<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Vaihinger an Hermann Paul, Halle, 24.9.1907, 3 S., hs., Briefkopf PROF. DR. H. VAIHINGER. | Halle a. S., d. … 190 | Reichardtstr. 15., Universitätsbibliothek München, Nachl. H. Paul, Korr. Vaihinger, Hans</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000937-7"/><style type="text/css">
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Vaihinger, Hans</span></p><div class="ED-text"><p class="ED-dateline">24.9.1907</p><p class="ED-salute">Sehr verehrter Herr College!</p><p class="ED-p">Sie werden sich vielleicht meiner kaum mehr erinnern: <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="in Freiburg ] der Sprachwissenschaftler Hermann Paul (1846–1921) war vor seiner Münchener Zeit seit 1874 ao. Prof. und von 1877–1893 o. Prof. in Freiburg im Breisgau (NDB).&#xD;&#xA;">in Freiburg</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="in Freiburg ] der Sprachwissenschaftler Hermann Paul (1846–1921) war vor seiner Münchener Zeit seit 1874 ao. Prof. und von 1877–1893 o. Prof. in Freiburg im Breisgau (NDB).">[1]</a> habe ich einmal die Freude und Ehre gehabt, mit Ihnen persönlich bekannt zu werden; ich kam dafür einmal zu Besuch von Straßburg her. Aber vielleicht ist mein Name gelegentlich durch meine Thätigkeit Ihnen in Erinnerung gerufen worden.</p><p class="ED-p">Jetzt möchte ich Sie um eine <u>vertrauliche Auskunft</u> bitten. –</p><p class="ED-p">Wir denken hier an <abbr title="Professor" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Prof. Cornelius ] gemeint ist Hans Cornelius (1863–1947), nach Promotion im Fach Chemie (1886) Philosophiestudium, 1894 in München habilitiert, 1903 ao. Prof., 1910 o. Prof. der Philosophie an der Akademie für Sozialwissenschaften Frankfurt/Main (BEdPh).&#xD;&#xA;">Prof.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Prof. Cornelius ] gemeint ist Hans Cornelius (1863–1947), nach Promotion im Fach Chemie (1886) Philosophiestudium, 1894 in München habilitiert, 1903 ao. Prof., 1910 o. Prof. der Philosophie an der Akademie für Sozialwissenschaften Frankfurt/Main (BEdPh).&#xD;&#xA;"> </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Prof. Cornelius ] gemeint ist Hans Cornelius (1863–1947), nach Promotion im Fach Chemie (1886) Philosophiestudium, 1894 in München habilitiert, 1903 ao. Prof., 1910 o. Prof. der Philosophie an der Akademie für Sozialwissenschaften Frankfurt/Main (BEdPh).&#xD;&#xA;">Cornelius</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Prof. Cornelius ] gemeint ist Hans Cornelius (1863–1947), nach Promotion im Fach Chemie (1886) Philosophiestudium, 1894 in München habilitiert, 1903 ao. Prof., 1910 o. Prof. der Philosophie an der Akademie für Sozialwissenschaften Frankfurt/Main (BEdPh).">[2]</a></span> als Nachfolger des uns so jäh entrissenen Philosophieprofessors <span class="ED-pb">|</span> <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Busse ] der erst zum 1.4.1907 nach Halle berufene Ludwig Busse (1862–1907) war am 12.9.1907 an den Folgen einer Operation gestorben (https://www.catalogus-professorum-halensis.de/busseludwiglouis.html (1.9.2024)).&#xD;&#xA;">Busse</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Busse ] der erst zum 1.4.1907 nach Halle berufene Ludwig Busse (1862–1907) war am 12.9.1907 an den Folgen einer Operation gestorben (https://www.catalogus-professorum-halensis.de/busseludwiglouis.html (1.9.2024)).">[3]</a></span>, und wir haben über <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> <span class="ED-name">Cornelius</span> als Dozent und als Mensch viel <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="Rühmenwerthes ] so wörtlich&#xD;&#xA;">Rühmenwerthes</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="Rühmenwerthes ] so wörtlich">[a]</a> gehört. Anderseits ist aber auch die Nachricht hieher gelangt, daß er ein etwas sehr hochfahrendes Wesen an sich habe, und eben dadurch auch sein uns bekanntes <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Zerwürfnis mit Prof. Th. Lipps ] vgl. darüber Hans Cornelius selbst in: Raymund Schmidt (Hg.): Die deutsche Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen 2. Bd. Leipzig: Meiner 1921, S. 88–89: Anfang 1903 war ich [in München] zum außerordentlichen Professor ernannt worden. Im Frühjahr 1908, als ich eben in Venedig mit dem Kopieren eines Tintoretto beschäftigt war, erhielt ich einen Ruf nach Halle a. S. als Ordinarius für Philosophie. Den Entschluß, München mit einer Stadt zu vertauschen, die in künstlerischer Hinsicht eine Wüste war, konnte ich nicht sogleich fassen; während ich zögerte, gaben Fakultät und Ministerium in München Hoffnungen auf Beförderung. So entschied ich mich den Ruf abzulehnen. Die Hoffnungen aber blieben unerfüllt. […] Schon damals und noch weit mehr in der unmittelbar folgenden Zeit wurden die Verhältnisse in München von Tag zu Tag unerfreulicher für mich durch die immer krankhafter ausartende Mißgunst meines Oberkollegen Theodor Lipps, der in mir mit Recht einen wissenschaftlichen, sehr mit Unrecht einen persönlichen Gegner sah. Ich habe darum die zwei Jahre später sich bietende Gelegenheit, eine ordentliche Professur für Philosophie an der Frankfurter Akademie für Sozialwissenschaften zu übernehmen, nicht von der Hand gewiesen, zumal die Umwandlung der Akademie in eine Universität schon damals so gut wie gesichert erschien.&#xD;&#xA;">Zerwürfnis mit </span><abbr title="Professor" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Zerwürfnis mit Prof. Th. Lipps ] vgl. darüber Hans Cornelius selbst in: Raymund Schmidt (Hg.): Die deutsche Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen 2. Bd. Leipzig: Meiner 1921, S. 88–89: Anfang 1903 war ich [in München] zum außerordentlichen Professor ernannt worden. Im Frühjahr 1908, als ich eben in Venedig mit dem Kopieren eines Tintoretto beschäftigt war, erhielt ich einen Ruf nach Halle a. S. als Ordinarius für Philosophie. Den Entschluß, München mit einer Stadt zu vertauschen, die in künstlerischer Hinsicht eine Wüste war, konnte ich nicht sogleich fassen; während ich zögerte, gaben Fakultät und Ministerium in München Hoffnungen auf Beförderung. So entschied ich mich den Ruf abzulehnen. Die Hoffnungen aber blieben unerfüllt. […] Schon damals und noch weit mehr in der unmittelbar folgenden Zeit wurden die Verhältnisse in München von Tag zu Tag unerfreulicher für mich durch die immer krankhafter ausartende Mißgunst meines Oberkollegen Theodor Lipps, der in mir mit Recht einen wissenschaftlichen, sehr mit Unrecht einen persönlichen Gegner sah. Ich habe darum die zwei Jahre später sich bietende Gelegenheit, eine ordentliche Professur für Philosophie an der Frankfurter Akademie für Sozialwissenschaften zu übernehmen, nicht von der Hand gewiesen, zumal die Umwandlung der Akademie in eine Universität schon damals so gut wie gesichert erschien.&#xD;&#xA;">Prof.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Zerwürfnis mit Prof. Th. Lipps ] vgl. darüber Hans Cornelius selbst in: Raymund Schmidt (Hg.): Die deutsche Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen 2. Bd. Leipzig: Meiner 1921, S. 88–89: Anfang 1903 war ich [in München] zum außerordentlichen Professor ernannt worden. Im Frühjahr 1908, als ich eben in Venedig mit dem Kopieren eines Tintoretto beschäftigt war, erhielt ich einen Ruf nach Halle a. S. als Ordinarius für Philosophie. Den Entschluß, München mit einer Stadt zu vertauschen, die in künstlerischer Hinsicht eine Wüste war, konnte ich nicht sogleich fassen; während ich zögerte, gaben Fakultät und Ministerium in München Hoffnungen auf Beförderung. So entschied ich mich den Ruf abzulehnen. Die Hoffnungen aber blieben unerfüllt. […] Schon damals und noch weit mehr in der unmittelbar folgenden Zeit wurden die Verhältnisse in München von Tag zu Tag unerfreulicher für mich durch die immer krankhafter ausartende Mißgunst meines Oberkollegen Theodor Lipps, der in mir mit Recht einen wissenschaftlichen, sehr mit Unrecht einen persönlichen Gegner sah. Ich habe darum die zwei Jahre später sich bietende Gelegenheit, eine ordentliche Professur für Philosophie an der Frankfurter Akademie für Sozialwissenschaften zu übernehmen, nicht von der Hand gewiesen, zumal die Umwandlung der Akademie in eine Universität schon damals so gut wie gesichert erschien.&#xD;&#xA;"> </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4 app-philological-2" title="Zerwürfnis mit Prof. Th. Lipps ] vgl. darüber Hans Cornelius selbst in: Raymund Schmidt (Hg.): Die deutsche Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen 2. Bd. Leipzig: Meiner 1921, S. 88–89: Anfang 1903 war ich [in München] zum außerordentlichen Professor ernannt worden. Im Frühjahr 1908, als ich eben in Venedig mit dem Kopieren eines Tintoretto beschäftigt war, erhielt ich einen Ruf nach Halle a. S. als Ordinarius für Philosophie. Den Entschluß, München mit einer Stadt zu vertauschen, die in künstlerischer Hinsicht eine Wüste war, konnte ich nicht sogleich fassen; während ich zögerte, gaben Fakultät und Ministerium in München Hoffnungen auf Beförderung. So entschied ich mich den Ruf abzulehnen. Die Hoffnungen aber blieben unerfüllt. […] Schon damals und noch weit mehr in der unmittelbar folgenden Zeit wurden die Verhältnisse in München von Tag zu Tag unerfreulicher für mich durch die immer krankhafter ausartende Mißgunst meines Oberkollegen Theodor Lipps, der in mir mit Recht einen wissenschaftlichen, sehr mit Unrecht einen persönlichen Gegner sah. Ich habe darum die zwei Jahre später sich bietende Gelegenheit, eine ordentliche Professur für Philosophie an der Frankfurter Akademie für Sozialwissenschaften zu übernehmen, nicht von der Hand gewiesen, zumal die Umwandlung der Akademie in eine Universität schon damals so gut wie gesichert erschien.&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Th. Lipps ] Lipps&#xD;&#xA;">Th. Lipps</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="Th. Lipps ] Lipps">[b]</a><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Zerwürfnis mit Prof. Th. Lipps ] vgl. darüber Hans Cornelius selbst in: Raymund Schmidt (Hg.): Die deutsche Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen 2. Bd. Leipzig: Meiner 1921, S. 88–89: Anfang 1903 war ich [in München] zum außerordentlichen Professor ernannt worden. Im Frühjahr 1908, als ich eben in Venedig mit dem Kopieren eines Tintoretto beschäftigt war, erhielt ich einen Ruf nach Halle a. S. als Ordinarius für Philosophie. Den Entschluß, München mit einer Stadt zu vertauschen, die in künstlerischer Hinsicht eine Wüste war, konnte ich nicht sogleich fassen; während ich zögerte, gaben Fakultät und Ministerium in München Hoffnungen auf Beförderung. So entschied ich mich den Ruf abzulehnen. Die Hoffnungen aber blieben unerfüllt. […] Schon damals und noch weit mehr in der unmittelbar folgenden Zeit wurden die Verhältnisse in München von Tag zu Tag unerfreulicher für mich durch die immer krankhafter ausartende Mißgunst meines Oberkollegen Theodor Lipps, der in mir mit Recht einen wissenschaftlichen, sehr mit Unrecht einen persönlichen Gegner sah. Ich habe darum die zwei Jahre später sich bietende Gelegenheit, eine ordentliche Professur für Philosophie an der Frankfurter Akademie für Sozialwissenschaften zu übernehmen, nicht von der Hand gewiesen, zumal die Umwandlung der Akademie in eine Universität schon damals so gut wie gesichert erschien.">[4]</a></span> selbst verschuldet habe. Wir würden sehr gerne hierüber das Urtheil eines Dritten, Unbetheiligten bekommen, und so bin ich so frei, als Mitglied der Commission mich in dieser Hinsicht an Sie, verehrtester Herr College zu wenden.</p><p class="ED-p">Wir haben schon am kom<span class="ED-pb">|</span>menden Sonntag unsere erste Commissionssitzung, und so wären wir Ihnen zu ganz besondrem Dank verbunden, wenn Sie uns recht bald <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="ein Urtheil senden ] etwaiges Schreiben nicht ermittelt&#xD;&#xA;">ein Urtheil senden</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="ein Urtheil senden ] etwaiges Schreiben nicht ermittelt">[5]</a> wollten, das ich natürlich mit aller Discretion behandeln werde.</p><p class="ED-p">Im Voraus bestens dankend, mit collegialem Gruß Ihr ergebenster</p><p class="ED-signed">H. Vaihinger</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Rühmenwerthes</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Th. Lipps</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">Lipps</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">in Freiburg</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>der Sprachwissenschaftler <span class="ED-name">Hermann Paul</span> (1846–1921) war vor seiner Münchener Zeit seit 1874 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> und von 1877–1893 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> in Freiburg im Breisgau (<abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> <span class="ED-name">Cornelius</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>gemeint ist <span class="ED-name">Hans Cornelius</span> (1863–1947), nach Promotion im Fach Chemie (1886) Philosophiestudium, 1894 in München habilitiert, 1903 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof</abbr>., 1910 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> der Philosophie an der Akademie für Sozialwissenschaften Frankfurt/Main (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Busse</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>der erst zum 1.4.1907 nach Halle berufene <span class="ED-name">Ludwig Busse</span> (1862–1907) war am 12.9.1907 an den Folgen einer Operation gestorben (<span class="ED-link"><a href="https://www.catalogus-professorum-halensis.de/busseludwiglouis.html">https://www.catalogus-professorum-halensis.de/busseludwiglouis.html</a></span> (1.9.2024)).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Zerwürfnis mit <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> <span class="ED-name">Th. Lipps</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> darüber <span class="ED-name">Hans Cornelius</span> selbst in: Raymund Schmidt (<abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr>): Die deutsche Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen 2. <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> Leipzig: Meiner 1921, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 88–89: <span class="ED-rdg">Anfang 1903 war ich [in München] zum außerordentlichen Professor ernannt worden. Im Frühjahr 1908, als ich eben in Venedig mit dem Kopieren eines Tintoretto beschäftigt war, erhielt ich einen Ruf nach Halle a. S. als Ordinarius für Philosophie. Den Entschluß, München mit einer Stadt zu vertauschen, die in künstlerischer Hinsicht eine Wüste war, konnte ich nicht sogleich fassen; während ich zögerte, gaben Fakultät und Ministerium in München Hoffnungen auf Beförderung. So entschied ich mich den Ruf abzulehnen. Die Hoffnungen aber blieben unerfüllt. […] Schon damals und noch weit mehr in der unmittelbar folgenden Zeit wurden die Verhältnisse in München von Tag zu Tag unerfreulicher für mich durch die immer krankhafter ausartende Mißgunst meines Oberkollegen Theodor Lipps, der in mir mit Recht einen wissenschaftlichen, sehr mit Unrecht einen persönlichen Gegner sah. Ich habe darum die zwei Jahre später sich bietende Gelegenheit, eine ordentliche Professur für Philosophie an der Frankfurter Akademie für Sozialwissenschaften zu übernehmen, nicht von der Hand gewiesen, zumal die Umwandlung der Akademie in eine Universität schon damals so gut wie gesichert erschien.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">ein Urtheil senden</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>etwaiges Schreiben nicht ermittelt</div></div></body></html>