<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Vaihinger an Heinrich Landesmann, Dresden, 19.2.1878, 9 S., hs., Wienbibliothek im Rathaus, Wien, H.I.N.-43400</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000108-5"/><style type="text/css">
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Landesmann an Vaihinger vom 9.2.1878&#xD;&#xA;">ehrenvollen Brief</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-1" id="app-editorial-1-ref" title="ehrenvollen Brief ] vgl. Landesmann an Vaihinger vom 9.2.1878">[1]</a> gleich in der ersten Freude beantwortet. So <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-2" title="müssen ] doppeltes s hier und im Folgenden mit ß geschrieben&#xD;&#xA;">müssen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-2" id="app-philological-2-ref" title="müssen ] doppeltes s hier und im Folgenden mit ß geschrieben">[b]</a> Sie es mir, verehrtester Herr, nachsehen, wenn ich erst heute die nöthige Muße finde, um Ihnen vor Allem den herzlichsten und aufrichtigsten Dank für Ihre freundliche Zuschrift zu senden. <span class="ED-pb">|</span> Die Anerkennung, die mein Versuch bei Ihnen findet, ist mir in mehrfacher Hinsicht sehr schätzenswerth, einmal weil ein Mann von Ihrem Rufe das Urtheil abgibt, und dann weil ich auf die Zustimmung aus literarischen Kreisen mehr Werth lege, als dies die meisten meiner Fachgenossen zu thun pflegen. Gerade weil ich aus diesen Kreisen so manche schätzbare Anregung erfahren habe, lege ich auch auf ihre Zustimmung Werth. Nur zu diesen Anregungen rechne ich in erster Linie diejenigen, die ich aus dem, was mir von Ihnen bekannt geworden ist, geschöpft habe. Ihre Arbeiten sind mir wohlbekannt; so <abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> habe ich vor kurzer Zeit <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="Ihre Kritik ] vgl. Hieronymus Lorm: Moriz Carriere. In: Beilage zur Wiener Abendpost (=Beilage zur Wiener Zeitung), Nr. 17 vom 1.1.1878, S. 65 u. Nr. 18 vom 22.1.1878, S. 69–70 (via https://anno.onb.ac.at/).&#xD;&#xA;">Ihre Kritik</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="Ihre Kritik ] vgl. Hieronymus Lorm: Moriz Carriere. In: Beilage zur Wiener Abendpost (=Beilage zur Wiener Zeitung), Nr. 17 vom 1.1.1878, S. 65 u. Nr. 18 vom 22.1.1878, S. 69–70 (via https://anno.onb.ac.at/).">[2]</a> <span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="Carrières ] Namen im vorliegenden Schreiben in lat. Schrift&#xD;&#xA;">Carrière</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-3" title="Carrières ] Namen im vorliegenden Schreiben in lat. Schrift&#xD;&#xA;">s</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-3" id="app-philological-3-ref" title="Carrières ] Namen im vorliegenden Schreiben in lat. Schrift">[c]</a> (sittliche Weltordnung) in der „Wiener Abendpost“ mit Interesse gelesen, wie ich überhaupt alles, was Ihren Namen trägt, mit größtem Interesse verfolge. Ist man doch immer im Voraus gewiß, darin den Ansichten eines Mannes zu begegnen, der mit eleganter, geistreicher Darstellung nicht blos tiefes Selbstdenken, <span class="ED-pb">|</span> sondern auch breite Lebenserfahrung zu bieten hat. <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="Ihr „Naturgenuß“ ] vgl.: Der Naturgenuss. Eine Philosophie der Jahreszeiten von Hieronymus Lorm. Berlin: A. Hofmann &amp; Co. 1876.&#xD;&#xA;">Ihr „Naturgenuß“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="Ihr „Naturgenuß“ ] vgl.: Der Naturgenuss. Eine Philosophie der Jahreszeiten von Hieronymus Lorm. Berlin: A. Hofmann &amp; Co. 1876.">[3]</a> ist mir durch die Haut gegangen; Herr C. <u><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-4" title="du Prel ] Du Prel&#xD;&#xA;">du Prel</span></span></u><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-philological-4" id="app-philological-4-ref" title="du Prel ] Du Prel">[d]</a></span>, mein Freund, der Sie sehr verehrt, hat mir das Buch zur Lectüre gegeben. Bei meiner <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-5" title="wie ] Einfügung über der Zeile&#xD;&#xA;">wie</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-5" id="app-philological-5-ref" title="wie ] Einfügung über der Zeile">[e]</a> schon bemerkt starken beruflichen Thätigkeit konnte ich dasselbe nur durchfliegen, und wie so Manches andere Gute, das aber für den Moment nicht in den Gedankenkreis hineingehört, mit dem man sich gerade beschäftigt, also <abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-6" title="Logik ] Lesung unsicher&#xD;&#xA;">Logik</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-6" id="app-philological-6-ref" title="Logik ] Lesung unsicher">[f]</a>, auf ruhigere Zeiten aufsparen. Ich erinnere mich noch, mir mehrere Auszüge daraus gemacht zu haben, gestehe aber gerne, daß ich, um dieses Geschäftes überhoben zu sein, und vor Allem, um von Ihrer eigenen Hand etwas zu besitzen, mich <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-7" title="glücklichschätzen ] so wörtlich&#xD;&#xA;">glücklichschätzen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-7" id="app-philological-7-ref" title="glücklichschätzen ] so wörtlich">[g]</a> würde, das mir damals liebgewordene Buch von Ihnen empfangen zu dürfen. Auch so manches in der <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="„Dichterhalle“ ] d. i. die von Ernst Eckstein hg. Zeitschrift Deutsche Dichterhalle (1872–1882/1883).&#xD;&#xA;">„Dichterhalle“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="„Dichterhalle“ ] d. i. die von Ernst Eckstein hg. Zeitschrift Deutsche Dichterhalle (1872–1882/1883).">[4]</a> las ich mit großem Interesse: leider haben alle diese kleinen Veröffentlichungen das Schicksal, bald zu verschwinden aus dem Gesichtskreis, einfach, weil man dieser Artikel niemals für die Dauer habhaft werden kann. Falls Sie <span class="ED-pb">|</span> noch Abzüge von diesem oder Jenem besitzen sollten, die Ihnen entbehrlich sind, würde ich sie dankbar entgegennehmen, und um dies zum gegenseitigen Austausch werden zu lassen, erlaube ich mir sogleich, Ihnen einen Abzug eines eben von mir <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-8" title="erschienenen ] erschienen&#xD;&#xA;">erschienenen</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-8" id="app-philological-8-ref" title="erschienenen ] erschienen">[h]</a> <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Artikels ] vgl. Vaihinger: Der Begriff des Absoluten (mit Rücksicht auf Spencer). In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie 2 (1878), S. 188–221 (vgl. Landesmann an Vaihinger vom 26.2.1878).&#xD;&#xA;">Artikels</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Artikels ] vgl. Vaihinger: Der Begriff des Absoluten (mit Rücksicht auf Spencer). In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie 2 (1878), S. 188–221 (vgl. Landesmann an Vaihinger vom 26.2.1878).">[5]</a> zuzusenden. Auch <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="mein Buch ] Hartmann, Dühring und Lange (1876).&#xD;&#xA;">mein Buch</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="mein Buch ] Hartmann, Dühring und Lange (1876).">[6]</a> werde ich Ihnen umgehend zusenden, sobald ich wieder ein Exemplar erhalte. Doch nun zurück zu Ihnen: Ihre Gedichte sind mir nur sporadisch bekannt, so weit ich sie aus „Dichterhalle“ und <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-9 app-editorial-7" title="„Gartenlaube“ ] Einfügung über der Zeile für gestrichen: Gegenwart&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;„Gartenlaube“ ] d. i. die Zeitschrift Die Gartenlaube. Illustrirtes Familienblatt (1853–1937).&#xD;&#xA;">„Gartenlaube“</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-9" id="app-philological-9-ref" title="„Gartenlaube“ ] Einfügung über der Zeile für gestrichen: Gegenwart">[i]</a><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="„Gartenlaube“ ] d. i. die Zeitschrift Die Gartenlaube. Illustrirtes Familienblatt (1853–1937).">[7]</a> kennen lernen konnte. Welcher tiefer fühlende und tiefer denkende Mensch wird nicht von der Naturwahrheit derselben hingerissen! Auch <u>ihr</u> Besitz ist ein alter Wunsch von mir, der aber mir durch die mit den Außenwerken der Philosophie angestrengt beschäftigen Berufsarbeit zurückgedrängt wird; das soll heißen, daß mir für die – nur zurückgestellte Beschäftigung mit dem tiefsten Problem, <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-10" title="nemlich ] so wörtlich&#xD;&#xA;">nemlich</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-10" id="app-philological-10-ref" title="nemlich ] so wörtlich">[j]</a> der organischen Verbindung von Pessimismus und Optimismus Ihre <span class="ED-pb">|</span> poetischen, wie Ihre prosaischen Arbeiten von großem Belang erscheinen. Es scheint mir dies eine würdige und wichtige Aufgabe, eine Formel zu finden, welche jene beiden entgegengesetzten Anschauungen verbindet, und noch mehr – über sie hinausführt. Eben darum war mir Ihre in den <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-8" title="„Streifzügen“ ] vgl. Landesmann an Vaihinger vom 9.2.1878 (Philosophisch-kritische Streifzüge von Heinrich Landsmann [!], Dr. phil. (H. Lorm). Berlin: Mitscher &amp; Roestell 1873).&#xD;&#xA;">„Streifzügen“</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-8" id="app-editorial-8-ref" title="„Streifzügen“ ] vgl. Landesmann an Vaihinger vom 9.2.1878 (Philosophisch-kritische Streifzüge von Heinrich Landsmann [!], Dr. phil. (H. Lorm). Berlin: Mitscher &amp; Roestell 1873).">[8]</a> geäußerte Ansicht von so hohem Interesse, weil sie in der ganzen mir bekannten Literatur der erste und einzige Versuch ist, dies Problem zu lösen, und weil Sie darin mit <span class="ED-name">Lange</span> übereinkommen, bei dem sich dieselbe Tendenz findet.</p><p class="ED-p">Allein nicht blos aus diesem wissenschaftlichen Grunde scheinen mir die Gedichte von hohem Belang, sondern mir persönlich als Menschen sind gerade solche Äußerungen der Menschenseele lieb und werth. Man hat Sie, wenn ich nicht irre, schon <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="den deutschen Leopardi genannt ] vgl. Landesmann an Vaihinger vom 21.2.1878&#xD;&#xA;">den deutschen </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="den deutschen Leopardi genannt ] vgl. Landesmann an Vaihinger vom 21.2.1878&#xD;&#xA;">Leopardi</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-9" title="den deutschen Leopardi genannt ] vgl. Landesmann an Vaihinger vom 21.2.1878&#xD;&#xA;"> genannt</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-9" id="app-editorial-9-ref" title="den deutschen Leopardi genannt ] vgl. Landesmann an Vaihinger vom 21.2.1878">[9]</a>, oder hätte es wenigstens thun können: Sie scheinen mir über ihm zu stehen, weil Sie <span class="ED-pb">|</span> eben nicht einseitig dem Pessimismus das Wort lassen, sondern eine Verbindung mit dem Optimismus suchen. Das Problem, das ich den Grundzügen für mich gelöst zu haben glaube, ist mir jedoch hinter anderen, für mich und an sich zeitgemäßeren Arbeiten zurückgetreten, und die Lösung ist daher für mich zunächst eine rein persönliche die noch einer wissenschaftliche Darstellung harrt. Es muß erst ein neues erkenntnißtheoretisches Fundament gelegt werden, ehe man eine wissenschaftliche Darstellung jenes Problems wagen darf. Und also hierzu gaben mir Ihre Äußerungen viele Anregungen und werden solche noch geben.</p><p class="ED-p">Sie sprechen, hochverehrter Herr, in Ihrem werthen Briefe von „einem einzigen Punkte,“ in dem Sie sich in Discrepanz mit mir befinden. Es liegt mir viel <span class="ED-pb">|</span> daran, diesen Punkt näher kennen zu lernen, um von Ihnen womöglich zu lernen. Wenn Sie dies auf dem <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-10" title="Wege einer Besprechung ] von Landesmann in den literarischen, Publikums- und Rezensions-Zeitschriften der Jahrgänge 1878 und 1879 nicht ermittelt, wohl nicht erschienen; vgl. Landesmann an Vaihinger vom 21.2.1878.&#xD;&#xA;">Wege einer Besprechung</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-10" id="app-editorial-10-ref" title="Wege einer Besprechung ] von Landesmann in den literarischen, Publikums- und Rezensions-Zeitschriften der Jahrgänge 1878 und 1879 nicht ermittelt, wohl nicht erschienen; vgl. Landesmann an Vaihinger vom 21.2.1878.">[10]</a> ausführen wollen, so wird es mir doppelt angenehm sein, und wird Ihnen, wie bemerkt, nächster Tage ein Exemplar zugehen. Eigentlich hatte ich schon lange die Absicht, Ihnen <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-11" title="sponte ] in lat. Schrift&#xD;&#xA;">sponte</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-11" id="app-philological-11-ref" title="sponte ] in lat. Schrift">[k]</a> eines zu senden. Ich weiß nicht, wie es kam, daß ich diese Absicht nicht ausführte. Es war mir immer, als müßte das Sie interessiren, aber Beruf und Leben schwemmen oft einen solchen guten Vorsatz spurlos hinweg. Ich glaube, ich war auch ärgerlich über die deutschen literarischen Kreise. Während die österreichischen Tagesblätter ein <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-11" title="lebhaftes Interesse ] vgl. z. B. Eduard von Hartmann: Friedrich Albert Lange und sein Jünger Hans Vaihinger. In: Beilage zur Wiener Abendpost (= Beilage zur Wiener Zeitung), Nr. 295–297 vom 28.–30.12.1876.&#xD;&#xA;">lebhaftes Interesse</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-11" id="app-editorial-11-ref" title="lebhaftes Interesse ] vgl. z. B. Eduard von Hartmann: Friedrich Albert Lange und sein Jünger Hans Vaihinger. In: Beilage zur Wiener Abendpost (= Beilage zur Wiener Zeitung), Nr. 295–297 vom 28.–30.12.1876.">[11]</a> bekundeten, schwiegen die deutschen still oder mußte ich verbohrtes Zeug anhören, was mir bewies, daß die Zeit für eine Weiterverfolgung nicht da sei. Um so mehr eben freut es mich, daß ich mir ohne mein Zuthun Ihre Beistimmung erlangt <span class="ED-pb">|</span> habe. Es wäre mir aus rein sachlichem Interesse recht lieb, wenn Sie eben das Problem der Versöhnung von Pessimismus und Optimismus besonders besprechen wollten. Es wird so viel ungewaschenes Zeug über diesen Punkt geschrieben (so <abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> neuerdings von meinem Landsmann, den ehemaligen <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-12" title="Minister Golther ] vgl. Der moderne Pessimismus. Studie aus dem Nachlaß des Staatsministers Dr. Ludwig von Golther. Mit einem Vorwort von Friedrich Theodor Vischer. Leipzig: Brockhaus 1878. – Ludwig von Golther (1823–1876), u. a. württembergischer Kultusminister, stammte aus Ulm (NDB).&#xD;&#xA;">Minister </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-12" title="Minister Golther ] vgl. Der moderne Pessimismus. Studie aus dem Nachlaß des Staatsministers Dr. Ludwig von Golther. Mit einem Vorwort von Friedrich Theodor Vischer. Leipzig: Brockhaus 1878. – Ludwig von Golther (1823–1876), u. a. württembergischer Kultusminister, stammte aus Ulm (NDB).&#xD;&#xA;">Golther</span></span><span class="ED-name"><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-12" id="app-editorial-12-ref" title="Minister Golther ] vgl. Der moderne Pessimismus. Studie aus dem Nachlaß des Staatsministers Dr. Ludwig von Golther. Mit einem Vorwort von Friedrich Theodor Vischer. Leipzig: Brockhaus 1878. – Ludwig von Golther (1823–1876), u. a. württembergischer Kultusminister, stammte aus Ulm (NDB).">[12]</a></span>) daß es an der Zeit wäre, wenn endlich Jemand darüber spräche, der nicht blos durch <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-13" title="seine Lebensschicksale ] Heinrich Landesmann war seit 1837 gehörlos; dazu trat eine zunehmende Erblindung, 1881 mit Netzhautablösung (vgl. den biographischen Abriß in: Hierynmus Lorm Ausgewählte Briefe. Eingeleitet u. hg. v. Ernst Friedegg. Berlin: Karl Siegismund 1912, S. 5–15).&#xD;&#xA;">seine Lebensschicksale</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-13" id="app-editorial-13-ref" title="seine Lebensschicksale ] Heinrich Landesmann war seit 1837 gehörlos; dazu trat eine zunehmende Erblindung, 1881 mit Netzhautablösung (vgl. den biographischen Abriß in: Hierynmus Lorm Ausgewählte Briefe. Eingeleitet u. hg. v. Ernst Friedegg. Berlin: Karl Siegismund 1912, S. 5–15).">[13]</a> das Recht dazu hat (und auf diesen Punkt lege ich ein Hauptgewicht, <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-14" title="primum vivere, deinde philosophari! ] zuerst leben, dann philosophieren (lat. Sprichwort).&#xD;&#xA;">primum </span><span class="Hervorhebung"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-14" title="primum vivere, deinde philosophari! ] zuerst leben, dann philosophieren (lat. Sprichwort).&#xD;&#xA;">vivere</span></span><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-14" title="primum vivere, deinde philosophari! ] zuerst leben, dann philosophieren (lat. Sprichwort).&#xD;&#xA;">, </span><span class="Hervorhebung"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-14" title="primum vivere, deinde philosophari! ] zuerst leben, dann philosophieren (lat. Sprichwort).&#xD;&#xA;">deinde philosophari!</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-14" id="app-editorial-14-ref" title="primum vivere, deinde philosophari! ] zuerst leben, dann philosophieren (lat. Sprichwort).">[14]</a><span class="Hervorhebung"> womit ich das bekannte </span><span class="ED-name"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-15" title="Schopenhauersche Wort ] vgl. Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung 1. Bd., Vorrede zur 2. Aufl.: Jetzt noch ein Wort für die Philosophieprofessoren. […] Ist doch gegen den Grundsatz primum vivere, deinde philosophari nichts einzuwenden. Die Herren wollen leben und zwar von der Philosophie leben: an diese sind sie, mit Weib und Kind, gewiesen, und haben […] es darauf gewagt. Nun ist aber meine Philosophie ganz und gar nicht darauf eingerichtet, daß man von ihr leben könnte. Es fehlt ihr dazu an den ersten, für eine wohlbesoldete Kathederphilosophie unerläßlichen Requisiten […].&#xD;&#xA;">Schopenhauer</span></span><span class="Hervorhebung"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-15" title="Schopenhauersche Wort ] vgl. Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung 1. Bd., Vorrede zur 2. Aufl.: Jetzt noch ein Wort für die Philosophieprofessoren. […] Ist doch gegen den Grundsatz primum vivere, deinde philosophari nichts einzuwenden. Die Herren wollen leben und zwar von der Philosophie leben: an diese sind sie, mit Weib und Kind, gewiesen, und haben […] es darauf gewagt. Nun ist aber meine Philosophie ganz und gar nicht darauf eingerichtet, daß man von ihr leben könnte. Es fehlt ihr dazu an den ersten, für eine wohlbesoldete Kathederphilosophie unerläßlichen Requisiten […].&#xD;&#xA;">sche Wort</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-15" id="app-editorial-15-ref" title="Schopenhauersche Wort ] vgl. Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung 1. Bd., Vorrede zur 2. Aufl.: Jetzt noch ein Wort für die Philosophieprofessoren. […] Ist doch gegen den Grundsatz primum vivere, deinde philosophari nichts einzuwenden. Die Herren wollen leben und zwar von der Philosophie leben: an diese sind sie, mit Weib und Kind, gewiesen, und haben […] es darauf gewagt. Nun ist aber meine Philosophie ganz und gar nicht darauf eingerichtet, daß man von ihr leben könnte. Es fehlt ihr dazu an den ersten, für eine wohlbesoldete Kathederphilosophie unerläßlichen Requisiten […].">[15]</a><span class="Hervorhebung"> ins Gute wende) – sondern der auch diese Lebensschicksale mit logischer Arbeit verbunden hat. Ich wünschte gerne, Sie möchten dies zum Gegenstand eines ausführlichen Artikels machen – es ist ein lockendes Problem, und ich würde mich glücklich schätzen, durch diese Aufforderung Anlaß zu einer Studie aus Ihrer Feder gegeben zu haben. </span><span class="ED-name">Hartmann</span><span class="Hervorhebung"> hat ja das auch versucht, aber ich kann ihm nicht beistimmen. Ich kenne ihn persönlich und fand in ihm einen liebenswürdigen Menschen, und stand auch </span><span class="ED-pb">|</span><span class="Hervorhebung"> eine Zeit lang mit ihm </span><span class="Hervorhebung"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-16" title="in Correspondenz ] vgl. den Briefwechsel Vaihingers mit Eduard von Hartmann in der vorliegenden Edition.&#xD;&#xA;">in Correspondenz</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-16" id="app-editorial-16-ref" title="in Correspondenz ] vgl. den Briefwechsel Vaihingers mit Eduard von Hartmann in der vorliegenden Edition.">[16]</a><span class="Hervorhebung">. Unsere Richtungen gehen aber doch zu sehr auseinander, und so wurde natürlich keine Einigung erzielt. Ihm zu antworten habe ich weder Zeit noch Lust. Mit Polemik muß man sparsam sein. Auch bereite ich Publicationen vor, die sich zunächst auf andern Gebieten bewegen.</span></p><p class="ED-p"><span class="Hervorhebung">Doch – ich bin wider Willen und Gewohnheit fast zum </span><span class="Hervorhebung"><span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-17 app-philological-12" title="bavard ] frz. Schwätzer&#xD;&#xA;&#xD;&#xA;bavard ] (in lat. Schrift)&#xD;&#xA;">bavard</span></span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-17" id="app-editorial-17-ref" title="bavard ] frz. Schwätzer">[17]</a><a class="ED-anchor" href="#app-philological-12" id="app-philological-12-ref" title="bavard ] (in lat. Schrift)">[l]</a><span class="Hervorhebung"> geworden. Vergeben Sie das und erklären Sie es aus meiner Freude über Ihr freundliches Schreiben.</span></p><p class="ED-p"><span class="Hervorhebung">Möchten Sie bald die bewegten Punkte öffentlich zur Sprache bringen.</span></p><p class="ED-p"><span class="Hervorhebung">In vorzüglicher Hochachtung </span><abbr title="Euere" class="ED-abbr">Ew.</abbr><span class="Hervorhebung"> Wohlgeboren ergebenster</span></p><p class="ED-signed"><span class="Hervorhebung">Hans Vaihinger.</span></p><p class="ED-dateline"><span class="Hervorhebung">Straßburg i/E</span></p><p class="ED-dateline"><span class="Hervorhebung">19/II 78.</span></p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Herr!</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>danach 4 Zeilen frei gelassen</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-2"><span class="ED-app-num">b</span><a href="#app-philological-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">müssen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>doppeltes s hier und im Folgenden mit ß geschrieben</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-3"><span class="ED-app-num">c</span><a href="#app-philological-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Carrière</span>s</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Namen im vorliegenden Schreiben in <abbr title="lateinisch" class="ED-abbr">lat.</abbr> Schrift</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-4"><span class="ED-app-num">d</span><a href="#app-philological-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><u><span class="ED-name">du Prel</span></u></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg"><u>Du Prel</u></span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-5"><span class="ED-app-num">e</span><a href="#app-philological-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">wie</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Einfügung über der Zeile</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-6"><span class="ED-app-num">f</span><a href="#app-philological-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Logik</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Lesung unsicher</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-7"><span class="ED-app-num">g</span><a href="#app-philological-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">glücklichschätzen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-8"><span class="ED-app-num">h</span><a href="#app-philological-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">erschienenen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-rdg">erschienen</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-9"><span class="ED-app-num">i</span><a href="#app-philological-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">„Gartenlaube“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Einfügung über der Zeile für gestrichen: <span class="ED-rdg">Gegenwart</span></div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-10"><span class="ED-app-num">j</span><a href="#app-philological-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">nemlich</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>so wörtlich</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-11"><span class="ED-app-num">k</span><a href="#app-philological-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">sponte</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>in <abbr title="lateinisch" class="ED-abbr">lat.</abbr> Schrift</div><div class="ED-app-philological" id="app-philological-12"><span class="ED-app-num">l</span><a href="#app-philological-12-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="Hervorhebung">bavard</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>(in <abbr title="lateinisch" class="ED-abbr">lat.</abbr> Schrift)</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">ehrenvollen Brief</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Landesmann an Vaihinger vom 9.2.1878</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihre Kritik</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Hieronymus Lorm: Moriz Carriere. In: Beilage zur Wiener Abendpost (=Beilage zur Wiener Zeitung), <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 17 vom 1.1.1878, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 65 <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 18 vom 22.1.1878, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 69–70 (via <span class="ED-link"><a href="https://anno.onb.ac.at/">https://anno.onb.ac.at/</a></span>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ihr „Naturgenuß“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr>: Der Naturgenuss. Eine Philosophie der Jahreszeiten von Hieronymus Lorm. Berlin: A. Hofmann &amp; Co. 1876.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">„Dichterhalle“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="das ist" class="ED-abbr">d. i.</abbr> die von <span class="ED-name">Ernst Eckstein</span> <abbr title="herausgegeben" class="ED-abbr">hg.</abbr> Zeitschrift Deutsche Dichterhalle (1872–1882/1883).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Artikels</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Vaihinger: Der Begriff des Absoluten (mit Rücksicht auf Spencer). In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie 2 (1878), <span>S.</span> 188–221 (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Landesmann an Vaihinger vom 26.2.1878).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">mein Buch</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Hartmann, Dühring und Lange (1876).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">„Gartenlaube“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="das ist" class="ED-abbr">d. i.</abbr> die Zeitschrift Die Gartenlaube. Illustrirtes Familienblatt (1853–1937).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-8"><span class="ED-app-num">8</span><a href="#app-editorial-8-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">„Streifzügen“</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Landesmann an Vaihinger vom 9.2.1878 (Philosophisch-kritische Streifzüge von Heinrich Landsmann [!], Dr. phil. (H. Lorm). Berlin: Mitscher &amp; Roestell 1873).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-9"><span class="ED-app-num">9</span><a href="#app-editorial-9-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">den deutschen <span class="ED-name">Leopardi</span> genannt</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Landesmann an Vaihinger vom 21.2.1878</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-10"><span class="ED-app-num">10</span><a href="#app-editorial-10-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Wege einer Besprechung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>von Landesmann in den literarischen, Publikums- und Rezensions-Zeitschriften der Jahrgänge 1878 und 1879 nicht ermittelt, wohl nicht erschienen; <abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Landesmann an Vaihinger vom 21.2.1878.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-11"><span class="ED-app-num">11</span><a href="#app-editorial-11-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">lebhaftes Interesse</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> <abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> Eduard von Hartmann: Friedrich Albert Lange und sein Jünger Hans Vaihinger. In: Beilage zur Wiener Abendpost (= Beilage zur Wiener Zeitung), <abbr title="Nummer" class="ED-abbr">Nr.</abbr> 295–297 vom 28.–30.12.1876.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-12"><span class="ED-app-num">12</span><a href="#app-editorial-12-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Minister <span class="ED-name">Golther</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Der moderne Pessimismus. Studie aus dem Nachlaß des Staatsministers Dr. Ludwig von Golther. Mit einem Vorwort von Friedrich Theodor Vischer. Leipzig: Brockhaus 1878. – <span class="ED-name">Ludwig von Golther</span> (1823–1876), <abbr title="unter anderem" class="ED-abbr">u. a.</abbr> württembergischer Kultusminister, stammte aus Ulm (<abbr title="Neue Deutsche Biographie" class="ED-abbr">NDB</abbr>).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-13"><span class="ED-app-num">13</span><a href="#app-editorial-13-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">seine Lebensschicksale</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><span class="ED-name">Heinrich Landesmann</span> war seit 1837 gehörlos; dazu trat eine zunehmende Erblindung, 1881 mit Netzhautablösung (<abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> den biographischen Abriß in: Hierynmus Lorm Ausgewählte Briefe. Eingeleitet <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> <abbr title="herausgegeben" class="ED-abbr">hg.</abbr> <abbr title="von " class="ED-abbr">v.</abbr> Ernst Friedegg. Berlin: Karl Siegismund 1912, <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 5–15).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-14"><span class="ED-app-num">14</span><a href="#app-editorial-14-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">primum <span class="Hervorhebung">vivere</span>, <span class="Hervorhebung">deinde philosophari!</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>zuerst leben, dann philosophieren (<abbr title="lateinisch" class="ED-abbr">lat.</abbr> Sprichwort).</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-15"><span class="ED-app-num">15</span><a href="#app-editorial-15-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="ED-name">Schopenhauer</span><span class="Hervorhebung">sche Wort</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung 1. <abbr title="Band" class="ED-abbr">Bd.</abbr>, Vorrede zur 2. <abbr title="Auflage" class="ED-abbr">Aufl.</abbr>: <span class="ED-rdg">Jetzt noch ein Wort für die Philosophieprofessoren. […] Ist doch gegen den Grundsatz primum vivere, deinde philosophari nichts einzuwenden. Die Herren wollen leben und zwar von der Philosophie leben: an diese sind sie, mit Weib und Kind, gewiesen, und haben […] es darauf gewagt. Nun ist aber meine Philosophie ganz und gar nicht darauf eingerichtet, daß man von ihr leben könnte. Es fehlt ihr dazu an den ersten, für eine wohlbesoldete Kathederphilosophie unerläßlichen Requisiten […].</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-16"><span class="ED-app-num">16</span><a href="#app-editorial-16-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="Hervorhebung">in Correspondenz</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> den Briefwechsel Vaihingers mit <span class="ED-name">Eduard von Hartmann</span> in der vorliegenden Edition.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-17"><span class="ED-app-num">17</span><a href="#app-editorial-17-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem"><span class="Hervorhebung">bavard</span></span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="französisch" class="ED-abbr">frz.</abbr> Schwätzer</div></div></body></html>