<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Vaihinger an Heinrich Landesmann, Straßburg, 24.2.1878, 4 S., hs., Briefkopf Prägestempel: Monogramm H V in zwei ovalen Medaillons, darüber Blütenkranz, darunter Akanthuslaub, Wasserzeichen A PIRIE &amp; SONS | 1856, Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-43401</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000111-8"/><style type="text/css">
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Landesmann an Vaihinger vom 21.2.1878&#xD;&#xA;">reiche Sendung</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="reiche Sendung ] vgl. Landesmann an Vaihinger vom 21.2.1878">[1]</a> haben Sie mich ungemein erfreut und spreche ich Ihnen meinen ganz ergebensten Dank aus. Die Abhandlung über den „Humor bei <span class="ED-name">Kant</span>“ habe ich sogleich gelesen und verdanke derselben werthvolle Anregung; sie <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="interessirt ] doppeltes s hier und im Folgenden mit ß geschrieben&#xD;&#xA;">interessirt</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="interessirt ] doppeltes s hier und im Folgenden mit ß geschrieben">[b]</a> mich um so mehr, als sie mit einem <span class="ED-pb">|</span> meiner Gedankengänge coincidirt. Die übrigen Sachen muß ich mir für die Ferien aufsparen. Doch werde ich einige Abschnitte Ihres „Naturgenusses“ – ein Werk durch das Sie sich ein dauerndes Denkmal gesetzt haben – noch für mein Colleg verwerthen können; insbesondere das <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="„Erwachen des Sinnes für die im Mittelalter unterdrückte Natur“ ] kein direktes Zitat, vgl. Landesmann/Lorm: Der Naturgenuss (1876), darin die Kapitel III u. IV. über die unterdrückte Natur im Mittelalter und die auferstandene Natur in der Renaissance.&#xD;&#xA;">„Erwachen des Sinnes für die im Mittelalter unterdrückte Natur“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="„Erwachen des Sinnes für die im Mittelalter unterdrückte Natur“ ] kein direktes Zitat, vgl. Landesmann/Lorm: Der Naturgenuss (1876), darin die Kapitel III u. IV. über die unterdrückte Natur im Mittelalter und die auferstandene Natur in der Renaissance.">[2]</a> interessirt mich, da ich in meiner <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Vorlesung über die Hauptsysteme der Philosophie ] Vaihinger lehrte im WS 1877/1878 u. a.: Die Hauptsysteme der älteren und neueren Philosophie; Montag, Donnerstag und Freitag von 10–11 Uhr.&#xD;&#xA;">Vorlesung über die Hauptsysteme der Philosophie</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Vorlesung über die Hauptsysteme der Philosophie ] Vaihinger lehrte im WS 1877/1878 u. a.: Die Hauptsysteme der älteren und neueren Philosophie; Montag, Donnerstag und Freitag von 10–11 Uhr.">[3]</a> ge<span class="ED-pb">|</span>rade an diesem Abschnitt stehe. So bin ich Ihnen denn von Herzen für diese reiche Schenkung verbunden, welche meinen Geist anregen, mein Gemüth poetisch stimmen wird.</p><p class="ED-p">Es wird mir stets nicht blos sehr ehrenvoll sein, sondern mich sicherlich auch sachlich fördern, wenn Sie mich mit Ihren Zuschriften beehren wollen. Nur bin ich selbst, in Folge meiner starken Beschäftigung, ein nicht immer zuverlässiger Correspondent. Es wäre mir aber außerordentlich erfreulich, wenn Sie gerade Ihren Ansichten über die Verbindung von <u>Pessimismus und Optimismus</u> Ausdruck verleihen wollten, sei es literarisch, sei es brieflich; denn dieser <span class="ED-pb">|</span> Punkt ist ungemein wichtig für die Bildung einer Weltanschauung welche für die Zukunft sein soll: Ein Briefwechsel hierüber möchte in jeder Hinsicht belehrsam und anregend sein. – Kennen Sie <u><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Bahnsen’s Scherflein ] meint vermutlich Julius Bahnsen: Bedingter Gedanke und Bedingungssatz. Ein Scherflein zur Philosophie der Sprache. Lauenburg i. P.: F. Ferley's Buchdruckerei 1877 (Beilage zum Programm des Progymnasiums zu Lauenburg in Pommern, Ostern 1877).&#xD;&#xA;">Bahnsen</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Bahnsen’s Scherflein ] meint vermutlich Julius Bahnsen: Bedingter Gedanke und Bedingungssatz. Ein Scherflein zur Philosophie der Sprache. Lauenburg i. P.: F. Ferley's Buchdruckerei 1877 (Beilage zum Programm des Progymnasiums zu Lauenburg in Pommern, Ostern 1877).&#xD;&#xA;">’s</span></u><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Bahnsen’s Scherflein ] meint vermutlich Julius Bahnsen: Bedingter Gedanke und Bedingungssatz. Ein Scherflein zur Philosophie der Sprache. Lauenburg i. P.: F. Ferley's Buchdruckerei 1877 (Beilage zum Programm des Progymnasiums zu Lauenburg in Pommern, Ostern 1877).&#xD;&#xA;"> Scherflein</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Bahnsen’s Scherflein ] meint vermutlich Julius Bahnsen: Bedingter Gedanke und Bedingungssatz. Ein Scherflein zur Philosophie der Sprache. Lauenburg i. P.: F. Ferley's Buchdruckerei 1877 (Beilage zum Programm des Progymnasiums zu Lauenburg in Pommern, Ostern 1877).">[4]</a> und speciell seine <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Broschüre über den Humor ] meint vermutlich Bahnsen: Das Tragische als Weltgesetz und der Humor als ästhetische Gestalt des Metaphysischen. Monographien aus den Grenzgebieten der Realdialektik. Lauenburg i. P.: Ferley 1877.&#xD;&#xA;">Broschüre über den </span><u><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5 app-philological-3" title="Broschüre über den Humor ] meint vermutlich Bahnsen: Das Tragische als Weltgesetz und der Humor als ästhetische Gestalt des Metaphysischen. Monographien aus den Grenzgebieten der Realdialektik. Lauenburg i. P.: Ferley 1877.&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;Humor ] in lat. Schrift&#xD;&#xA;">Humor</span></u><u><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Broschüre über den Humor ] meint vermutlich Bahnsen: Das Tragische als Weltgesetz und der Humor als ästhetische Gestalt des Metaphysischen. Monographien aus den Grenzgebieten der Realdialektik. Lauenburg i. P.: Ferley 1877.">[5]</a></u><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="Humor ] in lat. Schrift">[c]</a>? Ich glaube, er will etwas Ähnliches, habe aber keinen Zeit gehabt, ihn zu lesen.</p><p class="ED-p">Ich erlaube mir Ihnen anbei meine Schrift zu überreichen und sehe Ihrer literarischen Äußerung über dieselbe mit Spannung entgegen. –</p><p class="ED-p">Ihre Schrift ist für mich ganz leserlich, und bitte ich Sie, in dieser Beziehung ganz nach Ihrer Bequemlichkeit zu verfahren.</p><p class="ED-p">Entschuldigen Sie meine Eile, und flüchtige Kürze: Tag für Tag verlangt das Colleg seine Zeitopfer.</p><p class="ED-p">Mit aufrichtigem Dank und besonderer Hochachtung Ihr ganz ergebenster</p><p class="ED-signed">D<sup><u>r</u></sup> Hans Vaihinger</p><p class="ED-dateline">Str<span class="ED-add">[aßburg]</span> 24/II 78.</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Herr!</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>danach 3 Zeilen frei gelassen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">interessirt</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>doppeltes s hier und im Folgenden mit ß geschrieben</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><u>Humor</u><u/></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>in <abbr title="lateinisch" class="ED-abbr">lat.</abbr> Schrift</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">reiche Sendung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Landesmann an Vaihinger vom 21.2.1878</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">„Erwachen des Sinnes für die im Mittelalter unterdrückte Natur“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>kein direktes Zitat, <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Landesmann/Lorm: Der Naturgenuss (1876), darin die Kapitel III <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> IV. über die unterdrückte Natur im Mittelalter und die auferstandene Natur in der Renaissance.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Vorlesung über die Hauptsysteme der Philosophie</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Vaihinger lehrte im WS 1877/1878 <abbr title="unter anderem" class="ED-abbr">u. a.</abbr>: Die Hauptsysteme der älteren und neueren Philosophie; Montag, Donnerstag und Freitag von 10–11 Uhr.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><u><span class="ED-name">Bahnsen</span>’s</u> Scherflein</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>meint vermutlich Julius Bahnsen: Bedingter Gedanke und Bedingungssatz. Ein Scherflein zur Philosophie der Sprache. Lauenburg i. P.: F. Ferley's Buchdruckerei 1877 (Beilage zum Programm des Progymnasiums zu Lauenburg in Pommern, Ostern 1877).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Broschüre über den <u>Humor</u></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>meint vermutlich Bahnsen: Das Tragische als Weltgesetz und der Humor als ästhetische Gestalt des Metaphysischen. Monographien aus den Grenzgebieten der Realdialektik. Lauenburg i. P.: Ferley 1877.</div></div></body></html>