<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Gerardus Johannes Petrus Josephus Bolland an Vaihinger, Leiden, 15.1.1897, 4 S., hs., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 3 e, Nr. 1</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000586-4"/><style type="text/css">
.ED-TEI {
font-family: serif;
line-height: 1.2em;
}
.ED-text {
border: 1px solid LightGray;
padding: 1em;
}
.ED-titleStmt,
.ED-app-title {
font-size: 1.1em;
font-family: serif;
font-style: italic;
font-weight: normal;
margin: 2em 0em 1em;
}
.ED-dateline {
text-align: right;
margin: 0em;
margin-top: 1em;
}
.ED-title,
.ED-p,
.ED-salute,
.ED-signed,
.ED-docAuthor {
text-indent: 0em;
margin: 0em;
margin-top: 1em;
}
.ED-p + .ED-p {
text-indent: 1em;
margin: 0em;
}
.ED-title + .ED-title,
.ED-dateline  + .ED-dateline,
.ED-salute    + .ED-salute,
.ED-signed    + .ED-signed,
.ED-docAuthor + .ED-docAuthor {
margin: 0em;
}
.ED-back,
.ED-postscript {
border: 1px solid LightGray;
margin: 1em 0em;
}
.ED-add,
.ED-pb {
color: Gray;
}
.ED-label-formprint {
font-family: sans-serif;
}
sup {
vertical-align: super;
font-size: 80%;
line-height: 100%;
}
a.ED-anchor {
font-style: normal;
vertical-align: super;
font-size: 80%;
line-height: 100%;
}
.ED-text-lem {
text-decoration: underline dotted;
}
.ED-app-philological,
.ED-app-editorial {
position: relative;
margin: .3em 0em;
margin-left: 2.5em;
font-style: italic;
}
.ED-app-num {
left: -2.5em;
}
.ED-app-corresp {
left: -.8em;
}
.ED-app-num,
.ED-app-corresp {
position: absolute;
text-indent: 0em;
font-style: normal;
}
.ED-lem,
.ED-lem-sep,
.ED-rdg {
font-style: normal;
}</style></head><body><div class="ED-TEI"><p class="ED-titleStmt"><a id="_Hlk103599608" xml:id="_Hlk103599608"/><span class="ED-persName-sent">Gerardus Johannes Petrus Josephus Bolland</span> an <span class="ED-persName-received">Vaihinger</span>, <span class="ED-location-sent">Leiden</span>, <span class="ED-date">15.1.1897</span>, <span class="ED-note">4 S., hs.</span>, <span class="ED-pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 3 e, Nr. 1</span></p><div class="ED-text"><p class="ED-dateline">Leiden 15 Jan<span class="ED-add">[uar]</span> 1897.</p><p class="ED-salute">Verehrter Herr College,</p><p class="ED-p">die Kürze meines <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="postkartlichen Ausdrucks ] eine Postkarte Bollands an Vaihinger ist nicht überliefert, vgl. die Antwort von Vaihinger an Bolland vom 13.1.1897.&#xD;&#xA;">postkartlichen Ausdrucks</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="postkartlichen Ausdrucks ] eine Postkarte Bollands an Vaihinger ist nicht überliefert, vgl. die Antwort von Vaihinger an Bolland vom 13.1.1897.">[1]</a> hat, wie es scheint, ein völliges <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Missverständnis meiner Meinung ] vgl. Vaihinger an Bolland vom 13.1.1897&#xD;&#xA;">Missverständnis meiner Meinung</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Missverständnis meiner Meinung ] vgl. Vaihinger an Bolland vom 13.1.1897">[2]</a> in Ihnen veranlasst. Herr <span class="ED-name">Windelband</span> hat in seinen Präludien die Hartmann’sche Schriftstellerei <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="„eine ihr Unwesen treibende Popularphilosophie“ ] bei Wilhelm Windelband: Ueber Denken und Nachdenken. (Eine akademische Antrittsrede. 1877). In ders.: Präludien. Aufsätze und Reden zur Einleitung in die Philosophie. Freiburg i. B./Tübingen: Mohr (Siebeck) 1884, heißt es S. 192: Treibt doch mit diesem Worte [das Unbewusste] eine Popularphilosophie unserer Tage ihr Unwesen […].&#xD;&#xA;">„eine ihr Unwesen treibende Popularphilosophie“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="„eine ihr Unwesen treibende Popularphilosophie“ ] bei Wilhelm Windelband: Ueber Denken und Nachdenken. (Eine akademische Antrittsrede. 1877). In ders.: Präludien. Aufsätze und Reden zur Einleitung in die Philosophie. Freiburg i. B./Tübingen: Mohr (Siebeck) 1884, heißt es S. 192: Treibt doch mit diesem Worte [das Unbewusste] eine Popularphilosophie unserer Tage ihr Unwesen […].">[3]</a> genannt, obwol er anderswo <abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> eingesteht, <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="alle Religion sei in einem Erlösungsbedürfnis begründet ] bei Windelband: Die Geschichte der neueren Philosophie in ihrem Zusammenhange mit der allgemeinen Cultur und den besonderen Wissenschaften. 1. Bd.: Von der Renaissance bis Kant. Leipzig: Breitkopf und Härtel 1878 heißt es S. 111 innerhalb eines Referates über Jacob Böhme: Alle Religion aber ist pessimistisch, ihr tiefster Grund ist Erlösungsbedürfniss, und sie setzt deshalb die Vorstellung von der Verkehrtheit des Zustandes voraus, aus dem die Erlösung ersehnt wird.&#xD;&#xA;">alle Religion sei in einem Erlösungsbedürfnis begründet</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="alle Religion sei in einem Erlösungsbedürfnis begründet ] bei Windelband: Die Geschichte der neueren Philosophie in ihrem Zusammenhange mit der allgemeinen Cultur und den besonderen Wissenschaften. 1. Bd.: Von der Renaissance bis Kant. Leipzig: Breitkopf und Härtel 1878 heißt es S. 111 innerhalb eines Referates über Jacob Böhme: Alle Religion aber ist pessimistisch, ihr tiefster Grund ist Erlösungsbedürfniss, und sie setzt deshalb die Vorstellung von der Verkehrtheit des Zustandes voraus, aus dem die Erlösung ersehnt wird.">[4]</a>. (Gesch<span class="ED-add">[ichte]</span> d<span class="ED-add">[er]</span> n<span class="ED-add">[eueren]</span> Ph<span class="ED-add">[ilosophie]</span> I 111.) Wenn sich nun derselbe Herr wegen seines verschämten Mysticismus in Ihrem <span class="ED-name">Kant</span>commentar Worte wie <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="„mystischer Nebel“ ] bei Vaihinger: Commentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft. Zum hundertjährigen Jubiläum derselben. Bd. 2. Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union/Deutsche Verlagsgesellschaft 1892 heißt es S. 410: K. Fischer sucht nun eingehend nachzuweisen, dass „zwischen Kants naturgeschichtlicher Weltansicht und seiner Vernunftkritik kein Widerstreit“ bestehe. […] Will man also jenen circulus vitiosus in welchen nach Fischer nur Schopenhauer, nicht Kant verfallen sei, vom Standpunkt des Letzteren aus selbst vermeiden, so muss man mit Windelband in seiner Gesch. d. n. Philos. jene Formen nicht dem individuellen, sondern einem „überindividuellen“ Ich zuschreiben [folgt interner Seitenverweis]; macht man aber diese Wendung, so kommt man ins Spinozistische Fahrwasser und wird dem Fichte’schen Nebel zugetrieben.&#xD;&#xA;">„mystischer Nebel“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="„mystischer Nebel“ ] bei Vaihinger: Commentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft. Zum hundertjährigen Jubiläum derselben. Bd. 2. Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union/Deutsche Verlagsgesellschaft 1892 heißt es S. 410: K. Fischer sucht nun eingehend nachzuweisen, dass „zwischen Kants naturgeschichtlicher Weltansicht und seiner Vernunftkritik kein Widerstreit“ bestehe. […] Will man also jenen circulus vitiosus in welchen nach Fischer nur Schopenhauer, nicht Kant verfallen sei, vom Standpunkt des Letzteren aus selbst vermeiden, so muss man mit Windelband in seiner Gesch. d. n. Philos. jene Formen nicht dem individuellen, sondern einem „überindividuellen“ Ich zuschreiben [folgt interner Seitenverweis]; macht man aber diese Wendung, so kommt man ins Spinozistische Fahrwasser und wird dem Fichte’schen Nebel zugetrieben.">[5]</a> muss gefallen lassen, so finde ich, dass dieser vornehmer fachgelehrter Verächter <span class="ED-name">E. v. Hartmann</span>s für seine unanständigen Schmähungen den richtigen Lohn bekommt, obgleich an Ihnen selbst wiederum der Passus zu rügen ist. In Bezug auf E. v. H. verhalten sich die deutschen Fachgelehrten nahezu alle wie sie nicht sollten; überall erblicke <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="ich ] Einfügung über der Zeile&#xD;&#xA;">ich</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="ich ] Einfügung über der Zeile">[a]</a> Hartmann’sche Einflüsse ohne ausgesprochene Anerkennung, – <abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> bei <span class="ED-name">Eucken</span>, <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="„Grundbegriffe“ ] bei Rudolf Eucken: Geschichte und Kritik der Grundbegriffe der Gegenwart. Leipzig: Veit &amp; Comp. 1878, S. 248 (Kapitel Optimismus – Pessimismus) heißt es: Wird aber einmal der Geist als leidend betrachtet und nicht das Handeln, sondern das Empfinden als über unser Leben bestimmend angesehen, so ist freilich der Pessimismus einzig berechtigt, und es ist verkehrt, dann noch mit ihm über kleine Dinge zu markten. Denn dass in dem Mechanismus der Empfindungen Unlust und Schmerz leicht den Sieg über die Lust davontragen, und das Leben so betrachtet sich als ein stetes Schwanken zwischen Langeweile und Schmerz herausstellt, das ist von Alters her zur Genüge dargethan. Nur wird man auch diese Thatsache anders, ja geradezu entgegengesetzt deuten können, als es im landläufigen Pessimismus geschieht. Ueber die Kleinlichkeit der dieser Form zu Grunde liegenden Voraussetzungen aber darf kein Wort verloren werden. In Eucken: Die Grundbegriffe der Gegenwart, Historisch und kritisch entwickelt. 2., völlig umgearbeitete Aufl. Leipzig: Veit &amp; Comp. fällt die S. 248 in das Kapitel Idealismus – Realismus – Naturalismus, diese Ausgabe ist hier folglich nicht gemeint.&#xD;&#xA;">„Grundbegriffe“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="„Grundbegriffe“ ] bei Rudolf Eucken: Geschichte und Kritik der Grundbegriffe der Gegenwart. Leipzig: Veit &amp; Comp. 1878, S. 248 (Kapitel Optimismus – Pessimismus) heißt es: Wird aber einmal der Geist als leidend betrachtet und nicht das Handeln, sondern das Empfinden als über unser Leben bestimmend angesehen, so ist freilich der Pessimismus einzig berechtigt, und es ist verkehrt, dann noch mit ihm über kleine Dinge zu markten. Denn dass in dem Mechanismus der Empfindungen Unlust und Schmerz leicht den Sieg über die Lust davontragen, und das Leben so betrachtet sich als ein stetes Schwanken zwischen Langeweile und Schmerz herausstellt, das ist von Alters her zur Genüge dargethan. Nur wird man auch diese Thatsache anders, ja geradezu entgegengesetzt deuten können, als es im landläufigen Pessimismus geschieht. Ueber die Kleinlichkeit der dieser Form zu Grunde liegenden Voraussetzungen aber darf kein Wort verloren werden. In Eucken: Die Grundbegriffe der Gegenwart, Historisch und kritisch entwickelt. 2., völlig umgearbeitete Aufl. Leipzig: Veit &amp; Comp. fällt die S. 248 in das Kapitel Idealismus – Realismus – Naturalismus, diese Ausgabe ist hier folglich nicht gemeint.">[6]</a> 248, und wenn man in den „Kriticismus“ so <span class="ED-pb">|</span> etwas wie ein allumfassendes Gesammtbewusstsein (!) aufzunehmen sich genötigt sieht, so ist für mich ein solcher verspäteter <span class="ED-name">Fichte</span>anismus in Wirklichkeit nichts als eine in den Anfängen stecken bleibende Anerkennung der Wahrheit, dass von <span class="ED-name">Kant</span> der Weg folgerichtig zu E. v. H. führt. Sie selbst sind in Ihrer Weise ein Beispiel dieser Wahrheit, mag nun im Uebrigen die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="Phil. des Unbew. ] vgl. Eduard von Hartmann: Philosophie des Unbewussten. Versuch einer Weltanschauung. Berlin: C. Duncker 1869. Zahlreiche Auflagen.&#xD;&#xA;">Phil</span><span class="ED-add"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="Phil. des Unbew. ] vgl. Eduard von Hartmann: Philosophie des Unbewussten. Versuch einer Weltanschauung. Berlin: C. Duncker 1869. Zahlreiche Auflagen.&#xD;&#xA;">[osophie]</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="Phil. des Unbew. ] vgl. Eduard von Hartmann: Philosophie des Unbewussten. Versuch einer Weltanschauung. Berlin: C. Duncker 1869. Zahlreiche Auflagen.&#xD;&#xA;"> des Unbew</span><span class="ED-add"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="Phil. des Unbew. ] vgl. Eduard von Hartmann: Philosophie des Unbewussten. Versuch einer Weltanschauung. Berlin: C. Duncker 1869. Zahlreiche Auflagen.&#xD;&#xA;">[ussten]</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="Phil. des Unbew. ] vgl. Eduard von Hartmann: Philosophie des Unbewussten. Versuch einer Weltanschauung. Berlin: C. Duncker 1869. Zahlreiche Auflagen.">[7]</a> so richtig oder unrichtig sein wie Sie wollen; wenn der Verfasser der <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="Schrift ] vgl. Vaihinger: Hartmann, Dühring und Lange. Zur Geschichte der deutschen Philosophie im XIX. Jahrhundert. Ein kritischer Essay. Iserlohn: J. Baedeker 1876.&#xD;&#xA;">Schrift</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-8" id="app-editorial-8-ref" title="Schrift ] vgl. Vaihinger: Hartmann, Dühring und Lange. Zur Geschichte der deutschen Philosophie im XIX. Jahrhundert. Ein kritischer Essay. Iserlohn: J. Baedeker 1876.">[8]</a> über H<span class="ED-add">[artmann]</span> D<span class="ED-add">[ühring]</span> u<span class="ED-add">[nd]</span> L<span class="ED-add">[ange]</span> nach eingehendem Studium der älteren <span class="ED-name">Kant</span>literatur dem H. jetzt näher steht als dem L., so ändert die Existenz jener älteren Kantliteratur gar nichts an der Thatsache, dass der <u>jüngeren</u> <span class="ED-name">Kant</span>literatur gegenüber der H. von Anfang an im Rechte gewesen ist. Indem Sie das Eingeständnis dieser Thatsache <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="umgehen wollen ] Einfügung über der Zeile&#xD;&#xA;">umgehen wollen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="umgehen wollen ] Einfügung über der Zeile">[b]</a> und <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="mir antworten ] vgl. Vaihinger an Bolland vom 13.1.1897&#xD;&#xA;">mir antworten</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-9" id="app-editorial-9-ref" title="mir antworten ] vgl. Vaihinger an Bolland vom 13.1.1897">[9]</a>, das Richtige an den <span class="ED-name">Hartmann’schen</span> Behauptungen sei nicht neu, <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="ist ] davor gestrichen: so&#xD;&#xA;">ist</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="ist ] davor gestrichen: so">[c]</a> eben der Verfasser der Schrift über H. D. u. L. als Verfasser des <span class="ED-name">Kant</span>commentars was ich ihn genannt habe: ein Hartmannianer wider Willen. So hat auch <span class="ED-name">Lange</span> den <span class="ED-name">Schopenhauer</span> verleugnet, und wollte Letzterer nichts von <span class="ED-name">Fichte</span> und <span class="ED-name">Schelling</span> gelernt haben; nichtsdestoweniger weiß die Nachwelt, wie es um die betreffenden Ge<span class="ED-pb">|</span>dankenfiliationen steht.</p><p class="ED-p">In Bezug auf den „mystischen Nebel“ erlaube ich mir noch die Bemerkung, dass wir, wenn die Denknotwendigkeit auf so etwas hinweist, dies einfach und ohne Schmähworte eingestehen sollen; dafür sind wir Wahrheitssucher von Gewerbe. Zwar giebt es in Philosophicis Modesachen, so gut wie anderswo, und ist der „Mysticismus“ noch nicht gerade wiederum an der Reihe; es thut mir aber leid, dass ich auf einmal <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="II 410 ] siehe das oben gegebene Zitat nach Vaihinger: Commentar Bd. 2, 1892, S. 410.&#xD;&#xA;">II 410</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-10" id="app-editorial-10-ref" title="II 410 ] siehe das oben gegebene Zitat nach Vaihinger: Commentar Bd. 2, 1892, S. 410.">[10]</a> auch bei Ihnen wieder die schöne großartige Unparteilichkeit vermissen muss, in die Sie sich sonst mit Ihrem Commentar hineingearbeitet hatten. <span class="ED-span-el"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="Πρὣτον μὲν ἀλήϑεια ] gr. an erster Stelle die Wahrheit, vgl. Platon, Politeia 490a; auch Motto von Bollands Leidener Antrittsrede vom 19.9.1896 (s. u.).&#xD;&#xA;">Πρὣτον μὲν ἀλήϑεια</span></span><span class="ED-span-el"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-11" id="app-editorial-11-ref" title="Πρὣτον μὲν ἀλήϑεια ] gr. an erster Stelle die Wahrheit, vgl. Platon, Politeia 490a; auch Motto von Bollands Leidener Antrittsrede vom 19.9.1896 (s. u.).">[11]</a></span>: ob Nebel oder nicht, Sie haben einfach zu statuieren, in welche Richtung der spekulative Zug gravitirt!</p><p class="ED-p">Ich für mich denke hier an <span class="ED-name">Hegels</span> Encykl<span class="ED-add">[opädie]</span> § 48, und bin der Meinung, dass wir in Verstandessachen nicht können was wir <u>müssen</u>, so wenig wie wir in sittlichen Angelegenheiten können was wir <u>sollen</u>, dass E. v. H. mit anderen Worten eben so bestimmt Recht hat mit seiner Behauptung, der transscendentale Realismus sei <u>unentbehrlich</u>, wie er noch zu beweisen hat, dass derselbe <span class="ED-pb">|</span> <u>vollziehbar</u> ist.</p><p class="ED-p">Ihre <span class="ED-name">Kant</span>studien, verdienter Herr College, werde ich nach Leiden kommen lassen; ich hoffe nur, dass die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-12" title="Fortsetzung Ihres Commentars ] Vaihingers auf 4 oder 5 Bde. angelegtes Werk ist nicht über die ersten beiden Bde. hinausgekommen (1881/1882 u. 1892; vgl. für die verschiedenen Angaben zur Anlage auf 4 oder 5 Bde. Vaihinger: Selbstanzeige: Commentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft. Zum hundertjährigen Jubiläum derselben herausgegeben. Band I. Stuttgart, W. Spaemann, 1881. In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie 5 (1881), S. 505–506, hier S. 506; sowie Vaihingers Gutachten für Althoff, abgedruckt in Reinhardt Pester: Hermann Lotze Briefe und Dokumente. Mit einem Vorwort hg. v. E. W. Orth. Würzburg: Königshausen &amp; Neumann 2003 (Studien und Materialien zum Neukantianismus Bd. 20), S. 723–734, hier S. 729).&#xD;&#xA;">Fortsetzung Ihres Commentars</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-12" id="app-editorial-12-ref" title="Fortsetzung Ihres Commentars ] Vaihingers auf 4 oder 5 Bde. angelegtes Werk ist nicht über die ersten beiden Bde. hinausgekommen (1881/1882 u. 1892; vgl. für die verschiedenen Angaben zur Anlage auf 4 oder 5 Bde. Vaihinger: Selbstanzeige: Commentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft. Zum hundertjährigen Jubiläum derselben herausgegeben. Band I. Stuttgart, W. Spaemann, 1881. In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie 5 (1881), S. 505–506, hier S. 506; sowie Vaihingers Gutachten für Althoff, abgedruckt in Reinhardt Pester: Hermann Lotze Briefe und Dokumente. Mit einem Vorwort hg. v. E. W. Orth. Würzburg: Königshausen &amp; Neumann 2003 (Studien und Materialien zum Neukantianismus Bd. 20), S. 723–734, hier S. 729).">[12]</a> nicht zu lange auf sich warten lassen wird. Aus den zwei bereits erschienenen Bänden habe ich außerordentlich viel gelernt. – Sollten Sie Ihrerseits meinen Standpunkt genauer zu kennen wünschen, so finden Sie denselben dargelegt in meinen Abhandlungen über „het Wereldraadsel“, ein Buch, welches Nov<span class="ED-add">[ember]</span> 1896 bei Adriani in Leiden erschienen ist. In demselben finden Sie auch meine <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-13" title="Antrittsrede über „Verandering en Tijd“ ] vgl. Bolland: Verandering en Tijd. Intreerede, bij de aanvaarding van het hoogelaarsambt aan’s Rijks Universiteit te Leiden den 19en September 1896 uitgesproken. In ders.: Het Wereldraadsel. Wijsgeerige Verhandelingen. Leiden: Adriani 1896, S. 228–277.&#xD;&#xA;">Antrittsrede über „Verandering en Tijd“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-13" id="app-editorial-13-ref" title="Antrittsrede über „Verandering en Tijd“ ] vgl. Bolland: Verandering en Tijd. Intreerede, bij de aanvaarding van het hoogelaarsambt aan’s Rijks Universiteit te Leiden den 19en September 1896 uitgesproken. In ders.: Het Wereldraadsel. Wijsgeerige Verhandelingen. Leiden: Adriani 1896, S. 228–277.">[13]</a>, welche ich am 19<sup>en</sup> Sept<span class="ED-add">[ember]</span> 1896 ausgesprochen habe. Seien Sie im Uebrigen hochachtungsvoll gegrüßt von</p><p class="ED-signed">G. J. P. J. Bolland</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">ich</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Einfügung über der Zeile</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">umgehen wollen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Einfügung über der Zeile</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">ist</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>davor gestrichen: <span class="ED-rdg">so</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">postkartlichen Ausdrucks</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>eine Postkarte Bollands an Vaihinger ist nicht überliefert, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> die Antwort von Vaihinger an Bolland vom 13.1.1897.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Missverständnis meiner Meinung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger an Bolland vom 13.1.1897</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">„eine ihr Unwesen treibende Popularphilosophie“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>bei Wilhelm Windelband: Ueber Denken und Nachdenken. (Eine akademische Antrittsrede. 1877). In <abbr title="derselbe" class="ED-abbr">ders.</abbr>: Präludien. Aufsätze und Reden zur Einleitung in die Philosophie. Freiburg i. B./Tübingen: Mohr (Siebeck) 1884, heißt es <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 192: <span class="ED-rdg">Treibt doch mit diesem Worte [das Unbewusste] eine Popularphilosophie unserer Tage ihr Unwesen […].</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">alle Religion sei in einem Erlösungsbedürfnis begründet</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>bei Windelband: Die Geschichte der neueren Philosophie in ihrem Zusammenhange mit der allgemeinen Cultur und den besonderen Wissenschaften. 1. <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr>: Von der Renaissance bis Kant. Leipzig: Breitkopf und Härtel 1878 heißt es <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 111 innerhalb eines Referates über <span class="ED-name">Jacob Böhme</span>: <span class="ED-rdg">Alle Religion aber ist pessimistisch, ihr tiefster Grund ist Erlösungsbedürfniss, und sie setzt deshalb die Vorstellung von der Verkehrtheit des Zustandes voraus, aus dem die Erlösung ersehnt wird.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">„mystischer Nebel“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>bei Vaihinger: Commentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft. Zum hundertjährigen Jubiläum derselben. <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 2. Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union/Deutsche Verlagsgesellschaft 1892 heißt es <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 410: <span class="ED-rdg">K. Fischer sucht nun eingehend nachzuweisen, dass „zwischen Kants naturgeschichtlicher Weltansicht und seiner Vernunftkritik kein Widerstreit“ bestehe. […] Will man also jenen circulus vitiosus in welchen nach Fischer nur Schopenhauer, nicht Kant verfallen sei, vom Standpunkt des Letzteren aus selbst vermeiden, so muss man mit Windelband in seiner Gesch. d. n. Philos. jene Formen nicht dem individuellen, sondern einem „überindividuellen“ Ich zuschreiben [folgt interner Seitenverweis]; macht man aber diese Wendung, so kommt man ins Spinozistische Fahrwasser und wird dem Fichte’schen Nebel zugetrieben.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">„Grundbegriffe“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>bei Rudolf Eucken: Geschichte und Kritik der Grundbegriffe der Gegenwart. Leipzig: Veit &amp; Comp. 1878, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 248 (Kapitel Optimismus – Pessimismus) heißt es:<span class="ED-rdg"> Wird aber einmal der Geist als leidend betrachtet und nicht das Handeln, sondern das Empfinden als über unser Leben bestimmend angesehen, so ist freilich der Pessimismus einzig berechtigt, und es ist verkehrt, dann noch mit ihm über kleine Dinge zu markten. Denn dass in dem Mechanismus der Empfindungen Unlust und Schmerz leicht den Sieg über die Lust davontragen, und das Leben so betrachtet sich als ein stetes Schwanken zwischen Langeweile und Schmerz herausstellt, das ist von Alters her zur Genüge dargethan. Nur wird man auch diese Thatsache anders, ja geradezu entgegengesetzt deuten können, als es im landläufigen Pessimismus geschieht. Ueber die Kleinlichkeit der dieser Form zu Grunde liegenden Voraussetzungen aber darf kein Wort verloren werden.</span> In Eucken: Die Grundbegriffe der Gegenwart, Historisch und kritisch entwickelt. 2., völlig umgearbeitete <abbr title="Auflage" class="ED-abbr">Aufl.</abbr> Leipzig: Veit &amp; Comp. fällt die <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 248 in das Kapitel Idealismus – Realismus – Naturalismus, diese Ausgabe ist hier folglich nicht gemeint.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Phil. des Unbew.</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Eduard von Hartmann: Philosophie des Unbewussten. Versuch einer Weltanschauung. Berlin: C. Duncker 1869. Zahlreiche Auflagen.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-8"><span class="ED-app-num">8</span><a href="#app-editorial-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Schrift</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger: <a id="_Hlk85101765" xml:id="_Hlk85101765"/>Hartmann, Dühring und Lange. Zur Geschichte der deutschen Philosophie im XIX. Jahrhundert. Ein kritischer Essay. Iserlohn: J. Baedeker 1876.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-9"><span class="ED-app-num">9</span><a href="#app-editorial-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">mir antworten</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger an Bolland vom 13.1.1897</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-10"><span class="ED-app-num">10</span><a href="#app-editorial-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">II 410</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>siehe das oben gegebene Zitat nach Vaihinger: Commentar <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 2, 1892, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 410.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-11"><span class="ED-app-num">11</span><a href="#app-editorial-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-span-el">Πρὣτον μὲν ἀλήϑεια</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="griechisch" class="ED-abbr">gr.</abbr> an erster Stelle die Wahrheit, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Platon, Politeia 490a; auch Motto von Bollands Leidener Antrittsrede vom 19.9.1896 (<abbr title="siehe unten" class="ED-abbr">s. u.</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-12"><span class="ED-app-num">12</span><a href="#app-editorial-12-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Fortsetzung Ihres Commentars</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Vaihingers auf 4 oder 5 <abbr title="Bände" class="ED-abbr">Bde.</abbr> angelegtes Werk ist nicht über die ersten beiden <abbr title="Bände" class="ED-abbr">Bde.</abbr> hinausgekommen (1881/1882 <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> 1892; <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> für die verschiedenen Angaben zur Anlage auf 4 oder 5 <abbr title="Bände" class="ED-abbr">Bde.</abbr> Vaihinger: Selbstanzeige: Commentar zu Kants Kritik der reinen Vernunft. Zum hundertjährigen Jubiläum derselben herausgegeben. Band I. Stuttgart, W. Spaemann, 1881. In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie 5 (1881), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 505–506, hier <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 506; sowie Vaihingers Gutachten für Althoff, abgedruckt in Reinhardt Pester: Hermann Lotze Briefe und Dokumente. Mit einem Vorwort <abbr title="herausgegeben" class="ED-abbr">hg.</abbr> <abbr title="von " class="ED-abbr">v.</abbr> E. W. Orth. Würzburg: Königshausen &amp; Neumann 2003 (Studien und Materialien zum Neukantianismus <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 20), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 723–734, hier <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 729).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-13"><span class="ED-app-num">13</span><a href="#app-editorial-13-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Antrittsrede über „Verandering en Tijd“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Bolland: Verandering en Tijd. Intreerede, bij de aanvaarding van het hoogelaarsambt aan’s Rijks Universiteit te Leiden den 19<sup>en</sup> September 1896 uitgesproken. In <abbr title="derselbe" class="ED-abbr">ders.</abbr>: Het Wereldraadsel. Wijsgeerige Verhandelingen. Leiden: Adriani 1896, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 228–277.</div></div></body></html>