<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001483-6</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Hugo Dingler</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">München</placeName>, <date>8.1.1927</date>, <note>2 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 6 i</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="1483" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001483-6"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/11852576X">Hugo Dingler</persName><placeName>München</placeName><date when="1927-01-08">8.1.1927</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/116218398">Hans Kleinpeter</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11852576X">Hugo Dingler</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 6 i</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Hugo Dingler</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">München</placeName>, <date>8.1.1927</date>, <note>2 S., hs.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 6 i</bibl></head></front><body><salute>Hochverehrter Herr Geheimrat!</salute><p>Zugleich lasse ich Ihnen durch den Verlag mein neues Werk über den <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-620"/>„Zusammenbruch der Wissenschaft“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-620"/> zugehen. Ich hatte vom Verleger nur sehr wenige Freiexemplare bekommen und diese nur nach und nach, sodass ich mit vielen Sendungen in Rückstand kam. Es würde mich freuen, wenn die von mir behandelten Gesichtspunkte hin und wieder Ihr Interesse erregen würden. Ich glaube, dass ich in manchem dabei mit Ihren Anschauungen zusammentreffe. Darin hat mich eine neuerliche Lektüre Ihres Als-Ob-Werkes sehr bestärkt. Ich hatte es 1914 kurz vor dem Kriege in einem völlig zerlesen Zustande von <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-621"/><name>Kleinpeter</name><anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-621"/><name/> geschickt bekommen, hatte in der Hetze der damaligen Zeit eine schnelle Lektüre darangeschlossen. Neulich nun fiel mir das Exemplar wieder in die Hände, ich liess es binden, und freute mich schon bald darauf an Ihren interessanten wissenschaftstheoretischen Darlegungen, die eine Menge wichtiges Material tatsächlicher Art zusammentragen, das sich gerade auf sehr wichtige Fragen der <pb/> wissenschaftlichen Gedankenbildung bezieht und so einen bedeutungsvollen Baustein der modernen wissenschaftstheoretischen Entwicklung darstellt. Wenige haben mit gleicher Kraft wie Sie dazu beigetragen, den naiven Glauben an eine unmittelbare Zugänglichkeit von <abbr>sog.</abbr> „Naturgesetzen“ ins Wanken zu bringen.</p><p>Mit den besten Wünschen für das Neue Jahr und für Ihre Gesundheit Ihr Ihnen sehr ergebener</p><signed>Hugo Dingler.</signed><dateline>München 8.I.1927</dateline><postscript><p><abbr>P. S.</abbr> Leider waren Sie bei der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-622"/>letzten Als-Ob-Tagung in Halle<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-622"/> so von Verehrern umdrängt, dass es mir nicht gelingen wollte, an Sie heranzukommen.</p><signed>d<add>[er]</add> O<add>[bige]</add></signed></postscript></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-620"><lem>„Zusammenbruch der Wissenschaft“</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Dingler: Der Zusammenbruch der Wissenschaft und der Primat der Philosophie. München: Reinhardt 1926.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-621"><lem><name>Kleinpeter</name></lem><note><abbr>d. i.</abbr> <name>Hans Kleinpeter</name> (1869–1916), Gymnasialprofessor in Gmunden (Österreich), mit <name>Dingler</name> <abbr>u. a.</abbr> Mitherausgeber der Zeitschrift für positivistische Philosophie, von der lediglich der <abbr>Jg.</abbr> 1913 erschienen ist (Eisler Philosophenlexikon 1912, <abbr>WBIS</abbr>). Keine Korrespondenz mit Vaihinger nachgewiesen.</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-622"><lem>letzten Als-Ob-Tagung in Halle</lem><note>am 6. <abbr>u.</abbr> 7.6.1925, <abbr>vgl. </abbr>die Einladung im Nachlass Herman Schmalenbach: Metaphysik und Philosophie. Halle, 5. Juni 1925. Universitätsbibliothek Basel, NL 106: VII:76a: <ref type="link">https://doi.org/10.7891/e-manuscripta-100101</ref> (Beilage; 26.9.2024).</note></app></listApp></back></text></TEI>