<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head profile="http://dublincore.org/documents/dcq-html/"><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8"/><title>Richard Avenarius an Vaihinger, Hirslanden/Zürich, 18.10.1877, 3 S., hs., Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 1 m, Nr. 7</title><link rel="schema.DC" href="http://purl.org/dc/elements/1.1/"/><link rel="schema.DCTERMS" href="http://purl.org/dc/terms/"/><meta name="DC.publisher" content="University of Wuppertal"/><meta name="DC.subject" content="Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger"/><meta name="DC.creator" content="Jörn Bohr"/><meta name="DC.creator" content="Gerald Hartung"/><meta name="DC.contributor" content="Bülow &amp; Schlupkothen XML services"/><meta name="DC.identifier" content="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-000101-2"/><style type="text/css">
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Avenarius an Vaihinger vom 2.9.1877">[1]</a> sich so verspätet; nun nehmen Sie ihn zusammen mit meinem Dank für Ihre <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-2" title="freundlichen Glückwünsche ] vorhergehendes Schreiben Vaihingers nicht überliefert&#xD;&#xA;">freundlichen Glückwünsche</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-2" id="app-editorial-2-ref" title="freundlichen Glückwünsche ] vorhergehendes Schreiben Vaihingers nicht überliefert">[2]</a>!</p><p class="ED-p">Ich habe Ihren Artikel mit großem Interesse gelesen, und eine Änderung wäre mir nur (was Sie auch schon selbst gefühlt) in Betreff des § 4 wünschenswert gewesen – dieser könnte allerdings eine <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-3" title="kräftige Kürzung ] im Druck umfasst der 4. Abschnitt von Vaihingers Artikel die S. 192–196.&#xD;&#xA;">kräftige Kürzung</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-3" id="app-editorial-3-ref" title="kräftige Kürzung ] im Druck umfasst der 4. Abschnitt von Vaihingers Artikel die S. 192–196.">[3]</a> ertragen. Sonst habe ich mir nur erlaubt, einige <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-4" title="Ausdrücke zu ändern ] im Druck S. 219 heißt es: Ziehen wir nun das weitmaschig angelegte Netz unserer Argumentationen zusammen, so ist das Resultat, dass es ein „Problem des Absoluten“ im Spencer’schen Sinne gar nicht gibt, sondern dass unter dieser Bezeichnung mindestens sechs verschiedene Fragen zusammengemengt sind, die ich durch die oben mitgetheilte Unterscheidung zu sichten versucht habe.&#xD;&#xA;">Ausdrücke zu ändern</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-4" id="app-editorial-4-ref" title="Ausdrücke zu ändern ] im Druck S. 219 heißt es: Ziehen wir nun das weitmaschig angelegte Netz unserer Argumentationen zusammen, so ist das Resultat, dass es ein „Problem des Absoluten“ im Spencer’schen Sinne gar nicht gibt, sondern dass unter dieser Bezeichnung mindestens sechs verschiedene Fragen zusammengemengt sind, die ich durch die oben mitgetheilte Unterscheidung zu sichten versucht habe.">[4]</a> (<abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> statt „Zusammenkoppeln“ – „zusammenmengen“, weil Ihr „Sichten“ auf das „Koppeln“ nicht passen würde); ich hoffe, daß meine Aenderungen Ihren Beifall finden werden. – Hinsichtlich des Titels habe ich die Druckerei angewiesen, den Platz noch leer zu lassen: mir schien nämlich gerade im Hinblick auf Ihre Untersuchungen, auf die ja auch Sie den „Hauptnachdruck“ legen (§ 7 <abbr title="folgende" class="ED-abbr">ff.</abbr>), es nicht unangezeigt, den Titel selbst etwas „absoluter“ zu fassen, etwa so: „Inhalt <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> Erkenntnißwerth des Begriffs des Absoluten (neue Zeile:) erörtert <span class="ED-pb">|</span> an dem Beispiele <span class="ED-name">Spencer</span>’s.“ Was meinen sie hierzu? Fügen Sie den Titel nach Belieben ein.</p><p class="ED-p">Irre ich mich, wenn ich sachlich den Eindruck habe, daß Ihre Stellung gegenüber dem lieben Ding-an-sich noch ein wenig schwankend sei?</p><p class="ED-p">Die Correctur wird Ihnen von der <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-5" title="Pierer’schen Hofbuchdruckerei (Stephan Geibel &amp; Co) Altenburg ] Druckort der Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie.&#xD;&#xA;">Pierer’schen Hofbuchdruckerei (Stephan Geibel &amp; Co) Altenburg</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-5" id="app-editorial-5-ref" title="Pierer’schen Hofbuchdruckerei (Stephan Geibel &amp; Co) Altenburg ] Druckort der Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie.">[5]</a>, Sachsen-Altenburg zur <span class="ED-text-lem" itemref="app-philological-1" title="gefl. ] aufzulösen: gefälligen&#xD;&#xA;">gefl.</span><a class="ED-anchor" href="#app-philological-1" id="app-philological-1-ref" title="gefl. ] aufzulösen: gefälligen">[a]</a> umgehenden Erledigung zugesandt werden; ich brauche Sie gewiß nicht daran zu erinnern, daß größere, vom Setzer unverschuldete Correcturen den Herren Autoren belastet werden müssen.</p><p class="ED-p">Ihre Manuscript-Sendung war für deutsche – nicht für außerdeutsche Verhältnisse frankirt – hat daher ein Strafporto von 4 fr. 50 c. zur Folge gehabt. Ich weiß nicht, was in solchen Fällen Usus ist: ob der sündige Autor oder die Verlagshandlung <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-6" title="den Schaden hat ] vgl. die Notiz im inneren Deckel des ersten Hefttitels der Zeitschrift Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie 3 (1879): Zur gefälligen Beachtung. Alle Brief- und Kreuzbandsendungen an die Redaction dieser Zeitschrift bitte ich nach Zürich, Wipkingen, Röthelstrasse N, zu adressiren. Die häufigen und nicht unbeträchtlichen Strafporti bei ungenügender Francatur nöthigen zu der weiteren ergebenen Bitte an unsere geehrten Herren Correspondenten in Deutschland, bei der Frankirung ihrer Sendungen beachten zu wollen, dass für die Schweiz nicht die Portosatzbestimmungen für Deutschland, sondern diejenigen für den Weltpostverein massgebend sind. Der Herausgeber R. Avenarius.&#xD;&#xA;">den Schaden hat</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-6" id="app-editorial-6-ref" title="den Schaden hat ] vgl. die Notiz im inneren Deckel des ersten Hefttitels der Zeitschrift Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie 3 (1879): Zur gefälligen Beachtung. Alle Brief- und Kreuzbandsendungen an die Redaction dieser Zeitschrift bitte ich nach Zürich, Wipkingen, Röthelstrasse N, zu adressiren. Die häufigen und nicht unbeträchtlichen Strafporti bei ungenügender Francatur nöthigen zu der weiteren ergebenen Bitte an unsere geehrten Herren Correspondenten in Deutschland, bei der Frankirung ihrer Sendungen beachten zu wollen, dass für die Schweiz nicht die Portosatzbestimmungen für Deutschland, sondern diejenigen für den Weltpostverein massgebend sind. Der Herausgeber R. Avenarius.">[6]</a>. Nun, wir werden ja sehen!</p><p class="ED-p">Und nun noch eine freundschaftliche Bitte! Sie haben doch gewiß die humane Absicht, daß ich Ihre Briefe auch lesen könne – aber dann bitte ich herzlich: ermöglichen Sie mir es durch Ihre edle Handschrift! Wie heißt <abbr title="zum Beispiel" class="ED-abbr">z. B.</abbr> doch <span class="ED-pb">|</span> das Werk, das Sie mir <span class="ED-text-lem" itemref="app-editorial-7" title="als Beleg anzuführen ] nicht ermittelt&#xD;&#xA;">als Beleg anzuführen</span><a class="ED-anchor" href="#app-editorial-7" id="app-editorial-7-ref" title="als Beleg anzuführen ] nicht ermittelt">[7]</a> die Güte hatten?</p><p class="ED-p">Mit herzlichstem Gruß!</p><p class="ED-p">Ihr abgeplagter <abbr title="und" class="ED-abbr">u.</abbr> ergebenster</p><p class="ED-signed">R. Avenarius.</p><p class="ED-dateline">Hirslanden <sup>b</sup>/Zürich, Forchstr. 11</p><p class="ED-dateline"><abbr title="den" class="ED-abbr">d.</abbr> 18. Oct<span class="ED-add">[ober]</span> 77.</p></div><h2 class="ED-app-title">Kommentar zum Textbefund</h2><div class="ED-app-philological" id="app-philological-1"><span class="ED-app-num">a</span><a href="#app-philological-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">gefl.</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>aufzulösen: gefälligen</div><h2 class="ED-app-title">Kommentar der Herausgeber</h2><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-1"><span class="ED-app-num">1</span><a href="#app-editorial-1-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Dank für Ihren Artikel</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> Avenarius an Vaihinger vom 2.9.1877</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-2"><span class="ED-app-num">2</span><a href="#app-editorial-2-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">freundlichen Glückwünsche</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>vorhergehendes Schreiben Vaihingers nicht überliefert</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-3"><span class="ED-app-num">3</span><a href="#app-editorial-3-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">kräftige Kürzung</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>im Druck umfasst der 4. Abschnitt von Vaihingers Artikel die <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 192–196.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-4"><span class="ED-app-num">4</span><a href="#app-editorial-4-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Ausdrücke zu ändern</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>im Druck <abbr title="Seite" class="ED-abbr">S.</abbr> 219 heißt es: <span class="ED-rdg">Ziehen wir nun das weitmaschig angelegte Netz unserer Argumentationen zusammen, so ist das Resultat, dass es ein „Problem des Absoluten“ im Spencer’schen Sinne gar nicht gibt, sondern dass unter dieser Bezeichnung mindestens sechs verschiedene Fragen zusammengemengt sind, die ich durch die oben mitgetheilte Unterscheidung zu sichten versucht habe.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-5"><span class="ED-app-num">5</span><a href="#app-editorial-5-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">Pierer’schen Hofbuchdruckerei (Stephan Geibel &amp; Co) Altenburg</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>Druckort der Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie.</div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-6"><span class="ED-app-num">6</span><a href="#app-editorial-6-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">den Schaden hat</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span><abbr title="vergleiche" class="ED-abbr">vgl.</abbr> die Notiz im inneren Deckel des ersten Hefttitels der Zeitschrift Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie 3 (1879): <span class="ED-rdg">Zur gefälligen Beachtung. Alle Brief- und Kreuzbandsendungen an die Redaction dieser Zeitschrift bitte ich nach Zürich, Wipkingen, Röthelstrasse N, zu adressiren. Die häufigen und nicht unbeträchtlichen Strafporti bei ungenügender Francatur nöthigen zu der weiteren ergebenen Bitte an unsere geehrten Herren Correspondenten in Deutschland, bei der Frankirung ihrer Sendungen beachten zu wollen, dass für die <u>Schweiz nicht</u> die Portosatzbestimmungen für Deutschland, sondern diejenigen für den <u>Weltpostverein</u> massgebend sind. Der Herausgeber R. Avenarius.</span></div><div class="ED-app-editorial" id="app-editorial-7"><span class="ED-app-num">7</span><a href="#app-editorial-7-ref" class="ED-app-corresp" title="back to content">↑</a><span class="ED-lem">als Beleg anzuführen</span><span class="ED-lem-sep"> ] </span>nicht ermittelt</div></div></body></html>