<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title>Forschungsgrundlagen Hans Vaihinger</title><editor>Jörn Bohr</editor><editor>Gerald Hartung</editor><respStmt><orgName>Bülow &amp; Schlupkothen XML services</orgName><resp>software development</resp></respStmt></titleStmt><publicationStmt><publisher>University of Wuppertal</publisher><idno type="URI">urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001335-2</idno></publicationStmt><sourceDesc><bibl><persName type="sent">Gottfried Meyer</persName> und <persName type="sent">Hans Vaihinger</persName> an <persName type="received">Carl Güttler</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>24.1.1918</date>, <bibl type="pubPlace">abgedruckt in: Kant-Studien 23 ([1918]/1919), S. 146–147.</bibl></bibl></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc key="1335" ref="urn:nbn:de:hbz:468-edhv2025-001335-2"><correspAction type="sent"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/1104756838">Gottfried Meyer</persName><persName ref="https://d-nb.info/gnd/118625810">Hans Vaihinger</persName><placeName>Halle (Saale)</placeName><date when="1918-01-24">24.1.1918</date></correspAction><correspAction type="received"><persName ref="https://d-nb.info/gnd/116917725">Carl Güttler</persName></correspAction><note type="mentioned"><name ref="https://d-nb.info/gnd/118547739">Georg Wilhelm Friedrich Hegel</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/11854943X">Johann Friedrich Herbart</name><name ref="https://d-nb.info/gnd/118559796">Immanuel Kant</name></note><note type="repository">Kant-Studien 23 ([1918]/1919), S. 146–147.</note></correspDesc></profileDesc></teiHeader><text><front><head><persName type="sent">Gottfried Meyer</persName> und <persName type="sent">Hans Vaihinger</persName> an <persName type="received">Carl Güttler</persName>, <placeName type="sent">Halle</placeName>, <date>24.1.1918</date>, <bibl type="pubPlace">abgedruckt in: Kant-Studien 23 ([1918]/1919), S. 146–147.</bibl></head></front><body><dateline>Halle, den 24.I.18.</dateline><p>Herrn Professor <abbr>Dr.</abbr> Carl Güttler,</p><p>a<add>[n]</add> d<add>[er]</add> Universität München.</p><salute>Verehrter Herr Professor!</salute><p>Unter Denen, welche Ihnen zu <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2270"/>Ihrem 70. Geburtstage<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2270"/> ihre Glückwünsche darbringen, darf unsere Kant-Gesellschaft nicht fehlen. Dieser haben Sie ja von jeher teilnahmvolles Verständnis entgegengebracht, und haben ihre Aufgaben in selbstloser und in tätigster Weise erfreulich gefördert.</p><p>Vor allem sind wir Ihnen dauernd für die Anregung zu <anchor type="delimiter" subtype="start" xml:id="ED-2271"/>zwei trefflich gewählten Preisaufgaben<anchor type="delimiter" subtype="end" corresp="#ED-2271"/> und für Ihre Hochherzigkeit, mit der Sie uns die nötigen Mittel dazu in reichlichem Maße zur Verfügung stellten, verpflichtet. Schon vor 7 Jahren stellten Sie im Anschluß an eine <name>kant</name>ische Schrift über eine ähnliche Aufgabe das Thema: „Welches sind die wirklichen Fortschritte, die die Metaphysik seit <name>Hegel</name>s und <name>Herbart</name>s Zeiten in Deutschland gemacht hat?“ und der Erfolg dieses Preisausschreibens hat gezeigt, wie glücklich Ihr Vorschlag war. Nun haben Sie im vergangenen Jahre uns das neue, tatsächlich einem längstgefühlten, wissenschaftlichen Bedürfnis entsprechende Preisthema gegeben: „Geschichte und Kritik der neukantischen Bewegung.“ Daß wir diese Preisaufgabe, Dank Ihrer Freigebigkeit, während des Weltkrieges ausschreiben konnten, wird als ein glänzender Beweis des unverwüstlichen Idealismus der deutschen Wissenschaft gelten können. Auch sie wird, dessen sind wir sicher, gute Früchte zeitigen.</p><p>So haben Sie Ihren Namen dauernd in die Geschichte der Kant-Gesellschaft selbst eingetragen, und wie wir heute Ihnen zu lebhaftem Danke verbunden sind, so werden auch spätere Geschlechter Ihrer Förderung der Philosophie dankbar gedenken.</p><p>Mögen Ihnen, nachdem Sie schwere Krankheitsjahre mit der Ihnen eigenen Energie getragen, und überwunden haben, noch viele fruchtbare Jahre des Schaffens und der beschaulichen Anteilnahme an den Fortschritten der Philosophie und des deutschen Lebens überhaupt beschieden sein. In aufrichtiger Verehrung</p><p>Ihre ganz ergebenen</p><signed>Meyer</signed><signed><abbr>Dr. med.</abbr> <abbr>h. c.</abbr> Geh. Ober-Reg.-Rat Kurator der Universität Halle</signed><signed>Vorsitzender der Kant-Gesellschaft.</signed><signed>Vaihinger</signed><signed><abbr>Dr. phil.</abbr> Geh. Reg.-Rat Professor a. d. Universität Halle</signed><signed>Geschäftsführer der Kant-Gesellschaft.</signed></body><back><listApp><app type="editorial" corresp="#ED-2270"><lem>Ihrem 70. Geburtstage</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Elisabeth Braun: Carl Güttler. Zu seinem 70. Geburtstage. In: Kant-Studien 23 ([1918]/1919), <abbr>S.</abbr> 142–146. Der daran anschließende Abdruck des vorliegenden Schreibens wird mit den Worten eingeleitet: </note><rdg>Die Kant-Gesellschaft hat in diesem Sinn an Herrn Prof. Güttler das folgende Schreiben gerichtet:</rdg></app><app type="editorial" corresp="#ED-2271"><lem>zwei trefflich gewählten Preisaufgaben</lem><note><abbr>vgl.</abbr> Kant-Studien 13 (1908),<abbr> S.</abbr> 190–192: Drittes Preisausschreiben der „Kantgesellschaft“. Carl Güttler-Preisaufgabe. Welches sind die wirklichen Fortschritte, die die Metaphysik seit Hegels und Herbarts Zeiten in Deutschland gemacht hat? Datiert im März 1908. – Kant-Studien 22 ([1917]/1918), <abbr>S.</abbr> 213–216: Achtes Preisausschreiben der Kantgesellschaft. Zweite Carl Güttler-Preisaufgabe. Thema: Kritische Geschichte des Neukantianismus von seiner Entstehung bis zur Gegenwart.</note></app></listApp></back></text></TEI>