<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Vaihinger an Ernst Haeckel, Halle, 27.12.1888, 4 S., hs., Friedrich-Schiller-Universität Jena, Ernst-Haeckel-Haus, EHA Jena, A 16733 (https://haeckel-briefwechsel-projekt.uni-jena.de/de/document/b_16733)</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000403-2"/><style type="text/css">
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Vaihinger: Naturforschung und Schule. Eine Zurückweisung der Angriffe Preyers auf das Gymnasium vom Standpunkte der Entwicklungslehre. Ein Vortrag in der dritten allgemeinen Sitzung der 61. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte zu Köln am 22. September 1888 gehalten. Köln/Leipzig: Albert Ahn 1889 (https://archive.org/details/bub_gb_Bqc_AAAAYAAJ (20.8.2024)). Vgl. Vaihinger an Ernst Dümmler und an Eduard Zeller vom 20.12.1888; auch an Althoff.&#xD;&#xA;">gehaltenen Rede</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="gehaltenen Rede ] vgl. Vaihinger: Naturforschung und Schule. Eine Zurückweisung der Angriffe Preyers auf das Gymnasium vom Standpunkte der Entwicklungslehre. Ein Vortrag in der dritten allgemeinen Sitzung der 61. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte zu Köln am 22. September 1888 gehalten. Köln/Leipzig: Albert Ahn 1889 (https://archive.org/details/bub_gb_Bqc_AAAAYAAJ (20.8.2024)). Vgl. Vaihinger an Ernst Dümmler und an Eduard Zeller vom 20.12.1888; auch an Althoff.">[2]</a> ergebenst zu übersenden. Freilich befinde ich mich da in einer eigenthümlichen Lage: ich stehe auf der Einen Seite ganz auf Ihrem Boden, ich könnte sagen auf Ihren Schultern, und leite doch andererseits aus Ihren Principien Folgerungen ab, welche Sie vielleicht gar nicht billigen. Allerdings läßt Ihre von mir <span class="ED-pb">|</span> in der ersten Anmerkung <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="(auf S. 25) ] danach gestrichen: citirte Stelle&#xD;&#xA;">(auf </span><abbr title="Seite" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="(auf S. 25) ] danach gestrichen: citirte Stelle&#xD;&#xA;">S.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="(auf S. 25) ] danach gestrichen: citirte Stelle&#xD;&#xA;"> 25)</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="(auf S. 25) ] danach gestrichen: citirte Stelle">[a]</a> aus dem Jahre 1877 <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="citirte Stelle ] vgl. Vaihinger: Naturforschung und Schule (1889), S. 25, Anm. 1: […] Die Naturforscherversammlung hat sich schon mehrfach mit pädagogischen Fragen beschäftigt und hat auch seit einigen Jahren eine eigene „Sektion für naturwissenschaftlichen Unterricht“ eingerichtet; in einer Sitzung dieser Sektion auf der Versammlung in Berlin im Jahre 1886 sprach sich auch Häckel ähnlich wie Preyer aus (siehe „Tageblatt“ der 59. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte in Berlin, Berlin, L. Schumacher 1886, S. 333): „Über die allgemeinen Ziele der Unterrichtsreform“. Vorsichtiger und richtiger hatte sich Häckel auf der 50. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte zu München 1877 geäussert in seinem Vortrage: „Über die heutige Entwicklungslehre im Verhältnisse zur Gesamtwissenschaft“ (siehe Amtlicher Bericht, München, Straub, S. 19; Wiederabgedruckt in den „Populären Vorträgen aus dem Gebiete der Entwicklungslehre“ (II. Heft, Bonn 1879, S. 112): „Wenn früher die klassische Bildung zu einseitig bevorzugt wurde, so geschieht dies neuerdings nur zu oft mit der exakten Bildung. Beide Übergriffe führt die Entwicklungslehre auf ihr rechtes Mass zurück, indem sie als einendes Band zwischen exakte und klassische, zwischen Natur- und Geisteswissenschaft tritt. Überall lehrt sie den lebendigen Fluss der zusammenhängenden, einheitlichen und ununterbrochenen Entwicklung.“&#xD;&#xA;">citirte Stelle</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="citirte Stelle ] vgl. Vaihinger: Naturforschung und Schule (1889), S. 25, Anm. 1: […] Die Naturforscherversammlung hat sich schon mehrfach mit pädagogischen Fragen beschäftigt und hat auch seit einigen Jahren eine eigene „Sektion für naturwissenschaftlichen Unterricht“ eingerichtet; in einer Sitzung dieser Sektion auf der Versammlung in Berlin im Jahre 1886 sprach sich auch Häckel ähnlich wie Preyer aus (siehe „Tageblatt“ der 59. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte in Berlin, Berlin, L. Schumacher 1886, S. 333): „Über die allgemeinen Ziele der Unterrichtsreform“. Vorsichtiger und richtiger hatte sich Häckel auf der 50. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte zu München 1877 geäussert in seinem Vortrage: „Über die heutige Entwicklungslehre im Verhältnisse zur Gesamtwissenschaft“ (siehe Amtlicher Bericht, München, Straub, S. 19; Wiederabgedruckt in den „Populären Vorträgen aus dem Gebiete der Entwicklungslehre“ (II. Heft, Bonn 1879, S. 112): „Wenn früher die klassische Bildung zu einseitig bevorzugt wurde, so geschieht dies neuerdings nur zu oft mit der exakten Bildung. Beide Übergriffe führt die Entwicklungslehre auf ihr rechtes Mass zurück, indem sie als einendes Band zwischen exakte und klassische, zwischen Natur- und Geisteswissenschaft tritt. Überall lehrt sie den lebendigen Fluss der zusammenhängenden, einheitlichen und ununterbrochenen Entwicklung.“">[3]</a> hoffen, daß Sie meiner <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Auffassung ] doppeltes s hier und im Folgenden mit ß geschrieben&#xD;&#xA;">Auffassung</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="Auffassung ] doppeltes s hier und im Folgenden mit ß geschrieben">[b]</a> nicht ferne stehen; aber <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Ihre neueren Auffassungen ] vgl. Tageblatt der 59. Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte zu Berlin vom 18.–24. September 1886. Berlin: L. Schumacher 1886, S. 333: Sektion für naturwissenschaftlichen Unterricht. Schlusssitzung, Donnerstag, 23. September. […] 1. Herr Häckel (Jena): Ueber die allgemeinen Ziele der Unterrichtsreform. Als Hauptziel aller Bestrebungen zur Unterrichtsreform stellt der Redner es hin, die Naturwissenschaft zur allgemeinen Grundlage der höheren Bildung zu gestalten, entsprechend der gänzlich veränderten Stellung dieser Wissenschaft in den letzten Dezennien. Die Einheitsschule ist zu verwerfen, da hier nicht die allseitige naturwissenschaftliche Ausbildung der Realgymnasien die Grundlage bilden, sondern die einseitig formalistische Bildung der klassischen Gymnasien das Uebergewicht haben würde. Beide Gymnasien, das reale sowohl wie das klassische, haben derzeit noch grosse Mängel und bedürfen dringend der Reform. Eine Arbeitstheilung ist für beide Gymnasien von Nutzen, anzustreben ist vollständige Gleichberechtigung in der Weise, dass das Maturitätszeugniss beider in gleicher Weise zu allen Fakultätsstudien berechtigt. Redner schlägt vor, einen Antrag vorzubereiten, dass in einer allgemeinen Sitzung der nächstjährigen Naturforscherversammlung ein Vortrag über das Thema der Unterrichtsreform auf die Tagesordnung gesetzt werde, und ferner eine Kommission zu wählen, um eine bezügliche Petition an das Unterrichtsministerium resp. den Landtag vorzubereiten. Mit anschließender Diskussion.&#xD;&#xA;">Ihre neueren Auffassungen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Ihre neueren Auffassungen ] vgl. Tageblatt der 59. Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte zu Berlin vom 18.–24. September 1886. Berlin: L. Schumacher 1886, S. 333: Sektion für naturwissenschaftlichen Unterricht. Schlusssitzung, Donnerstag, 23. September. […] 1. Herr Häckel (Jena): Ueber die allgemeinen Ziele der Unterrichtsreform. Als Hauptziel aller Bestrebungen zur Unterrichtsreform stellt der Redner es hin, die Naturwissenschaft zur allgemeinen Grundlage der höheren Bildung zu gestalten, entsprechend der gänzlich veränderten Stellung dieser Wissenschaft in den letzten Dezennien. Die Einheitsschule ist zu verwerfen, da hier nicht die allseitige naturwissenschaftliche Ausbildung der Realgymnasien die Grundlage bilden, sondern die einseitig formalistische Bildung der klassischen Gymnasien das Uebergewicht haben würde. Beide Gymnasien, das reale sowohl wie das klassische, haben derzeit noch grosse Mängel und bedürfen dringend der Reform. Eine Arbeitstheilung ist für beide Gymnasien von Nutzen, anzustreben ist vollständige Gleichberechtigung in der Weise, dass das Maturitätszeugniss beider in gleicher Weise zu allen Fakultätsstudien berechtigt. Redner schlägt vor, einen Antrag vorzubereiten, dass in einer allgemeinen Sitzung der nächstjährigen Naturforscherversammlung ein Vortrag über das Thema der Unterrichtsreform auf die Tagesordnung gesetzt werde, und ferner eine Kommission zu wählen, um eine bezügliche Petition an das Unterrichtsministerium resp. den Landtag vorzubereiten. Mit anschließender Diskussion.">[4]</a> lauten dem Gymnasium so wenig günstig, daß ich kaum hoffen kann, auf den ersten Anlauf hin Ihre Zustimmung zu gewinnen. Die Zunahme der dem Gymnasium <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="abgünstigen ] so wörtlich&#xD;&#xA;">abgünstigen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="abgünstigen ] so wörtlich">[c]</a> Stimmung in den Kreisen der Naturforscher liegt begründet in dem starren Festhalten der Gymnasien an einigen alten Einrichtungen, wie dem lat<span class="ED-add">[einischen]</span> Aufsatz und in der schroffen Ablehnung der berechtigten Forderungen der Naturforscher. <span class="ED-pb">|</span> Aus meinen Ausführungen ersehen Sie, daß ich ebenfalls verlange, daß der Naturforschung und ihren Fortschritten Rechnung getragen werden soll (bes<span class="ED-add">[onders]</span> Vorrede VIII <abbr title="folgende" class="ED-abbr">ff.</abbr>, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 21, 45 <abbr title="folgende" class="ED-abbr">ff.</abbr>). Aber auf der anderen Seite halte ich am Gymnasialprincip als solchem fest. Ich leite dasselbe gerade zu aus dem biogenetischen Grundgesetz ab, und da wäre es mir nun ungemein werthvoll <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="zu erfahren ] es sind keine Schreiben Haeckels an Vaihinger ermittelt.&#xD;&#xA;">zu erfahren</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="zu erfahren ] es sind keine Schreiben Haeckels an Vaihinger ermittelt.">[5]</a>: ob Sie</p><p class="ED-p">1) mit der <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 4 <abbr title="folgende" class="ED-abbr">ff.</abbr> gegebenen Ausführung <u>im Allgemeinen</u> einverstanden sind, <abbr title="das heißt" class="ED-abbr">d. h.</abbr> mit dem <u>Princip</u>, daß die Erziehungsgeschichte <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4" title="des Einzelnen ] Einfügung über der Zeile&#xD;&#xA;">des Einzelnen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-4" id="app-philological-4-ref" title="des Einzelnen ] Einfügung über der Zeile">[d]</a> ein Auszug der Stammescivilisation sein soll, <span class="ED-pb">|</span></p><p class="ED-p">2) wie Sie sich zu der daraus gezogenen <u>Folgerung</u> stellen, daß eben darum das classische Alterthum einen notwendigen Durchgangspunkt der Erziehung bilden müsse.</p><p class="ED-p">Ich glaube kaum, daß Sie jenes Princip ganz abweisen werden; wenn Sie dasselbe aber anerkennen, dann werden Sie meine Folgerung, die Anwendung auf den classischen Unterricht, auch nicht ohne Weiteres zurückweisen.</p><p class="ED-p">Sie selbst wissen, welche enorme Wichtigkeit die <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-5" title="Gymnasialfrage für ] mit Rotstift unterstrichen&#xD;&#xA;">Gymnasialfrage für</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-5" id="app-philological-5-ref" title="Gymnasialfrage für ] mit Rotstift unterstrichen">[e]</a> unsere ganze Cultur hat. Eine <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-6 app-philological-7" title="Versöhnung ] verschrieben, darüber von anderer Hd. mit Bleistift, verdeutlichend: Versöhnung&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Versöhnung der Naturwissenschaften und der Geisteswissenschaften ] mit Rotstift unterstrichen&#xD;&#xA;">Versöhnung</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-6" id="app-philological-6-ref" title="Versöhnung ] verschrieben, darüber von anderer Hd. mit Bleistift, verdeutlichend: Versöhnung">[f]</a><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-7" title="Versöhnung der Naturwissenschaften und der Geisteswissenschaften ] mit Rotstift unterstrichen&#xD;&#xA;"> der Naturwissenschaften und der Geisteswissenschaften</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-7" id="app-philological-7-ref" title="Versöhnung der Naturwissenschaften und der Geisteswissenschaften ] mit Rotstift unterstrichen">[g]</a>, wie ich sie in diesem Punkte anstrebe, wird gewiß in Ihnen keinen unbedingten Gegner finden.</p><p class="ED-p">In aufrichtiger Hochachtung Ihr ganz ergebenster</p><p class="ED-signed"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-8" title="H. Vaihinger. ] links daneben von anderer Hd. mit Bleistift: Prof. der Philosophie | H. Vaihinger&#xD;&#xA;">H. Vaihinger.</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-8" id="app-philological-8-ref" title="H. Vaihinger. ] links daneben von anderer Hd. mit Bleistift: Prof. der Philosophie | H. Vaihinger">[h]</a></p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">(auf <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 25)</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>danach gestrichen: <span class="ED-rdg">citirte Stelle</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Auffassung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>doppeltes s hier und im Folgenden mit ß geschrieben</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">abgünstigen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-4"><span class="ED-app-num">d</span><a href="#app-philological-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">des Einzelnen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Einfügung über der Zeile</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-5"><span class="ED-app-num">e</span><a href="#app-philological-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Gymnasialfrage für</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>mit Rotstift unterstrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-6"><span class="ED-app-num">f</span><a href="#app-philological-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Versöhnung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>verschrieben, darüber von anderer <abbr title="Hand" class="ED-abbr">Hd.</abbr> mit Bleistift, verdeutlichend: <span class="ED-rdg">Versöhnung</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-7"><span class="ED-app-num">g</span><a href="#app-philological-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Versöhnung der Naturwissenschaften und der Geisteswissenschaften</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>mit Rotstift unterstrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-8"><span class="ED-app-num">h</span><a href="#app-philological-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">H. Vaihinger.</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>links daneben von anderer <abbr title="Hand" class="ED-abbr">Hd.</abbr> mit Bleistift: <span class="ED-rdg">Prof. der Philosophie | H. Vaihinger</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-persName-sent">Vaihinger</span> an <a id="_Hlk127271664" xml:id="_Hlk127271664"/><span class="ED-persName-received">Ernst Haeckel</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>mit Dank an <abbr title="Doktor" class="ED-abbr">Dr.</abbr> <span class="ED-name">Thomas Bach</span>, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Biologisch-Pharmazeutische Fakultät, Institut für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik „Ernst-Haeckel-Haus“.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">gehaltenen Rede</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger: Naturforschung und Schule. Eine Zurückweisung der Angriffe Preyers auf das Gymnasium vom Standpunkte der Entwicklungslehre. Ein Vortrag in der dritten allgemeinen Sitzung der 61. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte zu Köln am 22. September 1888 gehalten. Köln/Leipzig: Albert Ahn 1889 (<span class="ED-link"><a href="https://archive.org/details/bub_gb_Bqc_AAAAYAAJ">https://archive.org/details/bub_gb_Bqc_AAAAYAAJ</a></span> (20.8.2024)). <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr> Vaihinger an Ernst Dümmler und an Eduard Zeller vom 20.12.1888; auch an Althoff.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">citirte Stelle</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger: Naturforschung und Schule (1889), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 25, <abbr title="Anmerkung" class="ED-abbr">Anm.</abbr> 1: <span class="ED-rdg">[…] Die Naturforscherversammlung hat sich schon mehrfach mit pädagogischen Fragen beschäftigt und hat auch seit einigen Jahren eine eigene „Sektion für naturwissenschaftlichen Unterricht“ eingerichtet; in einer Sitzung dieser Sektion auf der Versammlung in Berlin im Jahre 1886 sprach sich auch Häckel ähnlich wie Preyer aus (siehe „Tageblatt“ der 59. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte in Berlin, Berlin, L. Schumacher 1886, S. 333): „Über die allgemeinen Ziele der Unterrichtsreform“. Vorsichtiger und richtiger hatte sich Häckel auf der 50. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte zu München 1877 geäussert in seinem Vortrage: „Über die heutige Entwicklungslehre im Verhältnisse zur Gesamtwissenschaft“ (siehe Amtlicher Bericht, München, Straub, S. 19; Wiederabgedruckt in den „Populären Vorträgen aus dem Gebiete der Entwicklungslehre“ (II. Heft, Bonn 1879, S. 112): „Wenn früher die klassische Bildung zu einseitig bevorzugt wurde, so geschieht dies neuerdings nur zu oft mit der exakten Bildung. Beide Übergriffe führt die Entwicklungslehre auf ihr rechtes Mass zurück, indem sie als einendes Band zwischen exakte und klassische, zwischen Natur- und Geisteswissenschaft tritt. Überall lehrt sie den lebendigen Fluss der zusammenhängenden, einheitlichen und ununterbrochenen Entwicklung.“</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihre neueren Auffassungen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Tageblatt der 59. Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte zu Berlin vom 18.–24. September 1886. Berlin: L. Schumacher 1886, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 333: <span class="ED-rdg">Sektion für naturwissenschaftlichen Unterricht. Schlusssitzung, Donnerstag, 23. September. […] 1. Herr Häckel (Jena): Ueber die allgemeinen Ziele der Unterrichtsreform. Als Hauptziel aller Bestrebungen zur Unterrichtsreform stellt der Redner es hin, die Naturwissenschaft zur allgemeinen Grundlage der höheren Bildung zu gestalten, entsprechend der gänzlich veränderten Stellung dieser Wissenschaft in den letzten Dezennien. Die Einheitsschule ist zu verwerfen, da hier nicht die allseitige naturwissenschaftliche Ausbildung der Realgymnasien die Grundlage bilden, sondern die einseitig formalistische Bildung der klassischen Gymnasien das Uebergewicht haben würde. Beide Gymnasien, das reale sowohl wie das klassische, haben derzeit noch grosse Mängel und bedürfen dringend der Reform. Eine Arbeitstheilung ist für beide Gymnasien von Nutzen, anzustreben ist vollständige Gleichberechtigung in der Weise, dass das Maturitätszeugniss beider in gleicher Weise zu allen Fakultätsstudien berechtigt. Redner schlägt vor, einen Antrag vorzubereiten, dass in einer allgemeinen Sitzung der nächstjährigen Naturforscherversammlung ein Vortrag über das Thema der Unterrichtsreform auf die Tagesordnung gesetzt werde, und ferner eine Kommission zu wählen, um eine bezügliche Petition an das Unterrichtsministerium resp. den Landtag vorzubereiten.</span> Mit anschließender Diskussion.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">zu erfahren</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>es sind keine Schreiben Haeckels an Vaihinger ermittelt.</div></div></body></html>