<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001355-4</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Oskar Walzel</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>26.11.1918</date>, <note>2 S., Ts. mit eU</note>, <bibl type="pubPlace">Deutsches Literaturarchiv Marbach, A:Walzel 92.3</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="1355" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001355-4"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Halle (Saale)</placeName><date when="1918-11-26">26.11.1918</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/11876425X">Oskar Walzel</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/116996579">Arthur Liebert</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/173390803">Charlotte Bühler</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/116460083">Theodor Elsenhans</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118516957">Karl Bühler</name></note><note type="repository">Deutsches Literaturarchiv Marbach, A:Walzel 92.3</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Vaihinger</persName> an <persName type="received">Oskar Walzel</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>26.11.1918</date>, <note>2 S., Ts. mit eU</note>, <bibl type="pubPlace">Deutsches Literaturarchiv Marbach, A:Walzel 92.3</bibl></head></front><body><p>Diktat.</p><dateline>Halle Reichardtstr. 15, den 26.XI.<anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2419"/>18.<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2419"/></dateline><salute>Verehrter Herr College Walzel!</salute><p>Vor geraumer Zeit erfuhr man aus den Zeitungen, dass zum <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2420"/>Nachfolger von <name>Elsenhans</name> <abbr>Prof.</abbr> <name>Bühler</name> aus München berufen sei. Mit dieser Berufung haben Sie sicher eine sehr gute Wahl getroffen und Sie und Ihre Herren Collegen gewinnen in ihm einen trefflichen Gelehrten und tüchtigen Dozenten, der die vakante Stelle gewiss nach allen Seiten hin sehr gut ausfüllen wird.</p><p>Übrigens ist, was Ihnen ja wohl auch bekannt sein wird, auch die Frau des Herrn Professor <name>Bühler</name> als psychologische und pädagogische Schriftstellerin<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2420"/> hervorgetreten.</p><p>Als ich mir erlaubte, Ihnen Herrn <abbr>Dr.</abbr> <name>Liebert</name> <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2421"/>zu empfehlen<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2421"/>, gestattete ich mir, Ihnen einige Schriften des Genannten zur Ansicht zu übersenden. Das tat ich allerdings unaufgefordert. Dadurch habe ich Ihnen Mühe gemacht und muss leider Ihnen auch jetzt Mühe machen, denn ich möchte Sie bitten, mir die betreffenden Sachen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2422"/>zurück zu schicken<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2422"/>. Diese sind umso wertvoller, als sie vergriffen sind und nicht mehr beschafft werden können. So wäre ich Ihnen äusserst dankbar, wenn Sie sich die allerdings nicht ganz kleine Mühe machen wollten, mir die Sachen gütigst zurück schicken zu wollen, da deren Verfasser sie notwendig braucht.</p><p>Es tut mir herzlich leid, Ihnen dadurch Ihre kostbare <pb/> Zeit zu nehmen, aber ich weiss wirklich nicht, wie ich es anders machen soll, um den Verfasser wieder in den Besitz seiner Sachen zu bringen, ohne dass ich Ihnen einige Mühe mache.</p><p>Entschuldigen Sie also gütigst meine Bitte und haben Sie besten Dank im Voraus für deren baldige Erfüllung.</p><p>Mit besten Empfehlungen Ihr ganz ergebener</p><signed>Vaihinger.</signed><postscript><p><abbr>P. S.</abbr> Bei einer früheren Gelegenheit sandte ich Ihnen wohl schon einen vorläufigen Prospekt der neuen Zeitschrift, die ich jetzt begründe. Heute kann ich Ihnen deren definitives <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2423"/>Programm senden<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2423"/>. Von den 14 im Titel genannten Mitherausgebern sind die 11 ersten ordentliche Professoren deutscher Universitäten und lauter namhafte Gelehrte, nur die drei letzten sind noch nicht Ordinarien, da wir eben auch einige jüngere dabei haben wollten.</p><p>Wenn Sie einmal ein geeignetes Thema aus der <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2424"/>Literaturgeschichte<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2424"/> haben, das in den ja weitgespannten Rahmen der Zeitschrift fällt, so werde ich Ihnen <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2425"/>für Ihre Mitarbeit<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2425"/> sehr verbunden sein.</p></postscript></body><back><listApp><app type="philological" corresp="#ED-2419"><lem>18.</lem><rdg>18;</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-2420"><lem>Nachfolger … Schriftstellerin</lem><note> <name>Theodor Elsenhans</name>, seit 1908 <abbr>o. Prof.</abbr> an der Technischen Hochschule Dresden, war am 31.1.1918 verstorben. Sein Nachfolger wurde <name>Karl Bühler</name> (1879–1963), der bis 1922 in Dresden lehrte (<abbr>BEdPh</abbr>). – <name>Charlotte Bühler</name> (1893–1974) habilitierte sich 1920 an der Technischen Hochschule Dresden (Charlotte Bühler: Selbstdarstellung. In: Ludwig Pongratz <abbr>u. a.</abbr> (<abbr>Hg.</abbr>): Psychologie in Selbstdarstellungen <abbr>Bd.</abbr> 1. Bern: Huber1972, <abbr>S.</abbr> 9–42).</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2421"><lem>zu empfehlen</lem><note>Schreiben Vaihingers nicht ermittelt</note></app><app type="editorial" corresp="#ED-2422"><lem>zurück zu schicken</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Walzel vom 5.12.1918</note></app><app type="philological" corresp="#ED-2423"><lem>Programm senden</lem><note>liegt nicht bei</note></app><app type="philological" corresp="#ED-2424"><lem>Literaturgeschichte</lem><rdg>Litheraturgeschichte</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-2425"><lem>für Ihre Mitarbeit</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Vaihinger an Walzel vom 17.12.1918</note></app></listApp></back></text></TEI>