<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Vaihinger an Ernst Dümmler, Halle, 20.12.1888, 4 S., hs., Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, NL Dümmler</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000401-0"/><style type="text/css">
.ED-TEI {
font-family: serif;
line-height: 1.2em;
}
.ED-text {
border: 1px solid LightGray;
padding: 1em;
}
.ED-titleStmt,
.ED-app-title {
font-size: 1.1em;
font-family: serif;
font-style: italic;
font-weight: normal;
margin: 2em 0em 1em;
}
.ED-dateline {
text-align: right;
margin: 0em;
margin-top: 1em;
}
.ED-title,
.ED-p,
.ED-salute,
.ED-signed,
.ED-docAuthor {
text-indent: 0em;
margin: 0em;
margin-top: 1em;
}
.ED-p + .ED-p {
text-indent: 1em;
margin: 0em;
}
.ED-title + .ED-title,
.ED-dateline  + .ED-dateline,
.ED-salute    + .ED-salute,
.ED-signed    + .ED-signed,
.ED-docAuthor + .ED-docAuthor {
margin: 0em;
}
.ED-back,
.ED-postscript {
border: 1px solid LightGray;
margin: 1em 0em;
}
.ED-add,
.ED-pb {
color: Gray;
}
.ED-label-formprint {
font-family: sans-serif;
}
sup {
vertical-align: super;
font-size: 80%;
line-height: 100%;
}
a.ED-anchor {
font-style: normal;
vertical-align: super;
font-size: 80%;
line-height: 100%;
}
.ED-text-lem {
text-decoration: underline dotted;
}
.ED-app-philological,
.ED-app-editorial {
position: relative;
margin: .3em 0em;
margin-left: 2.5em;
font-style: italic;
}
.ED-app-num {
left: -2.5em;
}
.ED-app-corresp {
left: -.8em;
}
.ED-app-num,
.ED-app-corresp {
position: absolute;
text-indent: 0em;
font-style: normal;
}
.ED-lem,
.ED-lem-sep,
.ED-rdg {
font-style: normal;
}</style></head><body><div class="ED-TEI"><p class="ED-titleStmt"><span class="ED-persName-sent">Vaihinger</span> an <span class="ED-persName-received">Ernst Dümmler</span>, <span class="ED-location-sent">Halle</span>, <span class="ED-date">20.12.1888</span>, <span class="ED-note">4 S., hs.</span>, <span class="ED-pubPlace">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, NL Dümmler</span></p><div class="ED-text"><p class="ED-dateline">Halle <sup>a</sup>/S.</p><p class="ED-dateline"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="20 ] kann auch 21 heißen&#xD;&#xA;">20</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="20 ] kann auch 21 heißen">[a]</a>.XII.88</p><p class="ED-salute">Hochzuverehrender Herr Geheimer <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Regirungsrath! ] danach 2 Zeilen frei gelassen&#xD;&#xA;">Regirungsrath!</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="Regirungsrath! ] danach 2 Zeilen frei gelassen">[b]</a></p><p class="ED-p">Schon lange wollte ich Ihnen für die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-1" title="gütige Übersendung ] Schreiben Dümmlers nicht überliefert&#xD;&#xA;">gütige Übersendung</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="gütige Übersendung ] Schreiben Dümmlers nicht überliefert">[1]</a> Ihres Bildes, das mich ungemein erfreut hat, meinen Dank aussprechen. Ich verschob dies aber absichtlich bis jetzt, wo ich im Stande bin, diesen Dank mit einer kleinen Sendung zu begleiten. Wenn ich auch nicht annehmen kann, daß Ihnen alle meine Ausführungen gefallen werden, so weiß ich ja <span class="ED-pb">|</span> doch, daß Ihnen die allgemeine Tendenz <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="meines Vortrages ] vgl. Vaihinger: Naturforschung und Schule. Eine Zurückweisung der Angriffe Preyers auf das Gymnasium vom Standpunkte der Entwicklungslehre. Ein Vortrag in der dritten allgemeinen Sitzung der 61. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte zu Köln am 22. September 1888 gehalten. Köln/Leipzig: Albert Ahn 1889.&#xD;&#xA;">meines Vortrages</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="meines Vortrages ] vgl. Vaihinger: Naturforschung und Schule. Eine Zurückweisung der Angriffe Preyers auf das Gymnasium vom Standpunkte der Entwicklungslehre. Ein Vortrag in der dritten allgemeinen Sitzung der 61. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte zu Köln am 22. September 1888 gehalten. Köln/Leipzig: Albert Ahn 1889.">[2]</a> – die Polemik gegen <span class="ED-name">Preyer</span>s Angriff auf unser Gymnasium – gewiß sympathisch ist. Meine Rede ist eine Schutzrede für das Gymnasium gegen dessen Verächter. Daß ich mich dabei auf den culturgeschichtlichen Standpunkt stelle, kann Ihnen als Historiker nicht unrichtig erscheinen. Dagegen werden Sie sich wohl mit dem <span class="ED-name">darwin</span>istischen Princip weniger befreunden. Dagegen wird es Sie gewiß interessiren, daß der Historiker <span class="ED-name">Gervinus</span>, wie ich in Anm<span class="ED-add">[erkung]</span> 32 (<abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 38) nachgewiesen habe, schon ganz meinen Standpunkt eingenommen hat. <span class="ED-pb">|</span></p><p class="ED-p">Ich bin sehr begierig, wie man in Berlin im Ministerium über meine Rede urtheilen wird; <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="an den Minister ] Gustav Konrad Heinrich von Goßler (1838–1902), 1881–1891 preußischer Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten (NDB).&#xD;&#xA;">an den Minister</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="an den Minister ] Gustav Konrad Heinrich von Goßler (1838–1902), 1881–1891 preußischer Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten (NDB).">[3]</a> v<span class="ED-add">[on]</span> <u><span class="ED-name">Goßler</span></u>, sowie <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="an Althoff ] vgl. Vaihinger an Friedrich Theodor Althoff vom 20.12.1888&#xD;&#xA;">an </span><u><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="an Althoff ] vgl. Vaihinger an Friedrich Theodor Althoff vom 20.12.1888&#xD;&#xA;">Althoff</span></span></u><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="an Althoff ] vgl. Vaihinger an Friedrich Theodor Althoff vom 20.12.1888">[4]</a>, <u><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Höpfner ] Ludwig Friedrich Ernst Höpfner (1836–1915), seit 1894 vortragender Rat im preußischen Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten (WBIS).&#xD;&#xA;">Höpfner</span></span></u><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Höpfner ] Ludwig Friedrich Ernst Höpfner (1836–1915), seit 1894 vortragender Rat im preußischen Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten (WBIS).">[5]</a> und <u><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="Wehrenpfennig ] Wilhelm Wehrenpfennig (1829–1900), seit 1879 Oberregierungsrat im preußischen Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten (WBIS).&#xD;&#xA;">Wehrenpfennig</span></span></u><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="Wehrenpfennig ] Wilhelm Wehrenpfennig (1829–1900), seit 1879 Oberregierungsrat im preußischen Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten (WBIS).">[6]</a> lasse ich zugleich Exemplare abgehen. <span class="ED-name">Wehrenpfennig</span> hat mir schon im September sehr <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="freundlich geschrieben ] nicht überliefert&#xD;&#xA;">freundlich geschrieben</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="freundlich geschrieben ] nicht überliefert">[7]</a> auf den Artikel der „Norddeutschen Allgem<span class="ED-add">[einen]</span> Zeitung“ hin, den ich in der Vorrede <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="auch erwähnt habe ] vgl. Vaihinger: Naturfoschung und Schule (1889), S. IV: Auch diese Erwartung ist nicht getäuscht worden. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ (Nr. 454 vom Mittwoch, den 26. September d. J.) hat zwar die pädagogischen Grundgedanken meines Vortrages als die richtigen anerkannt und fügt hinzu: „Der historische Entwicklungsgang der menschlichen Kultur darf durch Eliminierung wichtiger Phasen nicht unterbrochen werden. Darin, dass diesem Satze in praktischen Unterrichtssachen die gehörige Geltung verschafft werde, besteht das Wesen der Schulpolitik. Aus einer gerechten Abwägung der Kulturmomente des menschlichen Geistes muss sich auch ergeben, welcher Einfluss jedem derselben bei der Erziehung des heranwachsenden Geschlechts zu sichern ist.“ Aber in demselben, meinem Vortrage gewidmeten Leitartikel wird dann des weiteren ausgeführt, dass die Betonung dieses Prinzips und die daraus fliessende Verteidigung des hohen Wertes der Antike als Bildungsmittels die Anhänger des humanistischen Gymnasiums umsomehr mit „Genugthuung“ erfüllen müsse, als das vom Standpunkte des „Materialismus“ aus geschehen sei: denn die Weltanschauung, welche sich auf den Lehren des englischen Naturforschers Charles Darwin aufbaue, sei eine „entschieden materialistische“ und „befinde sich im schärfsten Gegensatze zu den auf religiöser Grundlage entwickelten Prinzipien“.&#xD;&#xA;">auch erwähnt habe</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-8" id="app-editorial-8-ref" title="auch erwähnt habe ] vgl. Vaihinger: Naturfoschung und Schule (1889), S. IV: Auch diese Erwartung ist nicht getäuscht worden. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ (Nr. 454 vom Mittwoch, den 26. September d. J.) hat zwar die pädagogischen Grundgedanken meines Vortrages als die richtigen anerkannt und fügt hinzu: „Der historische Entwicklungsgang der menschlichen Kultur darf durch Eliminierung wichtiger Phasen nicht unterbrochen werden. Darin, dass diesem Satze in praktischen Unterrichtssachen die gehörige Geltung verschafft werde, besteht das Wesen der Schulpolitik. Aus einer gerechten Abwägung der Kulturmomente des menschlichen Geistes muss sich auch ergeben, welcher Einfluss jedem derselben bei der Erziehung des heranwachsenden Geschlechts zu sichern ist.“ Aber in demselben, meinem Vortrage gewidmeten Leitartikel wird dann des weiteren ausgeführt, dass die Betonung dieses Prinzips und die daraus fliessende Verteidigung des hohen Wertes der Antike als Bildungsmittels die Anhänger des humanistischen Gymnasiums umsomehr mit „Genugthuung“ erfüllen müsse, als das vom Standpunkte des „Materialismus“ aus geschehen sei: denn die Weltanschauung, welche sich auf den Lehren des englischen Naturforschers Charles Darwin aufbaue, sei eine „entschieden materialistische“ und „befinde sich im schärfsten Gegensatze zu den auf religiöser Grundlage entwickelten Prinzipien“.">[8]</a>. Außerdem sende ich Exemplare <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="an Zeller ] vgl. Vaihinger an Eduard Zeller vom 20.12.1888&#xD;&#xA;">an </span><u><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="an Zeller ] vgl. Vaihinger an Eduard Zeller vom 20.12.1888&#xD;&#xA;">Zeller</span></span></u><u><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-9" id="app-editorial-9-ref" title="an Zeller ] vgl. Vaihinger an Eduard Zeller vom 20.12.1888">[9]</a></span></u>, <u><span class="ED-name">Dilthey</span></u>, <u><span class="ED-name">Mommsen</span></u>, <u><span class="ED-name">Curtius</span></u>, und wenn ich noch weitere Adressen wüßte, an die eine Versendung räthlich erschiene, will ich noch weitere Exemplare versenden. (<span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="An Du Bois-Reymond ] Schreiben nicht ermittelt. Gemeint ist Emil Du Bois-Reymond (1818–1896), Physiologe und Wissenschaftspolitiker in Berlin (NDB).&#xD;&#xA;">An </span><span class="ED-name"><u><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10 app-philological-3" title="An Du Bois-Reymond ] Schreiben nicht ermittelt. Gemeint ist Emil Du Bois-Reymond (1818–1896), Physiologe und Wissenschaftspolitiker in Berlin (NDB).&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Du Bois ] Dubois&#xD;&#xA;">Du Bois</span></u></span><span class="ED-name"><u><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="Du Bois ] Dubois">[c]</a><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="An Du Bois-Reymond ] Schreiben nicht ermittelt. Gemeint ist Emil Du Bois-Reymond (1818–1896), Physiologe und Wissenschaftspolitiker in Berlin (NDB).&#xD;&#xA;">-Reymond</span></u></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-10" id="app-editorial-10-ref" title="An Du Bois-Reymond ] Schreiben nicht ermittelt. Gemeint ist Emil Du Bois-Reymond (1818–1896), Physiologe und Wissenschaftspolitiker in Berlin (NDB).">[10]</a> sende ich auch ein Exemplar). Vielleicht können Sie mir, verehrtester Herr Geh<span class="ED-add">[eimer]</span> Rath, hierin Rath geben. <span class="ED-pb">|</span> Sie werden ja mit mir darin übereinstimmen, daß man Alles thun muß, um die Gegner des Gymnasiums zurückzudrängen; um so mehr, als man behauptet – mit Recht oder Unrecht? – daß <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="der neue Kaiser ] Wilhelm II (Deutscher Kaiser seit 15.6.1888, dem Todestag von Friedrich III; „Dreikaiserjahr“).&#xD;&#xA;">der neue Kaiser</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-11" id="app-editorial-11-ref" title="der neue Kaiser ] Wilhelm II (Deutscher Kaiser seit 15.6.1888, dem Todestag von Friedrich III; „Dreikaiserjahr“).">[11]</a> dem Gymnasium nicht günstig gesinnt sei.</p><p class="ED-p">Haben Sie, verehrtester Herr Geheim. Rath, noch den besten Dank für die werthvollen Nachrichten, die Ihre Mittheilung noch enthielten, und haben Sie die Güte mich Ihrer verehrten <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-12" title="Frau Gemalin ] Emilie Dümmler (1828–1896; NDB).&#xD;&#xA;">Frau Gemalin</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-12" id="app-editorial-12-ref" title="Frau Gemalin ] Emilie Dümmler (1828–1896; NDB).">[12]</a> in empfehlende Erinnerung zu bringen, sowie <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-13" title="Ihren Sohn Ferdinand ] der Archäologe Ferdinand Dümmler (1859–1896), 1887–1890 PD in Gießen, anschließend Prof. in Basel (NDB, ADB).&#xD;&#xA;">Ihren Sohn </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-13" title="Ihren Sohn Ferdinand ] der Archäologe Ferdinand Dümmler (1859–1896), 1887–1890 PD in Gießen, anschließend Prof. in Basel (NDB, ADB).&#xD;&#xA;">Ferdinand</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-13" id="app-editorial-13-ref" title="Ihren Sohn Ferdinand ] der Archäologe Ferdinand Dümmler (1859–1896), 1887–1890 PD in Gießen, anschließend Prof. in Basel (NDB, ADB).">[13]</a></span> bestens von mir zu grüßen.</p><p class="ED-p">In herzlicher Verehrung Ihr ganz ergebenster</p><p class="ED-signed">H. Vaihinger.</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">20</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>kann auch <span class="ED-rdg">21</span> heißen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Regirungsrath!</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>danach 2 Zeilen frei gelassen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name"><u>Du Bois</u></span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><u><span class="ED-rdg">Dubois</span></u></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">gütige Übersendung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Schreiben Dümmlers nicht überliefert</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">meines Vortrages</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger: <span>Naturforschung und Schule. Eine Zurückweisung der Angriffe Preyers auf das Gymnasium vom Standpunkte der Entwicklungslehre. Ein Vortrag in der dritten allgemeinen Sitzung der 61. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte zu Köln am 22.</span> September 1888 gehalten. Köln/Leipzig: Albert Ahn 1889.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">an den Minister</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Gustav Konrad Heinrich von Goßler</span> (1838–1902), 1881–1891 preußischer Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten (<abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">an <u><span class="ED-name">Althoff</span></u></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger an Friedrich Theodor Althoff vom 20.12.1888</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><u><span class="ED-name">Höpfner</span></u></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Ludwig Friedrich Ernst Höpfner</span> (1836–1915), seit 1894 vortragender Rat im preußischen Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten (<abbr title="World Biographical Information System" class="ED-abbr">WBIS</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><u><span class="ED-name">Wehrenpfennig</span></u></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Wilhelm Wehrenpfennig</span> (1829–1900), seit 1879 Oberregierungsrat im preußischen Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten (<abbr title="World Biographical Information System" class="ED-abbr">WBIS</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">freundlich geschrieben</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht überliefert</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-8"><span class="ED-app-num">8</span><a href="#app-editorial-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">auch erwähnt habe</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger: Naturfoschung und Schule (1889), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> IV: <span class="ED-rdg">Auch diese Erwartung ist nicht getäuscht worden. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ (Nr. 454 vom Mittwoch, den 26. September d. J.) hat zwar die pädagogischen Grundgedanken meines Vortrages als die richtigen anerkannt und fügt hinzu: „Der historische Entwicklungsgang der menschlichen Kultur darf durch Eliminierung wichtiger Phasen nicht unterbrochen werden. Darin, dass diesem Satze in praktischen Unterrichtssachen die gehörige Geltung verschafft werde, besteht das Wesen der Schulpolitik. Aus einer gerechten Abwägung der Kulturmomente des menschlichen Geistes muss sich auch ergeben, welcher Einfluss jedem derselben bei der Erziehung des heranwachsenden Geschlechts zu sichern ist.“ Aber in demselben, meinem Vortrage gewidmeten Leitartikel wird dann des weiteren ausgeführt, dass die Betonung dieses Prinzips und die daraus fliessende Verteidigung des hohen Wertes der Antike als Bildungsmittels die Anhänger des humanistischen Gymnasiums umsomehr mit „Genugthuung“ erfüllen müsse, als das vom Standpunkte des „Materialismus“ aus geschehen sei: denn die Weltanschauung, welche sich auf den Lehren des englischen Naturforschers Charles Darwin aufbaue, sei eine „entschieden materialistische“ und „befinde sich im schärfsten Gegensatze zu den auf religiöser Grundlage entwickelten Prinzipien“.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-9"><span class="ED-app-num">9</span><a href="#app-editorial-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">an <u><span class="ED-name">Zeller</span></u></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger an Eduard Zeller vom 20.12.1888</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-10"><span class="ED-app-num">10</span><a href="#app-editorial-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">An <span class="ED-name"><u>Du Bois</u></span><span class="ED-name"><u>-Reymond</u></span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Schreiben nicht ermittelt. Gemeint ist <span class="ED-name">Emil Du Bois-Reymond</span> (1818–1896), Physiologe und Wissenschaftspolitiker in Berlin (<abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-11"><span class="ED-app-num">11</span><a href="#app-editorial-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">der neue Kaiser</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Wilhelm II</span> (Deutscher Kaiser seit 15.6.1888, dem Todestag von <span class="ED-name">Friedrich III</span>; „Dreikaiserjahr“).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-12"><span class="ED-app-num">12</span><a href="#app-editorial-12-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Frau Gemalin</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Emilie Dümmler</span> (1828–1896; <abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-13"><span class="ED-app-num">13</span><a href="#app-editorial-13-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihren Sohn <span class="ED-name">Ferdinand</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>der Archäologe <span class="ED-name">Ferdinand Dümmler</span> (1859–1896), 1887–1890 <abbr title="Privatdozent" class="ED-abbr">PD</abbr> in Gießen, anschließend <abbr title="Professor" class="ED-abbr">Prof.</abbr> in Basel (<abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>, <abbr title="Allgemeine Deutsche Biographie" class="ED-abbr">ADB</abbr>).</div></div></body></html>