<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Moriz Carrière an Vaihinger, München, 17.2.1884, 3 S., hs., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 4 e, Nr. 14</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000314-8"/><style type="text/css">
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Leipzig: Brockhaus 1877.">[1]</a> ihr Trost und Licht sei, ich möge ihr doch sagen welch Bildniß von mir sie sich anschaffen solle – frug mich: Wer <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="der Autor des Grenzbotenartikels ] vgl. Carrière an Vaihinger vom 11.11.1883&#xD;&#xA;">der Autor des Grenzbotenartikels</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="der Autor des Grenzbotenartikels ] vgl. Carrière an Vaihinger vom 11.11.1883">[2]</a> sei. Ich glaube Sie nehmen es nicht übel, wenn ich Sie nannte. Ich empfahl ihr dabei <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Pfleiderers ersten Band ] vgl. Otto Pfleiderer: Religionsphilosophie auf geschichtlicher Grundlage. In zwei Bänden. Bd. 1: Geschichte der Religionsphilosophie von Spinoza bis auf die Gegenwart. 2., stark erweiterte Aufl. Berlin: Reimer 1883.&#xD;&#xA;">Pfleiderer</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Pfleiderers ersten Band ] vgl. Otto Pfleiderer: Religionsphilosophie auf geschichtlicher Grundlage. In zwei Bänden. Bd. 1: Geschichte der Religionsphilosophie von Spinoza bis auf die Gegenwart. 2., stark erweiterte Aufl. Berlin: Reimer 1883.&#xD;&#xA;">s ersten Band</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Pfleiderers ersten Band ] vgl. Otto Pfleiderer: Religionsphilosophie auf geschichtlicher Grundlage. In zwei Bänden. Bd. 1: Geschichte der Religionsphilosophie von Spinoza bis auf die Gegenwart. 2., stark erweiterte Aufl. Berlin: Reimer 1883.">[3]</a> der Religionsphilosophie, wenn sie sich näher <span class="ED-pb">|</span> über die deutsche Philosophie unterrichten wolle. Sie that das eifrig, und schreibt mir nun: Ist der <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="als Langes Schüler erwähnte Vaihinger ] vgl. bei Pfleiderer, S. 504–505 unter dem Stichwort Die halb- und neukantische Religionsphilosophie (Vaihinger, Laas): In den Blättern der herrschenden Tagesliteratur ist Lange jetzt nahezu der beliebteste und gepriesenste Philosoph des Tages geworden, aber immer ist es der realistische Kantianer, der Verstandes-Mensch, der Freund des Materialismus und Verächter der Ideen im theoretischen Denken, was Gegenstand des Lobes und der Anpreisung ist, seinen praktischen Idealismus aber läßt man ihm als eine hiermit nicht näher zusammenhängende Privatansicht hingehen, ja man geht wohl auch mit verschämtem Stillschweigen darüber, als wie über eine verzeihliche Schwäche des sonst so nüchternen Kopfes, hinweg. Ein Schüler Lange’s, Vaihinger, hat dieser Stimmung einen unzweideutigen Ausdruck gegeben [Fußnote: In der Schrift: „Hartmann, Düring und Lange“, Iserlohn 1876.], indem er bedauert, daß auch Lange noch nicht zum völligen Sieg des Geistes (des Verstandes) über die Mystik durchgedrungen sei, mit dem gefährlichen Prinzip des Tiefsinnes (der Spekulation) noch nicht ganz gebrochen habe und die volle Klarheit noch nicht erreicht. – Zugleich zeigt übrigens dieser Schüler Lange’s an seinem eigenen Beispiel, wie die beim Meister noch vermißte Consequenz der vollen Klarheit in nichts anderem besteht als im vollendeten, radikalen Skepticismus, der für Religion, Wissenschaft und Praxis gleich verhängnißvoll ist. Und diese Consequenz mit aller rückhalts- und rücksichtslosen Offenheit aufgedeckt zu haben, ist unleugbar verdienstlich.&#xD;&#xA;">als </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="als Langes Schüler erwähnte Vaihinger ] vgl. bei Pfleiderer, S. 504–505 unter dem Stichwort Die halb- und neukantische Religionsphilosophie (Vaihinger, Laas): In den Blättern der herrschenden Tagesliteratur ist Lange jetzt nahezu der beliebteste und gepriesenste Philosoph des Tages geworden, aber immer ist es der realistische Kantianer, der Verstandes-Mensch, der Freund des Materialismus und Verächter der Ideen im theoretischen Denken, was Gegenstand des Lobes und der Anpreisung ist, seinen praktischen Idealismus aber läßt man ihm als eine hiermit nicht näher zusammenhängende Privatansicht hingehen, ja man geht wohl auch mit verschämtem Stillschweigen darüber, als wie über eine verzeihliche Schwäche des sonst so nüchternen Kopfes, hinweg. Ein Schüler Lange’s, Vaihinger, hat dieser Stimmung einen unzweideutigen Ausdruck gegeben [Fußnote: In der Schrift: „Hartmann, Düring und Lange“, Iserlohn 1876.], indem er bedauert, daß auch Lange noch nicht zum völligen Sieg des Geistes (des Verstandes) über die Mystik durchgedrungen sei, mit dem gefährlichen Prinzip des Tiefsinnes (der Spekulation) noch nicht ganz gebrochen habe und die volle Klarheit noch nicht erreicht. – Zugleich zeigt übrigens dieser Schüler Lange’s an seinem eigenen Beispiel, wie die beim Meister noch vermißte Consequenz der vollen Klarheit in nichts anderem besteht als im vollendeten, radikalen Skepticismus, der für Religion, Wissenschaft und Praxis gleich verhängnißvoll ist. Und diese Consequenz mit aller rückhalts- und rücksichtslosen Offenheit aufgedeckt zu haben, ist unleugbar verdienstlich.&#xD;&#xA;">Lange</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="als Langes Schüler erwähnte Vaihinger ] vgl. bei Pfleiderer, S. 504–505 unter dem Stichwort Die halb- und neukantische Religionsphilosophie (Vaihinger, Laas): In den Blättern der herrschenden Tagesliteratur ist Lange jetzt nahezu der beliebteste und gepriesenste Philosoph des Tages geworden, aber immer ist es der realistische Kantianer, der Verstandes-Mensch, der Freund des Materialismus und Verächter der Ideen im theoretischen Denken, was Gegenstand des Lobes und der Anpreisung ist, seinen praktischen Idealismus aber läßt man ihm als eine hiermit nicht näher zusammenhängende Privatansicht hingehen, ja man geht wohl auch mit verschämtem Stillschweigen darüber, als wie über eine verzeihliche Schwäche des sonst so nüchternen Kopfes, hinweg. Ein Schüler Lange’s, Vaihinger, hat dieser Stimmung einen unzweideutigen Ausdruck gegeben [Fußnote: In der Schrift: „Hartmann, Düring und Lange“, Iserlohn 1876.], indem er bedauert, daß auch Lange noch nicht zum völligen Sieg des Geistes (des Verstandes) über die Mystik durchgedrungen sei, mit dem gefährlichen Prinzip des Tiefsinnes (der Spekulation) noch nicht ganz gebrochen habe und die volle Klarheit noch nicht erreicht. – Zugleich zeigt übrigens dieser Schüler Lange’s an seinem eigenen Beispiel, wie die beim Meister noch vermißte Consequenz der vollen Klarheit in nichts anderem besteht als im vollendeten, radikalen Skepticismus, der für Religion, Wissenschaft und Praxis gleich verhängnißvoll ist. Und diese Consequenz mit aller rückhalts- und rücksichtslosen Offenheit aufgedeckt zu haben, ist unleugbar verdienstlich.&#xD;&#xA;">s Schüler erwähnte Vaihinger</span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="als Langes Schüler erwähnte Vaihinger ] vgl. bei Pfleiderer, S. 504–505 unter dem Stichwort Die halb- und neukantische Religionsphilosophie (Vaihinger, Laas): In den Blättern der herrschenden Tagesliteratur ist Lange jetzt nahezu der beliebteste und gepriesenste Philosoph des Tages geworden, aber immer ist es der realistische Kantianer, der Verstandes-Mensch, der Freund des Materialismus und Verächter der Ideen im theoretischen Denken, was Gegenstand des Lobes und der Anpreisung ist, seinen praktischen Idealismus aber läßt man ihm als eine hiermit nicht näher zusammenhängende Privatansicht hingehen, ja man geht wohl auch mit verschämtem Stillschweigen darüber, als wie über eine verzeihliche Schwäche des sonst so nüchternen Kopfes, hinweg. Ein Schüler Lange’s, Vaihinger, hat dieser Stimmung einen unzweideutigen Ausdruck gegeben [Fußnote: In der Schrift: „Hartmann, Düring und Lange“, Iserlohn 1876.], indem er bedauert, daß auch Lange noch nicht zum völligen Sieg des Geistes (des Verstandes) über die Mystik durchgedrungen sei, mit dem gefährlichen Prinzip des Tiefsinnes (der Spekulation) noch nicht ganz gebrochen habe und die volle Klarheit noch nicht erreicht. – Zugleich zeigt übrigens dieser Schüler Lange’s an seinem eigenen Beispiel, wie die beim Meister noch vermißte Consequenz der vollen Klarheit in nichts anderem besteht als im vollendeten, radikalen Skepticismus, der für Religion, Wissenschaft und Praxis gleich verhängnißvoll ist. Und diese Consequenz mit aller rückhalts- und rücksichtslosen Offenheit aufgedeckt zu haben, ist unleugbar verdienstlich.">[4]</a></span> derselbe der die schöne Besprechung Ihrer Gedichte verfasste? Dann wäre ja ein mächtiger Umschwung in seinem Geiste vorgegangen! – Ich verwies sie darauf daß Sie mit <span class="ED-name">Lange</span> von Anfang an auf dem Standpunct eines ethischen Idealismus standen.</p><p class="ED-p">Mit den Augen geht’s wieder erfreulich. <span class="ED-pb">|</span></p><p class="ED-p">Übereilen Sie die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Anzeige des Poesiebuchs ] vgl. Carrière an Vaihinger vom 11.11.1883&#xD;&#xA;">Anzeige des Poesiebuchs</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Anzeige des Poesiebuchs ] vgl. Carrière an Vaihinger vom 11.11.1883">[5]</a> nicht; vielleicht eine Ferienerfrischung. Leben Sie wohl! Mit den besten Wünschen und Grüßen Ihr ergebenster</p><p class="ED-signed">M Càrriere</p><p class="ED-dateline">München 17/II 1884</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">meine sittliche Weltordnung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Carrière: Die sittliche Weltordnung. Leipzig: Brockhaus 1877.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">der Autor des Grenzbotenartikels</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Carrière an Vaihinger vom 11.11.1883</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Pfleiderer</span>s ersten Band</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Otto Pfleiderer: Religionsphilosophie auf geschichtlicher Grundlage. In zwei Bänden. <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 1: Geschichte der Religionsphilosophie von Spinoza bis auf die Gegenwart. 2., stark erweiterte <abbr title="Auflage" class="ED-abbr">Aufl.</abbr> Berlin: Reimer 1883.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">als <span class="ED-name">Lange</span>s Schüler erwähnte Vaihinger</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> bei Pfleiderer, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 504–505 unter dem Stichwort Die halb- und neukantische Religionsphilosophie (Vaihinger, Laas): <span class="ED-rdg">In den Blättern der herrschenden Tagesliteratur ist Lange jetzt nahezu der beliebteste und gepriesenste Philosoph des Tages geworden, aber immer ist es der realistische Kantianer, der Verstandes-Mensch, der Freund des Materialismus und Verächter der Ideen im theoretischen Denken, was Gegenstand des Lobes und der Anpreisung ist, seinen praktischen Idealismus aber läßt man ihm als eine hiermit nicht näher zusammenhängende Privatansicht hingehen, ja man geht wohl auch mit verschämtem Stillschweigen darüber, als wie über eine verzeihliche Schwäche des sonst so nüchternen Kopfes, hinweg. Ein Schüler Lange’s, Vaihinger, hat dieser Stimmung einen unzweideutigen Ausdruck gegeben [</span>Fußnote:<span class="ED-rdg"> In der Schrift: „Hartmann, Düring und Lange“, Iserlohn 1876.], indem er bedauert, daß auch Lange noch nicht zum völligen Sieg des Geistes (des Verstandes) über die Mystik durchgedrungen sei, mit dem gefährlichen Prinzip des Tiefsinnes (der Spekulation) noch nicht ganz gebrochen habe und die volle Klarheit noch nicht erreicht. – Zugleich zeigt übrigens dieser Schüler Lange’s an seinem eigenen Beispiel, wie die beim Meister noch vermißte Consequenz der vollen Klarheit in nichts anderem besteht als im vollendeten, radikalen Skepticismus, der für Religion, Wissenschaft und Praxis gleich verhängnißvoll ist. Und diese Consequenz mit aller rückhalts- und rücksichtslosen Offenheit aufgedeckt zu haben, ist unleugbar verdienstlich.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Anzeige des Poesiebuchs</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Carrière an Vaihinger vom 11.11.1883</div></div></body></html>