span><a href="#app-editorial-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Dresdner Berufungsfrage</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an Heinrich Rickert vom 21.1.1909 (Bohr/Hartung: Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband, 2020).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-9"><span class="ED-app-num">9</span><a href="#app-editorial-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">warten müssen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Bruno Bauch</span> (1877–1942), 1901 bei <span class="ED-name">Rickert</span> promoviert, 1903 bei <span class="ED-name">Vaihinger</span> habilitiert, 1910 Titularprofessor in Halle, 1911 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> in Jena, 1903–1916 Redakteur der <span class="ED-name">Kant</span>-Studien (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-10"><span class="ED-app-num">10</span><a href="#app-editorial-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Ebbinghaus</span> erledigte Professur</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>der Psychologe <span class="ED-name">Hermann Ebbinghaus</span>, <abbr title="geboren" class="ED-abbr">geb.</abbr> 1850, zuletzt seit 1905 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> in Halle, war am 26.2.1909 verstorben. Sein Nachfolger wurde <span class="ED-name">Ernst Meumann</span> (<a href="http://www.psych.uni-halle.de/geschichte/"><span class="ED-link">http://www.psych.uni-halle.de/geschichte/</span></a>; <span class="ED-link"><a href="https://www.catalogus-professorum-halensis.de/ebbinghaushermann.html">https://www.catalogus-professorum-halensis.de/ebbinghaushermann.html</a></span>; 2.3.2023).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-11"><span class="ED-app-num">11</span><a href="#app-editorial-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">für <span class="ED-name">Bauch</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>ein indirektes Zeugnis, das zugleich ein Licht auf die Außenwirkung Windelbands wirft, bietet <span class="ED-name">Ernst Windisch</span> aus Leipzig an <span class="ED-name">Wilhelm Wundt</span> vom 19.9.1909 zur Nachfolgefrage nach dem Tod <span class="ED-name">Max Heinze</span>s: <span class="ED-rdg">An Windelband ist wohl nicht zu denken, er würde wohl auch schwerlich zu haben sein, bei der Rolle, die er in Heidelberg und Karlsruhe spielt. Ich habe gehört, daß er Katholik ist. Zufällig lernte ich […] Dr. Bauch kennen, der mir von W. erzählte. Wenn ich ihn recht verstanden habe, sprach er von einer südwestdeutschen philosophischen Schule mit W. an der Spitze, von deren Bestehen ich noch nichts wußte</span> (Universitätsbibliothek Leipzig, Nachlass Wundt: <span class="ED-link"><a href="https://collections.uni-leipzig.de/wundt">https://collections.uni-leipzig.de/wundt</a></span> (2.9.2024)). Dies ist die bislang früheste Erwähnung des Namens einer Südwestdeutschen Schule (des Neukantianismus).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-12"><span class="ED-app-num">12</span><a href="#app-editorial-12-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Kongressbericht</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Bericht über den III. Internationalen Kongress für Philosophie zu Heidelberg 1. bis 5. September 1908. <abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr> <abbr title="von " class="ED-abbr">v.</abbr> Th. Elsenhans. Heidelberg: C. Winter 1909.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-13"><span class="ED-app-num">13</span><a href="#app-editorial-13-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Elsenhans</span> hier noch erledigen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>vor dessen Wechsel nach Dresden (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-14"><span class="ED-app-num">14</span><a href="#app-editorial-14-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Gemahlin</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Elisabeth Vaihinger</span>, <abbr title="geboren" class="ED-abbr">geb.</abbr> Schweigger (Wer ist’s? 1912, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 1663).</div></div></body></html>