<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Georg Gerland an Vaihinger, Straßburg, 4.11.1885, 4 S., hs., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXII, 1 c, Nr. 2</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000365-4"/><style type="text/css">
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I. Idealistische und positivistische Ethik. II. Oekonomische Mängel unseres nationalen Bildungswesens. III. Gymnasium und Realschule. Hg. u. eingeleitet v. Benno Kerry. Wien: Verlag der „Deutschen Worte“ (E. Pernerstorfer) 1887, S. 5: Als am 25. Juli des vorigen Jahres zu Straßburg der an der dortigen Universität für Philosophie und Pädagogik wirksame Professor Dr. Ernst Laas im Alter von 48 Jahren starb, war das Gefühl, daß hiemit Forschung und Unterricht einen einschneidenden Verlust erlitten hätten, ein weiterhin verbreitetes. Von äußerlicheren Kundgebungen abgesehen, konnte schon Inhalt und Haltung der zahlreich erschienenen Nekrologe [Anm.: Vgl. insbesonders: die Grabrede von Prof. Dr. Holtzmann, später veröffentlicht in der „Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie“, 1886, Heft 1; Dr. Kannengießer, in der Straßburger Post vom 14. und 15. September 1885, später erweitert und mit einem Verzeichnis von Laas’ sämmtlichen Schriften erschienen in den [!] Biogr. Jahrbuch für Altertumskunde (Beiblatt zum „Jahresbericht über die Fortschritte der klassischen Altertumswissenschaft“, hrsgg. v. I. Müller) 1885. S. 123–36; Prof. Dr. Natorp, in der Münchener Allgem. Zeitung vom 20. und 21. October 1885, Beilage.] Jeden, der es nicht ohnehin wußte, darüber belehren, daß hier Höheres als ein Mittelschicksal sich erfüllt habe. Und es wird nicht lange, so fanden sich Schüler und Verehrer des Dahingegangenen aus Deutschland, Oesterreich und der Schweiz, aus Belgien, England und Norwegen in der Herzensaufgabe, ihm ein würdiges Grabdenkmal zu errichten, das denn auch zu schöner Verwirklichung bereits gediehen ist.&#xD;&#xA;">Denkmalfrage</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="welche ich dem Stand der Denkmalfrage ] so wörtlich">[a]</a><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Denkmalfrage ] vgl. aus der Einleitung zu: Ernst Laas’ Literarischer Nachlass. I. Idealistische und positivistische Ethik. II. Oekonomische Mängel unseres nationalen Bildungswesens. III. Gymnasium und Realschule. Hg. u. eingeleitet v. Benno Kerry. Wien: Verlag der „Deutschen Worte“ (E. Pernerstorfer) 1887, S. 5: Als am 25. Juli des vorigen Jahres zu Straßburg der an der dortigen Universität für Philosophie und Pädagogik wirksame Professor Dr. Ernst Laas im Alter von 48 Jahren starb, war das Gefühl, daß hiemit Forschung und Unterricht einen einschneidenden Verlust erlitten hätten, ein weiterhin verbreitetes. Von äußerlicheren Kundgebungen abgesehen, konnte schon Inhalt und Haltung der zahlreich erschienenen Nekrologe [Anm.: Vgl. insbesonders: die Grabrede von Prof. Dr. Holtzmann, später veröffentlicht in der „Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie“, 1886, Heft 1; Dr. Kannengießer, in der Straßburger Post vom 14. und 15. September 1885, später erweitert und mit einem Verzeichnis von Laas’ sämmtlichen Schriften erschienen in den [!] Biogr. Jahrbuch für Altertumskunde (Beiblatt zum „Jahresbericht über die Fortschritte der klassischen Altertumswissenschaft“, hrsgg. v. I. Müller) 1885. S. 123–36; Prof. Dr. Natorp, in der Münchener Allgem. Zeitung vom 20. und 21. October 1885, Beilage.] Jeden, der es nicht ohnehin wußte, darüber belehren, daß hier Höheres als ein Mittelschicksal sich erfüllt habe. Und es wird nicht lange, so fanden sich Schüler und Verehrer des Dahingegangenen aus Deutschland, Oesterreich und der Schweiz, aus Belgien, England und Norwegen in der Herzensaufgabe, ihm ein würdiges Grabdenkmal zu errichten, das denn auch zu schöner Verwirklichung bereits gediehen ist.">[2]</a> um Auskunft bat, sagte mir, daß die Sache allerdings im Gange sei und daß <abbr title="Doktor" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Dr. Kannengiesser ] Paul Kannengiesser (geb. 1853), Studium in Leipzig und Straßburg, 1875 bei Ernst Laas promoviert. Seit 1877 am protestantischen Gymnasium Straßburg, Staatsexamen 1878 (vgl. Adolf Hinrichsen: Das literarische Deutschland. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Berlin: Verlag des „Literarischen Deutschlands“ 1891, Sp. 656). Kannengiesser verfasste u. a. Nachrufe auf Laas (1885, vgl. KVK).&#xD;&#xA;">Dr.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Dr. Kannengiesser ] Paul Kannengiesser (geb. 1853), Studium in Leipzig und Straßburg, 1875 bei Ernst Laas promoviert. Seit 1877 am protestantischen Gymnasium Straßburg, Staatsexamen 1878 (vgl. Adolf Hinrichsen: Das literarische Deutschland. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Berlin: Verlag des „Literarischen Deutschlands“ 1891, Sp. 656). Kannengiesser verfasste u. a. Nachrufe auf Laas (1885, vgl. KVK).&#xD;&#xA;"> </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Dr. Kannengiesser ] Paul Kannengiesser (geb. 1853), Studium in Leipzig und Straßburg, 1875 bei Ernst Laas promoviert. Seit 1877 am protestantischen Gymnasium Straßburg, Staatsexamen 1878 (vgl. Adolf Hinrichsen: Das literarische Deutschland. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Berlin: Verlag des „Literarischen Deutschlands“ 1891, Sp. 656). Kannengiesser verfasste u. a. Nachrufe auf Laas (1885, vgl. KVK).&#xD;&#xA;">Kannengiesser</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Dr. Kannengiesser ] Paul Kannengiesser (geb. 1853), Studium in Leipzig und Straßburg, 1875 bei Ernst Laas promoviert. Seit 1877 am protestantischen Gymnasium Straßburg, Staatsexamen 1878 (vgl. Adolf Hinrichsen: Das literarische Deutschland. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Berlin: Verlag des „Literarischen Deutschlands“ 1891, Sp. 656). Kannengiesser verfasste u. a. Nachrufe auf Laas (1885, vgl. KVK).">[3]</a></span> die Einsammelung der Beiträge übernommen habe. Er wird sich gewiß sehr über die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Weidmannische Großmut ] gemeint ist der Verlag Weidmann in Berlin (bzw. eine Spende dieser Firma), bei dem Laas’ Werke erschienen.&#xD;&#xA;">Weidmannische Großmut</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Weidmannische Großmut ] gemeint ist der Verlag Weidmann in Berlin (bzw. eine Spende dieser Firma), bei dem Laas’ Werke erschienen.">[4]</a> sowie über die sonstigen in Aussicht stehenden Beiträge freuen. <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Bis dat, qui cito. ] Bis dat, qui cito dat (lat. Sprichwort): Doppelt gibt, wer schnell gibt.&#xD;&#xA;">Bis dat, qui cito.</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Bis dat, qui cito. ] Bis dat, qui cito dat (lat. Sprichwort): Doppelt gibt, wer schnell gibt.">[5]</a> Machen Sie, das Alles recht rasch an K<span class="ED-add">[annengiesser]</span> einkommt, wenn Sie irgend welchen Nachdruck auszuüben vermögen. <span class="ED-name">Natorp</span> hat mir <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="seine Artikel ] vgl. Paul Natorp: Ernst Laas (Nekrolog). In: Beilage zur Allgemeinen Zeitung (München), Nr. 291 u. Nr. 292 vom 20. u. 21.10.1885.&#xD;&#xA;">seine Artikel</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="seine Artikel ] vgl. Paul Natorp: Ernst Laas (Nekrolog). In: Beilage zur Allgemeinen Zeitung (München), Nr. 291 u. Nr. 292 vom 20. u. 21.10.1885.">[6]</a> auch übersandt; ich teile Ihre Ansicht <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> hätte ferner noch gewünscht, daß in N<sup><u>o</u></sup> I nicht soviel vom lieben Ich mit <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="untergelaufenen ] so wörtlich&#xD;&#xA;">untergelaufenen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="untergelaufenen ] so wörtlich">[b]</a> wäre. Doch sind beide mit Liebe und Wärme geschrieben, auch der zweite, wie mir vorkommt. Manche Leute können eben aus der Subjektivität nicht <span class="ED-pb">|</span> heraus; <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> das war gerade mir so lieb an <span class="ED-name">Laas</span>, daß er objektiv zu sein vermochte. Auch ein Unterschied zwischen <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="Positiv. u. Idealismus ] Anspielung auf Laas’ gleichnamiges Hauptwerk.&#xD;&#xA;">Positiv</span><span class="ED-add"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="Positiv. u. Idealismus ] Anspielung auf Laas’ gleichnamiges Hauptwerk.&#xD;&#xA;">[ismus]</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="Positiv. u. Idealismus ] Anspielung auf Laas’ gleichnamiges Hauptwerk.&#xD;&#xA;"> </span><abbr title="und" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="Positiv. u. Idealismus ] Anspielung auf Laas’ gleichnamiges Hauptwerk.&#xD;&#xA;">u.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="Positiv. u. Idealismus ] Anspielung auf Laas’ gleichnamiges Hauptwerk.&#xD;&#xA;"> Idealismus</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="Positiv. u. Idealismus ] Anspielung auf Laas’ gleichnamiges Hauptwerk.">[7]</a>.</p><p class="ED-p"><span class="ED-name">Windelband</span> ist <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="zum Nachfolger Studemunds ] als Mitglied der Wissenschaftlichen Prüfungskommission für das Lehramt in Straßburg. Wilhelm Studemund (1843–1889), Klassischer Philologe, 1872–1885 o. Prof. in Straßburg, danach in Breslau (ADB).&#xD;&#xA;">zum Nachfolger </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="zum Nachfolger Studemunds ] als Mitglied der Wissenschaftlichen Prüfungskommission für das Lehramt in Straßburg. Wilhelm Studemund (1843–1889), Klassischer Philologe, 1872–1885 o. Prof. in Straßburg, danach in Breslau (ADB).&#xD;&#xA;">Studemund</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="zum Nachfolger Studemunds ] als Mitglied der Wissenschaftlichen Prüfungskommission für das Lehramt in Straßburg. Wilhelm Studemund (1843–1889), Klassischer Philologe, 1872–1885 o. Prof. in Straßburg, danach in Breslau (ADB).&#xD;&#xA;">s</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-8" id="app-editorial-8-ref" title="zum Nachfolger Studemunds ] als Mitglied der Wissenschaftlichen Prüfungskommission für das Lehramt in Straßburg. Wilhelm Studemund (1843–1889), Klassischer Philologe, 1872–1885 o. Prof. in Straßburg, danach in Breslau (ADB).">[8]</a> nur bis Ostern bestellt; ich hoffe, dann treten größere Aenderungen in der Prüfungskommission und Prüfungsart ein. Vorbereitende Schritte werden wenigstens geschehen, da ja bei uns alles neu wird. Morgen ist <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="Einzug des Statthalters ] des Kaisers für Elsaß-Lothringen, Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst, vgl.: Denkwürdigkeiten des Fürsten Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst. Im Auftrage des Prinzen Alexander zu Hohenlohe-Schillingsfürst hg. v. Friedrich Curtius. 2. Bd., 16.–20. Tsd. Stuttgart/Leipzig: Deutsche Verlags-Anstalt 1907, S. 370: Fürst Hohenlohe verließ Paris am 11. Oktober 1885 Abends und begab sich zunächst nach Baden, wo er die Leitung der Geschäfte des Statthalters übernahm und die Vorträge des Staatsministers von Hoffmann entgegennahm. Nach einem Aufenthalt in Aussee traf er am 5. November 1885 in Straßburg selbst ein. Am 6. November begrüßte ihn die Studentenschaft durch eine feierliche Auffahrt. Bei dem Kommers, welcher am Abend dieses Tages stattfand, erwiderte der Fürst auf die Festrede: […].&#xD;&#xA;">Einzug des Statthalters</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-9" id="app-editorial-9-ref" title="Einzug des Statthalters ] des Kaisers für Elsaß-Lothringen, Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst, vgl.: Denkwürdigkeiten des Fürsten Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst. Im Auftrage des Prinzen Alexander zu Hohenlohe-Schillingsfürst hg. v. Friedrich Curtius. 2. Bd., 16.–20. Tsd. Stuttgart/Leipzig: Deutsche Verlags-Anstalt 1907, S. 370: Fürst Hohenlohe verließ Paris am 11. Oktober 1885 Abends und begab sich zunächst nach Baden, wo er die Leitung der Geschäfte des Statthalters übernahm und die Vorträge des Staatsministers von Hoffmann entgegennahm. Nach einem Aufenthalt in Aussee traf er am 5. November 1885 in Straßburg selbst ein. Am 6. November begrüßte ihn die Studentenschaft durch eine feierliche Auffahrt. Bei dem Kommers, welcher am Abend dieses Tages stattfand, erwiderte der Fürst auf die Festrede: […].">[9]</a> <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> großer Festzug bürgerlicher Vereine; übermorgen beliebt die Studentenschaft 4–6 spännig durch die Stadt zu kutschiren, den Statthalter gütigst zu begrüßen und Abends <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="mit einem Commers anzusalamandern ] Studentensprache: im Rahmen einer feierlichen Zusammenkunft einander formell zutrinken.&#xD;&#xA;">mit einem Commers anzusalamandern</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-10" id="app-editorial-10-ref" title="mit einem Commers anzusalamandern ] Studentensprache: im Rahmen einer feierlichen Zusammenkunft einander formell zutrinken.">[10]</a>. Natürlich machen wir so lange Ferien.</p><p class="ED-p">Auch ich hätte Sie gern noch <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="während der Versammelung ] vom 18.–23.9.1885 hatte in Straßburg die 58. Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte getagt, vgl. den Kongressbericht: https://www.biodiversitylibrary.org/item/182986#page/1/mode/1up (29.11.2022).&#xD;&#xA;">während der Versammelung</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-11" id="app-editorial-11-ref" title="während der Versammelung ] vom 18.–23.9.1885 hatte in Straßburg die 58. Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte getagt, vgl. den Kongressbericht: https://www.biodiversitylibrary.org/item/182986#page/1/mode/1up (29.11.2022).">[11]</a> gesehen; es war aber nicht möglich, der letzte Tag verlief mir <span class="ED-pb">|</span> auch noch auf einem ziemlich lang dauernden Ausflug <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> Ende der Woche waren Sie schon fort. Es freut mich, wenn es Ihnen gut gefallen hat; wir haben alle hier eine sehr angenehme Erinnerung jener Tage. Die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-12" title="Frequenz bei uns ] vgl. Gerland an Vaihinger vom 3.8.1884; im SS 1885 waren in der philosophischen Fakultät der Universität Straßburg 149 Studenten eingeschrieben, in der mathematischen und naturwissenschaftlichen Fakultät 181, in der theologischen 77, in der rechts- und staatswissenschaftlichen 171, in der medizinischen 222; im WS 1885/1886 in der selben Reihenfolge: 148, 206, 85, 173, 210; vgl. die statistischen Anhänge zu den jeweiligen Personalverzeichnissen (erreichbar via https://gallica.bnf.fr (19.8.2024)).&#xD;&#xA;">Frequenz bei uns</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-12" id="app-editorial-12-ref" title="Frequenz bei uns ] vgl. Gerland an Vaihinger vom 3.8.1884; im SS 1885 waren in der philosophischen Fakultät der Universität Straßburg 149 Studenten eingeschrieben, in der mathematischen und naturwissenschaftlichen Fakultät 181, in der theologischen 77, in der rechts- und staatswissenschaftlichen 171, in der medizinischen 222; im WS 1885/1886 in der selben Reihenfolge: 148, 206, 85, 173, 210; vgl. die statistischen Anhänge zu den jeweiligen Personalverzeichnissen (erreichbar via https://gallica.bnf.fr (19.8.2024)).">[12]</a> könnte bedeutender sein, im allgemeinen macht es sich aber.</p><p class="ED-p">Haben Sie schon von dem furchtbaren Unglück, das unseren 2. Sanskritischen, <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-13" title="Leumann ] Ernst Leumann (1859–1931), Indologe. Studium in Genf, Zürich und Straßburg. 1881 promoviert, 1882–1884 Assistent in Oxford. 1884 Gymnasiallehrer in Frauenfeld, ao. Prof. in Straßburg, 1897 o. Prof., 1919 Honorarprofessor in Freiburg (NDB).&#xD;&#xA;">Leumann</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-13" id="app-editorial-13-ref" title="Leumann ] Ernst Leumann (1859–1931), Indologe. Studium in Genf, Zürich und Straßburg. 1881 promoviert, 1882–1884 Assistent in Oxford. 1884 Gymnasiallehrer in Frauenfeld, ao. Prof. in Straßburg, 1897 o. Prof., 1919 Honorarprofessor in Freiburg (NDB).">[13]</a></span> getroffen, <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="hat, gehört? ] hat?&#xD;&#xA;">hat, gehört?</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="hat, gehört? ] hat?">[c]</a> Er ist akut tobsüchtig geworden mit <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4" title="Religionswahn-ideen ] so wörtlich, in der Mitte der Zeile&#xD;&#xA;">Religionswahn-ideen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-4" id="app-philological-4-ref" title="Religionswahn-ideen ] so wörtlich, in der Mitte der Zeile">[d]</a> <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> sofort von der Straße durch Polizisten in die Klinik gebracht. Jetzt ist er in <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-14" title="Stephansfeld ] Vereinigte elsässische Bezirks-Irrenanstalten Stephansfeld-Hördt (Landkreis Strassburg, Bezirk Unterelsass), vgl. krankenhaus-Lexikon [!] für das Deutsche Reich. Nach amtlichen Quellen hg. v. A. Guttstadt. Berlin: Georg Reimer 1900, S. 900.&#xD;&#xA;">Stephansfeld</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-14" id="app-editorial-14-ref" title="Stephansfeld ] Vereinigte elsässische Bezirks-Irrenanstalten Stephansfeld-Hördt (Landkreis Strassburg, Bezirk Unterelsass), vgl. krankenhaus-Lexikon [!] für das Deutsche Reich. Nach amtlichen Quellen hg. v. A. Guttstadt. Berlin: Georg Reimer 1900, S. 900.">[14]</a>. Wir sind alle ganz unglücklich über das entsetzliche Ereignis. <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-15" title="Jolly ] Friedrich Jolly (1844–1904), Psychiater, 1873 ao. Prof. in Straßburg, 1875 o. Prof. (NDB).&#xD;&#xA;">Jolly</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-15" id="app-editorial-15-ref" title="Jolly ] Friedrich Jolly (1844–1904), Psychiater, 1873 ao. Prof. in Straßburg, 1875 o. Prof. (NDB).">[15]</a></span>, den ich gestern sprach, meint freilich, daß der Zustand nicht <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-5" title="unheilbar ] unheibar&#xD;&#xA;">unheilbar</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-5" id="app-philological-5-ref" title="unheilbar ] unheibar">[e]</a> sei.</p><p class="ED-p"><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-16" title="Reifferscheid ] August Reifferscheid (1835–1887) Klassischer Philologe. Studium in Bonn, 1860 in Bonn habilitiert. 1861–1863 und 1864–1866 Forschungaufenthalte in Italien. 1867 ao. Prof. in Bonn, 1868 in Breslau, 1885 in Straßburg (WBIS).&#xD;&#xA;">Reifferscheid</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-16" id="app-editorial-16-ref" title="Reifferscheid ] August Reifferscheid (1835–1887) Klassischer Philologe. Studium in Bonn, 1860 in Bonn habilitiert. 1861–1863 und 1864–1866 Forschungaufenthalte in Italien. 1867 ao. Prof. in Bonn, 1868 in Breslau, 1885 in Straßburg (WBIS).">[16]</a></span> macht einen ganz guten Eindruck; <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-6" title="wen ] wenn&#xD;&#xA;">wen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-6" id="app-philological-6-ref" title="wen ] wenn">[f]</a> wir <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-17" title="an Schölls Stelle ] Rudolf Schöll (1844–1893), Klassischer Philologe, seit 1875 o. Prof. in Straßburg, ab 1885 in München (NDB).&#xD;&#xA;">an </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-17" title="an Schölls Stelle ] Rudolf Schöll (1844–1893), Klassischer Philologe, seit 1875 o. Prof. in Straßburg, ab 1885 in München (NDB).&#xD;&#xA;">Schöll</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-17" title="an Schölls Stelle ] Rudolf Schöll (1844–1893), Klassischer Philologe, seit 1875 o. Prof. in Straßburg, ab 1885 in München (NDB).&#xD;&#xA;">s Stelle</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-17" id="app-editorial-17-ref" title="an Schölls Stelle ] Rudolf Schöll (1844–1893), Klassischer Philologe, seit 1875 o. Prof. in Straßburg, ab 1885 in München (NDB).">[17]</a> bekommen, steht noch dahin. Da nun sonst alles sich auf dem alten Flecke befindet <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> nichts weiter zu berichten ist, <span class="ED-pb">|</span> so will ich schließen, mit den herzlichsten Grüßen und verbleibe Ihr ergebenster</p><p class="ED-signed">G. Gerland</p><hr class="ED-postscript"/><p class="ED-p">Beste Grüße an <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-18" title="Dümmler ] Ernst Dümmler (1830–1902), Historiker, 1852 in Berlin promoviert, 1854 in Halle habilitiert, 1858 dort ao. Prof., 1866 o. Prof., 1876 Mitglied der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica (1888 deren Leiter in Berlin; NDB; https://www.catalogus-professorum-halensis.de/duemmlerernst.html (19.8.2024)).&#xD;&#xA;">Dümmler</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-18" id="app-editorial-18-ref" title="Dümmler ] Ernst Dümmler (1830–1902), Historiker, 1852 in Berlin promoviert, 1854 in Halle habilitiert, 1858 dort ao. Prof., 1866 o. Prof., 1876 Mitglied der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica (1888 deren Leiter in Berlin; NDB; https://www.catalogus-professorum-halensis.de/duemmlerernst.html (19.8.2024)).">[18]</a> <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> wen Sie sonst von meinen Bekannten sehen.</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">welche ich dem Stand der Denkmalfrage</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">untergelaufenen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">hat, gehört?</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">hat?</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-4"><span class="ED-app-num">d</span><a href="#app-philological-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Religionswahn-ideen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich, in der Mitte der Zeile</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-5"><span class="ED-app-num">e</span><a href="#app-philological-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">unheilbar</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">unheibar</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-6"><span class="ED-app-num">f</span><a href="#app-philological-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">wen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">wenn</span></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Frau Laas</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Martha Laas</span> (1839–1919, <abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Denkmalfrage</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> aus der Einleitung zu: Ernst Laas’ Literarischer Nachlass. I. Idealistische und positivistische Ethik. II. Oekonomische Mängel unseres nationalen Bildungswesens. III. Gymnasium und Realschule. <abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr> <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> eingeleitet <abbr title="von " class="ED-abbr">v.</abbr> Benno Kerry. Wien: Verlag der „Deutschen Worte“ (E. Pernerstorfer) 1887, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 5: <span class="ED-rdg">Als am 25. Juli des vorigen Jahres zu Straßburg der an der dortigen Universität für Philosophie und Pädagogik wirksame Professor Dr. Ernst Laas im Alter von 48 Jahren starb, war das Gefühl, daß hiemit Forschung und Unterricht einen einschneidenden Verlust erlitten hätten, ein weiterhin verbreitetes. Von äußerlicheren Kundgebungen abgesehen, konnte schon Inhalt und Haltung der zahlreich erschienenen Nekrologe [</span><abbr title="Anmerkung" class="ED-abbr">Anm.</abbr>:<span class="ED-rdg"> Vgl. insbesonders: die Grabrede von Prof. Dr. Holtzmann, später veröffentlicht in der „Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie“, 1886, Heft 1; Dr. Kannengießer, in der Straßburger Post vom 14. und 15. September 1885, später erweitert und mit einem Verzeichnis von Laas’ sämmtlichen Schriften erschienen in den [!] Biogr. Jahrbuch für Altertumskunde (Beiblatt zum „Jahresbericht über die Fortschritte der klassischen Altertumswissenschaft“, hrsgg. v. I. Müller) 1885. S. 123–36; Prof. Dr. Natorp, in der Münchener Allgem. Zeitung vom 20. und 21. October 1885, Beilage.] Jeden, der es nicht ohnehin wußte, darüber belehren, daß hier Höheres als ein Mittelschicksal sich erfüllt habe. Und es wird nicht lange, so fanden sich Schüler und Verehrer des Dahingegangenen aus Deutschland, Oesterreich und der Schweiz, aus Belgien, England und Norwegen in der Herzensaufgabe, ihm ein würdiges Grabdenkmal zu errichten, das denn auch zu schöner Verwirklichung bereits gediehen ist.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><abbr title="Doktor" class="ED-abbr">Dr.</abbr> <span class="ED-name">Kannengiesser</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Paul Kannengiesser</span> (<abbr title="geboren" class="ED-abbr">geb.</abbr> 1853), Studium in Leipzig und Straßburg, 1875 bei <span class="ED-name">Ernst Laas</span> promoviert. Seit 1877 am protestantischen Gymnasium Straßburg, Staatsexamen 1878 (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Adolf Hinrichsen: Das literarische Deutschland. 2., vermehrte <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> verbesserte <abbr title="Auflage" class="ED-abbr">Aufl.</abbr> Berlin: Verlag des „Literarischen Deutschlands“ 1891, <abbr title="Spalte" class="ED-abbr">Sp.</abbr> 656). <span class="ED-name">Kannengiesser</span> verfasste <abbr title="unter anderem" class="ED-abbr">u. a.</abbr> Nachrufe auf <span class="ED-name">Laas</span> (1885, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <abbr title="Karlsruher virtueller Katalog" class="ED-abbr">KVK</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Weidmannische Großmut</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>gemeint ist der Verlag Weidmann in Berlin (<abbr title="beziehungsweise" class="ED-abbr">bzw.</abbr> eine Spende dieser Firma), bei dem <span class="ED-name">Laas</span>’ Werke erschienen.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Bis dat, qui cito.</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Bis dat, qui cito dat (<abbr title="lateinisch" class="ED-abbr">lat.</abbr> Sprichwort): Doppelt gibt, wer schnell gibt.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">seine Artikel</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Paul Natorp: Ernst Laas (Nekrolog). In: Beilage zur Allgemeinen Zeitung (München), <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 291 <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 292 vom 20. <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> 21.10.1885.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Positiv. u. Idealismus</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> Anspielung auf <span class="ED-name">Laas</span>’ gleichnamiges Hauptwerk.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-8"><span class="ED-app-num">8</span><a href="#app-editorial-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">zum Nachfolger <span class="ED-name">Studemund</span>s</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>als Mitglied der Wissenschaftlichen Prüfungskommission für das Lehramt in Straßburg. <span class="ED-name">Wilhelm Studemund</span> (1843–1889), Klassischer Philologe, 1872–1885 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> in Straßburg, danach in Breslau (<abbr title="Allgemeine Deutsche Biographie" class="ED-abbr">ADB</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-9"><span class="ED-app-num">9</span><a href="#app-editorial-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Einzug des Statthalters</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>des Kaisers für Elsaß-Lothringen, <span class="ED-name">Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst</span>, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr>: Denkwürdigkeiten des Fürsten Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst. Im Auftrage des Prinzen Alexander zu Hohenlohe-Schillingsfürst <abbr title="herausgegeben" class="ED-abbr">hg.</abbr> <abbr title="von " class="ED-abbr">v.</abbr> Friedrich Curtius. 2. <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr>, 16.–20. <abbr title="Tausend" class="ED-abbr">Tsd.</abbr> Stuttgart/Leipzig: Deutsche Verlags-Anstalt 1907, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 370: <span class="ED-rdg">Fürst Hohenlohe verließ Paris am 11. Oktober 1885 Abends und begab sich zunächst nach Baden, wo er die Leitung der Geschäfte des Statthalters übernahm und die Vorträge des Staatsministers von Hoffmann entgegennahm. Nach einem Aufenthalt in Aussee traf er am 5. November 1885 in Straßburg selbst ein. Am 6. November begrüßte ihn die Studentenschaft durch eine feierliche Auffahrt. Bei dem Kommers, welcher am Abend dieses Tages stattfand, erwiderte der Fürst auf die Festrede: […].</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-10"><span class="ED-app-num">10</span><a href="#app-editorial-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">mit einem Commers anzusalamandern</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Studentensprache: im Rahmen einer feierlichen Zusammenkunft einander formell zutrinken.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-11"><span class="ED-app-num">11</span><a href="#app-editorial-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">während der Versammelung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>vom 18.–23.9.1885 hatte in Straßburg die 58. Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte getagt, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> den Kongressbericht: <span class="ED-link"><a href="https://www.biodiversitylibrary.org/item/182986#page/1/mode/1up">https://www.biodiversitylibrary.org/item/182986#page/1/mode/1up</a></span> (29.11.2022).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-12"><span class="ED-app-num">12</span><a href="#app-editorial-12-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Frequenz bei uns</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Gerland an Vaihinger vom 3.8.1884; im <abbr title="Sommersemester" class="ED-abbr">SS</abbr> 1885 waren in der philosophischen Fakultät der Universität Straßburg 149 Studenten eingeschrieben, in der mathematischen und naturwissenschaftlichen Fakultät 181, in der theologischen 77, in der rechts- und staatswissenschaftlichen 171, in der medizinischen 222; im <abbr title="Wintersemester" class="ED-abbr">WS</abbr> 1885/1886 in der selben Reihenfolge: 148, 206, 85, 173, 210; <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> die statistischen Anhänge zu den jeweiligen Personalverzeichnissen (erreichbar via <span class="ED-link"><a href="https://gallica.bnf.fr">https://gallica.bnf.fr</a></span> (19.8.2024)).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-13"><span class="ED-app-num">13</span><a href="#app-editorial-13-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Leumann</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Ernst Leumann</span> (1859–1931), Indologe. Studium in Genf, Zürich und Straßburg. 1881 promoviert, 1882–1884 Assistent in Oxford. 1884 Gymnasiallehrer in Frauenfeld, <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> in Straßburg, 1897 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr>, 1919 Honorarprofessor in Freiburg (<abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-14"><span class="ED-app-num">14</span><a href="#app-editorial-14-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Stephansfeld</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Vereinigte elsässische Bezirks-Irrenanstalten Stephansfeld-Hördt (Landkreis Strassburg, Bezirk Unterelsass), <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> krankenhaus-Lexikon [!] für das Deutsche Reich. Nach amtlichen Quellen <abbr title="herausgegeben" class="ED-abbr">hg.</abbr> <abbr title="von " class="ED-abbr">v.</abbr> A. Guttstadt. Berlin: Georg Reimer 1900, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 900.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-15"><span class="ED-app-num">15</span><a href="#app-editorial-15-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Jolly</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Friedrich Jolly</span> (1844–1904), Psychiater, 1873 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> in Straßburg, 1875 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> (<abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-16"><span class="ED-app-num">16</span><a href="#app-editorial-16-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Reifferscheid</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">August Reifferscheid</span> (1835–1887) Klassischer Philologe. Studium in Bonn, 1860 in Bonn habilitiert. 1861–1863 und 1864–1866 Forschungaufenthalte in Italien. 1867 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> in Bonn, 1868 in Breslau, 1885 in Straßburg (<abbr title="World Biographical Information System" class="ED-abbr">WBIS</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-17"><span class="ED-app-num">17</span><a href="#app-editorial-17-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">an <span class="ED-name">Schöll</span>s Stelle</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Rudolf Schöll</span> (1844–1893), Klassischer Philologe, seit 1875 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> in Straßburg, ab 1885 in München (<abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-18"><span class="ED-app-num">18</span><a href="#app-editorial-18-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Dümmler</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Ernst Dümmler</span> (1830–1902), Historiker, 1852 in Berlin promoviert, 1854 in Halle habilitiert, 1858 dort <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr>, 1866 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr>, 1876 Mitglied der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica (1888 deren Leiter in Berlin; <abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>; <span class="ED-link"><a href="https://www.catalogus-professorum-halensis.de/duemmlerernst.html">https://www.catalogus-professorum-halensis.de/duemmlerernst.html</a></span> (19.8.2024)).</div></div></body></html>