<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Moriz Carrière an Vaihinger, München, 18.1.1884, 2 S., hs., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 4 e, Nr. 13</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000307-1"/><style type="text/css">
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Liebeslieder und Gedankendichtungen. Leipzig: Brockhaus 1883, Vorwort S. VII–VIII: Am Weihnachtstage sind es 20 Jahre daß ich den dunkeln Strich in das Buch meines Lebens machte; am Sylvesterabende stand ich vor dem Grabe der geliebten Gattin. In der folgenden Osternzeit stellte ich Gedichte zusammen die im Glück und Leid ausgesprochen was sie mir war und bleibt, und sandte denen die uns nahe standen ein kleines Heft: „Agnes. Ein Erinnerungsblatt für Freundinnen und Freunde“. Ich habe in dasselbe später hineingelegt was mir erhaltenswerth schien […]. So sollten diese Verse unter dem Schilde ihres Namens vereint nach meinem Tode gedruckt und Befreundeten zum Andenken mitgetheilt werden. Als ich aber in diesem Jahre zu Osternzeit wieder nach einer Augenoperation fünf Tage und Nächte ruhig im Dunkeln lag und mein Leben überdachte, da gewahrte ich mit Wehmuth wie so manche und gerade der Vertrauteren, denen ich diesen Einblick in mein Seelenleben gewähren wollte, vor mir dahingegangen, und so entschloß ich mich das Büchlein den Mitlebenden als Weihnachtsgruß selbst zu senden (datiert München im Herbste 1882).&#xD;&#xA;">in der Gestalt besitzen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="in der Gestalt besitzen ] vgl. Carrière: Agnes. Liebeslieder und Gedankendichtungen. Leipzig: Brockhaus 1883, Vorwort S. VII–VIII: Am Weihnachtstage sind es 20 Jahre daß ich den dunkeln Strich in das Buch meines Lebens machte; am Sylvesterabende stand ich vor dem Grabe der geliebten Gattin. In der folgenden Osternzeit stellte ich Gedichte zusammen die im Glück und Leid ausgesprochen was sie mir war und bleibt, und sandte denen die uns nahe standen ein kleines Heft: „Agnes. Ein Erinnerungsblatt für Freundinnen und Freunde“. Ich habe in dasselbe später hineingelegt was mir erhaltenswerth schien […]. So sollten diese Verse unter dem Schilde ihres Namens vereint nach meinem Tode gedruckt und Befreundeten zum Andenken mitgetheilt werden. Als ich aber in diesem Jahre zu Osternzeit wieder nach einer Augenoperation fünf Tage und Nächte ruhig im Dunkeln lag und mein Leben überdachte, da gewahrte ich mit Wehmuth wie so manche und gerade der Vertrauteren, denen ich diesen Einblick in mein Seelenleben gewähren wollte, vor mir dahingegangen, und so entschloß ich mich das Büchlein den Mitlebenden als Weihnachtsgruß selbst zu senden (datiert München im Herbste 1882).">[2]</a> wie ich sie Freundinnen und Freunden von <span class="ED-name">Agnes</span> gesandt zum bleibenden Andenken: Schenken Sie das frühere Exemplar an Jemanden wo die Gefühle und Gedanken eine gute Statt finden.</p><p class="ED-p">Die Stellung von <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Schmidt in Erlangen ] gemeint ist Franz Xaver Schmid (1819–1883), der seit 1862 ao. Prof. in Erlangen gewesen war (BEdPh). Womöglich geht es um eine etwaige Nachfolge, auf die Vaihinger spekulierte (vgl. Carrière an Vaihinger vom 22.2.1887).&#xD;&#xA;">Schmidt in Erlangen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Schmidt in Erlangen ] gemeint ist Franz Xaver Schmid (1819–1883), der seit 1862 ao. Prof. in Erlangen gewesen war (BEdPh). Womöglich geht es um eine etwaige Nachfolge, auf die Vaihinger spekulierte (vgl. Carrière an Vaihinger vom 22.2.1887).">[3]</a> war nur ausnahmsweise, <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Heyder u. Class ] Carl Heyder (1812–1886) und Gustav Class (1836–1908; Eisler: Philosophen-Lexikon, Berlin 1912).&#xD;&#xA;">Heyder</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Heyder u. Class ] Carl Heyder (1812–1886) und Gustav Class (1836–1908; Eisler: Philosophen-Lexikon, Berlin 1912).&#xD;&#xA;"> </span><abbr title="und" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Heyder u. Class ] Carl Heyder (1812–1886) und Gustav Class (1836–1908; Eisler: Philosophen-Lexikon, Berlin 1912).&#xD;&#xA;">u.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Heyder u. Class ] Carl Heyder (1812–1886) und Gustav Class (1836–1908; Eisler: Philosophen-Lexikon, Berlin 1912).&#xD;&#xA;"> </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Heyder u. Class ] Carl Heyder (1812–1886) und Gustav Class (1836–1908; Eisler: Philosophen-Lexikon, Berlin 1912).&#xD;&#xA;">Class</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Heyder u. Class ] Carl Heyder (1812–1886) und Gustav Class (1836–1908; Eisler: Philosophen-Lexikon, Berlin 1912).">[4]</a></span> sind die Professoren von dort.</p><p class="ED-p">Mich hat eine garstige Grippe um die Weihnachts<span class="ED-pb">|</span>ferien betrogen, trotz dem daß ich eine Woche lang das Zimmer hütete, erschwert mein Katarrh noch die Vorträge. Ich stecke dabei in der Revision der Aesthetik für eine <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="neue Auflage ] vgl. Carrière: Aesthetik. 2 Teile. 3., neubearbeitete Aufl. Leipzig: Brockhaus 1885.&#xD;&#xA;">neue Auflage</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="neue Auflage ] vgl. Carrière: Aesthetik. 2 Teile. 3., neubearbeitete Aufl. Leipzig: Brockhaus 1885.">[5]</a>: Mit den besten Wünschen und in der Hoffnung daß 1884 Ihnen eine gute sichre Stellung bringt Ihr ergebenster</p><p class="ED-signed">M Càrriere</p><p class="ED-dateline">München 18/I 1884</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Theilnahme für die Gedichte</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Carrière an Vaihinger vom 11.11.1883</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">in der Gestalt besitzen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Carrière: Agnes. Liebeslieder und Gedankendichtungen. Leipzig: Brockhaus 1883, Vorwort <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> VII–VIII: <span class="ED-rdg">Am Weihnachtstage sind es 20 Jahre daß ich den dunkeln Strich in das Buch meines Lebens machte; am Sylvesterabende stand ich vor dem Grabe der geliebten Gattin. In der folgenden Osternzeit stellte ich Gedichte zusammen die im Glück und Leid ausgesprochen was sie mir war und bleibt, und sandte denen die uns nahe standen ein kleines Heft: „Agnes. Ein Erinnerungsblatt für Freundinnen und Freunde“. Ich habe in dasselbe später hineingelegt was mir erhaltenswerth schien […]. So sollten diese Verse unter dem Schilde ihres Namens vereint nach meinem Tode gedruckt und Befreundeten zum Andenken mitgetheilt werden. Als ich aber in diesem Jahre zu Osternzeit wieder nach einer Augenoperation fünf Tage und Nächte ruhig im Dunkeln lag und mein Leben überdachte, da gewahrte ich mit Wehmuth wie so manche und gerade der Vertrauteren, denen ich diesen Einblick in mein Seelenleben gewähren wollte, vor mir dahingegangen, und so entschloß ich mich das Büchlein den Mitlebenden als Weihnachtsgruß selbst zu senden</span> (datiert München im Herbste 1882).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Schmidt in Erlangen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>gemeint ist <span class="ED-name">Franz Xaver Schmid</span> (1819–1883), der seit 1862 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> in Erlangen gewesen war (<abbr title="Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Philosophen" class="ED-abbr">BEdPh</abbr>). Womöglich geht es um eine etwaige Nachfolge, auf die Vaihinger spekulierte (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Carrière an Vaihinger vom 22.2.1887).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Heyder</span> <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> <span class="ED-name">Class</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Carl Heyder</span> (1812–1886) und <span class="ED-name">Gustav Class</span> (1836–1908; Eisler: Philosophen-Lexikon, Berlin 1912).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">neue Auflage</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Carrière: Aesthetik. 2 Teile. 3., neubearbeitete <abbr title="Auflage" class="ED-abbr">Aufl.</abbr> Leipzig: Brockhaus 1885.</div></div></body></html>