<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001515-2</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Georg Groddeck</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>13.5.1930</date>, <note>2 S., Ts. mit eU, Briefkopf </note><quote type="rdg">Prof. Dr. phil. Hans Vaihinger | Geh. Reg.-Rat | Dr. rer. techn. h. c. Dr. med. h. c. | Dr. jur. h. c. | Halle a. d. S., den … 192… | Reichardtstr. 15.</quote><note>, Wasserzeichen </note><quote type="rdg">MANILA | SCHREIBMASCHINEN</quote><note>, darunter Flügelrad</note>, <bibl type="pubPlace">Deutsches Literaturarchiv Marbach, A:Groddeck, Georg</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="1515" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001515-2"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Halle (Saale)</placeName><date when="1930-05-13">13.5.1930</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118697927">Georg Groddeck</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118019155">Carl Theodor Groddeck</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/137736983">Hermann Graf von Keyserling</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116263938">Karl August Koberstein</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118587943">Friedrich Nietzsche</name></note><note type="repository">Deutsches Literaturarchiv Marbach, A:Groddeck, Georg</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Georg Groddeck</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>13.5.1930</date>, <note>2 S., Ts. mit eU, Briefkopf </note><quote type="rdg">Prof. Dr. phil. Hans Vaihinger | Geh. Reg.-Rat | Dr. rer. techn. h. c. Dr. med. h. c. | Dr. jur. h. c. | Halle a. d. S., den … 192… | Reichardtstr. 15.</quote><note>, Wasserzeichen </note><quote type="rdg">MANILA | SCHREIBMASCHINEN</quote><note>, darunter Flügelrad</note>, <bibl type="pubPlace">Deutsches Literaturarchiv Marbach, A:Groddeck, Georg</bibl></head></front><body><dateline>13. Mai 1930</dateline><salute>Hochgeehrter Herr <abbr>Dr. med.</abbr> Georg Groddeck!</salute><p>Empfangen Sie meinen herzlichsten Dank für Ihren ausführlichen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-844"/>Brief vom 8. d. M.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-844"/>, der mir so viele wertvolle Nachrichten brachte. Dafür kann ich auch meinerseits heute Ihnen folgendes mitteilen.</p><p>Die Auskunftsstelle der Preussischen Bibliotheken (in Berlin) schreibt mir, dass Exemplare der deutschen Ausgabe der Dissertation Ihres Herrn Vaters an folgenden Stellen vorhanden seien. 1. in der Preussischen Staatsbibliothek in Berlin 2. in der Universitätsbibliothek in Berlin, 3. in der Universitätsbibliothek in Göttingen, 4. in der Universitätsbibliothek in Königsberg.</p><p>Von dem Direktor der Bibliothek in Schulpforta habe ich die Nachricht erhalten, dass auch dort ein Exemplar der deutschen Ausgabe vorhanden ist. Das ist ja nun wahrscheinlich das aus dem Besitz von <name>Koberstein</name> stammende Exemplar.</p><p>Aus Schulpforta habe ich noch weiter die Nachricht erhalten, dass der Verfasser des Buches, <name>Karl Groddeck</name>, als alumnus portensis in das Stammbuch unter <abbr>Nr.</abbr> 9910 eingetragen sei, da er die dortige Schule besucht habe. Offenbar wird dabei kein Unterschied gemacht zwischen eigentlichen Alumnen und zwischen hospites. Es wird dabei ausdrücklich erwähnt, dass <name>Karl Groddeck</name> 1854 nach Bad Kösen gegangen sei und 1882 in Berlin verstorben sei. <pb/></p><p>Dass Ihr Herr Vater gerade aus Danzig nach Schulpforta geschickt wurde, erklärt sich wohl daraus, dass er damals körperlich leidend war, wie Sie mir mitteilen. Doch muss irgendeine familiäre Beziehung zu <name>Koberstein</name> schon vorhanden gewesen sein oder irgendeine sonstige Beziehung. Aber wahrscheinlich ist Ihnen hierüber nichts mehr bekannt?</p><p>Sehr interessant sind mir auch Ihre Mitteilungen über Ihre eigene medizinische Tätigkeit. Uebrigens müssen Sie auch einiges publiziert haben, da mir hierüber von zwei verschiedenen Seite kurze Mitteilungen gemacht wurden, aber ohne nähere Angaben.</p><p>Ausserdem erhielt ich die Mitteilung, dass Sie der „Schule der Weisheit“ von Graf <name>Keyserling</name> in Darmstadt nahestehen sollen. Das Alles beweist ein starkes wissenschaftliches Interesse, das ja auch eben Ihrer mir von Ihnen freundlich geschilderten medizinischen Tätigkeit entspricht.</p><p>Mit wiederholtem Dank für Ihren ausführlichen Brief und mit hochachtungsvoller Begrüssung Ihr aufrichtig ergebner</p><signed>H. Vaihinger</signed><postscript><p><abbr>P. S.</abbr> Ich werde nun zunächst das Manuskript für die Nachträge für die <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-845"/>5. Auflage<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-845"/> meines Buches „<name>Nietzsche</name> als Philosoph“ fertigstellen, wozu ich noch des mir gütigst anvertrauten Exemplares der deutschen Ausgabe der Abhandlung Ihres Herrn Vaters bedarf. Wenn mein Buch fertig gedruckt ist, werde ich Ihnen Mitteilung machen, und Ihnen dann das mir gütigst anvertraute Exemplar der Schrift Ihres Herrn Vaters eingeschrieben zurücksenden.</p><signed>H. V.</signed></postscript></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-844"><lem>Brief vom 8. d. M.</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Groddeck an Vaihinger vom 8.5.1930</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-845"><lem>5. Auflage</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Groddeck vom 21.10.1930</note></app></listApp></back></text></TEI>