<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001506-2</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Heinrich Schmidt</persName>, <placeName type="sent">Bad Suderode</placeName>, <date>20.8.1929</date>, <note>2 S., hs. (andere Hd. mit eU)</note>, <bibl type="pubPlace">Friedrich-Schiller-Universität Jena, Ernst-Haeckel-Haus</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="1506" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001506-2"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Bad Suderode</placeName><date when="1929-08-20">20.8.1929</date></correspAction><correspAction type="received"><persName>Heinrich Schmidt</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118544381">Ernst Haeckel</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118569333">Friedrich Albert Lange</name></note><note type="repository">Friedrich-Schiller-Universität Jena, Ernst-Haeckel-Haus</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Heinrich Schmidt</persName>, <placeName type="sent">Bad Suderode</placeName>, <date>20.8.1929</date>, <note>2 S., hs. (andere Hd. mit eU)</note>, <bibl type="pubPlace">Friedrich-Schiller-Universität Jena, Ernst-Haeckel-Haus</bibl></head></front><body><dateline>Bad Suderode <abbr>d.</abbr> 20.8.29.</dateline><salute>Hochgeehrter Herr Prof. <abbr>Dr.</abbr> Heinrich Schmidt!</salute><p>Mein <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-766"/>beiliegender Artikel<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-766"/> aus der „Vossischen Zeitung“ über „Haeckel’s Herzensfreundin <abbr>u.</abbr> ihre Religion des Als-Ob“ wird Ihnen vielleicht schon bekannt geworden sein, aber jedenfalls wird es Ihnen von Wert sein, daß ich den Artikel durch Sie dem <name>Haeckel</name>-Archiv übergebe. Wieviel ich Ihnen, dem Direktor dieses bedeutsamen Hauses verdanke für die Abfassung meines Artikels, das ist Ihnen am besten bekannt. Recht gerne hätte ich meinen Artikel noch viel ausführlicher gemacht, aber die Zeitungsredaktionen verlangen jetzt noch mehr als früher größtmögliche Kürze.</p><p>Meine „Philosophie des Als-Ob“ die ich in dem Artikel anführen mußte steht ganz im Zeichen der „Geschichte des Materialismus“ von <name>F. A. Lange</name>. Von diesem Werke <pb/> haben Sie, wie ich aus dem Kürschner’schen Gelehrtenkalender ersehe, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-767"/>einen Neudruck<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-767"/> veranstaltet. So möchte ich annehmen, daß Sie für den Standpunkt des Fictionalismus Verständnis haben, von dem aus auch dieser mein Artikel geschrieben ist. Allerdings geht dieser fictionalistische Standpunkt über den Monismus hinaus in eine andere Region, aber ich nehme gerne an, dass Sie an dieser Differenz keinen Anstoß nehmen.</p><p>Mein Artikel wird vielleicht zur Folge haben, dass das <name>Haeckel</name>-Archiv stärker besucht wird, um <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-768"/>das Portrait der Philosophie<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-768"/>, die ich auch als eine „Prophetie des Als-Ob“ bezeichnen möchte, besichtigen zu können, was mir, dem Erblindeten, leider versagt ist.</p><p>Mit besten Grüßen Ihr aufrichtig ergebener</p><signed>Vaihinger</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-766"><lem>beiliegender Artikel</lem><note>liegt nicht bei; <abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Heinrich Schmidt vom 4.7.1929.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-767"><lem>einen Neudruck</lem><note>1926, <abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Heinrich Schmidt vom 4.7.1929.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-768"><lem>das Portrait der Philosophie</lem><note>so wörtlich</note></app></listApp></back></text></TEI>