<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Karl Groos an Vaihinger, Basel, 25.5.1900, 2 S., hs., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXII, 1 n, Nr. 1</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000740-5"/><style type="text/css">
.ED-TEI {
font-family: serif;
line-height: 1.2em;
}
.ED-text {
border: 1px solid LightGray;
padding: 1em;
}
.ED-titleStmt,
.ED-app-title {
font-size: 1.1em;
font-family: serif;
font-style: italic;
font-weight: normal;
margin: 2em 0em 1em;
}
.ED-dateline {
text-align: right;
margin: 0em;
margin-top: 1em;
}
.ED-title,
.ED-p,
.ED-salute,
.ED-signed,
.ED-docAuthor {
text-indent: 0em;
margin: 0em;
margin-top: 1em;
}
.ED-p + .ED-p {
text-indent: 1em;
margin: 0em;
}
.ED-title + .ED-title,
.ED-dateline  + .ED-dateline,
.ED-salute    + .ED-salute,
.ED-signed    + .ED-signed,
.ED-docAuthor + .ED-docAuthor {
margin: 0em;
}
.ED-back,
.ED-postscript {
border: 1px solid LightGray;
margin: 1em 0em;
}
.ED-add,
.ED-pb {
color: Gray;
}
.ED-label-formprint {
font-family: sans-serif;
}
sup {
vertical-align: super;
font-size: 80%;
line-height: 100%;
}
a.ED-anchor {
font-style: normal;
vertical-align: super;
font-size: 80%;
line-height: 100%;
}
.ED-text-lem {
text-decoration: underline dotted;
}
.ED-app-philological,
.ED-app-editorial {
position: relative;
margin: .3em 0em;
margin-left: 2.5em;
font-style: italic;
}
.ED-app-num {
left: -2.5em;
}
.ED-app-corresp {
left: -.8em;
}
.ED-app-num,
.ED-app-corresp {
position: absolute;
text-indent: 0em;
font-style: normal;
}
.ED-lem,
.ED-lem-sep,
.ED-rdg {
font-style: normal;
}</style></head><body><div class="ED-TEI"><p class="ED-titleStmt"><span class="ED-persName-sent">Karl Groos</span> an <span class="ED-persName-received">Vaihinger</span>, <span class="ED-location-sent">Basel</span>, <span class="ED-date">25.5.1900</span>, <span class="ED-note">2 S., hs.</span>, <span class="ED-pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXII, 1 n, Nr. 1</span></p><div class="ED-text"><p class="ED-dateline">Basel, <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="25 ] verbessert aus: 24&#xD;&#xA;">25</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="25 ] verbessert aus: 24">[a]</a> Mai 1900.</p><p class="ED-salute">Verehrter Herr College!</p><p class="ED-p"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="Heute endlich sende ich Ihnen die gewünschte Mittheilung. ] liegt nicht bei; meint womöglich eine Fassung oder ein Manuskript von Groos, Karl: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen? In: Kant-Studien 5 (1901), S. 177–181.&#xD;&#xA;">Heute endlich sende ich Ihnen die gewünschte Mittheilung.</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Heute endlich sende ich Ihnen die gewünschte Mittheilung. ] liegt nicht bei; meint womöglich eine Fassung oder ein Manuskript von Groos, Karl: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen? In: Kant-Studien 5 (1901), S. 177–181.">[1]</a> Da Sie nun doch eigentlich „Schuld“ daran sind, dass die ursprüngliche Postkarte sich so bedenklich ausgewachsen hat, so wage ich, Sie zu bitten, die paar Seiten mit kritischem Auge zu durchlaufen, ob Sie vielleicht irgendwo eine Dummheit finden, die einem gründlicheren Kenner der Litteratur nicht passirt wäre.</p><p class="ED-p">Speciell habe ich eine Frage auf dem Herzen. Ist <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="der S. 6 f. entwickelte zweite Hauptgrund ] vgl. Groos, Karl: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen? In: Kant-Studien 5 (1901), S. 177–181, hier S. 180–181.&#xD;&#xA;">der </span><abbr title="Seite" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="der S. 6 f. entwickelte zweite Hauptgrund ] vgl. Groos, Karl: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen? In: Kant-Studien 5 (1901), S. 177–181, hier S. 180–181.&#xD;&#xA;">S.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="der S. 6 f. entwickelte zweite Hauptgrund ] vgl. Groos, Karl: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen? In: Kant-Studien 5 (1901), S. 177–181, hier S. 180–181.&#xD;&#xA;"> 6 </span><abbr title="folgend" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="der S. 6 f. entwickelte zweite Hauptgrund ] vgl. Groos, Karl: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen? In: Kant-Studien 5 (1901), S. 177–181, hier S. 180–181.&#xD;&#xA;">f.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="der S. 6 f. entwickelte zweite Hauptgrund ] vgl. Groos, Karl: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen? In: Kant-Studien 5 (1901), S. 177–181, hier S. 180–181.&#xD;&#xA;"> entwickelte zweite Hauptgrund</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="der S. 6 f. entwickelte zweite Hauptgrund ] vgl. Groos, Karl: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen? In: Kant-Studien 5 (1901), S. 177–181, hier S. 180–181.">[2]</a> thatsächlich auf die angeführten Stellen in den Prolegomena gestützt, oder habe ich wichtige andere Stellen bei <span class="ED-name">Kant</span> übersehen? <u><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Wenn die Prolegomena … gemeint sind ] vgl. Groos: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen sowie Kant, Immanuel: Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können, hg. v. Karl Schulz. Leipzig: Reclam o. J. [Vorrede datiert auf Juli 1888] , S. 31: Hume ging hauptsächlich von einem einzigen, aber wichtigen Begriffe der Metaphysik aus, nämlich dem der Verknüpfung der Ursache und Wirkung […]. Vgl., womöglich mit Bezug auf die zitierte Stelle bei Kant: Riehl, Alois: Der philosophische Kriticismus und seine Bedeutung für die positive Wissenschaft. Bd. 1: Geschichte und Methode des philosophischen Kriticismus. Leipzig: Wilhelm Engelmann 1876, S. 69: Die Consequenzen also, nicht die Tendenzen Hume’s waren skeptische; und diese skeptischen Folgen gingen nicht so fast aus der in der Hauptsache richtigen Kritik der Causalität hervor, als vielmehr, wie gezeigt werden wird, aus der falschen Theorie, ja der gänzlichen Verkennung der Natur des mathematischen Erkennens. […] Die Aeusserung, Hume habe nur eine einzige Art der Verknüpfung a priori, den Grundsatz der Causalität untersucht, ohne die übrigen Arten, namentlich den Grundsatz der Substantialität zu berücksichtigen, enthält einen thatsächlichen Irrthum, da ja der „Treatise“ grade dem letzteren Begriffsverhältniss eine sehr ausführliche Erörterung in skeptischer Form widmet und überdies die metaphysischen Vorstellungen der Seele und der persönlichen Identität der einschneidendsten Kritik unterzieht.&#xD;&#xA;">Wenn</span></u><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Wenn die Prolegomena … gemeint sind ] vgl. Groos: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen sowie Kant, Immanuel: Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können, hg. v. Karl Schulz. Leipzig: Reclam o. J. [Vorrede datiert auf Juli 1888] , S. 31: Hume ging hauptsächlich von einem einzigen, aber wichtigen Begriffe der Metaphysik aus, nämlich dem der Verknüpfung der Ursache und Wirkung […]. Vgl., womöglich mit Bezug auf die zitierte Stelle bei Kant: Riehl, Alois: Der philosophische Kriticismus und seine Bedeutung für die positive Wissenschaft. Bd. 1: Geschichte und Methode des philosophischen Kriticismus. Leipzig: Wilhelm Engelmann 1876, S. 69: Die Consequenzen also, nicht die Tendenzen Hume’s waren skeptische; und diese skeptischen Folgen gingen nicht so fast aus der in der Hauptsache richtigen Kritik der Causalität hervor, als vielmehr, wie gezeigt werden wird, aus der falschen Theorie, ja der gänzlichen Verkennung der Natur des mathematischen Erkennens. […] Die Aeusserung, Hume habe nur eine einzige Art der Verknüpfung a priori, den Grundsatz der Causalität untersucht, ohne die übrigen Arten, namentlich den Grundsatz der Substantialität zu berücksichtigen, enthält einen thatsächlichen Irrthum, da ja der „Treatise“ grade dem letzteren Begriffsverhältniss eine sehr ausführliche Erörterung in skeptischer Form widmet und überdies die metaphysischen Vorstellungen der Seele und der persönlichen Identität der einschneidendsten Kritik unterzieht.&#xD;&#xA;"> die Prolegomena mit ihrem </span><span class="ED-pb"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Wenn die Prolegomena … gemeint sind ] vgl. Groos: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen sowie Kant, Immanuel: Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können, hg. v. Karl Schulz. Leipzig: Reclam o. J. [Vorrede datiert auf Juli 1888] , S. 31: Hume ging hauptsächlich von einem einzigen, aber wichtigen Begriffe der Metaphysik aus, nämlich dem der Verknüpfung der Ursache und Wirkung […]. Vgl., womöglich mit Bezug auf die zitierte Stelle bei Kant: Riehl, Alois: Der philosophische Kriticismus und seine Bedeutung für die positive Wissenschaft. Bd. 1: Geschichte und Methode des philosophischen Kriticismus. Leipzig: Wilhelm Engelmann 1876, S. 69: Die Consequenzen also, nicht die Tendenzen Hume’s waren skeptische; und diese skeptischen Folgen gingen nicht so fast aus der in der Hauptsache richtigen Kritik der Causalität hervor, als vielmehr, wie gezeigt werden wird, aus der falschen Theorie, ja der gänzlichen Verkennung der Natur des mathematischen Erkennens. […] Die Aeusserung, Hume habe nur eine einzige Art der Verknüpfung a priori, den Grundsatz der Causalität untersucht, ohne die übrigen Arten, namentlich den Grundsatz der Substantialität zu berücksichtigen, enthält einen thatsächlichen Irrthum, da ja der „Treatise“ grade dem letzteren Begriffsverhältniss eine sehr ausführliche Erörterung in skeptischer Form widmet und überdies die metaphysischen Vorstellungen der Seele und der persönlichen Identität der einschneidendsten Kritik unterzieht.&#xD;&#xA;">|</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Wenn die Prolegomena … gemeint sind ] vgl. Groos: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen sowie Kant, Immanuel: Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können, hg. v. Karl Schulz. Leipzig: Reclam o. J. [Vorrede datiert auf Juli 1888] , S. 31: Hume ging hauptsächlich von einem einzigen, aber wichtigen Begriffe der Metaphysik aus, nämlich dem der Verknüpfung der Ursache und Wirkung […]. Vgl., womöglich mit Bezug auf die zitierte Stelle bei Kant: Riehl, Alois: Der philosophische Kriticismus und seine Bedeutung für die positive Wissenschaft. Bd. 1: Geschichte und Methode des philosophischen Kriticismus. Leipzig: Wilhelm Engelmann 1876, S. 69: Die Consequenzen also, nicht die Tendenzen Hume’s waren skeptische; und diese skeptischen Folgen gingen nicht so fast aus der in der Hauptsache richtigen Kritik der Causalität hervor, als vielmehr, wie gezeigt werden wird, aus der falschen Theorie, ja der gänzlichen Verkennung der Natur des mathematischen Erkennens. […] Die Aeusserung, Hume habe nur eine einzige Art der Verknüpfung a priori, den Grundsatz der Causalität untersucht, ohne die übrigen Arten, namentlich den Grundsatz der Substantialität zu berücksichtigen, enthält einen thatsächlichen Irrthum, da ja der „Treatise“ grade dem letzteren Begriffsverhältniss eine sehr ausführliche Erörterung in skeptischer Form widmet und überdies die metaphysischen Vorstellungen der Seele und der persönlichen Identität der einschneidendsten Kritik unterzieht.&#xD;&#xA;"> „hauptsächlich“ von </span><u><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Wenn die Prolegomena … gemeint sind ] vgl. Groos: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen sowie Kant, Immanuel: Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können, hg. v. Karl Schulz. Leipzig: Reclam o. J. [Vorrede datiert auf Juli 1888] , S. 31: Hume ging hauptsächlich von einem einzigen, aber wichtigen Begriffe der Metaphysik aus, nämlich dem der Verknüpfung der Ursache und Wirkung […]. Vgl., womöglich mit Bezug auf die zitierte Stelle bei Kant: Riehl, Alois: Der philosophische Kriticismus und seine Bedeutung für die positive Wissenschaft. Bd. 1: Geschichte und Methode des philosophischen Kriticismus. Leipzig: Wilhelm Engelmann 1876, S. 69: Die Consequenzen also, nicht die Tendenzen Hume’s waren skeptische; und diese skeptischen Folgen gingen nicht so fast aus der in der Hauptsache richtigen Kritik der Causalität hervor, als vielmehr, wie gezeigt werden wird, aus der falschen Theorie, ja der gänzlichen Verkennung der Natur des mathematischen Erkennens. […] Die Aeusserung, Hume habe nur eine einzige Art der Verknüpfung a priori, den Grundsatz der Causalität untersucht, ohne die übrigen Arten, namentlich den Grundsatz der Substantialität zu berücksichtigen, enthält einen thatsächlichen Irrthum, da ja der „Treatise“ grade dem letzteren Begriffsverhältniss eine sehr ausführliche Erörterung in skeptischer Form widmet und überdies die metaphysischen Vorstellungen der Seele und der persönlichen Identität der einschneidendsten Kritik unterzieht.&#xD;&#xA;">Riehl</span></span></u><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Wenn die Prolegomena … gemeint sind ] vgl. Groos: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen sowie Kant, Immanuel: Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können, hg. v. Karl Schulz. Leipzig: Reclam o. J. [Vorrede datiert auf Juli 1888] , S. 31: Hume ging hauptsächlich von einem einzigen, aber wichtigen Begriffe der Metaphysik aus, nämlich dem der Verknüpfung der Ursache und Wirkung […]. Vgl., womöglich mit Bezug auf die zitierte Stelle bei Kant: Riehl, Alois: Der philosophische Kriticismus und seine Bedeutung für die positive Wissenschaft. Bd. 1: Geschichte und Methode des philosophischen Kriticismus. Leipzig: Wilhelm Engelmann 1876, S. 69: Die Consequenzen also, nicht die Tendenzen Hume’s waren skeptische; und diese skeptischen Folgen gingen nicht so fast aus der in der Hauptsache richtigen Kritik der Causalität hervor, als vielmehr, wie gezeigt werden wird, aus der falschen Theorie, ja der gänzlichen Verkennung der Natur des mathematischen Erkennens. […] Die Aeusserung, Hume habe nur eine einzige Art der Verknüpfung a priori, den Grundsatz der Causalität untersucht, ohne die übrigen Arten, namentlich den Grundsatz der Substantialität zu berücksichtigen, enthält einen thatsächlichen Irrthum, da ja der „Treatise“ grade dem letzteren Begriffsverhältniss eine sehr ausführliche Erörterung in skeptischer Form widmet und überdies die metaphysischen Vorstellungen der Seele und der persönlichen Identität der einschneidendsten Kritik unterzieht.&#xD;&#xA;"> gemeint sind</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Wenn die Prolegomena … gemeint sind ] vgl. Groos: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen sowie Kant, Immanuel: Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können, hg. v. Karl Schulz. Leipzig: Reclam o. J. [Vorrede datiert auf Juli 1888] , S. 31: Hume ging hauptsächlich von einem einzigen, aber wichtigen Begriffe der Metaphysik aus, nämlich dem der Verknüpfung der Ursache und Wirkung […]. Vgl., womöglich mit Bezug auf die zitierte Stelle bei Kant: Riehl, Alois: Der philosophische Kriticismus und seine Bedeutung für die positive Wissenschaft. Bd. 1: Geschichte und Methode des philosophischen Kriticismus. Leipzig: Wilhelm Engelmann 1876, S. 69: Die Consequenzen also, nicht die Tendenzen Hume’s waren skeptische; und diese skeptischen Folgen gingen nicht so fast aus der in der Hauptsache richtigen Kritik der Causalität hervor, als vielmehr, wie gezeigt werden wird, aus der falschen Theorie, ja der gänzlichen Verkennung der Natur des mathematischen Erkennens. […] Die Aeusserung, Hume habe nur eine einzige Art der Verknüpfung a priori, den Grundsatz der Causalität untersucht, ohne die übrigen Arten, namentlich den Grundsatz der Substantialität zu berücksichtigen, enthält einen thatsächlichen Irrthum, da ja der „Treatise“ grade dem letzteren Begriffsverhältniss eine sehr ausführliche Erörterung in skeptischer Form widmet und überdies die metaphysischen Vorstellungen der Seele und der persönlichen Identität der einschneidendsten Kritik unterzieht.">[3]</a>, so ist seine Darstellung sicher ein wenig zu positiv ausgefallen.</p><p class="ED-p">Mit den besten Grüssen Ihr sehr ergebener</p><p class="ED-signed">K Groos.</p><hr class="ED-postscript"/><p class="ED-p">Besten Dank für <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="die freundliche Erwähnung … Kantstudien ] vgl. Vaihinger (Fritz Medicus nicht auszuschließen): Bibliographische Notizen. In: Kant-Studien 4 ([1899]/1900), S. 344–352, hier S. 349.&#xD;&#xA;">die freundliche Erwähnung meiner „Spiele“ in den Kantstudien</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="die freundliche Erwähnung … Kantstudien ] vgl. Vaihinger (Fritz Medicus nicht auszuschließen): Bibliographische Notizen. In: Kant-Studien 4 ([1899]/1900), S. 344–352, hier S. 349.">[4]</a>!</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">25</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>verbessert aus: <span class="ED-rdg">24</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Heute endlich sende ich Ihnen die gewünschte Mittheilung.</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>liegt nicht bei; meint womöglich eine Fassung oder ein Manuskript von Groos, Karl: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen? In: Kant-Studien 5 (1901), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 177–181.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">der <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 6 <abbr title="folgend" class="ED-abbr">f.</abbr> entwickelte zweite Hauptgrund</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Groos, Karl: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen? In: Kant-Studien 5 (1901), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 177–181, hier <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 180–181.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem"><u>Wenn</u> die Prolegomena … gemeint sind</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Groos: Hat Kant Hume’s Treatise gelesen sowie Kant, Immanuel: Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können, <abbr title="herausgegeben" class="ED-abbr">hg.</abbr> <abbr title="von " class="ED-abbr">v.</abbr> Karl Schulz. Leipzig: Reclam <abbr title="ohne Jahr" class="ED-abbr">o. J.</abbr> [Vorrede datiert auf Juli 1888] , <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 31: <span class="ED-rdg">Hume ging hauptsächlich von einem einzigen, aber wichtigen Begriffe der Metaphysik aus, nämlich dem der Verknüpfung der Ursache und Wirkung […]</span>. <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr>, womöglich mit Bezug auf die zitierte Stelle bei <span class="ED-name">Kant</span>: Riehl, Alois: Der philosophische Kriticismus und seine Bedeutung für die positive Wissenschaft. <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 1: Geschichte und Methode des philosophischen Kriticismus. Leipzig: Wilhelm Engelmann 1876, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 69: <span class="ED-rdg">Die Consequenzen also, nicht die Tendenzen Hume’s waren skeptische; und diese skeptischen Folgen gingen nicht so fast aus der in der Hauptsache richtigen Kritik der Causalität hervor, als vielmehr, wie gezeigt werden wird, aus der falschen Theorie, ja der gänzlichen Verkennung der Natur des mathematischen Erkennens. […] Die Aeusserung, Hume habe nur eine einzige Art der Verknüpfung a priori, den Grundsatz der Causalität untersucht, ohne die übrigen Arten, namentlich den Grundsatz der Substantialität zu berücksichtigen, enthält einen thatsächlichen Irrthum, da ja der „Treatise“ grade dem letzteren Begriffsverhältniss eine sehr ausführliche Erörterung in skeptischer Form widmet und überdies die metaphysischen Vorstellungen der Seele und der persönlichen Identität der einschneidendsten Kritik unterzieht.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">die freundliche Erwähnung … Kantstudien</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger (Fritz Medicus nicht auszuschließen): Bibliographische Notizen. In: Kant-Studien 4 ([1899]/1900), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 344–352, hier <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 349.</div></div></body></html>