<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Vaihinger an Eduard Zeller, Halle, 27.11.1899, 3 S., hs. (von anderer Hd., mit eU), Briefkopf Redaction der „Kantstudien“ | (Verlag von Reuther und Reichard, Berlin) | Prof. Dr. Vaihinger | HALLE a. S., den | Reichardtstr. 15., Universitätsbibliothek Tübingen, http://idb.ub.uni-tuebingen.de/opendigi/Md747-782</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000718-6"/><style type="text/css">
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November 99.</p><p class="ED-salute"><abbr title="Euere" class="ED-abbr">Ew.</abbr> <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="Excellenz ] danach 2 Zeilen freigelassen&#xD;&#xA;">Excellenz</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="Excellenz ] danach 2 Zeilen freigelassen">[a]</a></p><p class="ED-p">spreche ich meinen ganz ergebensten Dank aus für die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="Erlaubnis ] vgl. Zeller an Vaihinger vom 6.11.1899&#xD;&#xA;">Erlaubnis</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Erlaubnis ] vgl. Zeller an Vaihinger vom 6.11.1899">[1]</a>, Ihr <span class="ED-name">Kant</span>bild photographiren zu lassen. Dasselbe stimmt vollständig überein mit den von <span class="ED-name">Charles <u>Vernet</u></span> gemalten <span class="ED-name">Kant</span>bildern. Derselbe hat diesen Typus mehrfach wiederholt, und von diesen Bildern sind noch mehrere in Königsberger Familien erhalten. Wahrscheinlich hat auch <span class="ED-name">Helmholtz</span> das Bild <span class="ED-pb">|</span> von einer Königsberger Familie während seines dortigen Aufenthaltes geschenkt bekommen. Der betreffende Typus ist auch schon durch mehrere Stiche bekannt. (Diese Mitteilungen stammen aus <u>D. Minden</u>, „Über Porträts und Abbildungen Immanuel Kants“, Königsberg 1868.) Jedoch weichen diese Stiche, soweit sie mir bekannt sind, etwas ab von Ihrem Original. Stiche geben ja niemals absolut treu ein Original wieder, wie das bei mechanischen Reproductionen der Fall ist. Die vorliegende Photographie ist ein so sprechendes Bild, dass <span class="ED-pb">|</span> ich trotz der schon mehrfach wiederholten Reproduction es in Aussicht nehme, das Bild <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="in einem der nächsten Hefte ] vgl. ungezeichnet [Vaihinger]: Das Helmholtz-Zeller’sche Kantbild. (Mit Abbildung [nach S. VI.]) In: Kant-Studien 5 (1901), S. 143–144, im Wortlaut angelehnt an das vorliegende Schreiben: Wir sind in der angenehmen Lage, auch diesmal wieder unsern Lesern die Reproduktion eines Kantbildes bieten zu können. Zwar ist es kein neuer, bisher unbekannter Typus, dem das Bild angehört, aber dasselbe erhält doch ein ganz besonderes Interesse dadurch, dass es hinter einander im Besitze von zwei der hervorragendsten Gelehrten Deutschlands gewesen ist, welche gerade für das Wiederaufleben der Kantischen Philosophie von entscheidender Bedeutung gewesen sind. Das Bild gehörte nämlich ursprünglich Helmholtz, in dessen Besitz es wahrscheinlich durch Schenkung gekommen ist, als derselbe in Königsberg Professor war. Näheres über den Ursprung des Bildes ausfindig zu machen, ist nicht möglich gewesen. Nach dem Tode von Helmholtz bekam es sein Freund E. Zeller zum Andenken, welcher in liebenswürdigster Weise die Erlaubnis gegeben hat, das Bild in den „KSt.“ zu reproduzieren. Das Original ist eines der von Charles Vernet gemalten Kantporträts. Vernet hat mehrere wesentlich identische Porträts Kant gemalt. (Vgl. hierüber D. Minden, „Porträts u. Abbildungen I. Kants“, Königsberg, 1868, S. 7 f. und die Notiz in den „KSt.“ III, S. 256.) Unsere Reproduktion beruht auf einer Photographie des Bildes in der Grösse des Originals, aufgenommen von Brandseph in Stuttgart. Der Typus der Vernetschen Porträts ist durch zahlreiche Stiche vervielfältigt worden. Aber welch ein Unterschied zwischen einem solchen Stich und einer mechanischen Reproduktion! Unsere Lichtdruckreproduktion giebt die feinen Züge des Originals mit ungleich viel grösserer Schärfe und Deutlichkeit wieder als die Stiche. Jeder Stecher macht eben unwillkürlich gewisse feine Änderungen, welche den Eindruck des Originals oft sehr wesentlich alteriren. Dies ist auch bei den Stichen nach Vernet der Fall, und so dürfen wir sagen, dass wir, obgleich der Typus des Bildes ein bekannter ist, doch durch unsere Lichtdruck-Reproduktion etwas wesentlich Neues bringen.&#xD;&#xA;">in einem der nächsten Hefte</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="in einem der nächsten Hefte ] vgl. ungezeichnet [Vaihinger]: Das Helmholtz-Zeller’sche Kantbild. (Mit Abbildung [nach S. VI.]) In: Kant-Studien 5 (1901), S. 143–144, im Wortlaut angelehnt an das vorliegende Schreiben: Wir sind in der angenehmen Lage, auch diesmal wieder unsern Lesern die Reproduktion eines Kantbildes bieten zu können. Zwar ist es kein neuer, bisher unbekannter Typus, dem das Bild angehört, aber dasselbe erhält doch ein ganz besonderes Interesse dadurch, dass es hinter einander im Besitze von zwei der hervorragendsten Gelehrten Deutschlands gewesen ist, welche gerade für das Wiederaufleben der Kantischen Philosophie von entscheidender Bedeutung gewesen sind. Das Bild gehörte nämlich ursprünglich Helmholtz, in dessen Besitz es wahrscheinlich durch Schenkung gekommen ist, als derselbe in Königsberg Professor war. Näheres über den Ursprung des Bildes ausfindig zu machen, ist nicht möglich gewesen. Nach dem Tode von Helmholtz bekam es sein Freund E. Zeller zum Andenken, welcher in liebenswürdigster Weise die Erlaubnis gegeben hat, das Bild in den „KSt.“ zu reproduzieren. Das Original ist eines der von Charles Vernet gemalten Kantporträts. Vernet hat mehrere wesentlich identische Porträts Kant gemalt. (Vgl. hierüber D. Minden, „Porträts u. Abbildungen I. Kants“, Königsberg, 1868, S. 7 f. und die Notiz in den „KSt.“ III, S. 256.) Unsere Reproduktion beruht auf einer Photographie des Bildes in der Grösse des Originals, aufgenommen von Brandseph in Stuttgart. Der Typus der Vernetschen Porträts ist durch zahlreiche Stiche vervielfältigt worden. Aber welch ein Unterschied zwischen einem solchen Stich und einer mechanischen Reproduktion! Unsere Lichtdruckreproduktion giebt die feinen Züge des Originals mit ungleich viel grösserer Schärfe und Deutlichkeit wieder als die Stiche. Jeder Stecher macht eben unwillkürlich gewisse feine Änderungen, welche den Eindruck des Originals oft sehr wesentlich alteriren. Dies ist auch bei den Stichen nach Vernet der Fall, und so dürfen wir sagen, dass wir, obgleich der Typus des Bildes ein bekannter ist, doch durch unsere Lichtdruck-Reproduktion etwas wesentlich Neues bringen.">[2]</a> zu veröffentlichen, um so mehr, als es ja dadurch einen ganz besonderen Wert gewinnt, dass es aus dem Besitz von führenden Männern unseres Jahrhunderts stammt, deren Werke vom <span class="ED-name">Kant</span>ischen Geiste durchtränkt sind.</p><p class="ED-p">In aufrichtiger Verehrung <abbr title="Euere" class="ED-abbr">Ew.</abbr> Excellenz ganz ergebenster</p><p class="ED-signed">H. Vaihinger</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Excellenz</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>danach 2 Zeilen freigelassen</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Erlaubnis</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Zeller an Vaihinger vom 6.11.1899</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">in einem der nächsten Hefte</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> ungezeichnet [Vaihinger]: Das Helmholtz-Zeller’sche Kantbild. (Mit Abbildung [nach <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> VI.]) In: Kant-Studien 5 (1901), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 143–144, im Wortlaut angelehnt an das vorliegende Schreiben: <span class="ED-rdg">Wir sind in der angenehmen Lage, auch diesmal wieder unsern Lesern die Reproduktion eines Kantbildes bieten zu können. Zwar ist es kein neuer, bisher unbekannter Typus, dem das Bild angehört, aber dasselbe erhält doch ein ganz besonderes Interesse dadurch, dass es hinter einander im Besitze von zwei der hervorragendsten Gelehrten Deutschlands gewesen ist, welche gerade für das Wiederaufleben der Kantischen Philosophie von entscheidender Bedeutung gewesen sind. Das Bild gehörte nämlich ursprünglich Helmholtz, in dessen Besitz es wahrscheinlich durch Schenkung gekommen ist, als derselbe in Königsberg Professor war. Näheres über den Ursprung des Bildes ausfindig zu machen, ist nicht möglich gewesen. Nach dem Tode von Helmholtz bekam es sein Freund E. Zeller zum Andenken, welcher in liebenswürdigster Weise die Erlaubnis gegeben hat, das Bild in den „KSt.“ zu reproduzieren. Das Original ist eines der von Charles Vernet gemalten Kantporträts. Vernet hat mehrere wesentlich identische Porträts Kant gemalt. (Vgl. hierüber D. Minden, „Porträts u. Abbildungen I. Kants“, Königsberg, 1868, S. 7 f. und die Notiz in den „KSt.“ III, S. 256.) Unsere Reproduktion beruht auf einer Photographie des Bildes in der Grösse des Originals, aufgenommen von Brandseph in Stuttgart. Der Typus der Vernetschen Porträts ist durch zahlreiche Stiche vervielfältigt worden. Aber welch ein Unterschied zwischen einem solchen Stich und einer mechanischen Reproduktion! Unsere Lichtdruckreproduktion giebt die feinen Züge des Originals mit ungleich viel grösserer Schärfe und Deutlichkeit wieder als die Stiche. 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