<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Michael Bernays an Vaihinger, München, 1.3.1880, 6 S., hs., am Briefkopf grau eingedrucktes Monogramm MB, Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 2 m, Nr. 1</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000134-8"/><style type="text/css">
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Wiederholte Anfragen beim Institut für Neue deutsche Literatur und Medien der Universität Kiel, Aufbewahrungsort des Nachlasses Bernays, blieben ohne jede Antwort.&#xD;&#xA;">Sendung, ein mir so hocherfreulicher Brief</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="Sendung … Brief ] nicht ermittelt. Wiederholte Anfragen beim Institut für Neue deutsche Literatur und Medien der Universität Kiel, Aufbewahrungsort des Nachlasses Bernays, blieben ohne jede Antwort.">[1]</a>! – und Wochen vergehen, bevor Sie ein Wort freudigen Dankes von mir vernehmen! – Aber ich darf mich dieser Versäumniß wegen nicht allzu hart anklagen, und Sie dürfen mir Ihre freundliche Nachsicht nicht vorenthalten. Dieser Winter mit seinem Despotismus hat auch mich auf eine harte Probe gestellt. Ich mußte alle Kräfte sorgsam und kläglich zusammenhalten, um nur eine Unterbrechung der Vorlesungen zu verhüten; ich mußte mir den brieflichen Verkehr auch mit den vertrautesten Freunden <span class="ED-pb">|</span> versagen. Hat doch selbst mein theurer <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Erich Schmidt ] Erich Schmidt (1853–1913), Germanist, nach Studium der Klassischen Philologie in Graz, Jena und Straßburg 1874 in Straßburg promoviert, 1875 in Würzburg habilitiert, 1877 ao. Prof. in Straßburg. 1880 in Wien, 1881 o. Prof. 1885 Direktor des neu begründeten Goethe-Archivs in Weimar, 1887 o. Prof. in Berlin (NDB). Zur Beziehung zu Bernays vgl. Erich Schmidts Artikel über Bernays in: Allgemeine Deutsche Biographie Bd. 46 (1902), S. 404–409.&#xD;&#xA;">Erich Schmidt</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Erich Schmidt ] Erich Schmidt (1853–1913), Germanist, nach Studium der Klassischen Philologie in Graz, Jena und Straßburg 1874 in Straßburg promoviert, 1875 in Würzburg habilitiert, 1877 ao. Prof. in Straßburg. 1880 in Wien, 1881 o. Prof. 1885 Direktor des neu begründeten Goethe-Archivs in Weimar, 1887 o. Prof. in Berlin (NDB). Zur Beziehung zu Bernays vgl. Erich Schmidts Artikel über Bernays in: Allgemeine Deutsche Biographie Bd. 46 (1902), S. 404–409.">[2]</a></span>, der mir durch die <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Widmung seiner neuesten Schrift ] vgl. Erich Schmidt: Beiträge zur Kenntniss der Klopstockschen Jugendlyrik aus Drucken und Handschriften nebst ungedruckten Oden Wielands gesammelt. Straßburg/London: Trübner 1880. Michael Bernays zugeeignet.&#xD;&#xA;">Widmung seiner neuesten Schrift</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Widmung seiner neuesten Schrift ] vgl. Erich Schmidt: Beiträge zur Kenntniss der Klopstockschen Jugendlyrik aus Drucken und Handschriften nebst ungedruckten Oden Wielands gesammelt. Straßburg/London: Trübner 1880. Michael Bernays zugeeignet.">[3]</a> eine außergewöhnliche Freude bereitete, bisher kaum ein flüchtiges Wort des Danks vernommen!</p><p class="ED-p">Ich darf Sie nun also als einen Genossen und Bruder in der Kritik begrüßen. Daß Sie beim Beginne dieser Thätigkeit mich als Führer nicht verschmähten, – das erweckt mir eine Empfindung, welche ich doch nicht anders als die des Stolzes bezeichnen kann. Wie rasch erstirbt in unserer Zeit die Wirkung und Nachwirkung rein wissenschaftlicher Arbeiten, wenn sie nicht von irgend einer Seite her dem lebendigen Interesse des Tages entgegenkommen! Durch Sie nun <span class="ED-pb">|</span> erfahre ich, wie eine Arbeit, die schon vor anderthalb Decennien hervorgetreten, auf einen ebenso empfänglich wie thätig selbständigen Geist so frisch und anziehend einwirken kann, als sei sie vor wenigen Monden ans Licht gekommen. Es ist eine der schönsten und <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="aufmunterungsten ] so wörtlich&#xD;&#xA;">aufmunterungsten</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="aufmunterungsten ] so wörtlich">[a]</a> Erfahrungen meines Lebens.</p><p class="ED-p">Daß Sie gleich im <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Beginne Ihrer kritischen Studien ] die Rede ist von Vaihinger: Eine Blattversetzung in Kant’s Prolegomena. In: Philosophische Monatshefte 15 (1879), S. 321–332; Sonderdruck Bonn: P. Neusser 1879. (Dass., Zweiter Artikel. [Historische Nachwirkungen.] In: Philosophische Monatshefte 15 [1879], S. 513–532).&#xD;&#xA;">Beginne Ihrer kritischen Studien</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Beginne Ihrer kritischen Studien ] die Rede ist von Vaihinger: Eine Blattversetzung in Kant’s Prolegomena. In: Philosophische Monatshefte 15 (1879), S. 321–332; Sonderdruck Bonn: P. Neusser 1879. (Dass., Zweiter Artikel. [Historische Nachwirkungen.] In: Philosophische Monatshefte 15 [1879], S. 513–532).">[4]</a> einen so erfolgreichen Griff gethan, – darin möchten Sie ein verheißungsvolles Pfand künftiger Erfolge erblicken. Hat man sich die kritische Methode nur erst zur zweiten Natur gemacht, so scheinen sich die Ergebnisse, und oft ganz unerwartete, wie von selbst einzustellen. Gefühl und Scharfsinn wirken dann im schönen Bunde zusammen. Sie erinnern Sich, wie ich dies in der Einleitung zu der Ihnen <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="liebgewordenen Schrift ] die Rede ist von Bernays: Über Kritik und Geschichte des Goetheschen Textes (1866), s. u.&#xD;&#xA;">liebgewordenen Schrift</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="liebgewordenen Schrift ] die Rede ist von Bernays: Über Kritik und Geschichte des Goetheschen Textes (1866), s. u.">[5]</a> andeute. Es war mir wohlthuend, aus <span class="ED-name">Belger</span>s <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Buch … sehen ] Zeile am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;">Buch über </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Buch … sehen ] Zeile am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;">Haupt</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Buch … sehen ] Zeile am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;"> (</span><abbr title="Seite" class="ED-abbr"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Buch … sehen ] Zeile am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;">S.</span></abbr><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="Buch … sehen ] Zeile am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;"> 124) </span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2 app-editorial-6" title="Buch … sehen ] Zeile am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;zu sehen ] vgl. Christian Belger: Moriz Haupt als academischer Lehrer. Mit Bemerkungen Haupts zu Homer, den Tragikern, Theokrit, Plautus, Catull, Properz, Horaz, Tacitus, Wolfram von Eschenbach, und einer biographischen Einleitung. Berlin: W. Weber 1879, S. 124; innerhalb des Abdrucks der Kolleghefte von und nach Moriz Haupt über philologische Kritik und philologisches Emendieren. Mit Zitat nach Michael Bernays: „Hier muss es sich nun bewähren, sind M. Bernays’ treffende Worte, ob er wirklich im Geiste mit seinem Autor eins geworden ist, ob er dessen Wesen nach allen Seiten hin so durchdringend erkannt hat, dass ihm das Wahre, nach dem er sucht, wie durch innere Nothwendigkeit entgegenkommt; hier muss das Gefühl eben so wirksam sein, als der sondernde Scharfsinn.“ Vgl. Bernays: Über Kritik und Geschichte des Goetheschen Textes. Berlin: Dümmler 1866 (An Nicolaus Delius), S. 7–8: Hier muß es sich nun bewähren, ob er wirklich im Geiste mit seinem Autor eins geworden ist, ob er dessen Wesen nach allen Seiten hin so durchdringend erkannt hat, daß ihm das Wahre, nach dem er sucht, wie durch eine innere Nothwendigkeit entgegenkommt; hier muß das Gefühl eben so wirksam thätig sein, wie der sondernde Scharfsinn: der Geist des Kritikers muß sich schöpferisch erweisen.&#xD;&#xA;">zu sehen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="Buch … sehen ] Zeile am linken Rd. mit Rotstift angestrichen">[b]</a><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="zu sehen ] vgl. Christian Belger: Moriz Haupt als academischer Lehrer. Mit Bemerkungen Haupts zu Homer, den Tragikern, Theokrit, Plautus, Catull, Properz, Horaz, Tacitus, Wolfram von Eschenbach, und einer biographischen Einleitung. Berlin: W. Weber 1879, S. 124; innerhalb des Abdrucks der Kolleghefte von und nach Moriz Haupt über philologische Kritik und philologisches Emendieren. Mit Zitat nach Michael Bernays: „Hier muss es sich nun bewähren, sind M. Bernays’ treffende Worte, ob er wirklich im Geiste mit seinem Autor eins geworden ist, ob er dessen Wesen nach allen Seiten hin so durchdringend erkannt hat, dass ihm das Wahre, nach dem er sucht, wie durch innere Nothwendigkeit entgegenkommt; hier muss das Gefühl eben so wirksam sein, als der sondernde Scharfsinn.“ Vgl. Bernays: Über Kritik und Geschichte des Goetheschen Textes. Berlin: Dümmler 1866 (An Nicolaus Delius), S. 7–8: Hier muß es sich nun bewähren, ob er wirklich im Geiste mit seinem Autor eins geworden ist, ob er dessen Wesen nach allen Seiten hin so durchdringend erkannt hat, daß ihm das Wahre, nach dem er sucht, wie durch eine innere Nothwendigkeit entgegenkommt; hier muß das Gefühl eben so wirksam thätig sein, wie der sondernde Scharfsinn: der Geist des Kritikers muß sich schöpferisch erweisen.">[6]</a>, daß der große Philolog gerade diesen meinen Satz im Colleg oder <span class="ED-pb">|</span> Seminar zu citiren pflegte.</p><p class="ED-p">Wie anziehend ist die Frage nach der Entstehung der Prolegomena! Darf ich mich hier überhaupt eines Urtheils unterfangen, so glaube ich, daß man bei dem Endergebniß, zu dem Sie so behutsam gelangen, sich beruhigen muß. – Warum können wir nicht häufiger einer philosophisch-literarischen Zwiesprache pflegen? Besonders über <span class="ED-name">Kant</span>s ältere kleine Schriften, in denen mir auch der Schriftsteller als solcher so bewundernswerth erscheint, wünschte ich mich gründlich mit Ihnen zu unterhalten. Kann man es eigentlich fassen, daß diese kleinen Wunderwerke von <span class="ED-name">Lessing</span> unbeachtet blieben? Den „Träumen eines Geistersehers“, die <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="demselben … angehören ] Zeile am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;">demselben Jahre wie der </span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3 app-editorial-7" title="demselben … angehören ] Zeile am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Laokoon ] vgl. Gotthold Ephraim Lessing: Laokoon oder über die Grenzen der Mahlerey und Poesie (1766) sowie Kant: Träume eines Geistersehers, erläutert durch Träume der Metaphysik (1766).&#xD;&#xA;">Laokoon</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="Laokoon ] vgl. Gotthold Ephraim Lessing: Laokoon oder über die Grenzen der Mahlerey und Poesie (1766) sowie Kant: Träume eines Geistersehers, erläutert durch Träume der Metaphysik (1766).">[7]</a><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="demselben … angehören ] Zeile am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;"> angehören</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="demselben … angehören ] Zeile am linken Rd. mit Rotstift angestrichen">[c]</a>, hätte er doch mit wahrem Jubel zustimmen müssen.</p><p class="ED-p">Könnten wir über solche und ähnliche Fragen, die mich so lebhaft <span class="ED-pb">|</span> <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4" title="beschäftigen ] Beginn eines neuen Briefbogens, mit selbem Monogramm MB am Kopf der S. wie oben&#xD;&#xA;">beschäftigen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-4" id="app-philological-4-ref" title="beschäftigen ] Beginn eines neuen Briefbogens, mit selbem Monogramm MB am Kopf der S. wie oben">[d]</a>, häufiger mündlich verhandeln, so würde Ihre günstige Meinung von meinem Können und Wissen nothwendig eine für mich sehr ungünstige Umwandlung erfahren müssen. Aber immerhin: Wenn ich nur etwas lernte!</p><p class="ED-p">Mit <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="Ihrer Ausgabe ] eine Ausgabe von Kants Kritik der reinen Vernunft, herauszugeben von Vaihinger, ist nicht erschienen; vgl. über den Plan noch Richard Avenarius an Vaihinger vom 8.4.1880 sowie Vaihinger: Commentar zu Kants Kritk der reinen Vernunft, 1. Bd. 1881, Vorwort S. XII, Anm. 1: Es war ursprünglich meine Absicht, zugleich eine neue Ausgabe der „Kritik der reinen Vernunft“ nach den Grundsätzen der Philologie zu veranstalten. Verschiedene Umstände veranlassten mich jedoch, zunächst hievon Umgang [!] zu nehmen. Eine Folge jener Absicht ist, dass bei den Citaten aus der Kritik der r. V. stets die Seitenzahlen der ersten Ausgabe benutzt wurden, da eben aus philologischen Gründen jene Ausgabe, nicht die zweite, meiner Ansicht nach zu Grunde zu legen ist. – In dass., S. XIII, Anm. 2 findet sich übrigens die erste Erwähnung des Planes einer Zeitschriftengründung: Ich beabsichtige ausserdem, zur Förderung und Centralisirung der Kantforschungen eine Zeitschrift in freien Heften: Kantstudien herauszugeben.&#xD;&#xA;">Ihrer Ausgabe</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-8" id="app-editorial-8-ref" title="Ihrer Ausgabe ] eine Ausgabe von Kants Kritik der reinen Vernunft, herauszugeben von Vaihinger, ist nicht erschienen; vgl. über den Plan noch Richard Avenarius an Vaihinger vom 8.4.1880 sowie Vaihinger: Commentar zu Kants Kritk der reinen Vernunft, 1. Bd. 1881, Vorwort S. XII, Anm. 1: Es war ursprünglich meine Absicht, zugleich eine neue Ausgabe der „Kritik der reinen Vernunft“ nach den Grundsätzen der Philologie zu veranstalten. Verschiedene Umstände veranlassten mich jedoch, zunächst hievon Umgang [!] zu nehmen. Eine Folge jener Absicht ist, dass bei den Citaten aus der Kritik der r. V. stets die Seitenzahlen der ersten Ausgabe benutzt wurden, da eben aus philologischen Gründen jene Ausgabe, nicht die zweite, meiner Ansicht nach zu Grunde zu legen ist. – In dass., S. XIII, Anm. 2 findet sich übrigens die erste Erwähnung des Planes einer Zeitschriftengründung: Ich beabsichtige ausserdem, zur Förderung und Centralisirung der Kantforschungen eine Zeitschrift in freien Heften: Kantstudien herauszugeben.">[8]</a> der Kr<span class="ED-add">[itik]</span> d<span class="ED-add">[er]</span> r<span class="ED-add">[einen]</span> Vernunft werden Sie etwas Hochwichtiges und, vor Allem, etwas Nothwendiges leisten. <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-5" title="Sie … werde. ] Satz am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;">Sie muß sich zu einem Denkmal der kritisch-historischen Methode gestalten; es ist wahrlich an der Zeit, daß ein solches auch im Bereiche der philosophischen Studien errichtet werde.</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-5" id="app-philological-5-ref" title="Sie … werde. ] Satz am linken Rd. mit Rotstift angestrichen">[e]</a> Ich würde auf alle Fälle zu den freudigsten und dankbarsten Empfängern dieser Gabe gehören. Dann sollte die Kritik der Urtheilskraft <span class="ED-pb">|</span> folgen; und da würden Sie mit der größten Epoche unserer Dichtung in die unmittelbarste Berührung kommen. Es wäre doch nicht so übel, als ein Herausgeber <span class="ED-name">Kant</span>s, wie wir bisher noch keinen besessen haben, in der Literatur dazustehen.</p><p class="ED-p"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-6" title="Haben … Bereicherung ] Absatz am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;">Haben Sie </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-6" title="Haben … Bereicherung ] Absatz am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;">Redlich</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-6" title="Haben … Bereicherung ] Absatz am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;">s </span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-6 app-editorial-9" title="Haben … Bereicherung ] Absatz am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Ausgabe der Lessingschen Briefe ] vgl. Lessing’s Werke Theil 20, Abtheilung 1/2. Briefe von Lessing. Hg. u. mit Anmerkungen begleitet von Carl Christian Redlich. Berlin: Hempel 1879.&#xD;&#xA;">Ausgabe der </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-6 app-editorial-9" title="Haben … Bereicherung ] Absatz am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Ausgabe der Lessingschen Briefe ] vgl. Lessing’s Werke Theil 20, Abtheilung 1/2. Briefe von Lessing. Hg. u. mit Anmerkungen begleitet von Carl Christian Redlich. Berlin: Hempel 1879.&#xD;&#xA;">Lessing</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-6 app-editorial-9" title="Haben … Bereicherung ] Absatz am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Ausgabe der Lessingschen Briefe ] vgl. Lessing’s Werke Theil 20, Abtheilung 1/2. Briefe von Lessing. Hg. u. mit Anmerkungen begleitet von Carl Christian Redlich. Berlin: Hempel 1879.&#xD;&#xA;">schen Briefe</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-9" id="app-editorial-9-ref" title="Ausgabe der Lessingschen Briefe ] vgl. Lessing’s Werke Theil 20, Abtheilung 1/2. Briefe von Lessing. Hg. u. mit Anmerkungen begleitet von Carl Christian Redlich. Berlin: Hempel 1879.">[9]</a><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-6" title="Haben … Bereicherung ] Absatz am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;"> schon sorgsamer durchmustert? Sie bietet eine wirkliche Bereicherung.</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-6" id="app-philological-6-ref" title="Haben … Bereicherung ] Absatz am linken Rd. mit Rotstift angestrichen">[f]</a></p><p class="ED-p"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-7" title="Wollen … gedenke. ] Absatz am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;">Wollen Sie mich </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-7 app-editorial-10" title="Wollen … gedenke. ] Absatz am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Martin ] Ernst Martin (1841–1910), Germanist, 1866 in Heidelberg habilitiert, 1868 ao. Prof. in Freiburg/Breisgau, 1872 dort o. Prof., 1874 in Prag, seit 1877 in Straßburg (www.leo-bw.de (1.8.2024)).&#xD;&#xA;">Martin</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-10" id="app-editorial-10-ref" title="Martin ] Ernst Martin (1841–1910), Germanist, 1866 in Heidelberg habilitiert, 1868 ao. Prof. in Freiburg/Breisgau, 1872 dort o. Prof., 1874 in Prag, seit 1877 in Straßburg (www.leo-bw.de (1.8.2024)).">[10]</a></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-7" title="Wollen … gedenke. ] Absatz am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;"> hochachtungsvoll empfehlen und meinem theuren </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-7" title="Wollen … gedenke. ] Absatz am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;">Erich Schmidt</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-7" title="Wollen … gedenke. ] Absatz am linken Rd. mit Rotstift angestrichen&#xD;&#xA;"> die innigsten Grüße sagen? Erinnern Sie ihn in meinem Namen an die Schlußwoche des vorjährigen Wintersemesters, derer ich treulich gedenke.</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-7" id="app-philological-7-ref" title="Wollen … gedenke. ] Absatz am linken Rd. mit Rotstift angestrichen">[g]</a></p><p class="ED-p">Wann sehe ich Sie <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="einmal wieder hier ] ein früheres Zusammentreffen Vaihingers mit Bernays in München wäre z. B. im März 1878 möglich gewesen, vgl. Moritz Carrière an Vaihinger vom 26.3.1878.&#xD;&#xA;">einmal wieder hier</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-11" id="app-editorial-11-ref" title="einmal wieder hier ] ein früheres Zusammentreffen Vaihingers mit Bernays in München wäre z. B. im März 1878 möglich gewesen, vgl. Moritz Carrière an Vaihinger vom 26.3.1878.">[11]</a>? Dank und abermals Dank von Ihrem wahrhaft ergebenen</p><p class="ED-signed">Bernays.</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">aufmunterungsten</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Buch … sehen</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> Zeile am linken <abbr title="Rand" class="ED-abbr">Rd.</abbr> mit Rotstift angestrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">demselben … angehören</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> Zeile am linken <abbr title="Rand" class="ED-abbr">Rd.</abbr> mit Rotstift angestrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-4"><span class="ED-app-num">d</span><a href="#app-philological-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">beschäftigen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Beginn eines neuen Briefbogens, mit selbem Monogramm <span class="ED-rdg">MB</span> am Kopf der <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> wie oben</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-5"><span class="ED-app-num">e</span><a href="#app-philological-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Sie … werde.</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> Satz am linken <abbr title="Rand" class="ED-abbr">Rd.</abbr> mit Rotstift angestrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-6"><span class="ED-app-num">f</span><a href="#app-philological-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Haben … Bereicherung</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> Absatz am linken <abbr title="Rand" class="ED-abbr">Rd.</abbr> mit Rotstift angestrichen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-7"><span class="ED-app-num">g</span><a href="#app-philological-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Wollen … gedenke.</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> Absatz am linken <abbr title="Rand" class="ED-abbr">Rd.</abbr> mit Rotstift angestrichen</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-lem">Sendung … Brief</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span> nicht ermittelt. Wiederholte Anfragen beim Institut für Neue deutsche Literatur und Medien der Universität Kiel, Aufbewahrungsort des Nachlasses <span class="ED-name">Bernays</span>, blieben ohne jede Antwort.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Erich Schmidt</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Erich Schmidt</span> (1853–1913), Germanist, nach Studium der Klassischen Philologie in Graz, Jena und Straßburg 1874 in Straßburg promoviert, 1875 in Würzburg habilitiert, 1877 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> in Straßburg. 1880 in Wien, 1881 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> 1885 Direktor des neu begründeten <span class="ED-name">Goethe</span>-Archivs in Weimar, 1887 <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr> in Berlin (<abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>). Zur Beziehung zu <span class="ED-name">Bernays</span> <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <span class="ED-name">Erich Schmidt</span>s Artikel über <span class="ED-name">Bernays</span> in: Allgemeine Deutsche Biographie <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 46 (1902), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 404–409.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Widmung seiner neuesten Schrift</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Erich Schmidt: Beiträge zur Kenntniss der Klopstockschen Jugendlyrik aus Drucken und Handschriften nebst ungedruckten Oden Wielands gesammelt. Straßburg/London: Trübner 1880. <span class="ED-rdg">Michael Bernays zugeeignet.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Beginne Ihrer kritischen Studien</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>die Rede ist von Vaihinger: Eine Blattversetzung in Kant’s Prolegomena. In: Philosophische Monatshefte 15 (1879), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 321–332; Sonderdruck Bonn: P. Neusser 1879. (<abbr title="dasselbe" class="ED-abbr">Dass.</abbr>, Zweiter Artikel. [Historische Nachwirkungen.] In: Philosophische Monatshefte 15 [1879], <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 513–532).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">liebgewordenen Schrift</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>die Rede ist von Bernays: Über Kritik und Geschichte des Goetheschen Textes (1866), <abbr title="siehe unten" class="ED-abbr">s. u.</abbr></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">zu sehen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Christian Belger: Moriz Haupt als academischer Lehrer. Mit Bemerkungen Haupts zu Homer, den Tragikern, Theokrit, Plautus, Catull, Properz, Horaz, Tacitus, Wolfram von Eschenbach, und einer biographischen Einleitung. Berlin: W. Weber 1879, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 124; innerhalb des Abdrucks der Kolleghefte von und nach <span class="ED-name">Moriz Haupt</span> über philologische Kritik und philologisches Emendieren. Mit Zitat nach <span class="ED-name">Michael Bernays</span>: <span class="ED-rdg">„Hier muss es sich nun bewähren, sind M. Bernays’ treffende Worte, ob er wirklich im Geiste mit seinem Autor eins geworden ist, ob er dessen Wesen nach allen Seiten hin so durchdringend erkannt hat, dass ihm das Wahre, nach dem er sucht, wie durch innere Nothwendigkeit entgegenkommt; hier muss das Gefühl eben so wirksam sein, als der sondernde Scharfsinn.“</span> <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">Vgl.</abbr> Bernays: Über Kritik und Geschichte des Goetheschen Textes. Berlin: Dümmler 1866 (An Nicolaus Delius), <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 7–8: <span class="ED-rdg">Hier muß es sich nun bewähren, ob er wirklich im Geiste mit seinem Autor eins geworden ist, ob er dessen Wesen nach allen Seiten hin so durchdringend erkannt hat, daß ihm das Wahre, nach dem er sucht, wie durch eine innere Nothwendigkeit entgegenkommt; hier muß das Gefühl eben so wirksam thätig sein, wie der sondernde Scharfsinn: der Geist des Kritikers muß sich schöpferisch erweisen.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Laokoon</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Gotthold Ephraim Lessing: Laokoon oder über die Grenzen der Mahlerey und Poesie (1766) sowie Kant: Träume eines Geistersehers, erläutert durch Träume der Metaphysik (1766).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-8"><span class="ED-app-num">8</span><a href="#app-editorial-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihrer Ausgabe</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>eine Ausgabe von <span class="ED-name">Kant</span>s Kritik der reinen Vernunft, herauszugeben von Vaihinger, ist nicht erschienen; <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> über den Plan noch Richard Avenarius an Vaihinger vom 8.4.1880 sowie Vaihinger: Commentar zu Kants Kritk der reinen Vernunft, 1. <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr> 1881, Vorwort <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> XII, <abbr title="Anmerkung" class="ED-abbr">Anm.</abbr> 1: <span class="ED-rdg">Es war ursprünglich meine Absicht, zugleich eine neue Ausgabe der „Kritik der reinen Vernunft“ nach den Grundsätzen der Philologie zu veranstalten. Verschiedene Umstände veranlassten mich jedoch, zunächst hievon Umgang [!] zu nehmen. Eine Folge jener Absicht ist, dass bei den Citaten aus der Kritik der r. V. stets die Seitenzahlen der ersten Ausgabe benutzt wurden, da eben aus philologischen Gründen jene Ausgabe, nicht die zweite, meiner Ansicht nach zu Grunde zu legen ist.</span> – In <abbr title="dasselbe" class="ED-abbr">dass.</abbr>, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> XIII, <abbr title="Anmerkung" class="ED-abbr">Anm.</abbr> 2 findet sich übrigens die erste Erwähnung des Planes einer Zeitschriftengründung: <span class="ED-rdg">Ich beabsichtige ausserdem, zur Förderung und Centralisirung der Kantforschungen eine Zeitschrift in freien Heften: Kantstudien herauszugeben.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-9"><span class="ED-app-num">9</span><a href="#app-editorial-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ausgabe der <span class="ED-name">Lessing</span>schen Briefe</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Lessing’s Werke Theil 20, Abtheilung 1/2. Briefe von Lessing. <abbr title="Herausgeber" class="ED-abbr">Hg.</abbr> <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> mit Anmerkungen begleitet von Carl Christian Redlich. Berlin: Hempel 1879.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-10"><span class="ED-app-num">10</span><a href="#app-editorial-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Martin</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Ernst Martin</span> (1841–1910), Germanist, 1866 in Heidelberg habilitiert, 1868 <abbr title="außerordentlicher Professor" class="ED-abbr">ao. Prof.</abbr> in Freiburg/Breisgau, 1872 dort <abbr title="ordentlicher Professor" class="ED-abbr">o. Prof.</abbr>, 1874 in Prag, seit 1877 in Straßburg (<span class="ED-link">www.leo-bw.de</span> (1.8.2024)).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-11"><span class="ED-app-num">11</span><a href="#app-editorial-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">einmal wieder hier</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>ein früheres Zusammentreffen Vaihingers mit <span class="ED-name">Bernays</span> in München wäre <abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> im März 1878 möglich gewesen, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Moritz Carrière an Vaihinger vom 26.3.1878.</div></div></body></html>