<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Vaihinger an Heinrich Rickert, Halle, 5.4.1901, 1 S., hs. (eigenh., mit eU), Postkarte an Herrn | Professor Dr Rickert | Freiburg i/Breisgau | Goethestraße, mit Poststempeln HALLE | -5.4.01. 12–1 N. | * (SAALE) 1 d, FREIBURG | -6.4.01 5–6 V. | * (BREISGAU) 1 l, Briefkopf Redaction der „Kantstudien“ | (Verlag von Reuther und Reichard, Berlin) | Prof. Dr. Vaihinger. | HALLE a. S., den | Reichardtstr., Universitätsbibliothek Heidelberg, Heid. Hs. 2740 III A 208 4</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000768-6"/><style type="text/css">
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Zuvor waren versehentlich Briefe in die jeweils falschen Couverts gelangt, vgl. Friedrich Paulsen an Rickert aus Steglitz bei Berlin vom 2.4.1901: Verehrter Herr College! Ich habe eine Pfuscherei gemacht: Ihr Brief [gemeint ist der für Rickert bestimmte] ist an Hrn. Vaihinger gegangen von wo ich ihn eben zurückerhalte. Bitte schicken sie den [von Paulsen] an Vaihinger gemeinten nach Halle a S. Reichardtstr. 15. Das zwar an Rickert gerichtete, aber an Vaihinger fehlgeleitete Schreiben Paulsens von 31.3.1901 hat den Wortlaut: Verehrter Herr Kollege! Auf Ihre Anfrage beeile ich mich zu erwidern, daß Herr Kabitz am Ende des W[inter] Semesters bei uns das Doctorexamen in der Philos[ophie] gemacht hat, magna c[um] laude. Seine Dissertation, eine umfangreiche Abhandlung über Fichtes philos[ophische] Entwickelung, stützt sich eben auf den handschriftlichen Nachlaß, von dem Stücke beigelegt waren; sie ist aber noch nicht gedruckt, es schweben Verhandlungen mit Zeitschriften. Dr. Kabitz, den ich heute traf, freut sich Ihrer Absicht u. würde an der Herausgabe der Werke Fichtes sich gern beteiligen. Ich schätze ihn sehr u. glaube, daß Sie an ihm einen sehr tüchtigen Mitarbeiter haben würden. Er ist auch persönlich ein | liebenswürdiger u. zuverlässiger junger Mann. Seine Adresse ist Berlin N. Hirtenstr. 5A. Auf Ihr Fichtebuch bei Frommann [vgl. darüber auch Vaihinger an Rickert vom 10.8.1898] freue ich mich. Die Persönlichkeit des Mannes hat etwas Gewaltiges, auch für den, der seiner Art, erkenntnistheoretische in metaphysische Probleme aufzulösen, nicht durchweg folgt. (Universitätsbibliothek Heidelberg, Heid. Hs. 2740 III A152, 7 u. 8. Die Rede ist von Willy Kabitz (1876–1942), 1901 bei Paulsen, dessen Schwiegersohn Kabitz 1908 wurde, mit einer Arbeit über Fichtes Wissenschaftslehre promoviert. Leibnizforscher an der Preußischen Akademie der Wissenschaften, 1905 an der Technischen Hochschule Hannover habilitiert. 2. Habilitation in Breslau 1908; 1910 Studien-Weltreise (Bildungs- und Schulsysteme). 1914 ao. Prof. in Breslau, 1915 in Münster, seit 1921 dort o. Prof. für Philosophie und Pädagogik; NDB).&#xD;&#xA;">Brief </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="Brief Paulsens an Sie ] vgl. Rickert an Vaihinger vom 2.4.1901. Zuvor waren versehentlich Briefe in die jeweils falschen Couverts gelangt, vgl. Friedrich Paulsen an Rickert aus Steglitz bei Berlin vom 2.4.1901: Verehrter Herr College! Ich habe eine Pfuscherei gemacht: Ihr Brief [gemeint ist der für Rickert bestimmte] ist an Hrn. Vaihinger gegangen von wo ich ihn eben zurückerhalte. Bitte schicken sie den [von Paulsen] an Vaihinger gemeinten nach Halle a S. Reichardtstr. 15. Das zwar an Rickert gerichtete, aber an Vaihinger fehlgeleitete Schreiben Paulsens von 31.3.1901 hat den Wortlaut: Verehrter Herr Kollege! Auf Ihre Anfrage beeile ich mich zu erwidern, daß Herr Kabitz am Ende des W[inter] Semesters bei uns das Doctorexamen in der Philos[ophie] gemacht hat, magna c[um] laude. Seine Dissertation, eine umfangreiche Abhandlung über Fichtes philos[ophische] Entwickelung, stützt sich eben auf den handschriftlichen Nachlaß, von dem Stücke beigelegt waren; sie ist aber noch nicht gedruckt, es schweben Verhandlungen mit Zeitschriften. Dr. Kabitz, den ich heute traf, freut sich Ihrer Absicht u. würde an der Herausgabe der Werke Fichtes sich gern beteiligen. Ich schätze ihn sehr u. glaube, daß Sie an ihm einen sehr tüchtigen Mitarbeiter haben würden. Er ist auch persönlich ein | liebenswürdiger u. zuverlässiger junger Mann. Seine Adresse ist Berlin N. Hirtenstr. 5A. Auf Ihr Fichtebuch bei Frommann [vgl. darüber auch Vaihinger an Rickert vom 10.8.1898] freue ich mich. Die Persönlichkeit des Mannes hat etwas Gewaltiges, auch für den, der seiner Art, erkenntnistheoretische in metaphysische Probleme aufzulösen, nicht durchweg folgt. (Universitätsbibliothek Heidelberg, Heid. Hs. 2740 III A152, 7 u. 8. Die Rede ist von Willy Kabitz (1876–1942), 1901 bei Paulsen, dessen Schwiegersohn Kabitz 1908 wurde, mit einer Arbeit über Fichtes Wissenschaftslehre promoviert. Leibnizforscher an der Preußischen Akademie der Wissenschaften, 1905 an der Technischen Hochschule Hannover habilitiert. 2. Habilitation in Breslau 1908; 1910 Studien-Weltreise (Bildungs- und Schulsysteme). 1914 ao. Prof. in Breslau, 1915 in Münster, seit 1921 dort o. Prof. für Philosophie und Pädagogik; NDB).&#xD;&#xA;">Paulsen</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="Brief Paulsens an Sie ] vgl. Rickert an Vaihinger vom 2.4.1901. Zuvor waren versehentlich Briefe in die jeweils falschen Couverts gelangt, vgl. Friedrich Paulsen an Rickert aus Steglitz bei Berlin vom 2.4.1901: Verehrter Herr College! Ich habe eine Pfuscherei gemacht: Ihr Brief [gemeint ist der für Rickert bestimmte] ist an Hrn. Vaihinger gegangen von wo ich ihn eben zurückerhalte. Bitte schicken sie den [von Paulsen] an Vaihinger gemeinten nach Halle a S. Reichardtstr. 15. Das zwar an Rickert gerichtete, aber an Vaihinger fehlgeleitete Schreiben Paulsens von 31.3.1901 hat den Wortlaut: Verehrter Herr Kollege! Auf Ihre Anfrage beeile ich mich zu erwidern, daß Herr Kabitz am Ende des W[inter] Semesters bei uns das Doctorexamen in der Philos[ophie] gemacht hat, magna c[um] laude. Seine Dissertation, eine umfangreiche Abhandlung über Fichtes philos[ophische] Entwickelung, stützt sich eben auf den handschriftlichen Nachlaß, von dem Stücke beigelegt waren; sie ist aber noch nicht gedruckt, es schweben Verhandlungen mit Zeitschriften. Dr. Kabitz, den ich heute traf, freut sich Ihrer Absicht u. würde an der Herausgabe der Werke Fichtes sich gern beteiligen. Ich schätze ihn sehr u. glaube, daß Sie an ihm einen sehr tüchtigen Mitarbeiter haben würden. Er ist auch persönlich ein | liebenswürdiger u. zuverlässiger junger Mann. Seine Adresse ist Berlin N. Hirtenstr. 5A. Auf Ihr Fichtebuch bei Frommann [vgl. darüber auch Vaihinger an Rickert vom 10.8.1898] freue ich mich. Die Persönlichkeit des Mannes hat etwas Gewaltiges, auch für den, der seiner Art, erkenntnistheoretische in metaphysische Probleme aufzulösen, nicht durchweg folgt. (Universitätsbibliothek Heidelberg, Heid. Hs. 2740 III A152, 7 u. 8. Die Rede ist von Willy Kabitz (1876–1942), 1901 bei Paulsen, dessen Schwiegersohn Kabitz 1908 wurde, mit einer Arbeit über Fichtes Wissenschaftslehre promoviert. Leibnizforscher an der Preußischen Akademie der Wissenschaften, 1905 an der Technischen Hochschule Hannover habilitiert. 2. Habilitation in Breslau 1908; 1910 Studien-Weltreise (Bildungs- und Schulsysteme). 1914 ao. Prof. in Breslau, 1915 in Münster, seit 1921 dort o. Prof. für Philosophie und Pädagogik; NDB).&#xD;&#xA;">s an Sie</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Brief Paulsens an Sie ] vgl. Rickert an Vaihinger vom 2.4.1901. Zuvor waren versehentlich Briefe in die jeweils falschen Couverts gelangt, vgl. Friedrich Paulsen an Rickert aus Steglitz bei Berlin vom 2.4.1901: Verehrter Herr College! Ich habe eine Pfuscherei gemacht: Ihr Brief [gemeint ist der für Rickert bestimmte] ist an Hrn. Vaihinger gegangen von wo ich ihn eben zurückerhalte. Bitte schicken sie den [von Paulsen] an Vaihinger gemeinten nach Halle a S. Reichardtstr. 15. Das zwar an Rickert gerichtete, aber an Vaihinger fehlgeleitete Schreiben Paulsens von 31.3.1901 hat den Wortlaut: Verehrter Herr Kollege! Auf Ihre Anfrage beeile ich mich zu erwidern, daß Herr Kabitz am Ende des W[inter] Semesters bei uns das Doctorexamen in der Philos[ophie] gemacht hat, magna c[um] laude. Seine Dissertation, eine umfangreiche Abhandlung über Fichtes philos[ophische] Entwickelung, stützt sich eben auf den handschriftlichen Nachlaß, von dem Stücke beigelegt waren; sie ist aber noch nicht gedruckt, es schweben Verhandlungen mit Zeitschriften. Dr. Kabitz, den ich heute traf, freut sich Ihrer Absicht u. würde an der Herausgabe der Werke Fichtes sich gern beteiligen. Ich schätze ihn sehr u. glaube, daß Sie an ihm einen sehr tüchtigen Mitarbeiter haben würden. Er ist auch persönlich ein | liebenswürdiger u. zuverlässiger junger Mann. Seine Adresse ist Berlin N. Hirtenstr. 5A. Auf Ihr Fichtebuch bei Frommann [vgl. darüber auch Vaihinger an Rickert vom 10.8.1898] freue ich mich. Die Persönlichkeit des Mannes hat etwas Gewaltiges, auch für den, der seiner Art, erkenntnistheoretische in metaphysische Probleme aufzulösen, nicht durchweg folgt. (Universitätsbibliothek Heidelberg, Heid. Hs. 2740 III A152, 7 u. 8. Die Rede ist von Willy Kabitz (1876–1942), 1901 bei Paulsen, dessen Schwiegersohn Kabitz 1908 wurde, mit einer Arbeit über Fichtes Wissenschaftslehre promoviert. Leibnizforscher an der Preußischen Akademie der Wissenschaften, 1905 an der Technischen Hochschule Hannover habilitiert. 2. Habilitation in Breslau 1908; 1910 Studien-Weltreise (Bildungs- und Schulsysteme). 1914 ao. Prof. in Breslau, 1915 in Münster, seit 1921 dort o. Prof. für Philosophie und Pädagogik; NDB).">[1]</a> werden Sie unterdessen von ihm selbst erhalten haben.</p><p class="ED-p">Eine <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="neue Fichteausgabe ] vgl. zu diesem von Rickert verfolgten Plan Wilhelm Windelband an Rickert vom 26.3.1901 (abgedruckt in Bohr/Hartung: Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband. Hamburg: Meiner 2020, S. 314–315). Fritz Medicus gab schließlich 1908–1912 bei Meiner in Leipzig eine sechsbändige Werkausgabe Fichtes heraus. Vgl. außerdem Windelband an Felix Meiner vom 21.12.1912 (Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband 2020, S. 401–402) über die Chancen, eine von Medicus mit erarbeitete Fichte-Gesamtausgabe als Heidelberger Akademieprojekt zu verwirklichen (kam nicht zustande; eine Fichte-Gesamtausgabe wurde erst ab 1962 von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften bearbeitet).&#xD;&#xA;">neue </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="neue Fichteausgabe ] vgl. zu diesem von Rickert verfolgten Plan Wilhelm Windelband an Rickert vom 26.3.1901 (abgedruckt in Bohr/Hartung: Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband. Hamburg: Meiner 2020, S. 314–315). Fritz Medicus gab schließlich 1908–1912 bei Meiner in Leipzig eine sechsbändige Werkausgabe Fichtes heraus. Vgl. außerdem Windelband an Felix Meiner vom 21.12.1912 (Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband 2020, S. 401–402) über die Chancen, eine von Medicus mit erarbeitete Fichte-Gesamtausgabe als Heidelberger Akademieprojekt zu verwirklichen (kam nicht zustande; eine Fichte-Gesamtausgabe wurde erst ab 1962 von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften bearbeitet).&#xD;&#xA;">Fichte</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="neue Fichteausgabe ] vgl. zu diesem von Rickert verfolgten Plan Wilhelm Windelband an Rickert vom 26.3.1901 (abgedruckt in Bohr/Hartung: Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband. Hamburg: Meiner 2020, S. 314–315). Fritz Medicus gab schließlich 1908–1912 bei Meiner in Leipzig eine sechsbändige Werkausgabe Fichtes heraus. Vgl. außerdem Windelband an Felix Meiner vom 21.12.1912 (Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband 2020, S. 401–402) über die Chancen, eine von Medicus mit erarbeitete Fichte-Gesamtausgabe als Heidelberger Akademieprojekt zu verwirklichen (kam nicht zustande; eine Fichte-Gesamtausgabe wurde erst ab 1962 von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften bearbeitet).&#xD;&#xA;">ausgabe</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="neue Fichteausgabe ] vgl. zu diesem von Rickert verfolgten Plan Wilhelm Windelband an Rickert vom 26.3.1901 (abgedruckt in Bohr/Hartung: Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband. Hamburg: Meiner 2020, S. 314–315). Fritz Medicus gab schließlich 1908–1912 bei Meiner in Leipzig eine sechsbändige Werkausgabe Fichtes heraus. Vgl. außerdem Windelband an Felix Meiner vom 21.12.1912 (Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband 2020, S. 401–402) über die Chancen, eine von Medicus mit erarbeitete Fichte-Gesamtausgabe als Heidelberger Akademieprojekt zu verwirklichen (kam nicht zustande; eine Fichte-Gesamtausgabe wurde erst ab 1962 von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften bearbeitet).">[2]</a> habe ich schon vor geraumer Zeit mit Herrn D<sup><u>r</u></sup> <span class="ED-name">Medicus</span> besprochen. Es freut mich, daß Sie denselben Gedanken gehabt haben – der beste Beweis, daß die Sache in der Luft liegt. Herr D<sup><u>r</u></sup> <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Medicus ist durch Ihren Fichteartikel für Fichte gewonnen ] vgl. zu Medicus sowie zu Rickerts Aufsatz: Vaihinger an Rickert von Februar 1898 und vom 29.7.1898.&#xD;&#xA;">Medicus</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Medicus ist durch Ihren Fichteartikel für Fichte gewonnen ] vgl. zu Medicus sowie zu Rickerts Aufsatz: Vaihinger an Rickert von Februar 1898 und vom 29.7.1898.&#xD;&#xA;"> ist </span><u><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Medicus ist durch Ihren Fichteartikel für Fichte gewonnen ] vgl. zu Medicus sowie zu Rickerts Aufsatz: Vaihinger an Rickert von Februar 1898 und vom 29.7.1898.&#xD;&#xA;">durch Ihren Fichteartikel</span></u><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Medicus ist durch Ihren Fichteartikel für Fichte gewonnen ] vgl. zu Medicus sowie zu Rickerts Aufsatz: Vaihinger an Rickert von Februar 1898 und vom 29.7.1898.&#xD;&#xA;"> für </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Medicus ist durch Ihren Fichteartikel für Fichte gewonnen ] vgl. zu Medicus sowie zu Rickerts Aufsatz: Vaihinger an Rickert von Februar 1898 und vom 29.7.1898.&#xD;&#xA;">Fichte</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Medicus ist durch Ihren Fichteartikel für Fichte gewonnen ] vgl. zu Medicus sowie zu Rickerts Aufsatz: Vaihinger an Rickert von Februar 1898 und vom 29.7.1898.&#xD;&#xA;"> gewonnen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Medicus ist durch Ihren Fichteartikel für Fichte gewonnen ] vgl. zu Medicus sowie zu Rickerts Aufsatz: Vaihinger an Rickert von Februar 1898 und vom 29.7.1898.">[3]</a> worden. Derselbe ist ein sehr tüchtiger junger Mann und eigentlich zu <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="gut ] Wort durch Lochung verstümmelt&#xD;&#xA;">gut</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="gut ] Wort durch Lochung verstümmelt">[a]</a> für die Redactionsgeschäfte; er habilitirt sich hier im Sommer, bleibt aber bei mir. Collegialen Gruß Ihr</p><p class="ED-signed">H. V.</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">gut</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Wort durch Lochung verstümmelt</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Brief <span class="ED-name">Paulsen</span>s an Sie</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Rickert an Vaihinger vom 2.4.1901. Zuvor waren versehentlich Briefe in die jeweils falschen Couverts gelangt, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <span class="ED-name">Friedrich Paulsen</span> an Rickert aus Steglitz bei Berlin vom 2.4.1901: <span class="ED-rdg">Verehrter Herr College! Ich habe eine Pfuscherei gemacht: Ihr Brief [</span>gemeint ist der für <span class="ED-name">Rickert</span> bestimmte<span class="ED-rdg">] ist an Hrn. Vaihinger gegangen von wo ich ihn eben zurückerhalte. Bitte schicken sie den [</span>von <span class="ED-name">Paulsen</span><span class="ED-rdg">] an Vaihinger gemeinten nach Halle a S. Reichardtstr. 15.</span> Das zwar an <span class="ED-name">Rickert</span> gerichtete, aber an Vaihinger fehlgeleitete Schreiben <span class="ED-name">Paulsen</span>s von 31.3.1901 hat den Wortlaut: <span class="ED-rdg">Verehrter Herr Kollege! Auf Ihre Anfrage beeile ich mich zu erwidern, daß Herr Kabitz am Ende des W[inter] Semesters bei uns das Doctorexamen in der Philos[ophie] gemacht hat, magna c[um] laude. Seine Dissertation, eine umfangreiche Abhandlung über Fichtes philos[ophische] Entwickelung, stützt sich eben auf den handschriftlichen Nachlaß, von dem Stücke beigelegt waren; sie ist aber noch nicht gedruckt, es schweben Verhandlungen mit Zeitschriften. Dr. Kabitz, den ich heute traf, freut sich Ihrer Absicht u. würde an der Herausgabe der Werke Fichtes sich gern beteiligen. Ich schätze ihn sehr u. glaube, daß Sie an ihm einen sehr tüchtigen Mitarbeiter haben würden. Er ist auch persönlich ein | liebenswürdiger u. zuverlässiger junger Mann. Seine Adresse ist Berlin N. Hirtenstr. 5A. Auf Ihr Fichtebuch bei Frommann [</span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> darüber auch Vaihinger an Rickert vom 10.8.1898<span class="ED-rdg">] freue ich mich. Die Persönlichkeit des Mannes hat etwas Gewaltiges, auch für den, der seiner Art, erkenntnistheoretische in metaphysische Probleme aufzulösen, nicht durchweg folgt.</span> (Universitätsbibliothek Heidelberg, Heid. Hs. 2740 III A152, 7 <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> 8. Die Rede ist von <span class="ED-name">Willy Kabitz</span> (1876–1942), 1901 bei Paulsen, dessen Schwiegersohn Kabitz 1908 wurde, mit einer Arbeit über Fichtes Wissenschaftslehre promoviert. Leibnizforscher an der Preußischen Akademie der Wissenschaften, 1905 an der Technischen Hochschule Hannover habilitiert. 2. Habilitation in Breslau 1908; 1910 Studien-Weltreise (Bildungs- und Schulsysteme). 1914 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> in Breslau, 1915 in Münster, seit 1921 dort <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> für Philosophie und Pädagogik; <abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">neue <span class="ED-name">Fichte</span>ausgabe</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> zu diesem von <span class="ED-name">Rickert</span> verfolgten Plan <span class="ED-name">Wilhelm Windelband</span> an Rickert vom 26.3.1901 (abgedruckt in Bohr/Hartung: Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband. Hamburg: Meiner 2020, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 314–315). <span class="ED-name">Fritz Medicus</span> gab schließlich 1908–1912 bei Meiner in Leipzig eine sechsbändige Werkausgabe Fichtes heraus. <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr> außerdem Windelband an <span class="ED-name">Felix Meiner</span> vom 21.12.1912 (Forschungsgrundlagen Wilhelm Windelband 2020, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 401–402) über die Chancen, eine von <span class="ED-name">Medicus</span> mit erarbeitete <span class="ED-name">Fichte</span>-Gesamtausgabe als Heidelberger Akademieprojekt zu verwirklichen (kam nicht zustande; eine <span class="ED-name">Fichte</span>-Gesamtausgabe wurde erst ab 1962 von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften bearbeitet).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Medicus</span> ist <u>durch Ihren Fichteartikel</u> für <span class="ED-name">Fichte</span> gewonnen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> zu <span class="ED-name">Medicus</span> sowie zu <span class="ED-name">Rickert</span>s Aufsatz: Vaihinger an Rickert von Februar 1898 und vom 29.7.1898.</div></div></body></html>