<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Wilhelm Windelband an Vaihinger, o. O. [Heidelberg], 22.7.1908, Umfang und Besonderheiten nicht bekannt, Auszug als Zitat überliefert in Hans Amrhein: Kants Lehre vom „Bewusstsein überhaupt“ und ihre Weiterbildung bis auf die Gegenwart. Berlin: Reuther &amp; Reichard 1909 (Kantstudien Ergänzungshefte Nr. 10), S. 170–171, Anm. 1.</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000962-4"/><style type="text/css">
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Amrhein beginnt die Anmerkung auf S. 170–171 seines Buches mit den Worten: In dem oben zitierten Schilleraufsatz S. 403 identifiziert Windelband das „Bewusstsein überhaupt“ mit dem „übersinnlichen Substrat der Menschheit“. Diese auf den ersten Blick auffallende Identifikation, welche wiederum metaphysisch ausgedeutet und ausgebeutet werden könnte, findet eine willkommene Erläuterung durch einen Brief Windelbands an Vaihinger, vom 22.VII.08, welcher sich auf die ersten 6 Bogen dieser Schrift, die als Dissertation der Universität Halle gesondert herausgegeben worden sind, bezieht.&#xD;&#xA;">weitere Behandlung</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="weitere Behandlung ] vgl. Windelband an Vaihinger vom 19.3.1909. Amrhein beginnt die Anmerkung auf S. 170–171 seines Buches mit den Worten: In dem oben zitierten Schilleraufsatz S. 403 identifiziert Windelband das „Bewusstsein überhaupt“ mit dem „übersinnlichen Substrat der Menschheit“. Diese auf den ersten Blick auffallende Identifikation, welche wiederum metaphysisch ausgedeutet und ausgebeutet werden könnte, findet eine willkommene Erläuterung durch einen Brief Windelbands an Vaihinger, vom 22.VII.08, welcher sich auf die ersten 6 Bogen dieser Schrift, die als Dissertation der Universität Halle gesondert herausgegeben worden sind, bezieht.">[1]</a> auf die analogen Bestimmungen der Kritik der Urteilskraft, in der, <i>ohne</i> den Terminus „Bewusstsein überhaupt“, an „das übersinnliche Substrat der Menschheit“ zur Auflösung der ästhetischen Antinomie appelliert wird, § 57, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 236f., und <abbr title="Anmerkung" class="ED-abbr">Anm.</abbr> I, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 242<abbr title="folgend" class="ED-abbr">f.</abbr>, <abbr title="Anmerkung" class="ED-abbr">Anm.</abbr> II, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 244, sodann § 59, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 258 (Paginierung der ersten Auflage). Vergleicht man damit, was in der Analytik des Schönen § 20 und 21 über den ästhetischen „Gemeinsinn“ angeführt ist, so könnte man auf den Gedanken kommen, dass dieser <i>sensus communis aestheticus</i> sich zu jenem „intelligibeln Substrat“ genau so verhielte, wie das „empirische Bewusstsein überhaupt“ zu dem „Bewusstsein überhaupt“ selber; ich stelle anheim, diesen Gedanken weiter zu verfolgen: ich selber betrachte, was die Ästhetik anlangt, die § 20<abbr title="folgend" class="ED-abbr">f.</abbr> in der Analytik des Schönen als die entwicklungsgeschichtliche Vorstufe jener § 57<abbr title="folgende" class="ED-abbr">ff.</abbr> in der Dialektik des Geschmacks; auch die Kritik der Urteilskraft ist so wenig wie die Kr<span class="ED-add">[itik]</span> d<span class="ED-add">[er]</span> r<span class="ED-add">[einen]</span> V<span class="ED-add">[ernunft]</span> in <i>einem</i> Jahre geschrieben worden; vielmehr zeigt die Analytik des Schönen (und die des Erhabenen) wesentlich den Typus des Entwurfs über „die Grenzen der Sinnlichkeit und der Vernunft“ aus den Jahren 1772 <abbr title="folgende" class="ED-abbr">ff.</abbr>, wie in der Kr<span class="ED-add">[itik]</span> d<span class="ED-add">[er]</span> r<span class="ED-add">[einen]</span> V<span class="ED-add">[ernunft]</span> die transscendentale Ästhetik; und wie diese erst in der Analytik und Dialektik vertieft und korrigiert wird, so ist es auch in der Kr<span class="ED-add">[itik]</span> d<span class="ED-add">[er]</span> U<span class="ED-add">[rteilskraft]</span> mit der Lehre vom Schönen geschehen. In gewissem Sinne aber ist der Fortschritt für beide Fälle derselbe: der vom empirischen <i>sensus communis</i> zum transscendentalen Bewusstsein überhaupt.</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">weitere Behandlung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Windelband an Vaihinger vom 19.3.1909. <span class="ED-name">Amrhein</span> beginnt die Anmerkung auf <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 170–171 seines Buches mit den Worten: <span class="ED-rdg">In dem oben zitierten Schilleraufsatz S. 403 identifiziert Windelband das „Bewusstsein überhaupt“ mit dem „übersinnlichen Substrat der Menschheit“. Diese auf den ersten Blick auffallende Identifikation, welche wiederum metaphysisch ausgedeutet und ausgebeutet werden könnte, findet eine willkommene Erläuterung durch einen Brief Windelbands an Vaihinger, vom 22.VII.08, welcher sich auf die ersten 6 Bogen dieser Schrift, die als Dissertation der Universität Halle gesondert herausgegeben worden sind, bezieht.</span></div></div></body></html>