<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001425-2</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Julius Bab</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">o. O. [Berlin]</placeName>, <date>o. D. [nach 19.8.1921]</date>, <note>1 S., hs., um 90° gedreht auf der Rückseite eines Ts.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 2 a, Nr. 1</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="1425" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001425-2"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/116019891">Julius Bab</persName><placeName>o. O. [Berlin]</placeName><date notBefore="1921-08-19">o. D. [nach 19.8.1921]</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/116936304">Adolf Hoffmann</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116019891">Julius Bab</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117608866">Wilhelm Bode</name></note><note type="repository">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 2 a, Nr. 1</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Julius Bab</persName> an <persName type="received">Vaihinger</persName>, <placeName type="sent">o. O. [Berlin]</placeName>, <date>o. D. [nach 19.8.1921]</date>, <note>1 S., hs., um 90° gedreht auf der Rückseite eines Ts.</note>, <bibl type="pubPlace">Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Aut. XXI, 2 a, Nr. 1</bibl></head></front><body><salute>Sehr verehrter Herr Geheimrat</salute><bibl>ich weiß nicht, ob Sie schon durch die Zeitungen von meinem <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-87"/>umstehend angedeuteten Fall<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-87"/> gehört haben. Aber man sendet mir eben Ihren ausgezeichneten <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-88"/>Aufsatz<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-88"/> <name>Adolf Hoffmann</name> und <name>Wilhelm Bode</name> – und so nehme ich bestimmt an, daß Sie (auch abgesehen von meiner Person) der Sache <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-89"/>Interesse entgegenbringen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-89"/> werden.</bibl><p>Ergebenst grüßt Sie Ihr</p><signed>Julius Bab</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-87"><lem>umstehend angedeuteten Fall</lem><note>der Text des <abbr>Ts.</abbr> lautet (das Zeichen / signalisiert Absatz): </note><rdg>Allen Verlegern sowie den Redaktionen der Zeitschriften und Zeitungen, mit denen ich in beruflicher Beziehung stehe, teile ich das Folgende mit: / Ich muss um Nachsicht bitten, falls es mir in der nächsten Zeit nicht vollkommen gelingen sollte, meine übernommenen literarischen Verpflichtungen zu erfüllen. Ich bin nämlich soeben mit meinem ganzen Haushalt, zu dem (einige Untermieter eingerechnet) <hi rend="underline">9 Köpfe</hi> gehören,</rdg><note> </note><rdg><hi rend="underline">auf die Strasse gesetzt</hi> worden. Es ist dies das Werk des früheren Bäckermeisters Krische, der vor zwei Jahren Eigentümer des Mietshauses im Grunewald wurde, in dem ich vorher 11 Jahre im besten Frieden gewohnt hatte. Seitdem hat er ununterbrochen an dem nunmehr erreichten Resultat gearbeitet. Die zahlreichen Behörden, an die ich mich im Laufe der Zeit um Schutz wandte, haben teils nicht den guten Willen und teils nicht die Macht gehabt, mich zu schützen. Da meine Bibliothek auf dem Speicher steht, auch der grösste Teil meiner Papiere und Aufzeichnungen mir unzugänglich ist, und ich vor allen Dingen keinen eigenen Raum zum Wohnen und Arbeiten besitze, wird meine Arbeitsmöglichkeit in nächster Zeit naturgemäss sehr beschränkt sein. / Da ich vor der Hand keine eigene Adresse habe, erbitte ich Zuschriften nach Berlin W. 50. postlagernd. / Sehr geehrte Redaktion! / Die vorstehende private Mitteilung hat vielleicht in sofern ein überpersönliches Interesse, als sie erstens zeigt, wie es mit dem viel besprochenen <hi rend="underline">Mieterschutz</hi> in Wahrheit bestellt ist, und zweitens, welche Achtung unsere Behörden vor der <hi rend="underline">Existenz eines geistigen Arbeiters</hi></rdg><note> </note><rdg>haben, wenn Hausbesitzerinteressen in Frage stehen. Ich wäre Ihnen deshalb sehr dankbar, wenn Sie nach Ihrem Ermessen wörtlich oder dem Sinne nach von vorstehender Mitteilung redaktionellen Gebrauch machen würden.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-88"><lem>Aufsatz</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger: Adolf Hoffmann und Wilhelm von Bode. In: Saale-Zeitung, Morgen-Ausgabe, <abbr>Nr.</abbr> 385 vom 19.8.1921 (<ref type="link">http://dx.doi.org/10.25673/opendata2-119854</ref> (26.9.2024)).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-89"><lem>Interesse entgegenbringen</lem><note>die Zeitschrift Kant-Studien hat sich des Anliegens <name>Julius Bab</name>s nicht angenommen.</note></app></listApp></back></text></TEI>