<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001378-4</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Paul Ernst</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>16.1.1920</date>, <note>1 S., Ts. mit eU, Briefkopf </note><quote type="rdg">PROF. DR. HANS VAIHINGER | GEH. REG.-RAT. | Halle a. S., den … 19… | Reichardtstr. 15</quote>, <bibl type="pubPlace">Deutsches Literaturarchiv Marbach, A:Ernst, Paul</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="1378" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001378-4"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Halle (Saale)</placeName><date when="1920-01-16">16.1.1920</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118530909">Paul Ernst</persName></correspAction><note type="mentioned"><name>Karl Baer</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/117514322">Raymund Schmidt</name></note><note type="repository">Deutsches Literaturarchiv Marbach, A:Ernst, Paul</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Paul Ernst</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>16.1.1920</date>, <note>1 S., Ts. mit eU, Briefkopf </note><quote type="rdg">PROF. DR. HANS VAIHINGER | GEH. REG.-RAT. | Halle a. S., den … 19… | Reichardtstr. 15</quote>, <bibl type="pubPlace">Deutsches Literaturarchiv Marbach, A:Ernst, Paul</bibl></head></front><body><dateline>16. Januar 1920</dateline><salute>Hochgeehrter Herr <abbr>Dr.</abbr> Paul Ernst!</salute><p>Meine allgemeine Behinderung durch mein schweres Augenleiden und dazu noch ein spezielles längeres Unwohlsein hat mich davon abgehalten, Ihnen früher zu danken. So tue ich es erst heute, aber umso herzlicher, nachdem ich Ihren mir freundlich zugesendeten Aufsatz <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2600"/>„Idealismus und Positivismus“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2600"/> mir zweimal habe vorlesen lassen. Ich habe mir vieles darin anstreichen lassen, was ich nochmals ernstlich durchdenken will. Ich freue <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2601"/>mich<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2601"/> über die Selbstständigkeit und Gründlichkeit, mit der Sie alle diese ernsten und schwierigen Probleme von Ihrem Standpunkt aus behandeln, und bin Ihnen äusserst dankbar für die grosse ehrenvolle Anerkennung, die darin für mich liegt, dass ein Mann von Ihrer Qualität meiner Philosophie eine solche tief gehende Würdigung zu teil werden lässt.</p><p>Ich freue mich, gleichzeitig Ihnen mitteilen zu können, dass in der ersten Hälfte der Annalen der Philosophie eine ausführliche <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2602"/>Besprechung Ihres „Zusammenbruch des Idealismus“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2602"/> aus der Feder von <abbr>Dr.</abbr> <name>Raymund Schmidt</name> enthalten ist. Das Heft ist schon fertig gestellt und der Genannte wird Ihnen wohl bald selbst einen Separatabdruck seiner Anzeige schicken.</p><p>Gleichzeitig freue ich mich, Ihnen eine sehr günstige <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2603"/>Besprechung Ihrer so eindrucksvollen „Brunhilde“<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2603"/> übersenden zu können. Verfasser ist Chefredakteur <abbr>Dr.</abbr> <name>Karl Baer</name>, <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2604"/>Geiststr.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2604"/> 53.</p><p>Vielleicht darf ich später noch einmal ausführlicher <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2605"/>auf Ihren schönen Artikel zurückkommen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2605"/>. Für heute genug.</p><p>Mit <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2606"/>herzlichem<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2606"/> Dank Ihr aufrichtig ergebener</p><signed>Vaihinger.</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-2600"><lem>„Idealismus und Positivismus“</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Paul Ernst: Idealismus und Positivismus. In: Die Rheinlande 29 (1919), S. 239–246 sowie Paul Natorp an Vaihinger vom 4.1.1920.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-2601"><lem>mich</lem><rdg>mich,</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-2602"><lem>Besprechung Ihres „Zusammenbruch des Idealismus“</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Paul Ernst vom 8.3.1919</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2603"><lem>Besprechung Ihrer so eindrucksvollen „Brunhilde“</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Paul Ernst: Brunhild. Trauerspiel in drei Aufzügen. Leipzig: Insel 1909; am 3.1.1920 am Stadttheater Halle gespielt. Eine ausführliche Kritik, gezeichnet Dr. B. erschien in: Saale-Zeitung, <abbr>Nr.</abbr> 5 vom 4.1.1920, Morgen-Ausgabe, 1. Beiblatt.</note></app><app type="philological" corresp="#ED-2604"><lem>Geiststr.</lem><rdg>Geistr.</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-2605"><lem>auf Ihren schönen Artikel zurückkommen</lem><note>dazu kein weiteres Schreiben Vaihingers nachgewiesen</note></app><app type="philological" corresp="#ED-2606"><lem>herzlichem</lem><rdg>herzlichen</rdg></app></listApp></back></text></TEI>